Jede Woche ein neues Ultimatum an Putin | Von Thomas Röper

Jede Woche ein neues Ultimatum an Putin | Von Thomas Röper

12 Minuten

Beschreibung

vor 9 Monaten

Der französische Präsident macht sich international immer
mehr zur Witzfigur, denn inzwischen kommt von ihm jede Woche ein
neues Ultimatum an Putin, das dann keine Folgen hat und von den
westlichen Medien schnell wieder vergessen wird. Aber der Rest
der Welt schaut genau hin.


Ein Kommentar von Thomas Röper.


Eine russische Zeitung hat am Dienstag einen sehr
lesenswerten Artikel über Begleitumstände der aktuellen
Ukraine-Verhandlungen veröffentlicht, den ich übersetzt habe,
weil ich ihn als Denkanstoß sehr interessant finde.


Beginn der Übersetzung:


Macron dreht frei – und produziert Ultimaten an Putin am
Fließband


Der französische Präsident Emmanuel Macron stellt erneut seine
schlicht obsessive Hartnäckigkeit unter Beweis: Er hat Russlands
Staatschef Wladimir Wladimirowitsch Putin schon wieder ein
Ultimatum gestellt, das sich im Wesentlichen nicht von den
vorherigen unterscheidet.


Vor dem Hintergrund der Gespräche in Istanbul und des
Telefongesprächs Donald Trumps mit Wladimir Putin am Montag, dem
19. Mai 2025, wurde Macron erneut in sozialen Netzwerken aktiv:
Er veröffentlichte eine Ansprache, die eindeutig auf nichts
Anderes angelegt war, als Medienresonanz zu erzeugen.


Der französische Präsident erklärte auf X (vormals Twitter),
seiner Meinung nach müsse Wladimir Putin am nächsten Tag seinen
Willen zum Frieden demonstrieren, indem er einer einmonatigen
Einstellung der Feindseligkeiten zustimme. Diese Initiative, so
Macron, habe angeblich Donald Trump vorgeschlagen und sie habe
die Zustimmung der Ukraine und der europäischen Hauptstädte
erhalten.


Diese Aussage erwies sich jedoch als höchst fragwürdig. Weder
während der Gespräche in Istanbul noch in den offiziellen
Erklärungen aus Washington wurde das Thema des 30-tägigen
Waffenstillstands klar angesprochen. Trump habe zwar seine
Absicht zum Ausdruck gebracht, Frieden in der Ukraine zu
erreichen, habe jedoch keine Einzelheiten bekannt gegeben, und es
grundsätzlich vorgezogen, nicht ins Detail zu gehen,
erinnert Tsargrad.


Wladimir Kornilow, politischer Beobachter des Medienkonzerns
Rossija Segodnja, kommentierte Macrons Initiative und erinnerte
daran, dass bereits versucht wurde, dem russischen Präsidenten
ein ähnliches Ultimatum zu stellen: auch jenes mit einer Frist
von 30 Tagen und der Forderung nach einer Antwort innerhalb von
24 Stunden. Das war gerade einmal vor einer Woche, und damals
ignorierte Moskau derartige Botschaften aus Kiew und den
europäischen Hauptstädten einfach.


Kornilow bemerkte ironisch, es scheine, als habe Macron
beschlossen, solche „planmäßigen Ultimaten“ zu einer Instanz zu
machen, also jede Woche damit zu beginnen, Russland aufzufordern,
innerhalb von 24 Stunden zu kapitulieren, nur um anschließend so
zu tun, als sei nichts dergleichen geschehen.


hier weiterlesen:
https://apolut.net/jede-woche-ein-neues-ultimatum-an-putin-von-thomas-roper/


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