Russlands militär-technische Revolution stellt NATO in den Schatten | Von Rainer Rupp

Russlands militär-technische Revolution stellt NATO in den Schatten | Von Rainer Rupp

18 Minuten

Beschreibung

vor 10 Monaten

Ein Kommentar von Rainer Rupp.


Früher oder später wird auch bei den US-Politikern und ihren
NATO-Vasallen in Europa die Erkenntnis einsickern, dass trotz des
gigantischen US/NATO-Militärapparats die Vereinigten Staaten
gegenüber Russland ihre militärische Überlegenheit bereits
verloren haben und dabei sind, diese auch gegenüber China zu
verlieren. 


In den letzten Jahren haben die Amerikaner in allen offiziellen
US-Simulationen eines in Osteuropa ausgetragenen, nicht-nuklearen
Krieges gegen Russland (siehe z.B. RAND) nach kurzer Zeit bereits
eine vernichtende Niederlage erlitten. Selbst unter günstigsten
Annahmen für die eigene US-Seite, z.B. haben die Amerikaner in
einigen Simulationen mit fiktiven hochmodernen Waffen gekämpft,
also mit Waffen, die erst im Planungsstadium sind, deren
Fähigkeiten den US-Streitkräften aber erst in vielen Jahren –
wenn überhaupt – zur Verfügung stehen werden. 


So sah das Ergebnis der Kriegssimulationen und die Einschätzung
des Kräftegleichgewichts zwischen US/NATO und Russland durch
US-Experten mit Stand vom Jahresende 2020 aus. Das aber heißt,
dass der eigentliche Paradigmenwechsel, nämlich die bis dahin
weitgehend streng geheim gehaltenen Ergebnisse der russischen
militär-technischen Revolution (MTR) noch gar nicht in die
US-Kriegssimulationen eingerechnet worden sind. Gerüchte und
einzelne Hinweise in russischen Publikationen über bahnbrechende
Durchbrüche auf militär-technischem Gebiet wurden von westlicher
Seite mit gewohnter Arroganz als russisches Wunschdenken
belächelt. 


Erst in den letzten 3 Jahren im Rahmen der russischen
Sonderoperation in der Ukraine bekam der Westen eine Idee von den
bahnbrechenden und atemberaubenden technologischen Durchbrüchen
russischer Wissenschaftler und Forscher, dank deren Erfolge die
Streitkräfte der Russischen Föderation inzwischen eine ganze
Bandbreite von einsatzbereiten, neuen Waffen in ihre
Kampfformationen eingeführt haben. Diese Waffen, die sich in
Bezug auf russische Taktik und Strategie ideal ergänzen, wurden
in den letzten Jahren vielfach unter realen Bedingungen
erfolgreich getestet. Weitere Waffensysteme stehen kurz vor der
Vollendung und womöglich haben wir bisher nur die Spitze des
Eisberges gesehen.


Wie konnte sich das militär-technisch Gleichgewicht zwischen dem
am Boden liegend geglaubten Russland, das von westlichen
Politikern überheblich als „Tankstelle mit Raketen“ verspottet
wurde, und den allmächtig geglaubten USA so radikal verändern?
Die Basis dafür wurde bereits in der Sowjetunion geschaffen.
Damals gab es in der UdSSR doppelt so viele Mathematiker und
Naturwissenschaftler als in US/NATO zusammen. Sehr viele von
diesen Wissenschaftlern arbeiteten in der Grundlagenforschung,
auch in der militärischen, wo sie die Grenzen des Wissens
erweiterten. Viele ihrer Forschungsergebnisse konnten jedoch
damals nicht in die Praxis umgesetzt werden, weil die dazu
notwendigen miniaturisierten Werkzeuge fehlten. So konnte man
z.B. keinen extrem teuren Supercomputer von der Größe eines
Kleinwagens in eine Raketenspitze einbauen. 


Dennoch waren die Forschungsergebnisse der sowjetischen
Wissenschaftler nicht verloren. Allerdings landeten sie erst
einmal als Blaupausen in den Schubladen von streng gesicherten
Panzerschränken, wo sie nach der Auflösung der Sowjetunion im
Jahr 1991 fast vergessen wurden. Erst im Jahr 2007 fing man an,
sich wieder an die Blaupausen zu erinnern. Auslöser dafür war die
provokative und sogar gehässige Reaktion des kollektiven Westens
auf die Rede von Präsident Putin in diesem Jahr anlässlich der so
genannten Münchner „Sicherheitskonferenz“...hier weiterlesen:
https://apolut.net/russlands-militar-technische-revolution-stellt-nato-in-den-schatten-von-rainer-rupp/


Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

Kommentare (0)

Lade Inhalte...

Abonnenten

15
15