Anmeldung Registrierung
Auto Hell Dunkel
Erweiterte Suche
Fünffacher Kindsmord in Wernigerode

Fünffacher Kindsmord in Wernigerode

Zu Sammlung hinzufügen

Du hast noch keine Sammlungen.

Download Teilen Fundstellen Kommentare
0:00
1:09:54
Ein aufsehenerregender Gerichtsprozess in Magdeburg erschüttert im
Juni 1990 das ganze Land. Manfred und Margitta F. aus Wernigerode
werden zu jeweils 15 Jahren Haft verurteilt. Das Paar tötete in den
80er Jahren fünf seiner neugeborenen Babys und entsorgte sie in
einer Heizungsanlage – unbemerkt von Nachbarn, Verwandten und
Bekannten. Erst nach dem fünften Mord 1988 fliegen die Taten auf.
Die Verbrechensserie beginnt 1984. Zu diesem Zeitpunkt hat das Paar
bereits fünf Kinder. Margitta F. ist Hausfrau, ihr Mann arbeitet
als Heizer. Als Margitta F. wieder schwanger wird, beschließt sie,
das Kind zu töten. Nach der Hausgeburt weist sie ihren Mann an, dem
Baby Zellstoff aufs Gesicht zu legen, es in einen Korb zu packen
und in eine Decke zu wickeln. Dort verstirbt der Säugling wenige
Stunden später. Manfred F. packt das Kleine in eine Papiertüte und
bringt es zu seinem ehemaligen Arbeitsplatz, eine Heizungsanlage in
Wernigerode, um es dort zu verbrennen. In den Jahren darauf
entwickelt das Paar eine grausame Routine. Jedes Jahr wird ein Baby
geboren, jedes Jahr muss es auf die gleiche Weise sterben und wird
in der Heizungsanlage verbrannt. Erst als Margitta F. 1988 eine
Stelle als Reinigungskraft in einem Stahlbaubetrieb annimmt, fällt
den Mitarbeiterinnen auf, dass ihre neue Kollegin einen Babybauch
hat. Doch die fünffache Mutter streitet eine Schwangerschaft ab.
Ein paar Monate später ist der Babybauch wieder verschwunden –
angeblich eine Totgeburt. Personalchefin Jutta Appold schickt
Margitta F. zum Frauenarzt. Der stellt fest, dass die fünffache
Mutter eine ganz normale Lebendgeburt hatte, aber nicht sagen will,
wo sich der Säugling befindet. Georg Giertz, Oberleutnant der
Kriminalpolizei, nimmt die Ermittlungen auf und bringt gemeinsam
mit seinen Kollegen die grausamen Details der Tötungsreihe ans
Licht. Schleierhaft bleibt bis heute, warum die Verbrechen so lange
unbemerkt blieben. Nachbarn sagen aus, sie hätten zwar mehrmals
eine Schwangerschaft bei Margitta F. bemerkt, hätten aber den
Ausflüchten der Mutter geglaubt. Angeblich seien die Babys
"abgegangen" bzw. zur Adoption freigegeben worden. Auch die
"Jugendhilfe" der DDR, vergleichbar mit dem heutigen Jugendamt,
bemerkt die Schwangerschaften nicht, trotz mehrfacher Besuche bei
der Familie. Der Podcast Die Spur der Täter zeigt die Hintergründe
des grausamen Falls und versucht mithilfe von Zeitzeugen und einer
Kriminalpsychologin die Motive der Serientäter aufzudecken. Neue
Entwicklungen zum Fall in unserer Podcast-Folge "Unfall
oder Mord" "Fünffacher Kindsmord in
Wernigerode" als Film in der ARD Mediathek

Teilen

Mein Archiv

Deine Privatkopie der Folgen, die du nicht verlieren willst.

Podcast-Folgen verschwinden. Feeds werden auf die letzten Episoden gekürzt, Hoster räumen alte Dateien ab, Formate wechseln den Anbieter und lassen ihr Archiv zurück. Mit „Mein Archiv“ sichert podcast.de die Folgen deiner Podcasts für dich — angefangen bei den ältesten, denn die sind zuerst weg.

  • Deine gesicherten Folgen bleiben hörbar, auch wenn das Original offline geht.
  • Auch Folgen, die im heutigen Feed gar nicht mehr stehen — podcast.de kennt sie noch.
  • Herunterladen bleibt möglich, solange die Folge beim Podcaster liegt. Der zählt seine Abrufe wie bisher.
Startet bald

Sei beim Start von Mein Archiv dabei

Mein Archiv ist fast fertig. Trag dich ein, dann bekommst du eine E-Mail, sobald es losgeht – und bist von Anfang an dabei. Wir schreiben dir nur zum Start, keine Werbung, keine Weitergabe deiner Daten.

Du bekommst zuerst eine Bestätigungsmail. Abmelden geht jederzeit. Datenschutz