Verschwunden im Karneval – Der Cold Case Ingrid B.
vor 3 Jahren
Wo ist Ingrid? Diese Frage lässt die Cold Case-Ermittler nicht los.
Ingrid verschwand 1992 nach einer Karnevalsfeier im Ort. Kam sie
danach wieder zu Hause an? Wenn ja, wurde ihre Leiche vom Mörder im
Haus einbetoniert?
Podcast
Podcaster
Beschreibung
vor 3 Jahren
Die als lebenslustig und gesellschaftlich engagiert beschriebene
Ingrid B. verschwindet im Februar 1992 von einem Tag auf den
anderen. Zuletzt gesehen wird die damals 42-Jährige bei einer
Karnevalsfeier in ihrem Wohnort. Zeugen erinnern sich an ihr gelbes
Kleid und daran, dass Ingrid und ihr Ehemann gegen Mitternacht in
Streit gerieten. Ein möglicher Hintergrund des Streits ist laut
Staatsanwaltschaft Eifersucht. Ihr Mann gibt an, dass Ingrid am
nächsten Tag ohne Erklärung das Haus verlassen habe. Doch dafür
gibt es keine Belege. Erst sieben Wochen nach dem Verschwinden
meldet der Ehemann Ingrid bei der Polizei als vermisst. Anderthalb
Jahre wird ermittelt – ohne Erfolg. Es bleibt eine ungeklärte
Vermisstensache. 1994 werden konkrete Vorwürfe gegen den Ehemann
laut. Die Ermittler befragen erneut Zeugen und führen
Durchsuchungen durch. Vieles deutet für die Polizei darauf hin,
dass der Ehemann für einen Mord an Ingrid B. in Frage kommt. Aber
ihm kann nichts nachgewiesen werden. Die Ermittlungen werden erneut
eingestellt. 2021 nimmt sich eine neue Cold Case-Einheit der
Polizei den Fall erneut vor. Sie geht einem Gerücht nach, das schon
lange die Runde macht. Staatsanwalt Christian Wolters beschreibt es
so: "Eine Möglichkeit, wenn jemand das Haus nicht mehr verlässt und
dort auch nicht mehr anzutreffen ist, ist, dass er möglicherweise
in einer Wand einbetoniert ist oder auch in einem Fundament liegt."
Um dies zu prüfen, rücken die Ermittler mit schwerem Gerät vor dem
ehemaligen Wohnhaus von Ingrid und ihrem damaligen Ehemann an. Die
Kriminaltechniker bohren Löcher in Wände und reißen eine Badewanne
raus. Neben Leichenspürhunden kommt moderne Technik aus den
Niederlanden zum Einsatz: Mit einem Bodenradar wird nach
Auffälligkeiten in der Struktur des Fundaments gesucht. Der Ehemann
präsentiert derweil eine neue Version: Die Mafia stecke hinter dem
Verschwinden von Ingrid. Links zum Cold Case Ingrid
B.NDR-Artikel zu den Durchsuchungen im November
2021
Pressemitteilung der Polizei zu den Durchsuchungen
Links zum Fall von Hitlers Bronzepferden
Die Ermittlungen zum Fall im Podcast "Die Spur der Täter"
Hinweis: Die Dokumentation und der Beitrag aus "Kripo live", über
die wir in der Folge sprechen, sind in der Mediathek leider nicht
mehr verfügbar. Kontakt:
die-spur-der-taeter@mdr.de
Ingrid B. verschwindet im Februar 1992 von einem Tag auf den
anderen. Zuletzt gesehen wird die damals 42-Jährige bei einer
Karnevalsfeier in ihrem Wohnort. Zeugen erinnern sich an ihr gelbes
Kleid und daran, dass Ingrid und ihr Ehemann gegen Mitternacht in
Streit gerieten. Ein möglicher Hintergrund des Streits ist laut
Staatsanwaltschaft Eifersucht. Ihr Mann gibt an, dass Ingrid am
nächsten Tag ohne Erklärung das Haus verlassen habe. Doch dafür
gibt es keine Belege. Erst sieben Wochen nach dem Verschwinden
meldet der Ehemann Ingrid bei der Polizei als vermisst. Anderthalb
Jahre wird ermittelt – ohne Erfolg. Es bleibt eine ungeklärte
Vermisstensache. 1994 werden konkrete Vorwürfe gegen den Ehemann
laut. Die Ermittler befragen erneut Zeugen und führen
Durchsuchungen durch. Vieles deutet für die Polizei darauf hin,
dass der Ehemann für einen Mord an Ingrid B. in Frage kommt. Aber
ihm kann nichts nachgewiesen werden. Die Ermittlungen werden erneut
eingestellt. 2021 nimmt sich eine neue Cold Case-Einheit der
Polizei den Fall erneut vor. Sie geht einem Gerücht nach, das schon
lange die Runde macht. Staatsanwalt Christian Wolters beschreibt es
so: "Eine Möglichkeit, wenn jemand das Haus nicht mehr verlässt und
dort auch nicht mehr anzutreffen ist, ist, dass er möglicherweise
in einer Wand einbetoniert ist oder auch in einem Fundament liegt."
Um dies zu prüfen, rücken die Ermittler mit schwerem Gerät vor dem
ehemaligen Wohnhaus von Ingrid und ihrem damaligen Ehemann an. Die
Kriminaltechniker bohren Löcher in Wände und reißen eine Badewanne
raus. Neben Leichenspürhunden kommt moderne Technik aus den
Niederlanden zum Einsatz: Mit einem Bodenradar wird nach
Auffälligkeiten in der Struktur des Fundaments gesucht. Der Ehemann
präsentiert derweil eine neue Version: Die Mafia stecke hinter dem
Verschwinden von Ingrid. Links zum Cold Case Ingrid
B.NDR-Artikel zu den Durchsuchungen im November
2021
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Hinweis: Die Dokumentation und der Beitrag aus "Kripo live", über
die wir in der Folge sprechen, sind in der Mediathek leider nicht
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