Der Mehrfachmörder Gabor S. – drei Opfer, zwei Länder, ein Täter

Der Mehrfachmörder Gabor S. – drei Opfer, zwei Länder, ein Täter

vor 2 Jahren
Ein wegen Sexualdelikten vorbestrafter Mann lernt eine Frau kennen, die kurz darauf verschwindet. Später begeht er einen Doppelmord. Ermittler in der Schweiz und Deutschland kommen ihm peu à peu auf die Spur.
53 Minuten
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Beschreibung

vor 2 Jahren
In der neuen Podcast-Episode von ARD Crime Time berichten deutsche
und Schweizer Ermittler, wie sie einen Mehrfachmörder überführen
konnten. Während sich der Doppelmord in Mansfeld relativ schnell
klären ließ, brauchte die Aufklärung im Schweizer Fall mehrere
Jahre.

Ende Juni 2008 werden in einem abgelegenen Bauerngehöft in Mansfeld
zwei Leichen entdeckt. Es handelt sich um eine 76-jährige Rentnerin
und einen 64-jährigen Arzt, die aus der Region stammen. Die Polizei
stellt fest, dass die Geldkarte der Frau und das Auto des
Mediziners gestohlen wurden. Die Polizei geht von Mord aus. Das
gestohlene Fahrzeug bringt die Ermittler relativ schnell auf die
Spur des Täters. Zwei Tage nach dem Doppelmord wird der Wagen in
der Schweiz ausfindig gemacht. Im Pkw sitzt ein 36-jähriger
Arbeitsloser aus einem Nachbarort von Mansfeld.

Bei der Festnahme stellt sich heraus, dass der Sachsen-Anhalter in
der Schweiz wegen eines ungeklärten Vermisstenfalls per Haftbefehl
gesucht wird. Eine 47-jährige Kaufhauskassiererin war im Juni 2007
plötzlich verschwunden. Die Ermittlungen in ihrem Umfeld führten zu
dem Mann aus Sachsen-Anhalt. Beide hatten sich in einem
Flirt-Portal im Internet kennengelernt und auch in der Realität
getroffen. Und ein weiteres Indiz führt zu ihm: Immer dort, wo er
sich aufhält, wird Geld mit der EC Karte der vermissten Schweizerin
abgehoben. Er wird festgenommen. Da die Frau bis dahin immer noch
unauffindbar bleibt, kann er im Sommer 2008 nur wegen
EC-Karten-Diebstahls und weiteren „kleinen“ Delikten zu knapp drei
Jahren Gefängnis verurteilt werden. Um seiner Haft in Deutschland
zu entgehen, will er sich in die Schweiz absetzen.

Auf dieser Flucht habe er den Doppelmord in Mansfeld begangen,
gesteht er bei der Festnahme im Sommer 2008 in der Schweiz. Zudem
gibt er auch zu, die vermisste Schweizerin 2007 getötet zu haben.
Nach seinem Bericht habe er die Leiche der Frau in eine Wolldecke
gewickelt und in den Rhein geworfen. Doch die groß angelegte
Suchaktion am Rheinufer bleibt erfolglos. So schnell wie man dem
Arbeitslosen aus Sachsen-Anhalt nach dem Doppelmord von Mansfeld
auf die Spur kam, so schwierig gestaltet sich die Überführung im
Fall der vermissten Kaufhauskassiererin aus der Schweiz.

Autor David Kopp spricht im Podcast ARD Crime Time mit Moderator
Mattis Kießig über die Recherchen von ihm und seinem Kollegen
Sandro Gerber zu dem Fall und wie die Ermittler ihn aufklären
konnten.

Der Film zum Fall in der ARD Mediathek:
https://1.ard.de/doppelmoerder_mansfeld

Podcast-Empfehlung: Die Millionendiebin
https://1.ard.de/millionendiebin

E-Mail: crimetime@mdr.de
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