Podcaster
Episoden
22.02.2026
55 Minuten
Wie viel Begrenzung braucht Freiheit, um nicht zerstört zu werden?
In unserer Folge 333 (!!!!) sprechen wir über Sinn und Unsinn von
Verboten – und darüber, warum Regeln für eine Gesellschaft
unverzichtbar sind. Wann schützen sie uns – und wann fühlen sie
sich wie Bevormundung an? Warum wurden Sicherheitsgurt und
Rauchverbot erst bekämpft und später selbstverständlich akzeptiert?
Und weshalb wirken manche Regelverstöße wie Kavaliersdelikte,
während andere unsere Grundordnung erschüttern? Ausgehend von
aktuellen gesellschaftlichen Debatten – etwa über Gewalt im
öffentlichen Raum oder die Frage nach Zivilcourage – diskutieren
wir: • Welche Aufgaben haben Verbote in einer Gesellschaft? •
Brauchen wir mehr Regeln oder mehr Konsequenz? • Wann verlieren
Normen ihre Autorität? • Und was lernen Kinder über Regeln, wenn
Erwachsene sich nicht einig sind? Mit Gedanken von John Stuart
Mill, Immanuel Kant und Carlo Schmid fragen wir: Ist Freiheit ohne
Grenze überhaupt denkbar? Eine Folge über Verantwortung, Respekt
und die fragile Balance zwischen individueller Freiheit und dem
Schutz aller. Diskutiert gern weiter mit uns über die Grenzen der
Freiheit und über Verbote, die Ihr wichtig findet oder die Euch
nerven. Bis nächsten Sonntag, Annika und Tilly
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15.02.2026
52 Minuten
Warum richten sich Wut, Aggressionen und Gewalt gegen Menschen, die
helfen wollen oder einen Job im Dienste der Allgemeinheit haben?
Ein Busfahrer wird erschlagen, weil er seinen Job macht. Sanitäter
werden angegriffen, während sie Leben retten. Polizisten,
Feuerwehrleute, Behördenmitarbeiter, Ärzte, Pflegekräfte – immer
häufiger werden aus Helfern Zielscheiben. Was passiert in der
Psyche eines Menschen, wenn aus einer Regel- oder Hilfesituation
Gewalt wird? Ist es Empathiemangel? Verrohung? Oder etwas Tieferes
– Scham, Ohnmacht und verletzte Identität? In dieser Folge von
Psychologen beim Frühstück schauen wir hinter die Schlagzeilen. Wir
sprechen über fehlende Frustrationstoleranz, Statusbedrohung,
Kontrollverlust und die Dynamik von Kränkung. Und wir stellen eine
These auf: Nicht Hass auf Helfer treibt die Gewalt – sondern die
Unfähigkeit, eigene Ohnmacht auszuhalten. Außerdem fragen wir: Wie
lassen sich Eskalationen verhindern? Und wie schützt man Helfer
psychologisch vor Zynismus und innerem Rückzug? Eine Folge über
Gewalt, Würde und die Frage, wie wir als Gesellschaft miteinander
umgehen wollen. Was sind Eure Erfahrungen mit rohem Verhalten und
Gewalt? Schreibt uns gerne in die Kommentare. Bis nächsten Sonntag,
Annika + Tilly
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08.02.2026
1 Stunde 1 Minute
Was bedeutet es eigentlich, Stärke zu zeigen? Nicht lauter zu
werden. Nicht sich durchzusetzen. Sondern sich selbst nicht mehr zu
verlassen. In dieser Folge sprechen wir darüber, wie
Selbstbewusstsein entsteht – im Job, in der Familie, in Beziehungen
– und warum so viele Menschen gelernt haben, sich anzupassen, statt
klar zu sein. Wir greifen dabei zentrale Gedanken von Erik H.
Erikson und Carl Rogers auf: Eriksons Idee, dass Stärke aus
gelungener Entwicklung und innerer Identität wächst Rogers’
Haltung, dass Selbstbewusstsein dort entsteht, wo Menschen sich
ernst genommen und nicht bewertet fühlen Wir sprechen über: •
typische Manipulationsmuster und warum sie sich oft „schuldig“
anfühlen • warum Grenzen kein Angriff, sondern Beziehungskompetenz
sind • wie man Stärke ganz praktisch zeigen kann – ohne hart, laut
oder kalt zu werden Und wir geben Euch klare, alltagstaugliche
Sätze mit, die man im echten Leben sagen kann. Ein zentraler
Gedanke dieser Folge: „Stärke zeigen heißt nicht, sich
durchzusetzen – sondern sich nicht mehr selbst zu verlassen.“ Diese
Episode ist für alle, die… • das Gefühl haben, sich oft erklären,
rechtfertigen oder anpassen zu müssen, • im Kontakt mit anderen
kleiner werden • und spüren, dass da eigentlich mehr innere
Klarheit möglich wäre. Psychologisch fundiert. Persönlich. Beim
Frühstück. Und viel Spaß mit unserer Wochenaufgabe: Führe eine
kleine, mutige Handlung durch, in der Du Stärke zeigen kannst. Wir
freuen uns auf die nächste Folge mit Dir, Annika + Tilly
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31.01.2026
57 Minuten
Was passiert in dem Moment, bevor wir sprechen – und es dann doch
nicht tun? In dieser Folge geht es um den entscheidenden Übergang:
vom Nicht-gesehen-Werden hin zur inneren Erlaubnis, die eigene
Stimme zu erheben. Viele Menschen wissen, was sie sagen möchten.
Und doch bleibt es oft unausgesprochen – aus Angst zu stören,
abgelehnt zu werden oder wieder nicht gehört zu werden. Diese
Episode widmet sich genau diesem Punkt: dem inneren Schritt, der
nötig ist, um Raum einzunehmen. Wir sprechen darüber, • warum
Stimme nichts mit Lautstärke zu tun hat, • weshalb es sich manchmal
gefährlich anfühlt, sichtbar zu werden, • und wie man beginnt zu
sprechen, auch ohne Garantie auf Resonanz. Es geht nicht um
Rhetorik oder Durchsetzung um jeden Preis, sondern um Haltung,
Präsenz und das Bleiben im eigenen Ausdruck. Es geht nicht um
Lautstärke oder Schlagfertigkeit, sondern um Standpunkt,
Authentizität und den Mut, sichtbar zu sein. Eine Episode über
Stimme, Selbstanerkennung und den ersten Schritt aus der
Unsichtbarkeit. Wir freuen uns über Eure Kommentare - und wünschen
Euch eine feste Stimme und einen rutschfreien Tritt bei dieser
Kälte. Bis nächste Woche, Annika + Tilly
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25.01.2026
49 Minuten
Folge 329: Endlich gesehen werden! Nach unserer letzten Folge haben
uns viele bewegende Zuschriften erreicht: vom unsichtbaren Kind,
vom ewigen Versorger, vom Problemlöser, vom Bankomat der Familie.
In dieser Episode reagieren wir auf Eure Geschichten und sprechen
darüber, wie Rollen entstehen, warum sie so stabil bleiben – und
wie man aus ihnen aussteigen kann. Wir stellen Euch konkrete Sätze
zum Rollen-Ausstieg vor: Was kann ich sagen, wenn ich nicht mehr
funktionieren will? Wie setze ich Grenzen, ohne mich zu
rechtfertigen? Und welche Meta-Sätze helfen, Beziehungsmuster
nachhaltig zu durchbrechen? Rollen enden nicht, weil man sie
erklärt, sondern weil man sich anders verhält. Diese Sätze sind
Einladungen zur Veränderung, aber die eigentliche Botschaft ist das
konsequente Tun danach: Schuldgefühle beim Rollen-Ausstieg sind
normal, kein Warnsignal Widerstand bedeutet nicht, daß man
egoistisch ist Manche Beziehungen verändern sich - manche enden
Gesehenwerden beginnt immer mit der eigenen Erlaubnis Eine Folge
über Akzeptanz, wachsende Souveränität und innere Zustimmung – und
den Mut, nicht mehr nur eine Funktion sein zu wollen. Und wer mehr
Informationen über die Arbeit von Bettina wissen möchte, findet sie
hier: www.dmsg-brandenburg.de. Wir jedenfalls fühlen uns von Euch
gehört und gelesen! Bis nächsten Sonntag, Annika + Tilly
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Über diesen Podcast
Psychologen beim Frühstück belauschen, wie sie über die Themen
reden, die sie gerade beschäftigen: Von der "Psychologie des
Lügens", über "Energievampire" und das Streitthema "Ordnung" bis
hin zur "Macht des Vergebens". Immer persönlich, immer menschlich
aber mit psychologischen Erklärungsversuchen, warum wir uns wie
verhalten. Unsere Zuhörer lieben es, mit uns auf den Ohren zusammen
zu frühstücken: "Danke für die Sendung ! Ich habe ein neues Hobby
am Sonntagmorgen: Bügeln und Eure Sendung hören. Beides sehr
erbaulich :)"(Alwin) "Ich muss mal hier was los werden.Euro Radio
Sendung ist der voll Hammer. Es gibt mir so viel Kraft für die
Woche um das Leben zu bestehen" (Christian) "Hach...Ihr seid immer
wieder ein Genuß" (Jens) "Vielen Dank. Ein sehr schönes und
interessantes Thema zum Start und eine tolle Idee. Ihre Formate
bringen einen immer weiter und es man lernt eine ganze Menge
dazu."(Tiger11969) ...und wer uns nicht nur hören sondern auch
sehen will, schaltet jeden Mittwoch ab 19.00 "TheraThiel" auf
YouTube ein. Und natürlich freue wir uns auf viele Kommentare und
Bewertungen. Klickt dazu mal hier:
http://getpodcast.reviews/id/1392433517
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