Thema: Next-Gen Videoproduktion „Ich muss nicht schneller
produzieren, sondern ich muss die Architektur, wie ich
Entscheidungen treffe, anders bauen.“ In der neuen Episode von
„WhatsNextAgencies“ spricht Kim Notz mit Philipp Haeberlin-Collet,
Executive Producer und Co-Founder von fount.space und Scretch,
darüber, wie sich Produktion neu denken lässt, und warum es dabei
längst nicht mehr nur darum geht, Projekte schneller oder günstiger
umzusetzen. Mit fount.space wollten Philipp und sein Co-Founder
ursprünglich eine Plattform schaffen, die neues Produktionstalent
mit Agenturen und Unternehmen zusammenbringt. Aus dem
Talent-Matching entwickelte sich jedoch ein anderes Modell: Heute
verbindet fount.space Produktionskompetenz mit
Organisationsentwicklung und hilft Teams dabei, Strukturen zu
schaffen, in denen Entscheidungen schneller getroffen und neue
Talente sinnvoll integriert werden können. Denn für Philipp liegt
einer der größten Hebel moderner Produktion nicht in der Ausführung
selbst, sondern in der Art, wie Agenturen, Kunden, Produktion und
Talente miteinander arbeiten. Im Gespräch geht es deshalb auch
darum, was Agenturen von diesem Ansatz lernen können. Philipp
plädiert dafür, Producing deutlich früher in kreative und
strategische Prozesse einzubinden und die Rolle aus der reinen
Umsetzung zu lösen. Gerade in einer Produktionswelt, in der
Plattformen, Formate und KI die Anforderungen permanent verändern,
werden Menschen wichtiger, die neue Talente erkennen,
unterschiedliche Skills zusammenbringen und Verantwortung für die
Machbarkeit übernehmen. Produktion wird damit vom letzten Glied im
Prozess zunehmend zum strategischen Interface nach außen. Zum
Schluss richtet sich der Blick auf Scretch, das Philipp gemeinsam
mit Channel 2 gegründet hat. Hier trifft Produktionskompetenz auf
tiefes YouTube-Know-how mit dem Ziel, Kanalwachstum nicht über
einzelne Kampagnen oder möglichst viel Content zu erzeugen, sondern
langfristig und planbar aufzubauen. Auch dahinter steckt die
gleiche Idee: Produktion nicht vom Output aus zu denken, sondern
vom Ziel und Prozesse, Talente und Inhalte konsequent danach
auszurichten.
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