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Blick in die Bibel Archiv

2859 Episoden
12 Minuten
Am Freitag beim Podcast "Blick in die Bibel" spricht Domkapitular und Hochschulrektor Prof. Dr.  Christoph Ohly über Hoffnungszeichen für den Glauben in Europa. In seiner Arbeit mit jungen Menschen erlebt er viel Offenheit für Sinnfragen, Spiritualität und die Suche nach Gott. Auch die steigende Zahl von Erwachsenentaufen sieht er als ermutigendes Signal. Für ihn wächst heute etwas Neues heran, getragen von dem Wunsch nach einer persönlichen Beziehung zu Jesus.Beim Evangelium des Tages erklärt der Rektor der Kölner Hochschule für Katholische Theologie, dass Gottes Liebe besonders von Menschen erkannt wird, die mit offenem Herzen auf ihn zugehen. Das "Joch" Jesu versteht er als Einladung, die Lasten des Lebens nicht allein zu tragen. Zum Hochfest des Heiligsten Herzens Jesu erinnert Prof. Ohly daran, dass Gott jeden Menschen liebt und begleitet. Eine Folge voller Zuversicht, die zeigt, warum gerade junge Menschen heute neue Hoffnung für den Glauben geben – und die neugierig auf mehr macht.Aus dem Matthäusevangelium:In jener Zeit sprach Jesus: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, weil du das vor den Weisen und Klugen verborgen und es den Unmündigen offenbart hast. Ja, Vater, so hat es dir gefallen. Alles ist mir von meinem Vater übergeben worden; niemand kennt den Sohn, nur der Vater, und niemand kennt den Vater, nur der Sohn und der, dem es der Sohn offenbaren will. Kommt alle zu mir, die ihr mühselig und beladen seid! Ich will euch erquicken. Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir; denn ich bin gütig und von Herzen demütig; und ihr werdet Ruhe finden für eure Seele. Denn mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht. (Mt 11,25-30)( Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)
13 Minuten
In der Donnerstags-Folge von "Blick in die Bibe" spricht Prof. Dr. Christoph Ohly zunächst über seinen Weg zum Priester. Er beschreibt seine Berufung als ein Mosaik aus vielen kleinen Erfahrungen, Begegnungen und Vorbildern. Familie, Ministrantenzeit, Jugendarbeit, Musik und prägende Menschen im Glauben haben ihn auf diesem Weg begleitet. Wer heute über das Priesteramt nachdenkt, sollte nach seiner Überzeugung Mut haben, auf Gottes Ruf zu hören und auf dessen Führung zu vertrauen.Beim Evangelium steht die Frage im Mittelpunkt, was echte Gerechtigkeit bedeutet. Jesus gehe es vor allem um Liebe, Barmherzigkeit und Versöhnung. Prof. Ohly betont, dass ein glaubwürdiger Glaube immer auch den Umgang mit anderen Menschen einschließt. Sein eindringlicher Appell: Streit nicht einfach stehen lassen, sondern immer wieder den Weg zum Gespräch und zum Frieden suchen. Eine Folge mit persönlichen Einblicken, klaren Gedanken und einem Impuls, der lange nachklingt – und neugierig macht auf die ganze Geschichte dahinter.Aus dem Matthäusevangelium: In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wenn eure Gerechtigkeit nicht weit größer ist als die der Schriftgelehrten und der Pharisäer, werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen. Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt worden ist: Du sollst nicht töten; wer aber jemanden tötet, soll dem Gericht verfallen sein. Ich aber sage euch: Jeder, der seinem Bruder auch nur zürnt, soll dem Gericht verfallen sein; und wer zu seinem Bruder sagt: Du Dummkopf!, soll dem Spruch des Hohen Rates verfallen sein; wer aber zu ihm sagt: Du Narr!, soll dem Feuer der Hölle verfallen sein. Wenn du deine Opfergabe zum Altar bringst und dir dabei einfällt, dass dein Bruder etwas gegen dich hat, so lass deine Gabe dort vor dem Altar liegen; geh und versöhne dich zuerst mit deinem Bruder, dann komm und opfere deine Gabe! Schließ ohne Zögern Frieden mit deinem Gegner, solange du mit ihm noch auf dem Weg zum Gericht bist! Sonst wird dich dein Gegner vor den Richter bringen und der Richter wird dich dem Gerichtsdiener übergeben und du wirst ins Gefängnis geworfen. Amen, ich sage dir: Du kommst von dort nicht heraus, bis du den letzten Pfennig bezahlt hast. (Mt 5,20-26)( Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)
10 Minuten
Zu Beginn der Folge am Mittwoch beim "Blick in die Bibel" erzählt Prof. Dr. Christoph Ohly von seiner Arbeit als Domkapitular am Kölner Dom. Neben Gottesdiensten, Beichtehören und anderen seelsorglichen Aufgaben gehört auch die Verantwortung für die Verwaltung und den Erhalt des Doms dazu. Besonders bewegt ihn die einzigartige Atmosphäre des Doms: Die gewaltige Höhe und Weite des Raumes erinnerten daran, dass Gottes Wirklichkeit größer ist als alles, was Menschen begreifen können.Im Blick auf das Tagesevangelium erklärt Prof. Ohly, dass das Christentum weder eine Gesetzesreligion noch eine Buchreligion sei. Sondern im Zentrum stehe ein Person, nämlich Jesus Christus. Christsein bedeute vor allem die Begegnung mit Jesus Christus. Das zentrale Gebot sei die Liebe; zu Gott und zu den Mitmenschen. Deshalb gehe es nicht um blinden Gehorsam, sondern darum, auf Jesu Wort zu hören und es im Alltag konkret werden zu lassen; auch dort, wo Vergebung, Geduld oder Mitgefühl schwerfallen. Was es heißen kann, im Himmelreich "groß" zu sein, macht Ohly am Beispiel Marias deutlich: Wer offen für Gott lebt, wächst über sich hinaus. Warum selbst die kleinsten Dinge dabei eine große Rolle spielen, erfährt man in dieser hörenswerten Podcastfolge.Aus dem Matthäusevangelium: In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Denkt nicht, ich sei gekommen, um das Gesetz und die Propheten aufzuheben! Ich bin nicht gekommen, um aufzuheben, sondern um zu erfüllen. Amen, ich sage euch: Bis Himmel und Erde vergehen, wird kein Jota und kein Häkchen des Gesetzes vergehen, bevor nicht alles geschehen ist. Wer auch nur eines von den kleinsten Geboten aufhebt und die Menschen entsprechend lehrt, der wird im Himmelreich der Kleinste sein. Wer sie aber hält und halten lehrt, der wird groß sein im Himmelreich. (Mt 5,17-19)( Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)
10 Minuten
 Zu Beginn der Folge am Dienstag bei "Blick in Bibel" spricht Prof. Dr. Christoph Ohly über seine Aufgaben als Rektor der Kölner Hochschule für Katholische Theologie. Er erklärt, welche Studienmöglichkeiten es dort gibt und warum ein Theologiestudium auch heute noch spannend ist: Es hilft, die großen Fragen des Lebens und Glaubens in einer modernen und vielfältigen Gesellschaft zu reflektieren.Anschließend spricht Prof. Ohly über das Evangelium, in dem Jesus sagt: "Ihr seid das Salz der Erde" und "Ihr seid das Licht der Welt". Ohly, der auch Mitglied des Kölner Domkapitels ist, betont, dass dies keine Überforderung, sondern eine Ermutigung ist. Christen sollen aus ihrem Glauben heraus Hoffnung, Orientierung und Wärme schenken. Salz steht für Profil und Würze, Licht für Hilfe und Geborgenheit. Im Alltag kann das bedeuten, anderen zuzuhören, zu helfen und durch das eigene Handeln etwas Gutes auszustrahlen. Eine Folge, die Mut macht und zeigt, wie aktuell Jesu Worte auch heute noch sind – und die Lust darauf macht, den Gedanken im Podcast weiter nachzuspüren.Aus dem Matthäusevangelium:In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Ihr seid das Salz der Erde. Wenn das Salz seinen Geschmack verliert, womit kann man es wieder salzig machen? Es taugt zu nichts mehr, außer weggeworfen und von den Leuten zertreten zu werden. Ihr seid das Licht der Welt. Eine Stadt, die auf einem Berg liegt, kann nicht verborgen bleiben. Man zündet auch nicht eine Leuchte an und stellt sie unter den Scheffel, sondern auf den Leuchter; dann leuchtet sie allen im Haus. So soll euer Licht vor den Menschen leuchten, damit sie eure guten Taten sehen und euren Vater im Himmel preisen. (Mt 5,13-16)( Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)
11 Minuten
Zum Beginn der neuen Podcast-Woche bei "Blick in die Bibel" spricht Prof. Dr. Christoph Ohly zunächst über seine persönliche Beziehung zur Bibel. Der Kölner Domkapitular und Rektor der Kölner Hochschule für Katholische Theologie (KHKT) erzählt, wie die Heilige Schrift ihn täglich begleitet und wie er beim Lesen versucht herauszufinden, was Gottes Wort für sein eigenes Leben bedeutet. Als besonderen Wegweiser nennt er den Satz Marias:"Was er euch sagt, das tut." Menschen, die neu oder wieder in die Bibel einsteigen möchten, empfiehlt er das Markusevangelium.Im Anschluss legt er die Seligpreisungen aus der Bergpredigt aus. Die Worte Jesu wirken zunächst wie hohe Anforderungen, doch Prof. Ohly versteht sie als Zusage und Ermutigung. Wer Jesus nachfolgt, darf darauf vertrauen, dass Trost, Frieden und Hoffnung stärker sind als Trauer, Ablehnung oder schwierige Erfahrungen. Besonders wichtig ist ihm, die Botschaft auch praktisch zu leben; durch Aufmerksamkeit, Mitgefühl und konkrete Hilfe für andere. Eine Folge, die bekannte Bibelverse in ein neues Licht rückt und zeigt, wie viel Kraft in ihnen für den Alltag steckt. Wer die Bergpredigt besser verstehen möchte, findet hier spannende und überraschende Impulse.Aus dem Matthäusevangelium:In jener Zeit, als Jesus die vielen Menschen sah, die ihm folgten, stieg er auf einen Berg. Er setzte sich, und seine Jünger traten zu ihm. Dann begann er zu reden und lehrte sie. Er sagte: Selig, die arm sind vor Gott; denn ihnen gehört das Himmelreich. Selig die Trauernden; denn sie werden getröstet werden. Selig, die keine Gewalt anwenden; denn sie werden das Land erben. Selig, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit; denn sie werden satt werden. Selig die Barmherzigen; denn sie werden Erbarmen finden. Selig, die ein reines Herz haben; denn sie werden Gott schauen. Selig, die Frieden stiften; denn sie werden Söhne Gottes genannt werden. Selig, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn ihnen gehört das Himmelreich. Selig seid ihr, wenn ihr um meinetwillen beschimpft und verfolgt und auf alle mögliche Weise verleumdet werdet. Freut euch und jubelt: Euer Lohn im Himmel wird groß sein. Denn so wurden schon vor euch die Propheten verfolgt. (Mt 5,1-12)( Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)
8 Minuten
Zum Abschluss der Woche im Podcast "Blick in die Bibel" spricht Anno Busch vom Fachbereich Evangelisierung im Erzbistum Köln über das Finale des Glaubensfestivals "kommt&seht" – und über seinen persönlichen Einsatz in der Kirche. Busch engagiert sich ehrenamtlich als Kirchenvorstandsvorsitzender in seiner Heimatpfarrei und erklärt, warum er trotz aller Herausforderungen weitermacht: "Letztendlich motiviert mich die Botschaft Jesu Christi." Die Kirche brauche Menschen, die Verantwortung übernehmen – oft leise und ohne großes Aufsehen.Im Bibeltext aus dem Markusevangelium warnt Jesus eindringlich vor Scheinheiligkeit und lobt gleichzeitig die arme Witwe, die ihren ganzen Lebensunterhalt spendet. Busch macht deutlich: Es geht Jesus nicht zuerst ums Geld, sondern um die Haltung dahinter. "Es geht um Zeit. Es geht um Einsatz", sagt er – und darum, Glauben nicht zur Selbstdarstellung zu machen. Besonders beeindruckend seien oft gerade die Menschen, "die keinen großen Wirbel um ihr Engagement machen, sondern einfach da sind".Ein Gespräch über verborgenes Engagement, echte Hingabe und die Frage, was wir Christus heute geben können. Jetzt reinhören!Aus dem Markusevangelium:In jener Zeit lehrte Jesus eine große Menschenmenge und sagte: Nehmt euch in Acht vor den Schriftgelehrten! Sie gehen gern in langen Gewändern umher, lieben es, wenn man sie auf den Marktplätzen grüßt, und sie wollen in der Synagoge die Ehrensitze und bei jedem Festmahl die Ehrenplätze haben. Sie fressen die Häuser der Witwen auf und verrichten in ihrer Scheinheiligkeit lange Gebete. Umso härter wird das Urteil sein, das sie erwartet.Als Jesus einmal dem Opferkasten gegenübersaß, sah er zu, wie die Leute Geld in den Kasten warfen. Viele Reiche kamen und gaben viel. Da kam auch eine arme Witwe und warf zwei kleine Münzen hinein. Er rief seine Jünger zu sich und sagte: Amen, ich sage euch: Diese arme Witwe hat mehr in den Opferkasten hineingeworfen als alle andern. Denn sie alle haben nur etwas von ihrem Überfluss hineingeworfen; diese Frau aber, die kaum das Nötigste zum Leben hat, sie hat alles hergegeben, was sie besaß, ihren ganzen Lebensunterhalt. (Mk 12,38-44)( Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)
8 Minuten
Was bewegt Menschen an eucharistischen Festivals wie "kommt&seht?" Darüber spricht Anno Busch vom Fachbereich Evangelisierung im Erzbistum Köln mit DOMRADIO.DE-Redakteur Jan Hendrik Stens im heutigen Podcast. Für Busch sind es vor allem die persönlichen Glaubenszeugnisse: "Was hat Christus mit ihrem Leben gemacht?" Gleichzeitig erzählt er sehr persönlich, wie ihn die Geburt seiner Tochter verändert hat. Kirche habe ihn selbst geprägt – und genau diese Botschaft wolle er weitergeben. "Das spornt mich an, mich kirchlich zu engagieren", sagt Busch.Im Johannesevangelium spricht Jesus dann einen erstaunlich vertrauten Satz: "Ich nenne euch nicht mehr Knechte, sondern Freunde." Busch erklärt, warum christlicher Glaube für ihn vor allem Beziehung bedeutet – "eine Freundschaft mit Jesus, eine Freundschaft mit Gott". Doch diese Freundschaft ist nicht bequem: Jesus spricht auch von Ablehnung und Verfolgung. Busch erinnert daran, dass Christen weltweit bis heute für ihren Glauben leiden und sterben.Ein Gespräch über Glauben, Verantwortung und die Frage, was Freundschaft mit Jesus heute bedeuten kann. Jetzt reinhören!Aus dem Johannesevangelium:Nachdem Jesus die Menge gespeist hatte, drängte er die Jünger, ins Boot zu steigen und an das andere Ufer vorauszufahren. Inzwischen wollte er die Leute nach Hause schicken. Nachdem er sie weggeschickt hatte, stieg er auf einen Berg, um für sich allein zu beten. Als es Abend wurde, war er allein dort. Das Boot aber war schon viele Stadien vom Land entfernt und wurde von den Wellen hin und her geworfen; denn sie hatten Gegenwind. In der vierten Nachtwache kam er zu ihnen; er ging auf dem See.Als ihn die Jünger über den See kommen sahen, erschraken sie, weil sie meinten, es sei ein Gespenst, und sie schrien vor Angst. Doch sogleich sprach Jesus zu ihnen und sagte: Habt Vertrauen, ich bin es; fürchtet euch nicht! Petrus erwiderte ihm und sagte: Herr, wenn du es bist, so befiehl, dass ich auf dem Wasser zu dir komme! Jesus sagte: Komm! Da stieg Petrus aus dem Boot und kam über das Wasser zu Jesus. Als er aber den heftigen Wind bemerkte, bekam er Angst. Und als er begann unterzugehen, schrie er: Herr, rette mich! Jesus streckte sofort die Hand aus, ergriff ihn und sagte zu ihm: Du Kleingläubiger, warum hast du gezweifelt?Und als sie ins Boot gestiegen waren, legte sich der Wind. Die Jünger im Boot aber fielen vor Jesus nieder und sagten: Wahrhaftig, Gottes Sohn bist du. Sie fuhren auf das Ufer zu und kamen nach Gennésaret. Als die Leute jener Gegend ihn erkannten, schickten sie in die ganze Umgebung. Und man brachte alle Kranken zu ihm und bat ihn, er möge sie wenigstens den Saum seines Gewandes berühren lassen. Und alle, die ihn berührten, wurden geheilt. (Mt 14,22-36)( Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)
9 Minuten
Am Fronleichnamsfest spricht Anno Busch vom Fachbereich Evangelisierung im Erzbistum Köln über die Eucharistie – und über die Hoffnung auf einen neuen Aufbruch in der Kirche. Das Glaubensfestival "kommt&seht" versteht er als Einladung, "Christus in die Mitte zu stellen". Passend zum Fronleichnamsfest soll die Eucharistie dabei zur "Quelle unserer Einheit" werden – gerade in einer Zeit, die von Spaltung geprägt ist. Besonders eindrücklich beschreibt Busch die eucharistische Anbetung als "die niederschwelligste Methode, Menschen mit Christus in Verbindung zu bringen".Im Bibeltext aus dem Johannesevangelium bezeichnet sich Jesus selbst als "das lebendige Brot". Anno Busch erklärt, warum dieses Bild weit mehr bedeutet als bloße Symbolik und weshalb Christen seit den ersten Jahrhunderten Missverständnisse rund um Eucharistie und Abendmahl erklären mussten. Dabei geht es um die Frage: Wie kann Gott Menschen so nahekommen, dass er selbst zur Nahrung wird?Ein Gespräch über Fronleichnam, die Sehnsucht nach Einheit und die bleibende Provokation der Eucharistie. Jetzt reinhören!Aus dem Johannesevangelium:In jener Zeit sprach Jesu zu der Menge: Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Wer von diesem Brot ist, wird in Ewigkeit leben. Das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch für das Leben der Welt.Da stritten sich die Juden und sagten: Wie kann er uns sein Fleisch zu essen geben? Jesus sagte zu ihnen: Amen, amen, ich sage euch: Wenn ihr das Fleisch des Menschensohnes nicht esst und sein Blut nicht trinkt, habt ihr das Leben nicht in euch. Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, hat das ewige Leben und ich werde ihn auferwecken am Jüngsten Tag. Denn mein Fleisch ist wahrhaft eine Speise und mein Blut ist wahrhaft ein Trank. Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der bleibt in mir und ich bleibe in ihm.Wie mich der lebendige Vater gesandt hat und wie ich durch den Vater lebe, so wird jeder, der mich isst, durch mich leben. Dies ist das Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Es ist nicht wie das Brot, das die Väter gegessen haben, sie sind gestorben. Wer aber dieses Brot isst, wird leben in Ewigkeit. (Joh 6,51-58)( Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)
9 Minuten
Wie kann die Kirche heute Menschen neu für den Glauben begeistern? Darüber spricht Anno Busch vom Fachbereich Evangelisierung im Erzbistum Köln mit DOMRADIO.DE-Redakteur Jan Hendrik Stens – mitten in den Vorbereitungen für das Glaubensfestival "kommt&seht". Während andere ins lange Fronleichnamswochenende starten, heißt es für Busch: packen, organisieren und aufbauen. Denn für ihn ist klar: "Wir dürfen uns nicht damit zufrieden geben, dass wir weniger werden." Die Kirche müsse neue Wege finden, Menschen von Jesus Christus zu begeistern.Im Bibeltext aus dem Markusevangelium diskutieren die Sadduzäer mit Jesus über die Auferstehung der Toten – und wollen ihn mit einer absurden Frage bloßstellen. Busch erklärt, warum Jesus den Blick weg von rein menschlichen Vorstellungen lenkt und was christliche Hoffnung eigentlich bedeutet. Besonders eindrücklich: "Mit dem Tod ist nicht alles vorbei." Für Busch ist der Auferstehungsglaube keine Randnotiz, sondern das Zentrum des Christentums.Ein Gespräch über neue Aufbrüche in der Kirche und die Hoffnung auf Leben über den Tod hinaus. Jetzt reinhören!Aus dem Markusevangelium:In jener Zeit kamen einige von den Sadduzäern, die behaupten, es gebe keine Auferstehung, zu Jesus und fragten ihn: Meister, Mose hat uns vorgeschrieben: Wenn ein Mann, der einen Bruder hat, stirbt  und eine Frau hinterlässt, aber kein Kind, dann soll sein Bruder die Frau nehmen und seinem Bruder Nachkommen verschaffen.Es lebten einmal sieben Brüder. Der erste nahm sich eine Frau, und als er starb, hinterließ er keine Nachkommen. Da nahm sie der zweite; auch er starb, ohne Nachkommen zu hinterlassen, und ebenso der dritte. Keiner der sieben hatte Nachkommen. Als letzte von allen starb die Frau. Wessen Frau wird sie nun bei der Auferstehung sein? Alle sieben haben sie doch zur Frau gehabt.Jesus sagte zu ihnen: Ihr irrt euch, ihr kennt weder die Schrift noch die Macht Gottes. Wenn nämlich die Menschen von den Toten auferstehen, heiraten sie nicht, noch lassen sie sich heiraten, sondern sind wie Engel im Himmel. Dass aber die Toten auferstehen, habt ihr das nicht im Buch des Mose gelesen, in der Geschichte vom Dornbusch, in der Gott zu Mose spricht: Ich bin der Gott Abrahams, der Gott Ísaaks und der Gott Jakobs? Er ist kein Gott von Toten, sondern von Lebenden. Ihr irrt euch sehr. (Mk 12,18-27)( Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)
8 Minuten
Was bedeutet es eigentlich, gemeinsam im Glauben unterwegs zu sein? Darüber spricht Anno Busch vom Fachbereich Evangelisierung im Erzbistum Köln heute mit DOMRADIO.DE-Redakteur Jan Hendrik Stens. Der frühere wissenschaftliche Mitarbeiter für Kirchengeschichte in Bonn erzählt, warum ihn besonders das Lukasevangelium fasziniert – und weshalb er und seine Frau zur Hochzeit den Vers gewählt haben: "Er sandte sie zu zweit aus." Für Busch steckt darin eine wichtige Botschaft: "Wir sind keine Einzelkämpfer."Im Bibeltext aus dem Markusevangelium versuchen die Pharisäer dann, Jesus mit der Frage nach der Steuerpflicht gegenüber dem Kaiser in eine Falle zu locken. Doch Jesu Antwort überrascht alle. Busch erklärt, warum Jesus weder zum politischen Aufstand aufruft noch den Glauben aus der Welt verdrängt. Stattdessen stellt sich die Frage neu: "Geben wir Gott, was Gott gehört?" Und was heißt das konkret für unseren Alltag, unseren Sonntag – und für Kirche heute?Ein Gespräch über Glauben mitten in der Welt und über eine Antwort Jesu, die bis heute verblüfft. Jetzt reinhören!Aus dem Markusevangelium:In jener Zeit wurden einige Pharisäer und einige Anhänger des Herodes zu Jesus geschickt, um ihn mit einer Frage in eine Falle zu locken. Sie kamen zu ihm und sagten: Meister, wir wissen, dass du die Wahrheit sagst und auf niemanden Rücksicht nimmst; denn du siehst nicht auf die Person, sondern lehrst wahrhaftig den Weg Gottes. Ist es erlaubt, dem Kaiser Steuer zu zahlen, oder nicht? Sollen wir sie zahlen oder nicht zahlen?Er aber durchschaute ihre Heuchelei und sagte zu ihnen: Warum versucht ihr mich? Bringt mir einen Denár, ich will ihn sehen. Man brachte ihm einen. Er fragte sie: Wessen Bild und Aufschrift ist das? Sie antworteten ihm: Des Kaisers. Da sagte Jesus zu ihnen: So gebt dem Kaiser, was dem Kaiser gehört, und Gott, was Gott gehört! Und sie waren sehr erstaunt über ihn. (Mk 12,13-17)( Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)
9 Minuten
Warum provoziert das Gleichnis von den bösen Winzern bis heute? Darüber spricht DOMRADIO.DE-Redakteur Jan Hendrik Stens mit Anno Busch vom Fachbereich Evangelisierung im Erzbistum Köln. Busch erklärt, warum Evangelisierung für ihn bedeutet, "den Menschen das Evangelium, die Botschaft Jesu Christi nahe zu bringen" – und weshalb genau das auch beim Glaubensfestival "kommt&seht" im Mittelpunkt steht.Im Bibeltext aus dem Markusevangelium wird es dann herausfordernd: Jesus erzählt ein Gleichnis, das die religiösen Autoritäten gegen ihn aufbringt. Busch deutet den Weinberg als Bild für die Gotteskindschaft und betont zugleich die Freiheit des Menschen, sich für oder gegen Gott zu entscheiden. Besonders spannend: Wie kann man diesen schwierigen Bibeltext heute lesen – ohne alte antijüdische Fehlinterpretationen zu wiederholen? Und was bedeutet das Gleichnis für die Kirche heute? Busch sagt: "Wir müssen immer in uns gehen und fragen: Sind wir noch auf dem richtigen Weg?"Ein Gespräch über Glauben, Verantwortung und ein Evangelium, das unbequem bleibt. Hören Sie rein!Aus dem Markusevangelium:In jener Zeit begann Jesus zu den Hohepriestern, den Schriftgelehrten und den Ältesten in Gleichnissen zu reden: Ein Mann legte einen Weinberg an, zog ringsherum einen Zaun, hob eine Kelter aus und baute einen Turm. Dann verpachtete er den Weinberg an Winzer und reiste in ein anderes Land.Als nun die Zeit dafür gekommen war, schickte er einen Knecht zu den Winzern, um bei ihnen seinen Anteil an den Früchten des Weinbergs holen zu lassen. Sie aber packten und prügelten ihn und jagten ihn mit leeren Händen fort. Darauf schickte er einen anderen Knecht zu ihnen; und ihn schlugen sie auf den Kopf und entehrten ihn. Als er einen dritten schickte, brachten sie ihn um. Ähnlich ging es vielen anderen; die einen wurden geprügelt, die andern umgebracht.Schließlich blieb ihm nur noch einer: sein geliebter Sohn. Ihn sandte er als Letzten zu ihnen, denn er dachte: Vor meinem Sohn werden sie Achtung haben. Die Winzer aber sagten zueinander: Das ist der Erbe. Auf, wir wollen ihn umbringen, dann gehört sein Erbe uns. Und sie packten ihn und brachten ihn um und warfen ihn aus dem Weinberg hinaus.Was wird nun der Besitzer des Weinbergs tun? Er wird kommen und die Winzer vernichten und den Weinberg anderen geben. Habt ihr nicht das Schriftwort gelesen: Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, er ist zum Eckstein geworden; vom Herrn ist das geschehen und es ist wunderbar in unseren Augen? Daraufhin hätten sie Jesus gern verhaften lassen; aber sie fürchteten die Menge. Denn sie hatten gemerkt, dass er mit diesem Gleichnis sie meinte. Da ließen sie ihn stehen und gingen weg. (Mk 12,1-12)( Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)
8 Minuten
Zum Abschluss der Woche am Samstag spricht Msgr. Christoph Huber sehr persönlich über seinen Alltag als Priester und Generalpräses von Kolping International. Ein klassisches Wochenende kennt er kaum: Mal ist er in Afrika oder Südamerika unterwegs, mal bei Veranstaltungen in Deutschland. Er erzählt aber auch, wie wichtig ihm kleine Auszeiten beim Wandern, Skifahren oder Radfahren sind.Im Evangelium geht es um die Frage nach Jesu Vollmacht. Huber erklärt, warum Jesus auf die Schriftgelehrten mit einer Gegenfrage antwortet und dabei bewusst aus ihrer Taktik ausbricht. Für ihn zeigt der Text: Wahre Autorität zeigt sich im Dienst an anderen. Gleichzeitig macht Huber Mut, Traditionen kritisch zu hinterfragen, wenn sie ihren eigentlichen Sinn verloren haben. Eine letzte Folge mit Msgr, Christoph Huber voller ehrlicher Gedanken über Glauben, Kirche und den Mut zu Veränderung – und genau deshalb besonders hörenswert.Aus dem Markusevangelium:In jener Zeit kamen Jesus und seine Jünger nach Jerusalem. Als er im Tempel umherging, kamen die Hohepriester, die Schriftgelehrten und die Ältesten zu ihm und fragten ihn: In welcher Vollmacht tust du das? Wer hat dir diese Vollmacht gegeben, das zu tun? Jesus sagte zu ihnen: Ich will euch eine Frage stellen. Antwortet mir, dann werde ich euch sagen, in welcher Vollmacht ich das tue. Stammte die Taufe des Johannes vom Himmel oder von den Menschen? Antwortet mir! Da überlegten sie und sagten zueinander: Wenn wir antworten: Vom Himmel, so wird er sagen: Warum habt ihr ihm dann nicht geglaubt? Sollen wir also antworten: Von den Menschen? Sie fürchteten sich aber vor den Leuten; denn alle hielten Johannes wirklich für einen Propheten. Darum antworteten sie Jesus: Wir wissen es nicht. Jesus erwiderte: Dann sage auch ich euch nicht, in welcher Vollmacht ich das tue. (Mk 11,27-33)( Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)
9 Minuten
Am Freitag spricht Generalpräses Christoph Huber von Kolping International im Podcast "Blick in die Bibel" darüber, warum ihn die Krise der Kirche nicht hoffnungslos macht. Durch seine Reisen mit Kolping International erlebt er Christen weltweit ganz unterschiedlich: in Armut, Krieg oder Verfolgung – und trotzdem voller Glauben und Lebensfreude. Für ihn kommt es nicht auf große Zahlen an, sondern auf die Kraft der christlichen Botschaft.Beim Evangelium erklärt Huber die ungewohnte Seite Jesu: Jesus reagiert wütend, treibt Händler aus dem Tempel und verflucht einen Feigenbaum, über dessen Nutzlosigkeit er sich ärgert. Gerade das macht ihn für Huber menschlich und nahbar. Außerdem spricht er sehr persönlich darüber, wie sich Bitten im Gebet verändern können, wenn das Leben anders läuft als erhofft. Eine Folge mit ehrlichen Gedanken über Glauben, Zweifel und Hoffnung, die lange nachklingen.Aus dem Markusevangelium:In jener Zeit zog Jesus nach Jerusalem hinein, in den Tempel; nachdem er sich alles angesehen hatte, ging er spät am Abend mit den Zwölf nach Betánien hinaus. Als sie am nächsten Tag Betánien verließen, hatte er Hunger. Da sah er von Weitem einen Feigenbaum mit Blättern und ging hin, um nach Früchten zu suchen. Aber er fand nichts als Blätter; denn es war nicht die Zeit der Feigenernte. Da sagte er zu ihm: In Ewigkeit soll niemand mehr eine Frucht von dir essen. Und seine Jünger hörten es. Dann kamen sie nach Jerusalem. Jesus ging in den Tempel und begann, die Händler und Käufer aus dem Tempel hinauszutreiben; er stieß die Tische der Geldwechsler und die Stände der Taubenhändler um und ließ nicht zu, dass jemand irgendetwas durch den Tempelbezirk trug. Er belehrte sie und sagte: Heißt es nicht in der Schrift: Mein Haus soll ein Haus des Gebetes für alle Völker genannt werden? Ihr aber habt daraus eine Räuberhöhle gemacht. Die Hohepriester und die Schriftgelehrten hörten davon und suchten nach einer Möglichkeit, ihn umzubringen. Denn sie fürchteten ihn, weil das Volk außer sich war vor Staunen über seine Lehre. Als es Abend wurde, verließ Jesus mit seinen Jüngern die Stadt. Als sie am nächsten Morgen an dem Feigenbaum vorbeikamen, sahen sie, dass er bis zu den Wurzeln verdorrt war. Da erinnerte sich Petrus und sagte zu Jesus: Rabbi, sieh doch, der Feigenbaum, den du verflucht hast, ist verdorrt. Jesus sagte zu ihnen: Habt Glauben an Gott! Amen, ich sage euch: Wenn jemand zu diesem Berg sagt: Heb dich empor und stürz dich ins Meer! und wenn er in seinem Herzen nicht zweifelt, sondern glaubt, dass geschieht, was er sagt, dann wird es geschehen. Darum sage ich euch: Alles, worum ihr betet und bittet – glaubt nur, dass ihr es schon erhalten habt, dann wird es euch zuteil. Und wenn ihr beten wollt und ihr habt einem anderen etwas vorzuwerfen, dann vergebt ihm, damit auch euer Vater im Himmel euch eure Verfehlungen vergibt. (Mk 11,11-25)( Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet) 
8 Minuten
Msgr. Christoph Huber, Generalpräses von Kolping International, erzählt am Dienstag im Gespräch beim "Blick in die Bibel" mit Mathias Peter von seinen Reisen und der weltweiten Arbeit von Kolping; von Mikrokrediten in Indien bis zur Unterstützung von Frauen in schwierigen Lebenssituationen. Dabei spricht er auch sehr persönlich über seinen eigenen Weg vom Seelsorger zum Leiter des internationalen Hilfswerks und darüber, warum er sich im Rheinland schnell zuhause gefühlt hat.Im Evangelium geht es um die Heilung des blinden Bartimäus. Msgr. Huber erklärt, warum Wunder in der Bibel mehr sind als nur Geschichten von früher. Für ihn zeigt der Text, dass Glaube Menschen helfen kann, klarer zu sehen und neue Hoffnung zu finden. Besonders bewegt ihn die Botschaft der Barmherzigkeit, die heute wichtiger denn je sei. Eine persönliche und inspirierende Folge, die Mut macht und Lust darauf weckt, weiterzuhören.Aus dem Markusevangelium:In jener Zeit, als Jesus mit seinen Jüngern und einer großen Menschenmenge Jéricho verließ, saß am Weg ein blinder Bettler, Bartimäus, der Sohn des Timäus. Sobald er hörte, dass es Jesus von Nazaret war, rief er laut: Sohn Davids, Jesus, hab Erbarmen mit mir! Viele befahlen ihm zu schweigen. Er aber schrie noch viel lauter: Sohn Davids, hab Erbarmen mit mir! Jesus blieb stehen und sagte: Ruft ihn her! Sie riefen den Blinden und sagten zu ihm: Hab nur Mut, steh auf, er ruft dich. Da warf er seinen Mantel weg, sprang auf und lief auf Jesus zu. Und Jesus fragte ihn: Was willst du, dass ich dir tue? Der Blinde antwortete: Rabbúni, ich möchte sehen können. Da sagte Jesus zu ihm: Geh! Dein Glaube hat dich gerettet. Im gleichen Augenblick konnte er sehen und er folgte Jesus auf seinem Weg nach. (Mk 10,46b-52)( Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)
10 Minuten
Am Dienstag spricht bei "Blick in die Bibel" Msgr. Christoph Huber, Generalpräses von Kolping International, darüber, wie ihn seine Heimat in Oberbayern und eine offene, lebensfrohe Kirchengemeinde geprägt haben. Als Jugendlicher erlebte er Kirche als Ort voller Vertrauen, Gemeinschaft und Freude. Schon früh merkte er, dass Priester sein zu ihm passt, denn er suchte ein Leben mit Glauben, aber auch mit Nähe zu den Menschen. Im Evangelium geht es um die Frage, wer groß und wichtig sein will. Huber deutet die Worte Jesu überraschend aktuell: Wahre Autorität entsteht nicht durch Titel, sondern durchs Zuhören, Verstehen und Dienen. Auch die ehrliche Art Jesu beeindruckt ihn, weil er seinen Jüngern nichts beschönigt. Die Folge verbindet persönliche Einblicke mit starken Gedanken über Macht, Menschlichkeit und Glauben im Alltag. Wer eine klare und lebensnahe Auslegung hören möchte, sollte diesen Podcast nicht verpassen.Aus dem Markusevangelium:In jener Zeit, als Jesus und die Jünger auf dem Weg hinauf nach Jerusalem waren, ging Jesus voraus. Die Leute wunderten sich über ihn, die ihm nachfolgten aber hatten Angst. Da versammelte er die Zwölf wieder um sich und kündigte ihnen an, was ihm bevorstand. Er sagte: Siehe, wir gehen nach Jerusalem hinauf; und der Menschensohn wird den Hohepriestern und den Schriftgelehrten ausgeliefert; sie werden ihn zum Tod verurteilen und den Heiden ausliefern; sie werden ihn verspotten, anspucken, geißeln und töten. Und nach drei Tagen wird er auferstehen. Da traten Jakobus und Johannes, die Söhne des Zebedäus, zu ihm und sagten: Meister, wir möchten, dass du uns eine Bitte erfüllst. Er antwortete: Was soll ich für euch tun? Sie sagten zu ihm: Lass in deiner Herrlichkeit einen von uns rechts und den andern links neben dir sitzen! Jesus erwiderte: Ihr wisst nicht, worum ihr bittet. Könnt ihr den Kelch trinken, den ich trinke, oder die Taufe auf euch nehmen, mit der ich getauft werde? Sie antworteten: Wir können es. Da sagte Jesus zu ihnen: Ihr werdet den Kelch trinken, den ich trinke, und die Taufe empfangen, mit der ich getauft werde. Doch den Platz zu meiner Rechten und zu meiner Linken habe nicht ich zu vergeben; dort werden die sitzen, für die es bestimmt ist. Als die zehn anderen Jünger das hörten, wurden sie sehr ärgerlich über Jakobus und Johannes. Da rief Jesus sie zu sich und sagte: Ihr wisst, dass die, die als Herrscher gelten, ihre Völker unterdrücken und ihre Großen ihre Macht gegen sie gebrauchen. Bei euch aber soll es nicht so sein, sondern wer bei euch groß sein will, der soll euer Diener sein, und wer bei euch der Erste sein will, soll der Sklave aller sein. Denn auch der Menschensohn ist nicht gekommen, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben hinzugeben als Lösegeld für viele. (Mk 10,32-45)( Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)
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