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Faust und Taube – Konflikte im Team lösen als Führungskraft Archiv

49 Episoden
7 Minuten
Raureif an der Donau. Drei Hunde. Ein Stock, der viel zu groß ist. Und zwei Frauen, die vier Monate nicht zusammen gegangen sind.

In dieser Folge wird Bilanz gezogen. Ruhig, ehrlich, ohne Flipchart. Mit einer Frage, die am Ende auch an dich geht.

Du erfährst, warum das Schaufenster nicht zählt, wenn der Laden leer ist. Warum Bleiben keine Glückssache ist. Und warum die stärkste Stimme gar keine Werbung macht.

Am Ende stehen zwei Becher Kaffee am Geländer. Und niemand sagt etwas.

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Bitte schreibt mir einige Sätze, wo ihr Unterstützung braucht. Wir vereinbaren einen Telefontermin und besprechen Weiteres.

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Ich freue mich über Deine Kontaktaufnahme.

Drei Reflexionsfragen für Dich:

​Würdest du bei dir anfangen wollen – am ersten Tag?

​Wen hast du zuletzt gefragt, was er braucht, um zu bleiben?

​Wessen Geschichte in deinem Haus hat noch niemand erzählt?

Drei Goldnuggets

​Innen vor außen. Zuerst muss der Arbeitsplatz selbst überzeugen – am ersten Tag, mit Laptop, Ansprechpartner und Zeit. Erst dann lohnt sich das Video.

​Bindung ist Arbeit, kein Glück. Wer nie fragt, was jemand zum Bleiben braucht, erfährt es erst beim Abschied. Kleine Dinge, jeden Tag, halten Menschen.

​Die glaubwürdigste Stimme macht keine Werbung. Sie erzählt einfach, was wahr ist. Und manchmal zeigt sich Bindung erst daran, was fehlt, wenn jemand nicht da ist.
11 Minuten
Zweitausendvierhundert Aufrufe. Hundertdreißig Likes. Ein begeisterter Chef, der sofort mehr

will. Und eine einzige Frage, die alles kippen lässt. In dieser Folge geht es um etwas, das jede Firma verkauft. Und das kaum eine so behandelt.

Vielleicht auch deine nicht. Du erfährst, warum Reichweite nicht dasselbe ist wie Wirkung. Warum Menschen mit Zeit

bezahlen, obwohl sie Geld bekommen. Und warum die Werbung ganz am Ende kommt.

Am Ende unterschreibt jemand mit schwarzem Füller. Und ein Rottweiler unter dem Tisch

hebt den Kopf.

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Drei Reflexionsfragen für Dich:

​Wenn dein Arbeitsplatz ein Produkt wäre: Würdest du es kaufen?​Welchen Preis zahlen deine Leute – jenseits vom Gehalt?​Wann hast du zuletzt gefragt: „Was brauchst du, um zu bleiben?“

Drei Goldnuggets

​Ein Arbeitsplatz ist auch ein Produkt – und Mitarbeiter kaufen ihn jeden Morgen

neu. Die vier P lassen sich vom Produktmarketing direkt übertragen: Product, Price,

Place, Promotion. Wer seine Kunden fragt, was sie brauchen, sollte seine Leute genauso

fragen.

​Reichweite ist nicht Wirkung. Tausende Aufrufe nützen nichts, wenn die falschen

Menschen zuschauen. Erst die Zielgruppe, dann der Kanal – und gemessen werden

Bewerbungen, nicht Likes.

​Die Werbung kommt zuletzt. Wenn das Produkt Arbeitsplatz nicht stimmt, hilft keine

Kampagne. Promotion ist das vierte P, nicht das erste.
11 Minuten
Siebenhundertvierzig Fotos. Dreiundachtzig davon Bäume. Eine Sechzehnjährige mit

Schnittprogramm. Und ein Chef, der plötzlich sagt: Halten Sie mal an.

In dieser Folge geht es um Geschichten, die nach außen gehen. Und um die eine, die du noch

nie erzählt hast. Du erfährst, warum ein Mensch glaubwürdiger ist als ein Logo. Warum ein privates Video gar

nicht privat ist. Und warum die wichtigste Regel die ist, die Mut macht.

Am Ende kommt ein Kommentar. Von dem Letzten, von dem du ihn erwartet hättest.

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Drei Reflexionsfragen für Dich:

​ Wer in deinem Team hätte eine Geschichte, die zeigt, wie ihr mit Menschen umgeht?​ Welche Regeln braucht ihr, bevor jemand für euch spricht?​ Welche Geschichte hast du noch nie jemandem bei der Arbeit erzählt?

Drei Goldnuggets

​ Mitarbeitende sind die glaubwürdigste Stimme eines Arbeitgebers. Corporate

Influencer zeigen freiwillig, wie es innen aussieht. Echte Geschichten wirken stärker als

jede Hochglanzanzeige.

​ Ohne Rahmen keine Stimme. Eine Social-Media-Leitlinie regelt Freiwilligkeit, Interna,

Einwilligung und Musikrechte. Wer andere zeigt, fragt vorher.

​ Die wichtigste Regel macht Mut. „Wenn es Ärger gibt, steht das Haus hinter dir.“

Ohne diesen Satz traut sich niemand, für das Unternehmen zu sprechen.
10 Minuten
Ein Lagerist. Eine Buchhalterin. Ein Mann aus der IT. Und eine Frau, die nachts kommt und die niemand kennt.

In dieser Folge geht es um die Leute da drüben, am anderen Ende des Flurs. Die, über die du mehr Meinung hast als Wissen.

Du erfährst, warum zwei Minuten mehr verändern können als ein Leitbild. Warum Sichtbarkeit Urteile leiser macht. Und warum eine gute Idee manchmal kleiner werden muss, um zu passen. Am Ende drückt jemand auf Aufnahme. Und löscht es nicht.

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Drei Reflexionsfragen für Dich:

​Über welche Abteilung in deinem Haus weißt du mehr Vorurteile als Fakten?

​Wer arbeitet bei euch jeden Tag – und niemand kennt sein Gesicht?

​Was würdest du in zwei Minuten über deine Arbeit erzählen?

Drei Goldnuggets

​Silos entstehen, wenn Abteilungen nebeneinander statt miteinander arbeiten. Man kennt die eigenen Ziele und über die anderen vor allem Vorurteile. Das kostet Zeit, Informationen und Kunden.

​Wer weiß, was der andere tut, hört auf, über ihn zu urteilen. Kurze Vorstellungsvideos machen Arbeit sichtbar, die sonst keiner sieht – bis hin zur Reinigungskraft, die nachts kommt.

​Eine gute Idee muss zum eigenen Haus passen. Freiwilligkeit, Alternativen zum Video, ein kleiner Pilot und der Betriebsrat von Anfang an machen aus einer kanadischen Idee eine deutsche Lösung.
11 Minuten
Ein Fremder grüßt. Ein Barista kennt ihren Namen. Alles sind freundlich. Und trotzdem liegt irgendwo ein Umschlag auf dem Tisch.

In dieser Folge geht es um eine Frage, die fast nie gestellt wird. Auch nicht von dir.

Du erfährst, warum die teuerste Kündigung die ist, die noch niemand ausgesprochen hat. Warum Treue nichts mit dem Logo zu tun hat. Und warum ausgerechnet eine Auszeit Sehnsucht nach der Arbeit weckt.

Am Ende hast du drei Fragen. Eine davon kostet nichts. Außer Mut.

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Drei Reflexionsfragen für Dich:

Kennst du die Fluktuationsquote deines Hauses – und weißt du, wer freiwillig gegangen ist?

Wann hast du zuletzt jemanden gefragt, warum er bleibt?

Welches Wissen würde morgen zur Tür hinausgehen, wenn die falsche Person kündigt?

Drei Goldnuggets

​Die entscheidende Frage wird zum falschen Zeitpunkt gestellt.Unternehmen fragen beim Einstellen, warum jemand kommt, und beim Abschied, warum er geht. Dazwischen fragen sie fast nie. Bleibegespräche schließen genau diese Lücke, bevor ein Jonas drei Wochen mit einem Umschlag herumläuft.​Eine Kündigung kostet weit mehr, als sichtbar ist.Je nach Stelle liegen die Kosten zwischen einem halben und zwei Jahresgehältern. Dazu kommen Suche, Einarbeitung, die innere Kündigung schon Wochen vorher und Wissen, das in keiner Bilanz steht. Beeinflussen kann ein Haus vor allem die freiwilligen Abgänge.​Kunden bleiben bei Menschen, nicht bei Firmen.Der Barista mit sechs Jahren im Café ist das stärkste Argument der Folge. Wer immer wieder dieselbe vertraute Person erreicht, bleibt. Mitarbeiterbindung ist deshalb immer auch Kundenbindung.
12 Minuten
Ein Balkon. Ein Hafen. Zwei Gläser Wein. Und eine Freundin, die sagt: Ihr habt es falsch herum verstanden.

In dieser Folge geht es um eine Frage, die sich leise umgedreht hat. Und um die Antwort, die du jeden Tag gibst. Ohne es zu merken.

Du erfährst, warum die besten Leute gar nicht suchen. Warum ein einziger Satz im Netz mehr kostet als zehn Anzeigen. Und warum ein schönes Schaufenster manchmal das eigentliche Problem ist. Am Ende weißt du, wer sich bei wem bewirbt. Es ist nicht, wer du denkst.

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Drei Reflexionsfragen für Dich:

1. Wofür steht dein Haus als Arbeitgeber – in einem einzigen Satz?

2. Würden deine Leute dich einer Freundin empfehlen? Und wenn nicht: warum nicht?

3. Was verspricht eure Stellenanzeige – und was erlebt jemand am ersten Tag?

Drei Goldnuggets

1. Heute bewerben sich Unternehmen bei Bewerbern. Fachkräftemangel, Bewerbermarkt, Bindung und Transparenz haben die Richtung umgedreht. Wer gut ist, hat mehrere Angebote und sucht oft gar nicht aktiv.

2. Externes Personalmarketing ohne internes ist ein Schaufenster vor einem leeren Laden. Erst müssen Entwicklung, Klima, Benefits und Onboarding stimmen. Dann lohnt sich die Werbung nach außen.

3. Personalmarketing ist kein Lack, sondern ein Spiegel. Was eine Anzeige verspricht, muss innen stimmen. Schon zwei Worte wie „junges Team“ senden eine Botschaft – an alle, die nicht gemeint sind.
12 Minuten
Freitag. Kurz vor Feierabend. Ein Team am Limit. Eine Bitte um Verstärkung. Und die Antwort ist: ein Workshop.

In dieser Folge geht es um ein Wort, das helfen kann. Oder kränken. Je nachdem, wer es benutzt. Und wie.

Du erfährst, warum Hilfe manchmal ein Alibi ist. Warum ein schlechter Tag kein Charakterfehler ist. Und warum das Stärkste, was du für dein Team tun kannst, kein Kurs ist.

Am Ende hast du eine Aufgabe. Sie ist klein. Und sie reicht trotzdem nicht allein.

Drei Reflexionsfragen für Dich:

Welche der sieben Säulen ist bei mir gerade am schwächsten?

Wo verlange ich Resilienz, wo eigentlich die Bedingungen dran wären?

Welche eine kleine Sache stärke ich diese Woche, bei mir oder im Team?

Goldnuggets

Resilienz heißt nicht, alles auszuhalten. Sie ist keine feste Eigenschaft, sondern ein erlernbarer, situationsabhängiger Prozess. Derselbe Mensch kann in einer Krise stabil bleiben und in der nächsten wanken, ohne dass das ein Versagen ist. Die ehrlichere Frage lautet deshalb nicht „Bin ich resilient?“, sondern „Was stärkt mich gerade, und was zehrt?“.Akzeptanz, Beziehung und der nächste Schritt tragen am meisten. Akzeptanz heißt, die Kraft nicht an Unveränderbares zu verschwenden, nicht resignieren. Resilienz ist nicht einsam: Ein Team, das sich trägt, hält mehr aus als Einzelkämpfer. Das Wichtigste, was Führung beitragen kann, ist ein Klima, in dem man um Hilfe bitten darf, bevor es zu spät ist.Menschen stärken und Bedingungen ändern gehören zusammen. Resilienz darf nie dazu dienen, strukturelle Überlastung zum Privatproblem zu machen. Ohne bessere Verhältnisse ist Stärkung wirkungslos oder zynisch, ohne Stärkung verschenkt man, was sofort hilft. Eine Säule pro Woche ist ein guter Anfang, ersetzt aber nie den Weg mit den Zahlen zur Leitung.
11 Minuten
Kritikgespräch. Gut vorbereitet. Freundliche erste Sätze. Und plötzlich springt sie auf. Die Tür fällt zu.

In dieser Folge geht es um das, was in diesem Moment wirklich passiert. Bei ihr. Und bei dir.

Du erfährst, warum ein sachlicher Satz wie ein Erdrutsch wirken kann. Warum Hinterherlaufen fast so falsch ist wie Ärger. Und warum Geduld hier schneller ans Ziel führt als jede Klärung.

Am Ende weißt du, was eine zugefallene Tür bedeutet. Nicht das Ende. Etwas Schwierigeres.

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Drei Reflexionsfragen für Dich:

​Wie behutsam war mein letzter kritischer Einstieg wirklich, und wie hat er gewirkt?

​Wie viel Vertrauen ist zwischen uns da, bevor ich etwas anspreche, das mein Gegenüber vielleicht nicht an sich sieht?

​Wo steht die Person gerade, im Schock, in der Abwehr, im Tal oder schon in der Akzeptanz, und was braucht sie jetzt von mir?

Goldnuggets

​Wer flüchtet, argumentiert nicht. Erstarren, Aufspringen, Rausrennen sind keine Entscheidungen, sondern eine Stressreaktion: Das Nervensystem schaltet von Gespräch auf Gefahr. In diesem Moment ist inhaltlich nichts mehr zu klären, der denkende Teil des Gehirns ist offline.​Die Kritik hat einen blinden Fleck getroffen oder eine Fassade aufgerissen. Das Johari-Fenster erklärt den Schock: Entweder sieht die Person zum ersten Mal ein Bild von sich, das alle anderen längst kennen, oder etwas mühsam Verborgenes wird plötzlich sichtbar. Der vertrauensvolle Bereich war zu klein für diese Wahrheit. Blinde Flecken öffnen sich nie unter Druck, sondern nur mit Beobachtungen und Fragen statt Etiketten.​Die Phasen lassen sich nicht überspringen: erst Sicherheit, dann Beziehung, dann Inhalt. Nach dem Schock folgen Verneinung und Tal, erst danach wird Akzeptanz möglich, und jedes vorschnelle „Lassen Sie uns das sachlich klären“ verlängert das Tal. In den ersten Minuten Raum geben, dann eine kleine Brücke bauen, im Folgegespräch fragen statt verkünden. Und ehrlich prüfen, ob die Wucht der Reaktion auch etwas über die eigene Wirkung sagt.
12 Minuten
Im Flur. Eine kleine Pfütze. Sieben Menschen gehen vorbei. Alle sehen sie. Und keiner bleibt stehen.

In dieser Folge geht es um einen Gedanken, der sich wie Vertrauen anfühlt. Und doch niemanden schützt. Auch nicht deine Leute.

Du erfährst, warum mehr Augen weniger bewirken. Warum Ruhe ansteckender sein kann als Alarm. Und warum die wirksamste Gegenmaßnahme fast lächerlich einfach klingt.

Am Ende hast du eine Aufgabe. Sie dauert einen Rundgang. Und sie beginnt dort, wo du jeden Tag vorbeigehst.

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Drei Reflexionsfragen für Dich:

​Wo in meinem Bereich sind alle zuständig, und damit in Wahrheit niemand?

​Wie habe ich zuletzt reagiert, als jemand etwas gemeldet hat, das sich als harmlos erwies?

​Woran könnte mein Team erkennen, dass Hinsehen bei uns erwünscht ist, außer daran, dass ich es sage?

Goldnuggets

​Je mehr Menschen etwas sehen, desto unwahrscheinlicher handelt der Einzelne. Das liegt nicht an Gleichgültigkeit, sondern an Verantwortungsdiffusion: Auf sieben Menschen verteilt, fühlt sich jeder nur zu einem Siebtel zuständig, und das bewegt niemanden. Latané und Darley zeigten das im Rauch-Experiment: allein reagierten die meisten schnell, in der Gruppe oft gar nicht.​Die Ruhe der anderen wirkt wie eine Entwarnung. Wer sieht, dass erfahrene Kolleginnen nicht reagieren, schließt daraus, dass alles normal ist, und sendet mit der eigenen Ruhe dieselbe falsche Botschaft zurück. So bleiben offene Medikamentenschränke, verstellte Fluchtwege oder ein verrutschter Ton liegen. Und die stärkste Entwarnung im Haus sendet die Leitung, wenn sie selbst vorbeigeht.​Aus „irgendjemand“ muss ein Name werden. Namentliche Ansprache statt „Kann das mal jemand?“, Zuständigkeiten vor dem Ereignis klären und jede Meldung wertschätzen, auch wenn sie sich als harmlos herausstellt. Der Effekt ist ein Strukturproblem, kein Charakterproblem, und er wird schwächer in eingespielten Teams. Wo Menschen schlicht am Limit sind, hilft allerdings kein Name, sondern eine ehrliche Personalrechnung.
9 Minuten
Eine Tür bleibt zu. Ein Mann sagt: Kein Konflikt. Und schaut dabei auf den Tisch.

In dieser Folge geht es um etwas, das jeder im Team spürt und keiner ausspricht. Vielleicht auch bei dir.

Du erfährst, warum der lauteste Streit oft gar nicht zwischen den Streitenden liegt. Warum der Loyalste manchmal den größten Schaden anrichtet. Und warum ein Blatt Papier mehr trennen kann als zwei Generationen.

Am Ende wird etwas zerrissen. Und genau das hält ein Team zusammen.

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Goldnuggets

​Wer nicht will, braucht ein Argument für sich selbst, nicht für die anderen.Ralf Kühn lässt sich weder von Zahlen noch von Frau Juras Freigabe bewegen. Erst als Silke ihm zeigt, dass sein Name im Vorstandsbericht steht, sagt er Ja.​Hinter einem Generationenkonflikt steckt oft eine Regel, die niemand laut gesagt hat.Werner wollte nicht kontrollieren, er hat eine heimliche Bitte seines Chefs erfüllt. Erst als die Präsenzvorgabe offen und schriftlich auf dem Tisch liegt, verschwindet der Streit.​Beide Seiten haben recht, wenn man ihre Interessen statt ihrer Positionen hört.Werner braucht Verlässlichkeit, Lea braucht Anerkennung. Der gemeinsame Bereitschaftsplan erfüllt beides, und am Ende fragt ausgerechnet Werner nach einem Homeoffice-Tag.
11 Minuten
Ein Balken. Letztes Jahr lang. Dieses Jahr kurz. Und alle sagen: Läuft doch.

In dieser Folge geht es um eine Frage, die harmlos klingt. Und um eine Antwort, die du vielleicht selbst gibst.

Du erfährst, warum zwei Menschen dieselbe Nacht erleben und sich trotzdem widersprechen. Warum die herzlichste Einladung manchmal die lauteste Tür schließt. Und warum der günstigste Moment meist der ist, in dem noch alles läuft.

Am Ende klingelt ein Telefon. Diesmal ruft nicht Silke an.

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Goldnuggets

​Die Balken sagen dir, dass etwas passiert. Die Sätze sagen dir, was.Silke findet den Konflikt nicht in der Statistik, sondern in zwei anonymen Freitexten. Wer bei Befragungen nur auf Prozentwerte schaut, sieht den Konflikt erst, wenn er laut wird.​Eine Chefin kann entscheiden und moderieren, aber nicht vermitteln.Frau Jura meint es gut, doch jeder im Raum weiß, wer die Beurteilungen schreibt. Ein einziger Satz über ihre persönliche Meinung reicht, und eine Seite fühlt sich verloren.​Wer früh vorsorgt, muss später nicht bei null anfangen.Silke merkt einen Mediator vor und legt ihre Kostenrechnung in die Schublade, obwohl sie hofft, beides nicht zu brauchen. Als der Anruf kommt, ist sie bereit.
8 Minuten
Keine Rechtsberatung

Diese Folge dient der Fortbildung und ist keine Rechtsberatung. Rechtsstand: Oktober 2026, ohne Gewähr. Maßgeblich ist der amtliche Gesetzestext. Bei konkreten Fragen wende Dich an Deinen Träger, Deine Pflegeschule, die zuständige Behörde oder eine Rechtsanwältin oder einen Rechtsanwalt. Der Fall ist frei erfunden.

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Beschreibung

Freitag. Ein Formular. Ein leeres Feld. Und ein schlechtes Gewissen, das gern Gutes schreibt.

In dieser Folge geht es um das, was am Ende zählt. Und um die Frage, wer dabei eigentlich bewertet wird. Nicht nur der Azubi.

Du erfährst, warum Milde unfair sein kann. Warum die ehrlichste Antwort manchmal eine Lücke ist. Und warum Du in der Prüfung mehr Einfluss hast, als Du glaubst.

Am Ende geht es nicht um eine Note. Sondern um eine Stunde.

Drei Reflexionsfragen für Dich:

Wann hast Du zuletzt eine Einschätzung milder geschrieben, als Du sie gemeint hast, und für wen?

Was kannst Du bei Deinem Azubi wirklich beurteilen, und was glaubst Du nur zu wissen?

Was hat Dir diese Serie über Dich als Praxisanleiterin oder Praxisanleiter gezeigt?
7 Minuten
Keine Rechtsberatung

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Beschreibung

Er kommt pünktlich. Er hilft überall. Er sagt nie Nein. Und genau das ist das Problem.

In dieser Folge geht es um den Azubi, um den sich niemand sorgt. Und um die Frage, wer ihn übersehen hat.

Du erfährst, warum ein gutes Gespräch bei Dir selbst beginnt. Warum Mitgefühl manchmal das Ehrlichste verhindert. Und warum etwas richtig gemacht und trotzdem nicht sicher sein kann.

Am Ende sagt Leon zwei Worte. Sie klingen harmlos. Sie sind es nicht.

Drei Reflexionsfragen für Dich:

Welcher Deiner Auszubildenden ist „pflegeleicht“, und was weißt Du wirklich über seinen Lernstand?

Wie beginnst Du ein schwieriges Gespräch: mit dem Fehler des anderen oder mit Deinem Anteil?

Hat Dein Azubi bei Dir gelernt, Nein zu sagen?

Goldnuggets

Mit dem eigenen Anteil beginnen. Wer zuerst die eigene Verantwortung benennt, senkt die Abwehr beim Gegenüber. So wird aus Kritik ein gemeinsames Problem.

Fragen statt behaupten. „Was hast du gelernt?“ bringt mehr als jede Belehrung. Die Antwort, die der Azubi selbst findet, trifft ihn tiefer.

Fehler und Lücke unterscheiden. Leon hat nichts falsch gemacht, aber niemand hat seine Sicherheit überprüft. Diese Unterscheidung schafft eine Fehlerkultur, die schützt statt
8 Minuten
Keine Rechtsberatung

Diese Folge dient der Fortbildung und ist keine Rechtsberatung. Rechtsstand: Oktober 2026, ohne Gewähr. Maßgeblich ist der amtliche Gesetzestext. Bei konkreten Fragen wende Dich an Deinen Träger, Deine Pflegeschule, die zuständige Behörde oder eine Rechtsanwältin oder einen Rechtsanwalt. Der Fall ist frei erfunden.

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Beschreibung

Ein Büro. Fünfzehn Minuten. Ein Zettel mit drei Punkten. Und dann fällt der Satz.

In dieser Folge geht es um einen Satz, den Du schon hundertmal gehört hast. Und vielleicht selbst gesagt.

Du erfährst, warum Zahlen manchmal freundlicher sind als Gefühle. Warum zwei richtige Rollen trotzdem nicht zusammenpassen. Und warum der Weg nach oben kein Verrat ist, sondern das Gegenteil.

Am Ende gibt es eine Einigung. Sie ist kleiner, als Du denkst. Und größer.

Drei Reflexionsfragen für Dich:

Welche Rolle gewinnt bei Dir, wenn es eng wird: die Kollegin oder die Praxisanleiterin?

Mit welchen Zahlen könntest Du morgen in ein Gespräch mit Deiner Leitung gehen?

Wen würdest Du ansprechen, wenn Deine Leitung Nein sagt?

Goldnuggets

Mit Zahlen statt Gefühlen ins Gespräch gehen. „Sechs von zweiunddreißig Stunden“ lässt sich kaum wegdiskutieren. Ein Gefühl von Überforderung dagegen schon.

Den Rollenkonflikt aussprechen statt auflösen. Kollegin und Praxisanleiterin ziehen in verschiedene Richtungen. Wer das benennt, muss nicht heimlich wählen.

Eskalation gibt Verantwortung zurück. Die Ausbildung verantwortet der Träger. Wer Missstände meldet und dokumentiert, verrät niemanden, sondern macht sichtbar, was geändert werden muss.
8 Minuten
Keine Rechtsberatung

Diese Folge dient der Fortbildung und ist keine Rechtsberatung. Rechtsstand: Oktober 2026, ohne Gewähr. Maßgeblich ist der amtliche Gesetzestext. Bei konkreten Fragen wende Dich an Deinen Träger, Deine Pflegeschule, die zuständige Behörde oder eine Rechtsanwältin oder einen Rechtsanwalt. Der Fall ist frei erfunden.

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Beschreibung

Ein Frühdienst. Ein Azubi, der überall hilft. Eine Anleiterin, die „nächste Woche“ sagt. Und niemand merkt, was fehlt.

In dieser Folge geht es um eine Zahl, die jeder kennt und kaum jemand einhält. Vielleicht auch Du.

Du erfährst, warum Mitarbeiten nicht dasselbe ist wie Lernen. Warum ein leeres Heft mehr über Dich sagt als über den Azubi. Und warum ein Lob in der Pause gefährlicher sein kann als Kritik.

Am Ende sitzt Sabine im Auto. Motor aus. Und die Antwort ist eine andere, als sie dachte.

Drei Reflexionsfragen für Dich:

Wie viele Stunden geplanter Anleitung hatte Dein aktueller Azubi im letzten Monat wirklich, und woher weißt Du das?

Welche Aufgabe übernimmt Dein Azubi gerade, weil sie ihm beim Lernen hilft, und welche, weil sie dem Team hilft?

Wann hast Du zuletzt „nächste Woche dann“ gesagt?

Goldnuggets

Anleitung, die immer verschoben wird, findet nie statt. Ausfälle kommen selten alle auf einmal. Sie sammeln sich still an, bis zwei Monate vergangen sind.

Mitarbeit ist nicht Ausbildung. Ein Azubi als volle Kraft im Dienst ersetzt Personal. Das Gesetz verlangt Aufgaben, die dem Ausbildungszweck dienen.

„Der kann das doch“ ist keine Überprüfung. Ob jemand eine Aufgabe sicher beherrscht, zeigt eine geplante Überprüfung, kein Eindruck im Vorbeigehen. Die Verantwortung tragen auch die, die ihn haben machen lassen.