Podcaster
Episoden
10.06.2026
54 Minuten
Ressourcen und Resilienz - zwei zentrale Begriffe in der Komplementärtherapie. Wir haben alle eine Idee, was sie darstellen, vermutlich auch, wie sie zusammenhängen. Ressourcen helfen uns, Herausforderungen zu bewältigen –etwa Meditation, ein gutes Gespräch, Bewegung oder Ruhe. Resilienz geht jedoch darüber hinaus, sie ist mehr als die Summe unserer Ressourcen. Sie beschreibt zusammengefasst die grundsätzliche Fähigkeit, Belastungen auszuhalten und wieder in ein Gleichgewicht zu finden. Soweit alles klar. Aber wie erleben wir Resilienz konkret in unseren Methoden? Können wir in der Körperarbeit Resilienz stärken? Und wenn ja, wie erweitern wir das sprichwörtliche Gefäss, damit Herausforderungen weniger schnell überfordern?
Darüber spreche ich mit erfahrenen Therapeut:innen aus fünfunterschiedlichen Methoden. Sie zeigen anhand eines Beispiels aus ihrer Praxis, wie sie mit ihrer Methode die Menschen unterstützen, zu mehr Handlungsfähigkeit und damit zu mehr Resilienz zu finden.
Im ersten Teil sind Katharina Canziani, Kinesiologin, Manuela Mayer, Yogatherapeutin, und Joachim Schultz aus der Strukturellen Integration zu Gast. Im zweiten Teil folgen Manuela Reimann mit Shiatsu und Bruno Kapfer mit Craniosakraltherapie.
Mehr zu meinen Gästen:
Katharina Canziani: https://kc-kinesiologie.ch
Manuela Mayer: https://yogazuerichsee.ch
Joachim Schultz: https://www.real-ease.ch
Manuela Reimann: https://www.shiatsupraxis-reimann.ch
Bruno Kapfer: https://www.brunokapfer.com
Darüber spreche ich mit erfahrenen Therapeut:innen aus fünfunterschiedlichen Methoden. Sie zeigen anhand eines Beispiels aus ihrer Praxis, wie sie mit ihrer Methode die Menschen unterstützen, zu mehr Handlungsfähigkeit und damit zu mehr Resilienz zu finden.
Im ersten Teil sind Katharina Canziani, Kinesiologin, Manuela Mayer, Yogatherapeutin, und Joachim Schultz aus der Strukturellen Integration zu Gast. Im zweiten Teil folgen Manuela Reimann mit Shiatsu und Bruno Kapfer mit Craniosakraltherapie.
Mehr zu meinen Gästen:
Katharina Canziani: https://kc-kinesiologie.ch
Manuela Mayer: https://yogazuerichsee.ch
Joachim Schultz: https://www.real-ease.ch
Manuela Reimann: https://www.shiatsupraxis-reimann.ch
Bruno Kapfer: https://www.brunokapfer.com
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10.05.2026
1 Stunde 6 Minuten
Mit der neuen Prüfungsordnung ändert auch die Anzahl der vorgeschriebenen Supervisionsstunden. Erst fand ich das sehr bedauerlich. Ist die Supervision doch ein einsames Gefäss zur Weiterentwicklung zwischen Branchenzertifikat und Höherer Fachprüfung. Der Grund weshalb die Stunden halbiert wurden, ist mitunter der, dass die Menschen nicht innerhalb zweier Jahre viele Stunden absolvieren, einzig mit der Motivation, dass sie schliesslich zur Prüfung zugelassen werden. Dieser Gedanke finde ich essentiell. Denn persönliche Entfaltung kann kein Pflichtprogramm sein. Wir müssen eh viel zu viel und vorlauter Müssen gibt’s kaum mehr Platz fürs Wollen. Die Reduktion der geforderten Stunden ermöglicht also ein weniger an Müssen und bietet Raum für ein mehr an Wollen. Aus dem Pflichtprogramm wird eine wertvolle individuelle Weiterbildung. Was bleibt, wenn das Müssen geht: das diskutiere ich heute gemeinsam mit Sabine Bannwart, Präsidentin der Shiatsu Gesellschaft Schweiz, selbst erfahreneShiatsutherapeutin mit eidgenössischem Diplom und Supervisorin.
Links, welche für Dich spannend sein könnten:
Weiterbildung Supervision im therapeutischen Kontext
Lust auf Supervision?
Sabine Bannwart und Tamara Odermatt
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Sabine Bannwart und Tamara Odermatt
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17.04.2026
1 Stunde 9 Minuten
Übermässige Schuld- und Schamgefühle sind oft Folgen von Gewalterfahrung. Jede Gewalt stellt eine Grenzverletzung, eine Verletzung der Integrität dar. Sind wir dem früh in unserem Leben, überdauernd oder besonders heftig ausgesetzt, entwickeln sich daraus einerseits Strategien, wie wir damit überleben können. Strategien wie: " Wenn ich mich genug anstrenge, ganz brav bin, andere beschäme, meiner Wut freien Lauf lasse oder unterdrücke.... dann, bekomme ich die notwendige Aufmerksamkeit, die ich so dringend benötige".
Je früher oder je überdauernder wir dem ausgesetzt sind, desto eher bildet sich aber auch die eigene Identität um diese Erfahrung. Diese zeigt sich oft in Form von Selbstabwertung, Schuld und Scham. "Es steht mir nicht zu, ich kann es sowieso nicht, ich bin nicht liebenswert, ich bin schuld..." können als tiefe Überzeugungen daraus resultieren. Diese internalisierte Sicht auf uns selbst prägen unser Verhalten und damit unsere Erfahrungen. Sie prägen uns so lange, bis wir ihnen auf die Schliche kommen, realisieren, dass sie nicht stimmen und dass wir heute keiner existentiellen Bedrohung mehr ausgeliefert sind, wenn wir mehr so sind, wie wir eigentlich auf diese Welt gekommen sind: nämlich richtig, so wie wir sind.
In diesem Gespräch vertiefen wir die Entstehung von Schuld und Scham und erkunden, wie wir diese Prägungen als Therapeut*innen hin zu mehr Freiheit begleiten können.
Je früher oder je überdauernder wir dem ausgesetzt sind, desto eher bildet sich aber auch die eigene Identität um diese Erfahrung. Diese zeigt sich oft in Form von Selbstabwertung, Schuld und Scham. "Es steht mir nicht zu, ich kann es sowieso nicht, ich bin nicht liebenswert, ich bin schuld..." können als tiefe Überzeugungen daraus resultieren. Diese internalisierte Sicht auf uns selbst prägen unser Verhalten und damit unsere Erfahrungen. Sie prägen uns so lange, bis wir ihnen auf die Schliche kommen, realisieren, dass sie nicht stimmen und dass wir heute keiner existentiellen Bedrohung mehr ausgeliefert sind, wenn wir mehr so sind, wie wir eigentlich auf diese Welt gekommen sind: nämlich richtig, so wie wir sind.
In diesem Gespräch vertiefen wir die Entstehung von Schuld und Scham und erkunden, wie wir diese Prägungen als Therapeut*innen hin zu mehr Freiheit begleiten können.
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07.03.2026
54 Minuten
Was ist dem Menschen wirklich hilfreich, wenn er zu uns in die Praxis kommt? Die Erwartungen sind nicht selten, und auch legitimerweise, dass etwas weg gemacht werden soll, dass der Zustand wieder so werden soll, wie zur Zeit, bevor z.B. ein Symptom aufgetreten ist. Aber ist das unsere Kernkompetenz? Ist das wirklich Prozessarbeit? Natürlich stellt sich die Frage, was wir überhaupt unter Prozesssarbeit verstehen. An dieser Stelle teile ich gerne einen Text von René Fix, meinem Gesprächspartner in dieser Folge.
“Prozessarbeit” bedeutet, dem natürlichen Prozess zufolgen. Und dieser Prozess liegt im Leben des anderen und nicht in dir als Begleiterin.
Da gibts eine Skala mit einem Kontinuum zwischen "ich mache alles für Dich" und " ich mache nichts für Dich"
Ganz links auf der Skala finden wir die Chirurgie, die Pharmazeutika, die Mobilisierung.
Weiter in Richtung Mitte finden wir die Physiotherapie, die Verhaltenstherapie, Dietpläne, aber auchKompensationsunterstützung wie Wellnessbehandlungen und vieles mehr.
Und das geht bis ganz, ganz, ganz kurz vor Anschlagrechts.
Erst da beginnt die Prozessarbeit.
Wenn du als Begleiterin der Klientin nichts mehrabnimmst, ihr nichtmal mehr Raum gibst, ihr keine Ermächtigung bietest, ihr keine Wege aufzeigst, ihr keine Energie gibst und sie ihr auch nicht nimmst oder verteilst.
Und was machst du stattdessen?
Ist das dieses berühmt-berüchtigte NICHT-TUN?
Du bist ihr
ein Gegenüber ein Co-Regulator ein Resonanzkörper ein Reibungspartner ein Verstärker ein Zuhörer ein Wegbegleiter
Nur wenn sich die Klientin den Raum selbst nimmt, kommt sie in den Wandel.
Nur wenn sie sich selbst ihre Macht nimmt, ermächtigt sie sich.
Nur wenn sie nicht mehr im Außen auf Antworten wartet, kann sie sich selbst zuhören.
Nur wenn sie echte Begleitung spürt, kann sie sich hineinlehnen in den Prozess mit dir.
Und das ist alles andere als einfach, denn wir wollen doch so sehr helfen, am liebsten aktiv. Und wir wollen Lob undAnerkennung. Und wir wollen doch so sehr, dass sich das Geld, welches wir bezahlt bekommen, dem Wert entspricht, den wir geben.
Und ja, der Wert wird unmessbar, wenn wir echte tiefe Prozessbegleitung anbieten.
Weitere Inspirationen und Angebote findest Du unter
www.embody-prozessarbeit.de
“Prozessarbeit” bedeutet, dem natürlichen Prozess zufolgen. Und dieser Prozess liegt im Leben des anderen und nicht in dir als Begleiterin.
Da gibts eine Skala mit einem Kontinuum zwischen "ich mache alles für Dich" und " ich mache nichts für Dich"
Ganz links auf der Skala finden wir die Chirurgie, die Pharmazeutika, die Mobilisierung.
Weiter in Richtung Mitte finden wir die Physiotherapie, die Verhaltenstherapie, Dietpläne, aber auchKompensationsunterstützung wie Wellnessbehandlungen und vieles mehr.
Und das geht bis ganz, ganz, ganz kurz vor Anschlagrechts.
Erst da beginnt die Prozessarbeit.
Wenn du als Begleiterin der Klientin nichts mehrabnimmst, ihr nichtmal mehr Raum gibst, ihr keine Ermächtigung bietest, ihr keine Wege aufzeigst, ihr keine Energie gibst und sie ihr auch nicht nimmst oder verteilst.
Und was machst du stattdessen?
Ist das dieses berühmt-berüchtigte NICHT-TUN?
Du bist ihr
ein Gegenüber ein Co-Regulator ein Resonanzkörper ein Reibungspartner ein Verstärker ein Zuhörer ein Wegbegleiter
Nur wenn sich die Klientin den Raum selbst nimmt, kommt sie in den Wandel.
Nur wenn sie sich selbst ihre Macht nimmt, ermächtigt sie sich.
Nur wenn sie nicht mehr im Außen auf Antworten wartet, kann sie sich selbst zuhören.
Nur wenn sie echte Begleitung spürt, kann sie sich hineinlehnen in den Prozess mit dir.
Und das ist alles andere als einfach, denn wir wollen doch so sehr helfen, am liebsten aktiv. Und wir wollen Lob undAnerkennung. Und wir wollen doch so sehr, dass sich das Geld, welches wir bezahlt bekommen, dem Wert entspricht, den wir geben.
Und ja, der Wert wird unmessbar, wenn wir echte tiefe Prozessbegleitung anbieten.
Weitere Inspirationen und Angebote findest Du unter
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14.02.2026
1 Stunde 3 Minuten
Veränderungsprozesse brauchen Mut. Wir verlassen die Komfortzone und stellen uns der damit einhergehenden Unsicherheit. Damit wir uns darauf einlassen, brauchen wir Vertrauen in uns selbst, ins Leben und im besten Fall werden wir von einem Menschen begleitet, der uns in dieser Situation Sicherheit vermittelt. Im therapeutischen Setting geht es per se um Veränderung und schliesslich darum, sich so zeigen zu dürfen, wie man ist, mit allen Stärken und Schwächen. Damit wir bereit sind, diese Verletzlichkeit als Basis für etwas Neues zuzulassen, bedarf es einer sicheren Beziehung. Was aber macht eine sichere Beziehung aus, wie kreieren wir eine solche? Wann ist eine therapeutische Beziehung wirklich unterstützend und wann bestätigt sie vielleicht eher bereits bestehende Muster? Auf Augenhöhe, mit offenem Herz, empathisch bezeugend und doch fordernd... wenn man es genau betrachtet, ist die therapeutische Beziehung doch eine ziemlich koplexe Angelegenheit, die ich in dieser Folge gemeinsam mit Tamara Gigon, Leiterin der Ko Lebensschule beleuchte.
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Über diesen Podcast
Was ist Komplementätherapie? Diese Frage ist mal der erste Schritt
auf einer Reise. Und wir brechen dabei zu einer Reise auf, welche
in ihrem Ziel offen ist, ihre Etappen von einer zur nächsten führt.
Erforschen, entdecken, reflektieren Themen aus diesem Feld
gemeinsam mit unterschiedlichen Gästen, welche ihre Erfahrung und
Expertise zur Verfügung stellen.
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