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Beschreibung
vor 1 Woche
Übermässige Schuld- und Schamgefühle sind oft Folgen von
Gewalterfahrung. Jede Gewalt stellt eine Grenzverletzung, eine
Verletzung der Integrität dar. Sind wir dem früh in unserem
Leben, überdauernd oder besonders heftig ausgesetzt, entwickeln
sich daraus einerseits Strategien, wie wir damit überleben
können. Strategien wie: " Wenn ich mich genug anstrenge, ganz
brav bin, andere beschäme, meiner Wut freien Lauf lasse oder
unterdrücke.... dann, bekomme ich die notwendige Aufmerksamkeit,
die ich so dringend benötige".
Je früher oder je überdauernder wir dem ausgesetzt sind, desto
eher bildet sich aber auch die eigene Identität um diese
Erfahrung. Diese zeigt sich oft in Form von Selbstabwertung,
Schuld und Scham. "Es steht mir nicht zu, ich kann es sowieso
nicht, ich bin nicht liebenswert, ich bin schuld..." können als
tiefe Überzeugungen daraus resultieren. Diese internalisierte
Sicht auf uns selbst prägen unser Verhalten und damit unsere
Erfahrungen. Sie prägen uns so lange, bis wir ihnen auf die
Schliche kommen, realisieren, dass sie nicht stimmen und dass wir
heute keiner existentiellen Bedrohung mehr ausgeliefert sind,
wenn wir mehr so sind, wie wir eigentlich auf diese Welt gekommen
sind: nämlich richtig, so wie wir sind.
In diesem Gespräch vertiefen wir die Entstehung von Schuld und
Scham und erkunden, wie wir diese Prägungen als Therapeut*innen
hin zu mehr Freiheit begleiten können.
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