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Episoden

44 Minuten
Von einem Euro, den du für dein Brot bezahlst, bleiben der Landwirtschaft heute gerade mal 4 Cent. In den 1970er-Jahren waren es noch fast die Hälfte des Produktpreises.

Wer soll unter diesen Bedingungen eigentlich in die Zukunft investieren? Und wer finanziert den Wandel unseres Ernährungssystems überhaupt?Nikola Steinbock ist Vorstandssprecherin der Landwirtschaftlichen Rentenbank, einer Förderbank, die Kapitalmarkt und Landwirtschaft verbindet.

Wir sprechen darüber, wie die Bank über drei Wege fördert: Refinanzierung von Hausbanken, eigene Zuschüsse und Innovationsfinanzierung mit inzwischen fast 200 Millionen Euro in Venture-Capital-Fonds. Nikola erklärt, warum Deutschland ein Skalierungsgap hat, das Foodtech-Startups nach Amerika oder Asien treibt, warum Green Bonds allein noch keine Transformation finanzieren und wieso am Ende die größte Blockade nicht im System, sondern in unseren eigenen Köpfen liegt.LINKSDanke an die Adalbert-Raps-Stiftung für Förderung & Sponsoring: https://www.raps-stiftung.de/Mehr Infos & alle Folgen: https://www.blauesbrot.de/Christina Rüter (Host) auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/christina-r%C3%BCter/Nikola Steinbock (Gast) auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/nikola-steinbock-6a092311/Landwirtschaftliche Rentenbank: https://www.rentenbank.de/KAPITEL00:00 - Was für eine Bankerin ist Nikola Steinbock?00:05:00 - Die drei Wege der Rentenbank-Förderung00:11:00 - Wer finanziert den Umbau der Landwirtschaft?00:20:00 - Das Skalierungsgap für Foodtech-Startups00:24:00 - Das Finanzierungsparadox: Warum Green Bonds nicht reichen00:38:00 - Die größte Hürde liegt in unseren KöpfenÜBER DIESE FOLGEIn dieser Folge von Blaues Brot spricht Christina Rüter mit Nikola Steinbock, Vorstandssprecherin der Landwirtschaftlichen Rentenbank, über Finanzierung als Schlüssel für ein zukunftsfähiges Ernährungssystem.

Es geht um Förderbanken, Venture Capital für AgTech und FoodTech, das Skalierungsgap zwischen Idee und Marktreife sowie um Green Bonds und echte Nachhaltigkeitsfinanzierung. Eine Folge über Landwirtschaft, Innovation und die Frage, wie Kapital Transformation im Lebensmittelsystem wirklich ermöglichen kann.
42 Minuten
300.000 verkaufte Einheiten, 125.000 erreichte Konsument:innen – und trotzdem nimmt Formo seine eigene Käsemarke Frischhain nach einem Jahr wieder aus den Regalen von Rewe und Billa.

Was bringt ein Foodtech-Unternehmen dazu, einen Weg zu verlassen, in den es Jahre, Millionen und ganz viel Excitement investiert hat?Roman Plewka ist Co-Founder und MD von Formo, einem der bekanntesten europäischen Foodtech-Unternehmen. Formo stellt Milchproteine ohne Kuh her, per Präzisionsfermentation.

Im Gespräch erklärt Roman die vier Gründe für die Neuausrichtung: von der Marke zurück zur Kerntechnologie, vom europäischen B2C-Markt zum globalen B2B-Geschäft mit Casein. Wir sprechen über die geografische Wende Richtung USA, über GLP-1-Medikamente als überraschenden Treiber der Proteinnachfrage, über Europas Regulierungstempo im Vergleich zu USA und Israel – und darüber, warum die deutsche Angst vorm Scheitern Innovation ausbremst.LINKSDanke an die Adalbert-Raps-Stiftung für Förderung & Sponsoring: https://www.raps-stiftung.de/Mehr Infos & alle Folgen: https://www.blauesbrot.de/Christina Rüter (Host) auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/christina-r%C3%BCter/Roman Plewka (Gast) auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/roman-plewka-bb139a63/Formo: https://formo.bio/Food Fermentation Europe: https://foodfermentation.eu/

KAPITEL00:00 - Vom Finanzmann zum Foodtech-Gründer00:04:00 - Präzisionsfermentation einfach erklärt00:10:00 - Frischhain im Regal: Was der Markttest gelehrt hat00:17:00 - Die vier Gründe für die Neuausrichtung00:26:00 - GLP-1 als überraschender Wachstumstreiber00:35:00 - Der Rat an Gründer:innen: Keine Angst vorm ScheiternÜBER DIESE FOLGEIn dieser Folge von Blaues Brot spricht Christina Rüter mit Roman Plewka, Co-Founder und MD von Formo, über Strategiewandel im Ernährungssystem.

Es geht um Präzisionsfermentation, Milchproteine ohne Kuh und den Weg von einer Consumer-Marke zu einer B2B-Tech-Plattform für Casein. Roman erklärt, warum Formo den europäischen Markt für die USA priorisiert, welche Rolle GLP-1-Medikamente für die Proteinnachfrage spielen und warum Regulierung in Europa zum Wettbewerbsnachteil für FoodTech-Startups wird. Eine Folge über Nachhaltigkeit, Innovationsmut und Zukunftsfähigkeit in der Lebensmittelbranche.
43 Minuten
Warum tun wir nicht das, von dem wir längst wissen, dass es richtig wäre? Diese eine Frage zog sich durch jedes Gespräch beim ersten Blauen Salon auf dem Heinersreuterhof in Kulmbach. Und die vielleicht überraschendste Antwort dieser Folge: Du brauchst gar nicht die Mehrheit, um ein System zu kippen – nur 10 bis 20 Prozent.

In dieser Sonderfolge triffst du auf zehn Stimmen, die beim ersten Blauen Salon zusammenkamen: Landwirt:innen, Wissenschaftler:innen und Gründer:innen, darunter Trendforscherin Hanni Rützler, Agrarökonom Stephan von Cramon-Taubadel, Ernährungswissenschaftlerin Hannelore Daniel und Systemforscher Tobias Luthe. Du hörst, warum True Cost der stärkste Hebel wäre und trotzdem politisch blockiert bleibt, wie das Schweizer Startup RE-NUT ein Jahr auf eine Novel-Food-Zulassung für eine fettfreie Nussschale wartet, und warum aus „regenerativer" plötzlich „resilienter" Tierhaltung wird, wenn Landwirt:innen wirklich zuhören sollen.

LINKS

Danke an die Adalbert-Raps-Stiftung für Förderung & Sponsoring: https://www.raps-stiftung.de/

Die tolle Location: Der Heinersreuther Hof

https://www.heinersreuther-hof.de/

Mehr Infos & alle Folgen: https://www.blauesbrot.de/

Marina Schmidt (Moderation dieser Folge) auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/schmidt-marina/

Hanni Rützler (Trendforscherin, futurefoodstudio) auf LinkedIn: https://at.linkedin.com/in/hanni-r%C3%BCtzler-85401923

Prof. Stephan von Cramon-Taubadel (Agrarökonom, Uni Göttingen) auf LinkedIn: https://de.linkedin.com/in/stephan-von-cramon-taubadel-02355a12

Prof. Hannelore Daniel (Ernährungswissenschaftlerin, TU München) auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/profdrhanneloredaniel9b34b9195/

Prof. Tobias Luthe (Systemforscher, ETH Zürich) auf LinkedIn: https://ch.linkedin.com/in/tobiasluthe

Christian Zimmermann (Mitgründer RE-NUT) auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/christianzimmermann1989/

Frank Kühne (Vorsitzender Stiftungsvorstand, Adalbert-Raps-Stiftung): https://en.raps-stiftung.de/team/frank-alexander-kuehne

Matthias Nachtmann (Friends of Digital Farming) auf LinkedIn: https://de.linkedin.com/in/matthiasnachtmann

Jörg Reuter auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/j%C3%B6rg-reuter-03b25286/

Ana Selina Haberbosch (seedtrace) auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/ana-selina-haberbosch-7a02a1106/

Lia Carlucci (Geschäftsführerin Food Campus Berlin) auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/lia-carlucci-foodtech-entrepreneur-investor/

RE-NUT (Lebensmittel aus Nussschalen): https://www.re-nut.com/

KAPITEL

00:00 - Die Bösen sind immer die anderen: Warum nicht die Landwirt:innen schuld sind

07:42 - Der perfekte Hebel, den keiner zieht: True Cost

11:18 - Hör auf, alle überzeugen zu wollen: Warum 10 bis 20 Prozent reichen

15:54 - Es liegt nicht an denen, es liegt an deinem Wort

22:12 - Der Dschungel: Bürokratie und die Angst vorm Risiko

28:18 - Hör auf zu warten: Was jetzt schon funktioniert

ÜBER DIESE FOLGE

Blaues Brot ist der deutschsprachige Podcast über die Zukunft unseres Ernährungssystems. In dieser Sonderfolge blickt Marina Schmidt auf den ersten Blauen Salon der Adalbert-Raps-Stiftung zurück: eine Expertenrunde aus Landwirtschaft, Wissenschaft, Startup-Welt und Handel, die gemeinsam über Ernährungssystem, Nachhaltigkeit, True Cost Accounting, Novel-Food-Regulatorik und Foodtech-Innovation diskutiert. Themen & Stichworte: Ernährungssystem, Lebensmittelbranche, Nachhaltigkeit, Transformation, True Cost, Agrarpolitik, Landwirtschaft, FoodTech, Novel Food, regenerative Landwirtschaft, Systemwandel.
38 Minuten
Eine Startup-Gründerin erzählt stolz von ihrer 1000-Kilo-Marke. Der Industrievertreter gegenüber lacht: Das sei ja nur ein halber Produktionstag.

Beide reden vom selben Wort, meinen aber etwas völlig anderes.

Wie viele Chancen gehen in unserer Branche verloren, nur weil wir aneinander vorbeireden?

Simone Poppe hat in über 20 Jahren fast jede Seite der Lebensmittelbranche von innen erlebt: Genossenschaft, Schlachtbetrieb, alternative Proteine, eigenes Startup, Beratung. Seit Februar ist sie DLG-Vizepräsidentin.

Aus ihren Stationen hat sie drei Blockaden abgeleitet, die Fach- und Führungskräfte im Ernährungssystem jeden Tag ausbremsen:

1. Die semantische Blockade der Sprache, wenn ein Wort wie „Skalierung" im Konzern etwas anderes bedeutet als im Startup.

2. Die emotionale und kulturelle Blockade aus Haltung und Arroganz, Angst vor Veränderung und der Prägung, die unser Mindset formt.

3. Die systemische Blockade des Wissens, wenn wissenschaftliche Erkenntnisse nicht in die industrielle Praxis übersetzt werden.

Für jede Blockade zeigt Simone konkrete Hebel: von der richtigen Frage im Gespräch bis zur Fehlerkultur im eigenen Team.

LINKSDanke an die Adalbert-Raps-Stiftung für Förderung & Sponsoring: https://www.raps-stiftung.de/Mehr Infos & alle Folgen: https://www.blauesbrot.de/Christina Rüter (Host) auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/christina-r%C3%BCter/Simone Poppe (Gast) auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/simone-poppe-5b12b1126/NewFood Consulting GmbH: https://www.newfoodconsulting.de/DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft): https://www.dlg.org/

KAPITEL00:00 - Die 1000-Kilo-Story: Wenn ein Wort zwei Welten trennt01:56 - Simones Weg: Vom Schlachthof in die Welt der alternativen Proteine05:53 - Semantische Blockade: Warum „Skalierung" nicht gleich Skalierung ist16:21 - Emotionale & kulturelle Blockade: Stolz, Arroganz, Angst vor Veränderung und Prägung26:22 - Warum wir anders essen, als wir sagen (Attitude-Behavior-Gap)31:35 - Systemische Blockade: Wissen zwischen Wissenschaft und Industrie

ÜBER DIESE FOLGEIn dieser Folge von Blaues Brot spricht Christina Rüter mit Simone Poppe, Gründerin von NewFood Consulting und DLG-Vizepräsidentin, über drei Blockaden der Transformation im Ernährungssystem: die semantische Blockade der Sprache, die emotionale und kulturelle Blockade aus Haltung, Arroganz, Angst vor Veränderung und Prägung/Mindset, sowie die systemische Blockade des Wissens zwischen Wissenschaft und industrieller Praxis. Für alle, die im FoodTech-, Landwirtschafts- oder Nachhaltigkeitsbereich in der Lebensmittelbranche Veränderung wirklich vorantreiben wollen.
44 Minuten
Stell dir vor, du sitzt monatelang in einer Arbeitsgruppe mit Menschen, die sich sonst nur in den Nachrichten bekämpfen: Bauernverband, Umweltverbände, Wissenschaft, Wirtschaft. Ihr kämpft euch durch endlose Zoom-Sitzungen, findet echte Kompromisse und am Ende unterschreibt ihr gemeinsam ein Papier. Und dann passiert nichts.

Drei Bundesregierungen später ist von diesem Konsens kaum etwas übrig. Warum scheitert gute Agrarpolitik nicht am fehlenden Wissen, sondern an der Umsetzung?

Elisabeth Fresen war eines von 31 Mitgliedern der Zukunftskommission Landwirtschaft, die Angela Merkel nach den Bauernprotesten 2019 einberufen hat. Sie ist Bäuerin auf dem Stoffershof in Niedersachsen, wo sie ganzjährige Mutterkuhhaltung auf extensivem Grünland betreibt und ihr Fleisch über einen Hofladen direkt vermarktet, und war vier Jahre Bundesvorsitzende der ABL, der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft.

Im Gespräch mit Christina Rüter erzählt sie, wie die Kommission trotz gegensätzlicher Interessen einstimmig sechs Kernforderungen verabschiedete, von der Umverteilung der Agrargelder bis zu fairen Lieferketten, warum drei Landwirtschaftsminister das Papier danach liegen ließen und welchen Hebel du als Konsument:in wirklich in der Hand hast: von Saisonalität über Bio-Labels bis zum Einkauf beim Hof nebenan.

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Danke an die Adalbert-Raps-Stiftung für Förderung & Sponsoring: ⁠https://www.raps-stiftung.de/⁠

Mehr Infos & alle Folgen: ⁠https://www.blauesbrot.de/⁠

Christina Rüter (Host) auf LinkedIn: ⁠https://www.linkedin.com/in/christina-r%C3%BCter/⁠

Elisabeth Fresen (Gast) auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/elisabeth-fresen-47841a3a9/

auf Instagram: https://www.instagram.com/stoffershoff/

Stoffershof – Hofladen & Direktvermarktung von Elisabeth Fresen: ⁠https://www.stoffershoff.de/⁠

Zukunftskommission Landwirtschaft (BMLEH): ⁠https://www.bmleh.de/DE/themen/landwirtschaft/zukunftskommission-landwirtschaft.html⁠

ABL – Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft: ⁠https://www.abl-ev.de/⁠

Bioland: ⁠https://www.bioland.de/⁠

IG Nachbau – für das Recht auf Nachbau von Saatgut: ⁠https://www.ig-nachbau.de/⁠

KAPITEL

00:00 - Intro: Wenn Konsens nichts bewegt: die Zukunftskommission Landwirtschaft

02:13 - Der Stoffershof: Mutterkühe, Grünland & Direktvermarktung

12:36 - Vom Beisitz zum Bundesvorsitz: Elisabeths Weg in die ABL

21:54 - 31 Mitglieder, ein einstimmiger Bericht: Wie die Zukunftskommission entstand

25:47 - Sechs Kernforderungen und drei Minister, die nichts taten

36:10 - Der größte Hebel: Agrargelder, faire Preise & was du als Konsument:in tun kannst

ÜBER DIESE FOLGE

Blaues Brot ist der deutschsprachige Podcast über die Zukunft unseres Ernährungssystems. In dieser Folge geht es um Agrarpolitik, bäuerliche Landwirtschaft und das Höfesterben in Deutschland: wie die Zukunftskommission Landwirtschaft trotz gegensätzlicher Interessen einen einstimmigen Konsens erzielte, warum die Umsetzung an mehreren Bundesregierungen scheiterte und welche Rolle Agrarsubventionen, faire Preise und der Umbau der GAP für die Zukunft der Höfe spielen. Themen & Stichworte: Landwirtschaft, Agrarpolitik, Ernährungssystem, Nachhaltigkeit, bäuerliche Landwirtschaft, Höfesterben, Direktvermarktung, Bio-Landwirtschaft, Subventionen, Transformation.
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Über diesen Podcast

Der Podcast über die Zukunft unseres Ernährungssystems mit Christina Rüter, auf Apple Podcasts, Spotify & Co. Dich erwarten drei Staffeln vom Acker bis zum Teller und neue Episoden gibt es alle zwei Wochen am Mittwoch . Blaues Brot ist eine Initiative der Adalbert-Raps-Stiftung und moderiert von Christina Rüter.
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„Blaues Brot - Unser Lebensmittelsystem“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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