Stufen.aufs.Ohr Archiv
168 Episoden
3 Minuten
Im November erzählte ich Ihnen von meiner Erkrankung. Ich war 3 Monate lang wie in einem Vakuum, begrenzt auf meine Wohnung, Abwechslung waren Arztbesuche und Physiotherapie, immer wieder ein Anruf oder mal Besuch von Kindern und Enkel. Es war ein Heilungsprozess, der nötig war. Ich musste regelrecht ins Leben zurückheilen. Das spürte ich auch nach einem Vierteljahr deutlich. Ich möchte sagen, der Wunsch wieder am Leben teilzunehmen kam zurück. Ich besuchte Veranstaltungen, auch den Frühjahrskurs mit dem Vaterunser besuche ich gerne. Mir wurde plötzlich sehr bewußt, dass ich ein volles Schatzkästlein hatte und ich davon zehren konnte, bis es eben leer war. Es reichte, bis ich wieder Kraft zum Nachfüllen hatte. Waltraud Mäschle benutzte den Gedanken oft. Und ja es stimmt, da ist gut, wenn ein Vorrat da ist. Ich kam mir wie ein ausgepresster Schwamm vor, der dringend Wasser brauchte. Also ging ich zur Quelle, ganz wichtig, ich ging wirklich raus aus dem Haus, besuchte Veranstaltungen und merkte, wie gut mir der Kontakt mit Menschen tut.
Da passt ein Lied aus dem neuen Liederbüchlein sehr gut dazu. Du bist die Kraft, die mir oft fehlt, du bist der Wert der wirklich zählt. Alles bist du mir Herr. Falle ich hin, stehst du mir bei, stillst meinen Durst und sprichst mich frei. Alles bist du mir Herr. Bei aller Last von Schuld und Scham, lobe ich dich, der sie mir nahm. Alles bist du mir Herr. Dich mein Retter, meinen Herrn, lobe ich für mein Leben gern. Alles bist du mir Herr. Ehre deinem Namen. Ja Jesus hat mich durchgetragen, hat Menschen an meine Seite gestellt, die mich betend getragen haben, als ich nicht mehr stehen und gehen konnte. Er war da als die körperliche Heilung dran war und ER war es, der mir vor Augen führte, was mir danach fehlte, nämlich geistliche Nahrung. Es gibt so viel Grund zu danken und zufrieden zu sein. Der aktuelle Vaterunserkurs stärkt mich sehr. Beten wir doch immer wieder zu unserem Vater im Himmel.
Damit grüßt Sie Ihre Margret Trojer
Da passt ein Lied aus dem neuen Liederbüchlein sehr gut dazu. Du bist die Kraft, die mir oft fehlt, du bist der Wert der wirklich zählt. Alles bist du mir Herr. Falle ich hin, stehst du mir bei, stillst meinen Durst und sprichst mich frei. Alles bist du mir Herr. Bei aller Last von Schuld und Scham, lobe ich dich, der sie mir nahm. Alles bist du mir Herr. Dich mein Retter, meinen Herrn, lobe ich für mein Leben gern. Alles bist du mir Herr. Ehre deinem Namen. Ja Jesus hat mich durchgetragen, hat Menschen an meine Seite gestellt, die mich betend getragen haben, als ich nicht mehr stehen und gehen konnte. Er war da als die körperliche Heilung dran war und ER war es, der mir vor Augen führte, was mir danach fehlte, nämlich geistliche Nahrung. Es gibt so viel Grund zu danken und zufrieden zu sein. Der aktuelle Vaterunserkurs stärkt mich sehr. Beten wir doch immer wieder zu unserem Vater im Himmel.
Damit grüßt Sie Ihre Margret Trojer
3 Minuten
Die Passionszeit ermahnt mich, nach innen zu gehen. Jedes Jahr aufs Neue merke ich, dass es nicht leicht geht. Lange Zeit hatte ich nicht mehr an das Labyrinth gedacht, aber jetzt ist es mir wieder sehr gegenwärtig und hilfreich. Wer ein Labyrinth geht oder auch nur auf einem Blatt Papier den Labyrinthweg mit einem Stift nachzeichnet, der merkt, dass es ein weiter Weg ist bis zur Mitte. Da gibt es Wendungen und Überraschungen, aber dann plötzlich ist man am Ziel, ganz innen, in der Mitte, im Herzraum. Die Mitte, der Ort der Gottesbegegnung, der Ort, in dem die wichtigen Entscheidungen fallen und der Ort, an dem wir am liebsten bleiben wollen. Dass wir dort nicht bleiben können wird sehr deutlich an der Geschichte des Petrus.
Jesus geht mit den Jüngern Johannes, Jakobus und Petrus auf den Berg. Sie erleben wie Jesus verklärt wird. Elia und Mose, Männer aus längst vergangener Zeit, unterhalten sich mit Jesus. Eine Stimme vom Himmel bestätigt Jesus als Sohn Gottes. Ein ganz besonderes Erlebnis. Petrus will diesen Augenblick unbedingt festhalten. Er schlägt vor, Hütten dort zu bauen.
Aber auf dem Berg, in der Mitte können wir nicht bleiben. Es geht wieder herunter vom Berg, heraus aus der Mitte, heraus aus dem Labyrinth.
Für Petrus beginnt eine schwierige Zeit. Seine Beziehung zu Jesus bekommt feine Risse. Er versteht nicht, warum Jesus unbedingt nach Jerusalem will. Er versteht nicht, warum Jesus über sein Leiden spricht. Das will Petrus unbedingt verhindern. „Das geschehe dir nur ja nicht.“ Petrus versteht nicht, warum Jesus ihm die Füße waschen will. Dann, bei Jesu Verhaftung im Garten Gethsemane greift Petrus zum Schwert. Jesus ist nicht damit einverstanden. Und zuletzt zerbricht die Stärke des Petrus vollends. Er hatte von sich gedacht, dass er immer zu Jesus halten würde, ja mit ihm sterben könnte. Im entscheidenden Augenblick verleugnet er Jesus dreimal. Der Weg aus dem Labyrinth heraus führt uns zur Barmherzigkeit und zur Demut. Petrus weiß jetzt um sein Scheitern.
Nach Kreuzigung und Auferstehung Jesu hat Petrus wieder eine Erfahrung der Mitte. Eines Morgens steht Jesus plötzlich am Ufer. Er fragt die Jünger: „Kinder, habt ihr nichts zu essen?“ Dann wendet sich Jesus ganz allein Petrus zu und fragt ihn: „Petrus liebst du mich?“ Dreimal fragt Jesus. Ein gereifter Petrus, der um sein Versagen und sein Scheitern weiß, kann dreimal sagen: „Ja Herr, ich liebe dich.“ Petrus erhält eine neue Berufung.
Auf dem weiten Weg durch die Passionszeit grüße ich ganz herzlich,
ihre und eure
Traudel Krause
Jesus geht mit den Jüngern Johannes, Jakobus und Petrus auf den Berg. Sie erleben wie Jesus verklärt wird. Elia und Mose, Männer aus längst vergangener Zeit, unterhalten sich mit Jesus. Eine Stimme vom Himmel bestätigt Jesus als Sohn Gottes. Ein ganz besonderes Erlebnis. Petrus will diesen Augenblick unbedingt festhalten. Er schlägt vor, Hütten dort zu bauen.
Aber auf dem Berg, in der Mitte können wir nicht bleiben. Es geht wieder herunter vom Berg, heraus aus der Mitte, heraus aus dem Labyrinth.
Für Petrus beginnt eine schwierige Zeit. Seine Beziehung zu Jesus bekommt feine Risse. Er versteht nicht, warum Jesus unbedingt nach Jerusalem will. Er versteht nicht, warum Jesus über sein Leiden spricht. Das will Petrus unbedingt verhindern. „Das geschehe dir nur ja nicht.“ Petrus versteht nicht, warum Jesus ihm die Füße waschen will. Dann, bei Jesu Verhaftung im Garten Gethsemane greift Petrus zum Schwert. Jesus ist nicht damit einverstanden. Und zuletzt zerbricht die Stärke des Petrus vollends. Er hatte von sich gedacht, dass er immer zu Jesus halten würde, ja mit ihm sterben könnte. Im entscheidenden Augenblick verleugnet er Jesus dreimal. Der Weg aus dem Labyrinth heraus führt uns zur Barmherzigkeit und zur Demut. Petrus weiß jetzt um sein Scheitern.
Nach Kreuzigung und Auferstehung Jesu hat Petrus wieder eine Erfahrung der Mitte. Eines Morgens steht Jesus plötzlich am Ufer. Er fragt die Jünger: „Kinder, habt ihr nichts zu essen?“ Dann wendet sich Jesus ganz allein Petrus zu und fragt ihn: „Petrus liebst du mich?“ Dreimal fragt Jesus. Ein gereifter Petrus, der um sein Versagen und sein Scheitern weiß, kann dreimal sagen: „Ja Herr, ich liebe dich.“ Petrus erhält eine neue Berufung.
Auf dem weiten Weg durch die Passionszeit grüße ich ganz herzlich,
ihre und eure
Traudel Krause
3 Minuten
„Dass du beides vermagst, kämpfen und geschehen lassen.“ So singt Frieder Gutscher in seinem Lied „Dona nobis pacem“. Damit schließen wir unsere Männerwochenenden bei Stufen des Lebens für Männer. Wir lassen uns segnen und singen einander zu: „Sei gesegnet du und die Menschen, die zu dir gehören“. Wir bilden einen Kreis. Wir legen unsere Arme auf die Schultern des Nachbarn. Wir verbinden uns untereinander und wir verbinden uns mit Gott. Wir öffnen uns für unseren Vater im Himmel im Namen Jesu.
Wer sich segnen lässt, kann Segen an andere weitergeben. Die erste Frage heißt nicht: Bist du ein Segen? Sondern: Lässt du dich segnen? Am Ende unserer Männerwochenenden lassen wir uns persönlich segnen. Auch wer die anderen segnet, lässt sich von einem anderen segnen. Weil wir alle den Segen brauchen. Segne uns, o Herr, und lass uns ein Segen sein für andere.
Geschehen lassen ist ebenso wichtig wie kämpfen. Und jedes hat seinen Platz. Wer nur kämpft, verkämpft sich leicht. Wer nur geschehen lässt, lässt sich bedienen, macht es sich einfach. Manchmal ist Kämpfen dran. Aber manches Mal macht es keinen Sinn weiter zu kämpfen.
Geschehen lassen – Da höre ich die dritte Bitte des Vaterunsers: „Dein Wille geschehe“. Vor meinem aktiven Engagement steht das Schweigen und Hören. Was will Gott? Was will er, dass ich tun oder lassen soll. Darum beginne ich den Tag mit Luthers Morgensegen und den Worten: „Das walte Gott, Vater, Sohn und Heiliger Geist. Amen“. Und ich danke Gott für die Bewahrung in der Nacht und bitte ihn um Bewahrung vor dem Bösen an diesem neuen Tag.
In diesem Jahr ist uns als Losung ein Wort aus dem Schlussteil des 1. Korintherbriefs von Paulus mitgegeben worden. Das wurde bereits vor sechs Wochen bei Stufen aufs Ohr eingebracht. Da steht im griechischen Urtext: „Panta hymoon en Agapä ginesthoo“. Wortwörtlich übersetzt: „Alles Eure in Liebe geschehe“.
Bei der Liebe ist es wie mit dem Segen. Zuerst steht nicht der Imperativ: „Liebe!“, sondern die passive, empfangende Aufforderung: „Lass dich lieben!“ Daraus folgt dann: „Alles Eure in Liebe geschehe.“ Bleib im Fluss der Liebe Gottes. Lass dich von der Liebe Gottes ergreifen und lass sie durch dich strömen. Komm in den Flow seiner Liebe. Sei ein Moment im Movement der Liebe Gottes. Die trägt dich und stärkt dich und befähigt dich zu lieben.
Schalom, sei gesgnet und bleibe in der Liebe Gottes
Hans-Martin Steffe, Linkenheim-Hochstetten
Wer sich segnen lässt, kann Segen an andere weitergeben. Die erste Frage heißt nicht: Bist du ein Segen? Sondern: Lässt du dich segnen? Am Ende unserer Männerwochenenden lassen wir uns persönlich segnen. Auch wer die anderen segnet, lässt sich von einem anderen segnen. Weil wir alle den Segen brauchen. Segne uns, o Herr, und lass uns ein Segen sein für andere.
Geschehen lassen ist ebenso wichtig wie kämpfen. Und jedes hat seinen Platz. Wer nur kämpft, verkämpft sich leicht. Wer nur geschehen lässt, lässt sich bedienen, macht es sich einfach. Manchmal ist Kämpfen dran. Aber manches Mal macht es keinen Sinn weiter zu kämpfen.
Geschehen lassen – Da höre ich die dritte Bitte des Vaterunsers: „Dein Wille geschehe“. Vor meinem aktiven Engagement steht das Schweigen und Hören. Was will Gott? Was will er, dass ich tun oder lassen soll. Darum beginne ich den Tag mit Luthers Morgensegen und den Worten: „Das walte Gott, Vater, Sohn und Heiliger Geist. Amen“. Und ich danke Gott für die Bewahrung in der Nacht und bitte ihn um Bewahrung vor dem Bösen an diesem neuen Tag.
In diesem Jahr ist uns als Losung ein Wort aus dem Schlussteil des 1. Korintherbriefs von Paulus mitgegeben worden. Das wurde bereits vor sechs Wochen bei Stufen aufs Ohr eingebracht. Da steht im griechischen Urtext: „Panta hymoon en Agapä ginesthoo“. Wortwörtlich übersetzt: „Alles Eure in Liebe geschehe“.
Bei der Liebe ist es wie mit dem Segen. Zuerst steht nicht der Imperativ: „Liebe!“, sondern die passive, empfangende Aufforderung: „Lass dich lieben!“ Daraus folgt dann: „Alles Eure in Liebe geschehe.“ Bleib im Fluss der Liebe Gottes. Lass dich von der Liebe Gottes ergreifen und lass sie durch dich strömen. Komm in den Flow seiner Liebe. Sei ein Moment im Movement der Liebe Gottes. Die trägt dich und stärkt dich und befähigt dich zu lieben.
Schalom, sei gesgnet und bleibe in der Liebe Gottes
Hans-Martin Steffe, Linkenheim-Hochstetten
3 Minuten
Mein letzter Beitrag hat sich mit der Jahreslosung beschäftigt. Alles, was ihr tut, geschehe in Liebe. Ein Ausschnitt aus dem Korintherbrief. Immer wieder geht es in diesem Brief um den liebevollen Umgang miteinander. Auch schreibt Paulus: Nun aber bleibt Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; die Größte aber von diesen ist die Liebe.
Und dann waren in meinem Bibelleseplan die letzten Wochen andere Paulusbriefe dran.
Herausfordernde Texte mit Anforderungen an leitende Positionen, bei denen ich mich frage, wer dem gerecht werden soll. Aufforderungen sich von bestimmten Personengruppen fernzuhalten oder mit diesen streng umzugehen. Verhaltensregeln, die mir unsachgemäß, unzeitgemäß und nicht liebevoll vorkommen. (Briefe an Titus und Timotheus)
Damit habe ich Schwierigkeiten.
Ich glaube, dass die Bibel zurecht in der Form zusammengestellt ist, wie wir sie heute haben und will die Textpassagen, die mir quer kommen nicht einfach ignorieren.
Aber ich nehme mir die Freiheit zu fragen, wie viel Menschliches in diesen Paulus-Briefen steckt. Paulus lebte in einer bestimmten Zeit, mit gesellschaftlichen Regeln, mit einem kulturellen Hintergrund und einem für diese Zeit verfügbaren wissenschaftlichen Stand.
Dazu kommen persönliche Umstände. Können wir uns vorstellen, was in Paulus vorgeht, der Gemeinden gegründet hat und nun mitbekommt, wie diese Gemeinden von falschen Lehren oder schlechten Führern gefährdet werden? Und er kann eben nicht einfach mal schnell vorbeikommen, häufig weil er selbst inhaftiert ist. Ständig ist Paulus Leben durch die Reisen und weil er anderen lästig ist, bedroht. Es ist doch erstaunlich, wie er es überhaupt schafft, nicht permanent zu klagen oder die Hoffnung zu verlieren. Hier kann ich nur ahnen, wie mächtig der Geist Gottes in ihm gewesen sein muss.
Wir Menschen können nur begrenzt aus unserer Haut. Es gibt ein berühmtes Zitat von Walt Disney: Wenn du es dir vorstellen kannst, kannst du es auch machen. Die Welt wie sie heute ist, mit unseren technischen, sozialen und freiheitlichen Möglichkeiten war jenseits jeder Vorstellungsmöglichkeit eines Menschen zur Zeit des Paulus.
Und deshalb erlaube ich es mir, beim Lesen der Paulusbriefe dankbar zu sein, welch großartige Erkenntnisse hier mit mir geteilt werden und nicht zu vergessen, in welcher Zeit, in welchem Kontext oder aus welcher Lebenssituation sie entstanden sind.
Und ich nehme mir gemäß Titus 3, 9 vor „Törichte Streitfragen aber und Geschlechtsregister und Zänkereien und gesetzliche Streitigkeiten vermeide! Denn sie sind unnütz und wertlos.“
Es grüßt Sie Christine Sommer
Und dann waren in meinem Bibelleseplan die letzten Wochen andere Paulusbriefe dran.
Herausfordernde Texte mit Anforderungen an leitende Positionen, bei denen ich mich frage, wer dem gerecht werden soll. Aufforderungen sich von bestimmten Personengruppen fernzuhalten oder mit diesen streng umzugehen. Verhaltensregeln, die mir unsachgemäß, unzeitgemäß und nicht liebevoll vorkommen. (Briefe an Titus und Timotheus)
Damit habe ich Schwierigkeiten.
Ich glaube, dass die Bibel zurecht in der Form zusammengestellt ist, wie wir sie heute haben und will die Textpassagen, die mir quer kommen nicht einfach ignorieren.
Aber ich nehme mir die Freiheit zu fragen, wie viel Menschliches in diesen Paulus-Briefen steckt. Paulus lebte in einer bestimmten Zeit, mit gesellschaftlichen Regeln, mit einem kulturellen Hintergrund und einem für diese Zeit verfügbaren wissenschaftlichen Stand.
Dazu kommen persönliche Umstände. Können wir uns vorstellen, was in Paulus vorgeht, der Gemeinden gegründet hat und nun mitbekommt, wie diese Gemeinden von falschen Lehren oder schlechten Führern gefährdet werden? Und er kann eben nicht einfach mal schnell vorbeikommen, häufig weil er selbst inhaftiert ist. Ständig ist Paulus Leben durch die Reisen und weil er anderen lästig ist, bedroht. Es ist doch erstaunlich, wie er es überhaupt schafft, nicht permanent zu klagen oder die Hoffnung zu verlieren. Hier kann ich nur ahnen, wie mächtig der Geist Gottes in ihm gewesen sein muss.
Wir Menschen können nur begrenzt aus unserer Haut. Es gibt ein berühmtes Zitat von Walt Disney: Wenn du es dir vorstellen kannst, kannst du es auch machen. Die Welt wie sie heute ist, mit unseren technischen, sozialen und freiheitlichen Möglichkeiten war jenseits jeder Vorstellungsmöglichkeit eines Menschen zur Zeit des Paulus.
Und deshalb erlaube ich es mir, beim Lesen der Paulusbriefe dankbar zu sein, welch großartige Erkenntnisse hier mit mir geteilt werden und nicht zu vergessen, in welcher Zeit, in welchem Kontext oder aus welcher Lebenssituation sie entstanden sind.
Und ich nehme mir gemäß Titus 3, 9 vor „Törichte Streitfragen aber und Geschlechtsregister und Zänkereien und gesetzliche Streitigkeiten vermeide! Denn sie sind unnütz und wertlos.“
Es grüßt Sie Christine Sommer
3 Minuten
Stellen Sie sich mal vor: Sie haben einen vollen Tag hinter sich. Sie haben manches bewirkt, und geschafft.
Manches hat Sie belastet, manches bedrückt und gerade in diesen Zeiten ist manches um uns herum kaum auszuhalten.
Anderes ist gelungen, Sie konnten viel erledigen, Sie sind froh, dass Sie den Tag gut herumgebracht haben. Und Sie sind erschöpft. Am Ende des Tages wollen Sie nur Ihre Ruhe.
Und plötzlich klingelt das Telefon und eine Kinderstimme fragt: was hat dich heute glücklich gemacht? So geschieht es mir hin und wieder, wenn mein dreijähriger Enkel anruft. Er hat es tatsächlich von sich aus zu einem Ritual in der Familie gemacht. Immer mal wieder wird am Abend diese Frage in die Runde gestellt.
Zum Staunen.
Als er mich das das erste Mal fragte, war ich überrascht und überwältigt. Wie kommt ein kleines Kind zu so einer Frage? Wie weise doch oft Kinder sind. Ich möchte von ihnen lernen. Nicht umsonst wirbt Jesus und sagt: werdet wie die Kinder.
Ich spürte die Ernsthaftigkeit dieser Frage und muss ehrlich sagen: zunächst fiel mir an dem Tag gar nichts ein. Und nach längerem Suchen fand ich was. Auf jeden Fall hat diese Frage sofort ein Lächeln in mein Gesicht gezaubert und meine Herzenshaltung verändert.
Was hat dich heute glücklich gemacht? Ist das eine kostbare Frage am Ende des Tages. Sie eröffnet mir den Blick für etwas Schönes, Positives. Und sei es noch so klein. Mein innerer Blick wird umgelenkt und sucht bis er findet. Die Herzenshaltung ist auf einmal Dankbarkeit. Und wenn ich es vielleicht manchmal nicht „glücklich“ nennen könnte, so doch fröhlich und dankbar.
So manches „zufällige“ oder „Zugefallene“ kommt mir in Erinnerung. Mich drängt es dann auch zu sagen: Gott sei Dank.
Gott sei Dank für das, was ich entdecken durfte.
Gott sei Dank für ein Kind, das einem den Herzensblick für die Kostbarkeiten des Lebens eröffnet.
Gott sei Dank, dass ich danken kann.
Danket dem HERRN, denn er ist freundlich, denn seine Güte währet ewiglich.
Ps. 136,1
Und was hat DICH heute glücklich gemacht?
Manches hat Sie belastet, manches bedrückt und gerade in diesen Zeiten ist manches um uns herum kaum auszuhalten.
Anderes ist gelungen, Sie konnten viel erledigen, Sie sind froh, dass Sie den Tag gut herumgebracht haben. Und Sie sind erschöpft. Am Ende des Tages wollen Sie nur Ihre Ruhe.
Und plötzlich klingelt das Telefon und eine Kinderstimme fragt: was hat dich heute glücklich gemacht? So geschieht es mir hin und wieder, wenn mein dreijähriger Enkel anruft. Er hat es tatsächlich von sich aus zu einem Ritual in der Familie gemacht. Immer mal wieder wird am Abend diese Frage in die Runde gestellt.
Zum Staunen.
Als er mich das das erste Mal fragte, war ich überrascht und überwältigt. Wie kommt ein kleines Kind zu so einer Frage? Wie weise doch oft Kinder sind. Ich möchte von ihnen lernen. Nicht umsonst wirbt Jesus und sagt: werdet wie die Kinder.
Ich spürte die Ernsthaftigkeit dieser Frage und muss ehrlich sagen: zunächst fiel mir an dem Tag gar nichts ein. Und nach längerem Suchen fand ich was. Auf jeden Fall hat diese Frage sofort ein Lächeln in mein Gesicht gezaubert und meine Herzenshaltung verändert.
Was hat dich heute glücklich gemacht? Ist das eine kostbare Frage am Ende des Tages. Sie eröffnet mir den Blick für etwas Schönes, Positives. Und sei es noch so klein. Mein innerer Blick wird umgelenkt und sucht bis er findet. Die Herzenshaltung ist auf einmal Dankbarkeit. Und wenn ich es vielleicht manchmal nicht „glücklich“ nennen könnte, so doch fröhlich und dankbar.
So manches „zufällige“ oder „Zugefallene“ kommt mir in Erinnerung. Mich drängt es dann auch zu sagen: Gott sei Dank.
Gott sei Dank für das, was ich entdecken durfte.
Gott sei Dank für ein Kind, das einem den Herzensblick für die Kostbarkeiten des Lebens eröffnet.
Gott sei Dank, dass ich danken kann.
Danket dem HERRN, denn er ist freundlich, denn seine Güte währet ewiglich.
Ps. 136,1
Und was hat DICH heute glücklich gemacht?
3 Minuten
Kennt ihr dieses Gefühl?
Eine Sache, eine Aufgabe, oder jemand nimmt so viel Raum in euch und um euch herum ein, dass ihr das Gefühl habt ihr seid vereinnahmt, ja, werdet von diesem aufgefressen?
Dabei war es zu Beginn ganz anders.
Mit Freude, Lust und Begeisterung gestartet; Ideen gehabt; einen Sinn darin gesehen – auch ganz klar gewusst: das will ich und das mache ich!
Und dann wird es auf einmal ZUUU viel.
Es dauert länger als gedacht.
Anderes kommt noch dazu - Ungeplantes.
Es wird schwieriger, statt einfacher.
Der Verzicht, der zu Beginn im richtigen Maß war, wird übermäßig.
Mir geht es immer wieder so.
Und dann?
Ich lerne gerade, dieses Gefühl erst einmal „nur“ wahrzunehmen.
Nicht zu bewerten und leichtfertig Aussagen über mich und andere zu treffen.
So geht es mir. Ich begegne mir selbst.
Dann kommen mir oft ganz viele Geschichten aus der Bibel in den Sinn, in denen es Menschen genauso ging.
Als erstes kam mir dieses Mal Marta in den Sinn. Ich bin mir sicher – sie ist voll Enthusiasmus, Freude und mit einem dienenden Herzen gestartet, als Jesus in ihr Haus kam.
Und dann hat sich dieses „Aufgefressen werden - Gefühl“ herangeschlichen, wurde immer größer, dass hier etwas nicht so läuft wie sie sich das dachte oder auch einfach die Kraft für fehlt. Die Sache, die Person, die Aufgabe übernimmt das Regiment.
Was macht sie?
Sie geht zu Jesus – bei ihm platzt es heraus – ihm gegenüber kann sie sich zeigen.
Auch ich platze bei Jesus. Da bin ich ganz ich. Bei ihm kann ich schimpfen wie bei keinem anderen. Ohne Blatt vor dem Mund. Ohne Angst, zu verletzen oder hinterher nicht mehr geliebt zu sein. Ich weiß: Er hält alles aus – ob wahr oder gefärbt, ob verachtend oder komplett in Frage stellend. Und er hält es auch aus, wenn ich immer wieder ihm das gleiche um die Ohren haue und jammere.
Er bleibt nicht stumm. So wie er „Marta, Marta“ sagt, sagt er auch meinen Namen.
Dann taucht Goliath vor meinem inneren Auge auf– wie er dasteht, ein Riese, und alles überschattet. Die Sonne bedeckt.
Worauf schaue ich?
Und ich höre Jesu Stimme, die sagt: Du musst nicht. Du entscheidest, was du tust. Höre, was ich für dich heute habe – das tue.
Der To-do Berg bleibt der gleiche Riese. Die Aufgaben lösen sich nicht auf. Doch ich habe nun meine Waffenrüstung an, die mir passt und meine Hand in der des Löwen von Judah, der an meiner Seite geht.
Ich begegne Gott.
Ich lade euch ein, auch in diese Geschichten einzutauchen, sie vor eurem inneren Auge zu sehen und zu spüren, was Gott euch ins Herz gibt und ganz persönlich zuspricht.
So können wir getrost und hoffnungsvoll unsere Geschichte mit Gott schreiben.
Eine gesegnete Woche, Eure Damaris Friedrich
Eine Sache, eine Aufgabe, oder jemand nimmt so viel Raum in euch und um euch herum ein, dass ihr das Gefühl habt ihr seid vereinnahmt, ja, werdet von diesem aufgefressen?
Dabei war es zu Beginn ganz anders.
Mit Freude, Lust und Begeisterung gestartet; Ideen gehabt; einen Sinn darin gesehen – auch ganz klar gewusst: das will ich und das mache ich!
Und dann wird es auf einmal ZUUU viel.
Es dauert länger als gedacht.
Anderes kommt noch dazu - Ungeplantes.
Es wird schwieriger, statt einfacher.
Der Verzicht, der zu Beginn im richtigen Maß war, wird übermäßig.
Mir geht es immer wieder so.
Und dann?
Ich lerne gerade, dieses Gefühl erst einmal „nur“ wahrzunehmen.
Nicht zu bewerten und leichtfertig Aussagen über mich und andere zu treffen.
So geht es mir. Ich begegne mir selbst.
Dann kommen mir oft ganz viele Geschichten aus der Bibel in den Sinn, in denen es Menschen genauso ging.
Als erstes kam mir dieses Mal Marta in den Sinn. Ich bin mir sicher – sie ist voll Enthusiasmus, Freude und mit einem dienenden Herzen gestartet, als Jesus in ihr Haus kam.
Und dann hat sich dieses „Aufgefressen werden - Gefühl“ herangeschlichen, wurde immer größer, dass hier etwas nicht so läuft wie sie sich das dachte oder auch einfach die Kraft für fehlt. Die Sache, die Person, die Aufgabe übernimmt das Regiment.
Was macht sie?
Sie geht zu Jesus – bei ihm platzt es heraus – ihm gegenüber kann sie sich zeigen.
Auch ich platze bei Jesus. Da bin ich ganz ich. Bei ihm kann ich schimpfen wie bei keinem anderen. Ohne Blatt vor dem Mund. Ohne Angst, zu verletzen oder hinterher nicht mehr geliebt zu sein. Ich weiß: Er hält alles aus – ob wahr oder gefärbt, ob verachtend oder komplett in Frage stellend. Und er hält es auch aus, wenn ich immer wieder ihm das gleiche um die Ohren haue und jammere.
Er bleibt nicht stumm. So wie er „Marta, Marta“ sagt, sagt er auch meinen Namen.
Dann taucht Goliath vor meinem inneren Auge auf– wie er dasteht, ein Riese, und alles überschattet. Die Sonne bedeckt.
Worauf schaue ich?
Und ich höre Jesu Stimme, die sagt: Du musst nicht. Du entscheidest, was du tust. Höre, was ich für dich heute habe – das tue.
Der To-do Berg bleibt der gleiche Riese. Die Aufgaben lösen sich nicht auf. Doch ich habe nun meine Waffenrüstung an, die mir passt und meine Hand in der des Löwen von Judah, der an meiner Seite geht.
Ich begegne Gott.
Ich lade euch ein, auch in diese Geschichten einzutauchen, sie vor eurem inneren Auge zu sehen und zu spüren, was Gott euch ins Herz gibt und ganz persönlich zuspricht.
So können wir getrost und hoffnungsvoll unsere Geschichte mit Gott schreiben.
Eine gesegnete Woche, Eure Damaris Friedrich
3 Minuten
Heute will ich unsere Aufmerksamkeit auf eine Geschichte aus dem zweiten Königebuch, Kapitel 5 richten. Starke Charaktere wie du und ich kommen darin vor.
Zunächst Naaman, ein sehr erfolgreicher Hauptmann des Königs von Aram. Er stammt aus dem Ausland, ist ein gewaltiger Mann – jedoch aussätzig. Also unheilbar krank. Dann kommt ein junges israelisches Mädchen mit hoher Sozialkompetenz in der Geschichte vor. Sie arbeitet im Haushalt der Frau des Naaman als Dienstmagd. Und sie spricht zu ihrer Herrin: „Ach, dass Naaman in Samaria, in meiner Heimat sein könnte. Der Prophet dort könnte ihn heilen.“
Der Stein kommt ins Rollen. Naaman bekommt Urlaub und reist nach Israel – natürlich mit enorm viel Gold und Geld für den König von Israel. Naaman begegnet in Israel zuerst dem König von Israel. Der ist entsetzt und zerreißt seine Kleider. Er vermutet Provokation, denn „bin ich denn Gott, dass ich heilen könnte?“ Elisa, der Prophet in Israel bekommt Wind von der Sache und bittet den König von Israel: Schick den Naaman zu mir, damit er merkt, dass ein Prophet in Israel ist“.
Naaman kommt zu Elisas Haus. Natürlich erwartet er, dass der Prophet ihn ehrt. Stattdessen schickt Elisa nur einen Boten hinaus, der ausrichten lässt, Naaman solle sich 7 mal im Jordan waschen, dann sei er gesund.
Naaman ist zornig. Was erlaubt sich dieser Prophet. Spinnt der? Das Wenigste wäre, dass er zu mir herauskommt. Und überhaupt, gibt es in Damaskus nicht viel bessere Flüsse als diesen lächerlichen Jordan? Zornig zog Naaman weg. „Da machten sich seine Diener an ihn heran“ und argumentierten mit ihm. Wenn er etwas Großes von dir verlangt hätte, du hättest es getan….. Naaman lässt sich darauf ein. „Da stieg er ab und tauchte unter im Jordan 7 mal und sein Fleisch wurde rein wie das Fleisch eines jungen Knaben, und er wurde rein.“
Er geht zurück zum kantigen Elisa und sprach: „Siehe, nun weiß ich, dass kein Gott ist in allen Landen außer in Israel.“
Die Geschichte bewegt mich. Naaman muss herunter von seinem Roß und seinen Vorstellungen, und dann kann er sich einlassen auf den unbekannten Gott. Dieser Gott fragt nicht nach Religionszugehörigkeit oder Volk. Es reicht, dass ich komme. Gott hat Erbarmen mit der ganzen heilsuchenden Menschheit.
Ist das nicht ein Lichtblick in unseren Tagen?
Ihre und eure Traudel Krause
Zunächst Naaman, ein sehr erfolgreicher Hauptmann des Königs von Aram. Er stammt aus dem Ausland, ist ein gewaltiger Mann – jedoch aussätzig. Also unheilbar krank. Dann kommt ein junges israelisches Mädchen mit hoher Sozialkompetenz in der Geschichte vor. Sie arbeitet im Haushalt der Frau des Naaman als Dienstmagd. Und sie spricht zu ihrer Herrin: „Ach, dass Naaman in Samaria, in meiner Heimat sein könnte. Der Prophet dort könnte ihn heilen.“
Der Stein kommt ins Rollen. Naaman bekommt Urlaub und reist nach Israel – natürlich mit enorm viel Gold und Geld für den König von Israel. Naaman begegnet in Israel zuerst dem König von Israel. Der ist entsetzt und zerreißt seine Kleider. Er vermutet Provokation, denn „bin ich denn Gott, dass ich heilen könnte?“ Elisa, der Prophet in Israel bekommt Wind von der Sache und bittet den König von Israel: Schick den Naaman zu mir, damit er merkt, dass ein Prophet in Israel ist“.
Naaman kommt zu Elisas Haus. Natürlich erwartet er, dass der Prophet ihn ehrt. Stattdessen schickt Elisa nur einen Boten hinaus, der ausrichten lässt, Naaman solle sich 7 mal im Jordan waschen, dann sei er gesund.
Naaman ist zornig. Was erlaubt sich dieser Prophet. Spinnt der? Das Wenigste wäre, dass er zu mir herauskommt. Und überhaupt, gibt es in Damaskus nicht viel bessere Flüsse als diesen lächerlichen Jordan? Zornig zog Naaman weg. „Da machten sich seine Diener an ihn heran“ und argumentierten mit ihm. Wenn er etwas Großes von dir verlangt hätte, du hättest es getan….. Naaman lässt sich darauf ein. „Da stieg er ab und tauchte unter im Jordan 7 mal und sein Fleisch wurde rein wie das Fleisch eines jungen Knaben, und er wurde rein.“
Er geht zurück zum kantigen Elisa und sprach: „Siehe, nun weiß ich, dass kein Gott ist in allen Landen außer in Israel.“
Die Geschichte bewegt mich. Naaman muss herunter von seinem Roß und seinen Vorstellungen, und dann kann er sich einlassen auf den unbekannten Gott. Dieser Gott fragt nicht nach Religionszugehörigkeit oder Volk. Es reicht, dass ich komme. Gott hat Erbarmen mit der ganzen heilsuchenden Menschheit.
Ist das nicht ein Lichtblick in unseren Tagen?
Ihre und eure Traudel Krause
3 Minuten
Geschafft. Die Krippe samt Weihnachtsdeko ist wieder im Keller verschwunden, die Liederbücher aufgeräumt; lediglich ein einsamer Schoko-Nikolaus steht noch da…. Einen Monat ist es jetzt schon her, dass wir Weihnachten gefeiert haben - die Geburt Jesu. Wie viel ist seither geschehen. Weihnachten ist vorbei. Eigentlich schon wieder ein alter Hut - jetzt, mitten im Januar…. Oder doch nicht? Beim Aufräumen blieb ich an einem Buchtitel von Anselm Grün hängen…. „Weihnachtlich leben“… Ich kam ins Nachdenken…. Weihnachtlich leben - an allen 365 Tagen im Jahr… All das, was mich beschäftigt, meine Sorgen und meine Angst, meine Traurigkeit, meine Freude und meinen Dank - all dass zur Krippe zu bringen und abzulegen. Durchzuatmen. Auch mitten im Januar in der Erwartung leben, dass mir vor dort aus etwas zufließt an Gutem…. An Segen…. Kann - will ich so leben?
Wohlgemerkt: Erwartungen zu haben und Erwartend zu sein sind ja zweierlei Stiefel…. Es ist ein großer Unterschied, ob ich erwarte, dass meinem Wünschen und Wollen entsprochen wird. Klare Erwartungen an Gott und das Leben zu haben. Oder ob ich es einübe, in der Haltung zu leben, erwartend zu sein…. Ich darf und soll mir durchaus über meine Wünsche im Klaren sein. Ich darf und soll sie vor Gott bringen. Zur Krippe bringen. Beten.
Beten jedoch in dem Bewusstsein, dass Gott kein Geldautomat ist, der das alles erfüllt. Sondern in der Haltung, dass Gott mich hört und sieht. Und dass er den Weg schon kennt - auch wenn er vielleicht nicht so aussieht, wie ich es mir wünsche….
Weihnachtlich leben - für mich hat das in der zurückliegenden Zeit bedeutet, meine eigenen Vorstellungen und Pläne loszulassen - teilweise unter Schmerzen. Ich habe neue Schritte wagen müssen, bin Herausforderungen begegnet - inmitten von Angst und Sorge. Und ich habe eingeübt - jeden Tag neu - all das zur Krippe zu bringen. Und erwartend zu sein, dass Jesus genau dort hineingeboren wird…. Hineingeboren wird in meine Angst und die Sorge vor der Zukunft. Hineingeboren wird auch in das Neue, das kommen wird. Wie das genau geschehen soll, weiß ich noch nicht.
Aber ich habe erleben dürfen, dass mir dann - zu meiner großen Überraschung - Freude zuteil wurde. Und das tiefe Vertrauen, dass er den Weg kennt - auch wenn er für mich noch im Nebel liegt… Das Vertrauen, dass Paulus so beschreibt: „Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen müssen.“
Weihnachtlich leben - ich will es weiter riskieren und darauf vertrauen, dass Christus in mein Heute hineingeboren wird.
Eine gesegnete Woche wünscht Eure Christina Stadelmann.
Wohlgemerkt: Erwartungen zu haben und Erwartend zu sein sind ja zweierlei Stiefel…. Es ist ein großer Unterschied, ob ich erwarte, dass meinem Wünschen und Wollen entsprochen wird. Klare Erwartungen an Gott und das Leben zu haben. Oder ob ich es einübe, in der Haltung zu leben, erwartend zu sein…. Ich darf und soll mir durchaus über meine Wünsche im Klaren sein. Ich darf und soll sie vor Gott bringen. Zur Krippe bringen. Beten.
Beten jedoch in dem Bewusstsein, dass Gott kein Geldautomat ist, der das alles erfüllt. Sondern in der Haltung, dass Gott mich hört und sieht. Und dass er den Weg schon kennt - auch wenn er vielleicht nicht so aussieht, wie ich es mir wünsche….
Weihnachtlich leben - für mich hat das in der zurückliegenden Zeit bedeutet, meine eigenen Vorstellungen und Pläne loszulassen - teilweise unter Schmerzen. Ich habe neue Schritte wagen müssen, bin Herausforderungen begegnet - inmitten von Angst und Sorge. Und ich habe eingeübt - jeden Tag neu - all das zur Krippe zu bringen. Und erwartend zu sein, dass Jesus genau dort hineingeboren wird…. Hineingeboren wird in meine Angst und die Sorge vor der Zukunft. Hineingeboren wird auch in das Neue, das kommen wird. Wie das genau geschehen soll, weiß ich noch nicht.
Aber ich habe erleben dürfen, dass mir dann - zu meiner großen Überraschung - Freude zuteil wurde. Und das tiefe Vertrauen, dass er den Weg kennt - auch wenn er für mich noch im Nebel liegt… Das Vertrauen, dass Paulus so beschreibt: „Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen müssen.“
Weihnachtlich leben - ich will es weiter riskieren und darauf vertrauen, dass Christus in mein Heute hineingeboren wird.
Eine gesegnete Woche wünscht Eure Christina Stadelmann.
3 Minuten
Das Vaterunser trägt. Es gibt unserem Leben Orientierung. Es gibt Kraft in den elementaren Nöten. Widerstandskraft gegen die Macht des Bösen und unserer Ängste. Das Vaterunser hat uns Jesus gegeben, gelehrt und geboten. Das Vaterunser ist verheißungsvoll.
Das habe ich beim Kurs von Stufen des Lebens entdeckt: „Vaterunser, ein beinahe alltägliches Gespräch“.
Ich habe es wieder bewusst zu meinem täglichen Gespräch gemacht. Bestärkt hat mich seit zwei Jahren auch das große Werk von Jon Fosse, der im letzten Jahr den Literaturnobelpreis erhalten hat. Der schließt alle seine sieben Bücher seines Romans mit dem Vaterunser auf Latein und in der Landessprache. Immer wieder greift er zum Vaterunser. Da findet er Ruhe und seine Mitte.
Dreimal am Tag bete ich das Vaterunser, am liebsten wenn die Gebetsglocke läutet, morgens, mittags und abends. Aber auch unser Beten zu zweit eröffnen wir mit dem Vaterunser. Und für jeden der sieben Tage steht für mich eine der sieben Bitten. Beginnend mit dem Sonntag: „Geheiligt werde dein Name“. Am Montag: „Dein Reich komme.“ Am Dienstag: „Dein Wille geschehe“. Mit den drei Dein-Bitten sollen wir unser Beten beginnen, hat Martin Luther angemahnt. Nicht mit dem, was uns alles umtreibt.
An Dienstag also: „Dein Wille geschehe“. Dagegen kann sich viel in uns sperren, entdecke ich beim Vaterunser-Kurs von Stufen des Lebens. Das können Erfahrungen aus der Kindheit sein. Da wurde mir der Wille von Erwachsenen aufgedrängt, der Wille zum Gehorchen und zur Anpassung. Da ist es wichtig, mir klar zu machen, dass Gottes Wille ganz anders ist. Gott will, dass ich lebe. Gott liebt Eigen-Sinn und Lebens-Lust. „Deine Wille geschehe“ ist aber mehr, als den eigenen Willen bekommen. Manchmal heißt es auch einwilligen in das Unveränderliche, auch wenn es mir nicht gefällt.
„Dein Wille geschehe“ ist ein Blicköffner. Wegschauen von mir selbst auf das, was Gottes ureigener Wille ist. Gott will für alle Leben. Gott leidet an der Zerstörung des Lebens, an Hass, an Eigensucht. Gott will unseren Horizont erweitern. Ich bin nicht der Mittelpunkt der Welt. Ich bin für Größeres bestimmt als für mein kleines Ego. Jesus hat den Willen Gottes zusammengefasst im Doppelgebot der Liebe, bei dem ich als Dritter miteingebunden bin: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit aller deiner Kraft. Und deinen Nächsten wie dich selbst.“
Oder mit unserer neuen Jahreslosung, die letzte Woche zu Wort kam: „Alles, was ihr tut, geschehe in Liebe“ oder noch knapper wortwörtlich: „Alles Eure in Liebe geschehe“.
Ein Jahr nach Gottes Willen wünsche ich uns und Grüße,
Hans-Martin Steffe, Linkenheim-Hochstetten
Das habe ich beim Kurs von Stufen des Lebens entdeckt: „Vaterunser, ein beinahe alltägliches Gespräch“.
Ich habe es wieder bewusst zu meinem täglichen Gespräch gemacht. Bestärkt hat mich seit zwei Jahren auch das große Werk von Jon Fosse, der im letzten Jahr den Literaturnobelpreis erhalten hat. Der schließt alle seine sieben Bücher seines Romans mit dem Vaterunser auf Latein und in der Landessprache. Immer wieder greift er zum Vaterunser. Da findet er Ruhe und seine Mitte.
Dreimal am Tag bete ich das Vaterunser, am liebsten wenn die Gebetsglocke läutet, morgens, mittags und abends. Aber auch unser Beten zu zweit eröffnen wir mit dem Vaterunser. Und für jeden der sieben Tage steht für mich eine der sieben Bitten. Beginnend mit dem Sonntag: „Geheiligt werde dein Name“. Am Montag: „Dein Reich komme.“ Am Dienstag: „Dein Wille geschehe“. Mit den drei Dein-Bitten sollen wir unser Beten beginnen, hat Martin Luther angemahnt. Nicht mit dem, was uns alles umtreibt.
An Dienstag also: „Dein Wille geschehe“. Dagegen kann sich viel in uns sperren, entdecke ich beim Vaterunser-Kurs von Stufen des Lebens. Das können Erfahrungen aus der Kindheit sein. Da wurde mir der Wille von Erwachsenen aufgedrängt, der Wille zum Gehorchen und zur Anpassung. Da ist es wichtig, mir klar zu machen, dass Gottes Wille ganz anders ist. Gott will, dass ich lebe. Gott liebt Eigen-Sinn und Lebens-Lust. „Deine Wille geschehe“ ist aber mehr, als den eigenen Willen bekommen. Manchmal heißt es auch einwilligen in das Unveränderliche, auch wenn es mir nicht gefällt.
„Dein Wille geschehe“ ist ein Blicköffner. Wegschauen von mir selbst auf das, was Gottes ureigener Wille ist. Gott will für alle Leben. Gott leidet an der Zerstörung des Lebens, an Hass, an Eigensucht. Gott will unseren Horizont erweitern. Ich bin nicht der Mittelpunkt der Welt. Ich bin für Größeres bestimmt als für mein kleines Ego. Jesus hat den Willen Gottes zusammengefasst im Doppelgebot der Liebe, bei dem ich als Dritter miteingebunden bin: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit aller deiner Kraft. Und deinen Nächsten wie dich selbst.“
Oder mit unserer neuen Jahreslosung, die letzte Woche zu Wort kam: „Alles, was ihr tut, geschehe in Liebe“ oder noch knapper wortwörtlich: „Alles Eure in Liebe geschehe“.
Ein Jahr nach Gottes Willen wünsche ich uns und Grüße,
Hans-Martin Steffe, Linkenheim-Hochstetten
3 Minuten
Könnten wir ein bisschen zusammen träumen?
Wie würde die Welt aussehen, wenn Menschen, bei allem, was sie tun, nur das Beste für den Anderen im Sinn haben?
Ich sehe Türen ohne Schlösser, weil niemand befürchten muss, dass eingebrochen wird. Waffen, Militär, Grenzkontrollen gibt es nicht.
Keiner hat Angst vor anderen Menschen; es gibt kein Misstrauen oder Vorurteile, denn ich weiß ja, dass der andere mir nichts Schlechtes will.
Keiner schreibt dem anderen vor, wie er zu sein hat.
Jeder hat die Freiheit so zu leben, mit den Werten, den Vorstellungen, den Neigungen, wie er will.
Regeln sind überflüssig, weil der Schutz der Schwachen oder Bedürftigen ganz automatisch erfolgt.
Ein schöner Traum. Leider nur ein Traum.
Vielleicht ahnen Sie schon, worum es geht. Wir sind neu im Jahr 2024 angekommen und die diesjährige Jahreslosung aus 1. Korinther 16,14 ist
Alles, was ihr tut, geschehe in Liebe
Das ist der Aufruf dazu, den Traum zumindest einmal für mich selbst umzusetzen. Was ich in Liebe tue, das mache ich im Interesse des anderen, nicht in meinem Interesse.
Manchmal schleicht sich unter dem Deckmantel der Liebe auch Bevormundung, „besser wissen, was der andere braucht“ ein. Es ist nicht leicht zu erkennen, wo die Grenze zwischen Liebe und Machtausübung ist. Je ernster ich meine Werte nehme und je eitler ich vertrete, dass nur diese richtig sind, desto größer ist die Gefahr, dass meine Liebe nicht mehr geduldig, freundlich ist, sondern dass ich mich wichtig mache, mich aufblase, taktlos werde und eigentlich meinen Vorteil suche. Denn das alles ist nicht Liebe - nicht meine Erkenntnis, sondern so in 1. Korinther 13 nachzulesen.
Die Jahreslosung stammt aus dem Brief des Paulus an die Korinther. Die Gemeinde hatte Probleme, man war sich uneins, hat gestritten. Nach den Grußformeln kommt Paulus direkt zum Thema, verurteilt die Streitereien und bringt es auf den Punkt: es gibt nur einen Christus. Er äußert sich dann zu sehr vielen akuten Problemen und schließlich in Kapitel 13 steht das Hohelied der Liebe.
Die Jahreslosung stammt aus den Grußformeln am Schluss des Briefes. Ich würde sagen, der Schlussappell als Zusammenfassung: Egal, ob ihr im täglichen Miteinander unterschiedliche Standpunkte habt, ob einer den anderen auch mal unfair behandelt, auch wenn ihr aus unterschiedlichen Bubbles kommt – so lange alles was ihr tut in Liebe geschieht, könnte ihr als Gemeinschaft bestehen und Licht für diese Welt sein.
Ich wünsche Ihnen allen ein gesegnetes Jahr 2024 und hoffe, dass die Jahreslosung vielen ein Motto für den Umgang miteinander in Liebe sein wird.
Ihre Christine Sommer
Wie würde die Welt aussehen, wenn Menschen, bei allem, was sie tun, nur das Beste für den Anderen im Sinn haben?
Ich sehe Türen ohne Schlösser, weil niemand befürchten muss, dass eingebrochen wird. Waffen, Militär, Grenzkontrollen gibt es nicht.
Keiner hat Angst vor anderen Menschen; es gibt kein Misstrauen oder Vorurteile, denn ich weiß ja, dass der andere mir nichts Schlechtes will.
Keiner schreibt dem anderen vor, wie er zu sein hat.
Jeder hat die Freiheit so zu leben, mit den Werten, den Vorstellungen, den Neigungen, wie er will.
Regeln sind überflüssig, weil der Schutz der Schwachen oder Bedürftigen ganz automatisch erfolgt.
Ein schöner Traum. Leider nur ein Traum.
Vielleicht ahnen Sie schon, worum es geht. Wir sind neu im Jahr 2024 angekommen und die diesjährige Jahreslosung aus 1. Korinther 16,14 ist
Alles, was ihr tut, geschehe in Liebe
Das ist der Aufruf dazu, den Traum zumindest einmal für mich selbst umzusetzen. Was ich in Liebe tue, das mache ich im Interesse des anderen, nicht in meinem Interesse.
Manchmal schleicht sich unter dem Deckmantel der Liebe auch Bevormundung, „besser wissen, was der andere braucht“ ein. Es ist nicht leicht zu erkennen, wo die Grenze zwischen Liebe und Machtausübung ist. Je ernster ich meine Werte nehme und je eitler ich vertrete, dass nur diese richtig sind, desto größer ist die Gefahr, dass meine Liebe nicht mehr geduldig, freundlich ist, sondern dass ich mich wichtig mache, mich aufblase, taktlos werde und eigentlich meinen Vorteil suche. Denn das alles ist nicht Liebe - nicht meine Erkenntnis, sondern so in 1. Korinther 13 nachzulesen.
Die Jahreslosung stammt aus dem Brief des Paulus an die Korinther. Die Gemeinde hatte Probleme, man war sich uneins, hat gestritten. Nach den Grußformeln kommt Paulus direkt zum Thema, verurteilt die Streitereien und bringt es auf den Punkt: es gibt nur einen Christus. Er äußert sich dann zu sehr vielen akuten Problemen und schließlich in Kapitel 13 steht das Hohelied der Liebe.
Die Jahreslosung stammt aus den Grußformeln am Schluss des Briefes. Ich würde sagen, der Schlussappell als Zusammenfassung: Egal, ob ihr im täglichen Miteinander unterschiedliche Standpunkte habt, ob einer den anderen auch mal unfair behandelt, auch wenn ihr aus unterschiedlichen Bubbles kommt – so lange alles was ihr tut in Liebe geschieht, könnte ihr als Gemeinschaft bestehen und Licht für diese Welt sein.
Ich wünsche Ihnen allen ein gesegnetes Jahr 2024 und hoffe, dass die Jahreslosung vielen ein Motto für den Umgang miteinander in Liebe sein wird.
Ihre Christine Sommer
3 Minuten
Was? Schon wieder dieses Adventslied denkt ihr vielleicht. Es ist doch schon bald Weihnachten, da ist doch jetzt mal ein anderes Lied dran.
Oder: „Oh, ja, das haben wir dieses Jahr viel zu wenig gesungen – weil die Adventszeit so kurz war.“
Ich weiß noch, wie mich dieses Lied als Teenie langweilte. Ich fand es irgendwie träge und den Text mit den Worten so altbacken. Später sang ich es gern, weil mir Gott so glanzvoll, königlich, mächtig und prächtig vor Augen gemalt wurde.
Heute ist es eines meiner Lieblingslieder zu dieser besonderen Zeit.
Gestern im Gottesdienst bei uns, wurde darüber gepredigt – über Psalm 24, in dem diese Verse vorkommen.
Und zum ersten Mal wurde mir dabei mit diesem Psalm ein Bild vor Augen gemalt, das ich mit euch teilen möchte:
Das Volk steht vor dem Tor des Tempelhofs und möchte hineintreten.
Es bittet Gott: Mach die Tore auf, wir möchten hinein zu Dir. Wir möchten dir begegnen.
Ganz neu steht mir diese - meine - Bitte an Gott vor Augen:
Bitte, mein himmlischer Vater, öffne DU das Tor zu meinem Herzen, damit DU in mir einkehren kannst.
Es beinhaltet ein Sehnen, ein Suchen von mir nach dem DU Gottes und ein gleichzeitiges „mich in SEINE Hände“ hineinlegen, da ich weiß:
ER ist es, der in mir das Wollen und das Vollbringen schenkt.
Gleichzeit zeichnet das Bild, wie GOTT vor dem Tor steht und seine Botschafter mir zurufen: Macht die Tore auf, Gott möchte hinein zu Dir - ER möchte Dir begegnen.
Mein himmlischer Vater bittet mich: Öffne Du das Tor zu deinem Herzen, damit Ich in dir einkehren kann.
Das beinhaltet ein Sehnen, ein Suchen von GOTT nach MIR- als Sein gegenüber.
Es berührt mich - diese Innigkeit, dieses Sehen und Suchen Gottes nach mir, nach uns. Ich spüre, wie sehr Er darauf wartet, dass ich öffne und ihn bei mir einkehren lasse.
Er ist der Gott, der mit uns sein möchte: Immanuel- am hellen Tag und in dunkelster Nacht.
Ich glaube, ab jetzt singe ich es nochmal anders.
Ja Gott, mein König zieht ein, mächtig und stark, glänzend und herrlich.
Doch jetzt hat es eine Innigkeit, Vertrautheit dazubekommen, eine Herzlichkeit, denn ich spüre die Sehnsucht Gottes nach uns darin, nach allen Menschen.
Dieses Sehnsuchtsgefühl Gottes nach mir möchte ich dieses Weihnachten bewahren und mir immer wieder vor Augen führen- bis hinein ins neue Jahr.
Und ich möchte meine Sehnsucht nach ihm nicht verdecken lassen durch Trubel und Tun, sondern immer wieder meine Herzenstür IHM hinhalten, mich öffnen, soweit mir möglich ist und Ihn bitten: Komm du herein, kehre ein, ich möchte dir Herberge sein.
Gesegnete Weihnachten und eine gute, gesegnete Übergangszeit ins neue Jahr wünsche ich euch zusammen mit dem ganzen S.a.O - Team.
Eure Damaris Friedrich
Spätestens am 8.1. kommt das neue S.a.O!
Oder: „Oh, ja, das haben wir dieses Jahr viel zu wenig gesungen – weil die Adventszeit so kurz war.“
Ich weiß noch, wie mich dieses Lied als Teenie langweilte. Ich fand es irgendwie träge und den Text mit den Worten so altbacken. Später sang ich es gern, weil mir Gott so glanzvoll, königlich, mächtig und prächtig vor Augen gemalt wurde.
Heute ist es eines meiner Lieblingslieder zu dieser besonderen Zeit.
Gestern im Gottesdienst bei uns, wurde darüber gepredigt – über Psalm 24, in dem diese Verse vorkommen.
Und zum ersten Mal wurde mir dabei mit diesem Psalm ein Bild vor Augen gemalt, das ich mit euch teilen möchte:
Das Volk steht vor dem Tor des Tempelhofs und möchte hineintreten.
Es bittet Gott: Mach die Tore auf, wir möchten hinein zu Dir. Wir möchten dir begegnen.
Ganz neu steht mir diese - meine - Bitte an Gott vor Augen:
Bitte, mein himmlischer Vater, öffne DU das Tor zu meinem Herzen, damit DU in mir einkehren kannst.
Es beinhaltet ein Sehnen, ein Suchen von mir nach dem DU Gottes und ein gleichzeitiges „mich in SEINE Hände“ hineinlegen, da ich weiß:
ER ist es, der in mir das Wollen und das Vollbringen schenkt.
Gleichzeit zeichnet das Bild, wie GOTT vor dem Tor steht und seine Botschafter mir zurufen: Macht die Tore auf, Gott möchte hinein zu Dir - ER möchte Dir begegnen.
Mein himmlischer Vater bittet mich: Öffne Du das Tor zu deinem Herzen, damit Ich in dir einkehren kann.
Das beinhaltet ein Sehnen, ein Suchen von GOTT nach MIR- als Sein gegenüber.
Es berührt mich - diese Innigkeit, dieses Sehen und Suchen Gottes nach mir, nach uns. Ich spüre, wie sehr Er darauf wartet, dass ich öffne und ihn bei mir einkehren lasse.
Er ist der Gott, der mit uns sein möchte: Immanuel- am hellen Tag und in dunkelster Nacht.
Ich glaube, ab jetzt singe ich es nochmal anders.
Ja Gott, mein König zieht ein, mächtig und stark, glänzend und herrlich.
Doch jetzt hat es eine Innigkeit, Vertrautheit dazubekommen, eine Herzlichkeit, denn ich spüre die Sehnsucht Gottes nach uns darin, nach allen Menschen.
Dieses Sehnsuchtsgefühl Gottes nach mir möchte ich dieses Weihnachten bewahren und mir immer wieder vor Augen führen- bis hinein ins neue Jahr.
Und ich möchte meine Sehnsucht nach ihm nicht verdecken lassen durch Trubel und Tun, sondern immer wieder meine Herzenstür IHM hinhalten, mich öffnen, soweit mir möglich ist und Ihn bitten: Komm du herein, kehre ein, ich möchte dir Herberge sein.
Gesegnete Weihnachten und eine gute, gesegnete Übergangszeit ins neue Jahr wünsche ich euch zusammen mit dem ganzen S.a.O - Team.
Eure Damaris Friedrich
Spätestens am 8.1. kommt das neue S.a.O!
3 Minuten
Sehnsucht und Klage sind Motive des 2. Advents. Klagen über Leben in dunklen Zeiten, wo Gott so verborgen ist. Und Sehnsucht nach Versöhnung und Frieden, Gerechtigkeit für alle und Schutz der Verfolgten, Bewahrung der Schöpfung angesichts der Klimakrise.
Sehnsucht und Klage sind Motive des 2. Advents. Das kommt vor allem im alttestamentliche Predigttext aus Jesaja 63 und 64 zur Sprache: „Ach, dass du den Himmel zerrissest“. Ein herzanrührender Volksklagepsalm aus einer schweren Zeit für das Volk Israel nach der babylonischen Gefangenschaft im immer noch verheerten Land mit dem zerstörten Tempel und existentiell bedroht von den Nachbarvölkern.
„Ach, dass du den Himmel zerrissest“. Das hat vor 400 Jahren in der Mitte des Dreißigjährigen Krieges Friedrich Spee bewegt, ein eindringliches Gebetslied zu schreiben.
O Heiland, reiß die Himmel auf, / herab, herab vom Himmel lauf,
reiß ab vom Himmel Tor und Tür, / reiß ab, wo Schloss und Riegel für.
Das Lied ist in der Evangelischen Kirche Wochenlied zum 2. Advent. Ein leidenschaftliches Gebet. In sieben Strophen 10 Mal ein „Solo-O“. O Heiland, O Gott, O Erd, O klare Sonn. Herzbewegende barocke Dichtung. Das Elend seiner Zeit hat den katholischen Priester, Lehrer, Seelsorger und Ankläger des Unrechts, Friedrich Spee zu diesem Lied der Klage und Sehnsucht getrieben.
Nicht nur der Dreißigjährige Krieg, nicht nur die Pest waren vom Übel, auch die Inquisition mit Foltern und Verbrennen von Frauen auf dem Scheiterhaufen.
Für diese Frauen hatte sich Friedrich Spee eingesetzt und ein Buch herausgebracht, in dem er die Skandale und Intrigen seiner Zeit anprangerte. Eine Anklage gegen die Hexenprozesse. Dafür wäre er beinahe selbst auf dem Scheiterhaufen gelandet. Wenige Jahre vor seinem Tod wurde er unterwegs brutal zusammengeschlagen, fast zu Tode geprügelt. Friedrich Spee starb mit 44 Jahren an der Pest. Er hatte sich bei der Pflege von verwundeten Soldaten angesteckt.
Friedrich Spee, 26 Jahre vor Paul Gerhardt geboren, hat wie der weit über 100 Lieder gedichtet. Zu den bewegendsten gehört das Lied zum 2. Advent:
„O Heiland, reiß die Himmel auf“. Aus Liebe zu Gott und Jesus hat Friedrich Spee Liebeslieder auf Gott und Jesus gedichtet. Aus Liebe zu den geplagten, unterdrückten und geschändeten Menschen wurde er ihr Anwalt und Ankläger gegen ihre Peiniger.
Der 2. Advent will unserer Sehnsucht und Klage Sprache verleihen mit den biblischen Texten und den starken Liedern aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges. Achtung bei Gebrauch kann es zu Mutanfällen führen
.Mit adventlichem Gruß
Hans-Martin Steffe, Linkenheim-Hochstetten
Sehnsucht und Klage sind Motive des 2. Advents. Das kommt vor allem im alttestamentliche Predigttext aus Jesaja 63 und 64 zur Sprache: „Ach, dass du den Himmel zerrissest“. Ein herzanrührender Volksklagepsalm aus einer schweren Zeit für das Volk Israel nach der babylonischen Gefangenschaft im immer noch verheerten Land mit dem zerstörten Tempel und existentiell bedroht von den Nachbarvölkern.
„Ach, dass du den Himmel zerrissest“. Das hat vor 400 Jahren in der Mitte des Dreißigjährigen Krieges Friedrich Spee bewegt, ein eindringliches Gebetslied zu schreiben.
O Heiland, reiß die Himmel auf, / herab, herab vom Himmel lauf,
reiß ab vom Himmel Tor und Tür, / reiß ab, wo Schloss und Riegel für.
Das Lied ist in der Evangelischen Kirche Wochenlied zum 2. Advent. Ein leidenschaftliches Gebet. In sieben Strophen 10 Mal ein „Solo-O“. O Heiland, O Gott, O Erd, O klare Sonn. Herzbewegende barocke Dichtung. Das Elend seiner Zeit hat den katholischen Priester, Lehrer, Seelsorger und Ankläger des Unrechts, Friedrich Spee zu diesem Lied der Klage und Sehnsucht getrieben.
Nicht nur der Dreißigjährige Krieg, nicht nur die Pest waren vom Übel, auch die Inquisition mit Foltern und Verbrennen von Frauen auf dem Scheiterhaufen.
Für diese Frauen hatte sich Friedrich Spee eingesetzt und ein Buch herausgebracht, in dem er die Skandale und Intrigen seiner Zeit anprangerte. Eine Anklage gegen die Hexenprozesse. Dafür wäre er beinahe selbst auf dem Scheiterhaufen gelandet. Wenige Jahre vor seinem Tod wurde er unterwegs brutal zusammengeschlagen, fast zu Tode geprügelt. Friedrich Spee starb mit 44 Jahren an der Pest. Er hatte sich bei der Pflege von verwundeten Soldaten angesteckt.
Friedrich Spee, 26 Jahre vor Paul Gerhardt geboren, hat wie der weit über 100 Lieder gedichtet. Zu den bewegendsten gehört das Lied zum 2. Advent:
„O Heiland, reiß die Himmel auf“. Aus Liebe zu Gott und Jesus hat Friedrich Spee Liebeslieder auf Gott und Jesus gedichtet. Aus Liebe zu den geplagten, unterdrückten und geschändeten Menschen wurde er ihr Anwalt und Ankläger gegen ihre Peiniger.
Der 2. Advent will unserer Sehnsucht und Klage Sprache verleihen mit den biblischen Texten und den starken Liedern aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges. Achtung bei Gebrauch kann es zu Mutanfällen führen
.Mit adventlichem Gruß
Hans-Martin Steffe, Linkenheim-Hochstetten
3 Minuten
Was, jetzt schon? Wir haben gerade den ersten Advent? Ganz unüblich, aber am liebsten würde ich jetzt schon alle Kerzen auch am Weihnachtsbaum anmachen, die Krippe leuchten lassen.
Warum ist mir so?
Am 1.11. ist meine Mutter nach einem bunten und erfüllten Leben mit 100 Jahren verstorben. Wir konnten noch im September ihren Geburtstag mit Kindern und Enkeln feiern, dann aber wurde ihr Lebenskreis immer kleiner.
Am Ende wurde sie auch immer schwächer, lag im Bett, hat aber nie geklagt.
Es war der Geist Gottes, der mir an einem Sonntag eingab, sie zusammen mit meinem Bruder noch einmal zu besuchen. In ihrem Zimmer war so viel Frieden, der Geist Gottes wirklich spürbar.
Sie selbst erzählte uns, in der Nacht am Kamin in unserem Haus gesessen zu haben, umgeben von ihren Eltern, meinem Vater und uns. Sie habe sich gut gefühlt. Nur seien diese, sagte sie, dann weggegangen, es sei kühl geworden, aber das sei ja eine Erlösung und mein Vater würde jetzt auf sie warten.
Dann war sie zwischendurch immer mal wieder in dieser Welt und freute sich sehr, dass mein Bruder und ich zusammen da waren. Bei einem Besuch am nächsten Tag schlief sie viel mit einem deutlichen Hinweis, in Ruhe gelassen zu werden, sie schlafen zu lassen. Eineinhalb Tage später ist sie friedlich endgültig eingeschlafen.
Ich habe euch nicht gegeben den Geist der Verzagtheit, sondern der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit. Diese Worte schrieb sie als Nachlass auf.
Vom Glauben reden war nicht ihr Ding. Aber ich durfte die Erfahrung machen, dass sie sich vertrauensvoll überlassenkonnte. Ob sie spürte, dass der Vater im Himmel sie sieht, sich herabneigt, sie liebevoll beim Namen nennt und sie in ihrem herausfordernden Leben längst mit Liebe, Kraft und Zuversicht ausgerüstet hat? Ich wünsche es ihr von Herzen und auch uns, dass wir mit der liebevollen Zartheit Gottes rechnen.
Ich staune voller Demut, wie Gott wirklich Seine Geschichte mit jedem Menschen zu Seiner Zeit schreibt. Uns individuell, zart ruft und lockt.
Und deswegen war mir so weihnachtlich zumute. In die große äußere Dunkelheit schien dieses besondere adventlich-weihnachtlich-österliche Auferstehungslicht hinein.
(Auf den vielen Autorfahrten habe ich öfter erlebt, wie dunkle Wolken sich auftaten, das Licht der Sonne, wenn auch manchmal nur für eine kurze Zeit schien, als wenn Gott sagte: ich bin bei euch, hier und in alle Ewigkeit.)
Ich wünsche uns und Ihnen, immer wieder die spürbare Zuversicht im Vertrauen, dass es in uns weihnachtet. Was ganz klein beginnt werde in uns dann eine nicht zu beschreibende Auferstehungskraft hier und in alle Ewigkeit.
Warum ist mir so?
Am 1.11. ist meine Mutter nach einem bunten und erfüllten Leben mit 100 Jahren verstorben. Wir konnten noch im September ihren Geburtstag mit Kindern und Enkeln feiern, dann aber wurde ihr Lebenskreis immer kleiner.
Am Ende wurde sie auch immer schwächer, lag im Bett, hat aber nie geklagt.
Es war der Geist Gottes, der mir an einem Sonntag eingab, sie zusammen mit meinem Bruder noch einmal zu besuchen. In ihrem Zimmer war so viel Frieden, der Geist Gottes wirklich spürbar.
Sie selbst erzählte uns, in der Nacht am Kamin in unserem Haus gesessen zu haben, umgeben von ihren Eltern, meinem Vater und uns. Sie habe sich gut gefühlt. Nur seien diese, sagte sie, dann weggegangen, es sei kühl geworden, aber das sei ja eine Erlösung und mein Vater würde jetzt auf sie warten.
Dann war sie zwischendurch immer mal wieder in dieser Welt und freute sich sehr, dass mein Bruder und ich zusammen da waren. Bei einem Besuch am nächsten Tag schlief sie viel mit einem deutlichen Hinweis, in Ruhe gelassen zu werden, sie schlafen zu lassen. Eineinhalb Tage später ist sie friedlich endgültig eingeschlafen.
Ich habe euch nicht gegeben den Geist der Verzagtheit, sondern der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit. Diese Worte schrieb sie als Nachlass auf.
Vom Glauben reden war nicht ihr Ding. Aber ich durfte die Erfahrung machen, dass sie sich vertrauensvoll überlassenkonnte. Ob sie spürte, dass der Vater im Himmel sie sieht, sich herabneigt, sie liebevoll beim Namen nennt und sie in ihrem herausfordernden Leben längst mit Liebe, Kraft und Zuversicht ausgerüstet hat? Ich wünsche es ihr von Herzen und auch uns, dass wir mit der liebevollen Zartheit Gottes rechnen.
Ich staune voller Demut, wie Gott wirklich Seine Geschichte mit jedem Menschen zu Seiner Zeit schreibt. Uns individuell, zart ruft und lockt.
Und deswegen war mir so weihnachtlich zumute. In die große äußere Dunkelheit schien dieses besondere adventlich-weihnachtlich-österliche Auferstehungslicht hinein.
(Auf den vielen Autorfahrten habe ich öfter erlebt, wie dunkle Wolken sich auftaten, das Licht der Sonne, wenn auch manchmal nur für eine kurze Zeit schien, als wenn Gott sagte: ich bin bei euch, hier und in alle Ewigkeit.)
Ich wünsche uns und Ihnen, immer wieder die spürbare Zuversicht im Vertrauen, dass es in uns weihnachtet. Was ganz klein beginnt werde in uns dann eine nicht zu beschreibende Auferstehungskraft hier und in alle Ewigkeit.
3 Minuten
Bis hierher hat mich Gott gebracht, durch seine große Güte, bis hierher hat er Tag und Nacht bewahrt Herz und Gemüte, bis hierher hat er mich geleit´, bis hierher hat er mich erfreut, bis hierher mir geholfen.´
Mit dem ersten Vers dieses Liedes möchte ich auf die letzten 10 Jahre meines Lebens zurückblicken. Am Ewigkeitssonntag waren es genau 10 Jahre, dass Jesus meinen Mann abgerufen und ihn zu sich holte. Ich habe es damals am Sterbebett gesehen. Nach einer sehr tiefen Trauer, die wichtig für mich war, erlebte ich eben genau das, dass Jesus mein Herz und Gemüt Tag und Nacht behütet und bewahrt hat. Er hat in allen Dingen durchgeholfen – ganz viel wurde anders, aber auch wieder gut.
Hab Lob und Ehr, hab Preis und Dank für die bisher´ge Treue, die du, o Gott mir lebenslang bewiesen täglich neue. In mein Gedächtnis schreib ich an: der Herr hat Großes mir getan, bis hierher mir geholfen.
Jetzt nach 10 Jahren hat mich eine schwere Erkrankung überfallen und ich musste viel erleiden, ja ich musste da durch, aber Gottes Treue ist riesengroß und er war spürbar da. Termine flutschten nur so, gute Ärzte waren da, die klar und deutlich sagten, was zu tun ist und ein Heer von Mitbeterinnen und Mitbetern waren mir treu zur Seite. Ein großes Netz war das, stabil und stets bereit vor Gott zu treten und ich mitten drin. Ein Beispiel: Eine Behandlung dauerte 1 Stunde direkt in meinem Krankenhausbett und bereits nach 25 Min spürte ich, das halte ich nicht aus. Schnell schrieb ich kurze what app an 5 Leute um Gebet, dass ich durchhalten kann. 2 davon lasen das sofort und beteten intensiv, das weiß ich, weil ich es augenblicklich spürte und ich hielt durch. Ja der Herr hat Großes sichtbar an mir getan.
Hilf fernerweit, mein treuster Hort, hilf mir zu allen Stunden. Hilf mir an all und jedem Ort, hilf mir durch Jesu Wunden. Damit sag ich bis in den Tod: durch Christi Blut hilft mir mein Gott; er hilft wie er geholfen.
Ja ich bitte Jesus jeden Tag, dass er mir auch jetzt im Heilungsprozess beisteht, in jeder Situation, die noch auf mich wartet. Ich kann nur raten, zapfen Sie diese großartige Quelle an. Ihre Margret Trojer
Mit dem ersten Vers dieses Liedes möchte ich auf die letzten 10 Jahre meines Lebens zurückblicken. Am Ewigkeitssonntag waren es genau 10 Jahre, dass Jesus meinen Mann abgerufen und ihn zu sich holte. Ich habe es damals am Sterbebett gesehen. Nach einer sehr tiefen Trauer, die wichtig für mich war, erlebte ich eben genau das, dass Jesus mein Herz und Gemüt Tag und Nacht behütet und bewahrt hat. Er hat in allen Dingen durchgeholfen – ganz viel wurde anders, aber auch wieder gut.
Hab Lob und Ehr, hab Preis und Dank für die bisher´ge Treue, die du, o Gott mir lebenslang bewiesen täglich neue. In mein Gedächtnis schreib ich an: der Herr hat Großes mir getan, bis hierher mir geholfen.
Jetzt nach 10 Jahren hat mich eine schwere Erkrankung überfallen und ich musste viel erleiden, ja ich musste da durch, aber Gottes Treue ist riesengroß und er war spürbar da. Termine flutschten nur so, gute Ärzte waren da, die klar und deutlich sagten, was zu tun ist und ein Heer von Mitbeterinnen und Mitbetern waren mir treu zur Seite. Ein großes Netz war das, stabil und stets bereit vor Gott zu treten und ich mitten drin. Ein Beispiel: Eine Behandlung dauerte 1 Stunde direkt in meinem Krankenhausbett und bereits nach 25 Min spürte ich, das halte ich nicht aus. Schnell schrieb ich kurze what app an 5 Leute um Gebet, dass ich durchhalten kann. 2 davon lasen das sofort und beteten intensiv, das weiß ich, weil ich es augenblicklich spürte und ich hielt durch. Ja der Herr hat Großes sichtbar an mir getan.
Hilf fernerweit, mein treuster Hort, hilf mir zu allen Stunden. Hilf mir an all und jedem Ort, hilf mir durch Jesu Wunden. Damit sag ich bis in den Tod: durch Christi Blut hilft mir mein Gott; er hilft wie er geholfen.
Ja ich bitte Jesus jeden Tag, dass er mir auch jetzt im Heilungsprozess beisteht, in jeder Situation, die noch auf mich wartet. Ich kann nur raten, zapfen Sie diese großartige Quelle an. Ihre Margret Trojer
3 Minuten
Im Mose 1 Kurs von Stufen des Lebens geht es auch um die Berufung des Mose.
Gott spricht Mose aus einem brennenden Dornbusch an und beauftragt ihn, der Führer für das Volk Israel aus der Sklaverei in Ägypten zur Freiheit zu sein.
Mose begegnet diesem Auftrag erst einmal mit Widerstand. Obwohl Gott sich ganz am Anfang des Gesprächs selbst als der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs vorgestellt hat fragt Mose nach seinem Namen, als Rechtfertigung oder Beleg des Auftrags gegenüber den Israeliten.
Und Gott sagt: Ich bin, der ich bin. Oder gemäß anderer Übersetzung: Ich werde sein, der ich sein werde. Und Mose soll den Israeliten sagen: der „Ich bin da“ hat mich geschickt.
Diese Bezeichnung „ich bin, der ich bin.“ oder auch nur „ich bin“ gibt sich also Gott selbst. Gott offenbart hier sein Wesen, er beschreibt sich.
Erst im Rahmen des Kurses ist mir aufgefallen, wie elementar diese Selbstaussage von Gott für meinen Glauben und mein Vertrauen auf ihn ist.
Gott ist immer da. Seine Anwesenheit hat nichts mit meinem Gefühl, meiner Wahrnehmung zu tun. Der Eindruck, Gott sei mir fern oder Gott würde meine aktuelle Situation nicht sehen ist meine Sicht und nicht die Wahrheit. Gott ist da und sieht.
Gott ist immer der Gleiche und bleibt totzdem zeitgemäß. Weil er und seine Ziele für die Menschen unverändert bestehen kann ich Zusagen, die in der Bibel stehen für mich in Anspruch nehmen. Von Gott erwählt zu sein, sein Wunsch nach Nähe und seine Versprechen für die Zukunft gelten jedem persönlich und über alle Zeit hinweg.
Gerade, wenn wir den Eindruck haben, dass die Welt um uns herum aus den Fugen geht, dass das ins Wanken gerät, was ich für verlässlich gehalten habe, kann ich mir bewusst machen, dass Gott konstant ist. Er wird nicht weniger, nicht unwichtiger und bleibt immer derselbe. Seine Liebe zu uns wird nicht enden oder einschlafen.
Er steht immer, treu und zuverlässig zu seinen Versprechen, sein Wort und seine Natur ändern sich nicht.
Er ist für mich.
Mein Gott ist da.
Eine gute Woche wünscht Euch Christine Sommer
Gott spricht Mose aus einem brennenden Dornbusch an und beauftragt ihn, der Führer für das Volk Israel aus der Sklaverei in Ägypten zur Freiheit zu sein.
Mose begegnet diesem Auftrag erst einmal mit Widerstand. Obwohl Gott sich ganz am Anfang des Gesprächs selbst als der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs vorgestellt hat fragt Mose nach seinem Namen, als Rechtfertigung oder Beleg des Auftrags gegenüber den Israeliten.
Und Gott sagt: Ich bin, der ich bin. Oder gemäß anderer Übersetzung: Ich werde sein, der ich sein werde. Und Mose soll den Israeliten sagen: der „Ich bin da“ hat mich geschickt.
Diese Bezeichnung „ich bin, der ich bin.“ oder auch nur „ich bin“ gibt sich also Gott selbst. Gott offenbart hier sein Wesen, er beschreibt sich.
Erst im Rahmen des Kurses ist mir aufgefallen, wie elementar diese Selbstaussage von Gott für meinen Glauben und mein Vertrauen auf ihn ist.
Gott ist immer da. Seine Anwesenheit hat nichts mit meinem Gefühl, meiner Wahrnehmung zu tun. Der Eindruck, Gott sei mir fern oder Gott würde meine aktuelle Situation nicht sehen ist meine Sicht und nicht die Wahrheit. Gott ist da und sieht.
Gott ist immer der Gleiche und bleibt totzdem zeitgemäß. Weil er und seine Ziele für die Menschen unverändert bestehen kann ich Zusagen, die in der Bibel stehen für mich in Anspruch nehmen. Von Gott erwählt zu sein, sein Wunsch nach Nähe und seine Versprechen für die Zukunft gelten jedem persönlich und über alle Zeit hinweg.
Gerade, wenn wir den Eindruck haben, dass die Welt um uns herum aus den Fugen geht, dass das ins Wanken gerät, was ich für verlässlich gehalten habe, kann ich mir bewusst machen, dass Gott konstant ist. Er wird nicht weniger, nicht unwichtiger und bleibt immer derselbe. Seine Liebe zu uns wird nicht enden oder einschlafen.
Er steht immer, treu und zuverlässig zu seinen Versprechen, sein Wort und seine Natur ändern sich nicht.
Er ist für mich.
Mein Gott ist da.
Eine gute Woche wünscht Euch Christine Sommer