Manchmal denke ich, es frisst mich auf...

Manchmal denke ich, es frisst mich auf...

3 Minuten

Beschreibung

vor 2 Jahren

Kennt ihr dieses Gefühl?


Eine Sache, eine Aufgabe, oder jemand nimmt so viel Raum in euch
und um euch herum ein, dass ihr das Gefühl habt ihr seid
vereinnahmt, ja, werdet von diesem aufgefressen?


Dabei war es zu Beginn ganz anders.


Mit Freude, Lust und Begeisterung gestartet; Ideen gehabt; einen
Sinn darin gesehen – auch ganz klar gewusst: das will ich und das
mache ich!


 


Und dann wird es auf einmal ZUUU viel.


Es dauert länger als gedacht.


Anderes kommt noch dazu - Ungeplantes.


Es wird schwieriger, statt einfacher.


Der Verzicht, der zu Beginn im richtigen Maß war, wird übermäßig.


 


Mir geht es immer wieder so.


Und dann?


Ich lerne gerade, dieses Gefühl erst einmal „nur“ wahrzunehmen.


Nicht zu bewerten und leichtfertig Aussagen über mich und andere
zu treffen.


So geht es mir. Ich begegne mir selbst.


 


Dann kommen mir oft ganz viele Geschichten aus der Bibel in den
Sinn, in denen es Menschen genauso ging.


Als erstes kam mir dieses Mal Marta in den Sinn. Ich bin mir
sicher – sie ist voll Enthusiasmus, Freude und mit einem
dienenden Herzen gestartet, als Jesus in ihr Haus kam.


Und dann hat sich dieses „Aufgefressen werden - Gefühl“
herangeschlichen, wurde immer größer, dass hier etwas nicht so
läuft wie sie sich das dachte oder auch einfach die Kraft für
fehlt. Die Sache, die Person, die Aufgabe übernimmt das Regiment.


Was macht sie?


Sie geht zu Jesus – bei ihm platzt es heraus – ihm gegenüber kann
sie sich zeigen.


Auch ich platze bei Jesus. Da bin ich ganz ich. Bei ihm kann ich
schimpfen wie bei keinem anderen. Ohne Blatt vor dem Mund. Ohne
Angst, zu verletzen oder hinterher nicht mehr geliebt zu sein.
Ich weiß: Er hält alles aus – ob wahr oder gefärbt, ob verachtend
oder komplett in Frage stellend. Und er hält es auch aus, wenn
ich immer wieder ihm das gleiche um die Ohren haue und jammere.


 


Er bleibt nicht stumm. So wie er „Marta, Marta“ sagt, sagt er
auch meinen Namen.


Dann taucht Goliath vor meinem inneren Auge auf– wie er dasteht,
ein Riese, und alles überschattet. Die Sonne bedeckt.


Worauf schaue ich?


Und ich höre Jesu Stimme, die sagt: Du musst nicht. Du
entscheidest, was du tust. Höre, was ich für dich heute habe –
das tue.


Der To-do Berg bleibt der gleiche Riese. Die Aufgaben lösen sich
nicht auf. Doch ich habe nun meine Waffenrüstung an, die mir
passt und meine Hand in der des Löwen von Judah, der an meiner
Seite geht.


Ich begegne Gott.


 


Ich lade euch ein, auch in diese Geschichten einzutauchen, sie
vor eurem inneren Auge zu sehen und zu spüren, was Gott euch ins
Herz gibt und ganz persönlich zuspricht.


So können wir getrost und hoffnungsvoll unsere Geschichte mit
Gott schreiben.


Eine gesegnete Woche, Eure Damaris Friedrich

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