Es weihnachtet sehr!
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Beschreibung
vor 2 Jahren
Was, jetzt schon? Wir haben gerade den ersten
Advent? Ganz unüblich, aber am liebsten würde ich
jetzt schon alle Kerzen auch am Weihnachtsbaum
anmachen, die Krippe leuchten lassen.
Warum ist mir so?
Am 1.11. ist meine Mutter nach einem bunten und erfüllten
Leben mit 100 Jahren verstorben. Wir konnten noch im
September ihren Geburtstag mit Kindern und Enkeln feiern, dann
aber wurde ihr Lebenskreis immer kleiner.
Am Ende wurde sie auch immer schwächer, lag im Bett, hat aber nie
geklagt.
Es war der Geist Gottes, der mir an einem Sonntag eingab, sie
zusammen mit meinem Bruder noch einmal zu besuchen. In ihrem
Zimmer war so viel Frieden, der Geist Gottes wirklich spürbar.
Sie selbst erzählte uns, in der Nacht am Kamin in unserem Haus
gesessen zu haben, umgeben von ihren Eltern, meinem Vater und
uns. Sie habe sich gut gefühlt. Nur seien diese, sagte sie, dann
weggegangen, es sei kühl geworden, aber das sei ja eine Erlösung
und mein Vater würde jetzt auf sie warten.
Dann war sie zwischendurch immer mal wieder in dieser
Welt und freute sich sehr, dass mein Bruder und ich
zusammen da waren. Bei einem Besuch am nächsten Tag schlief
sie viel mit einem deutlichen Hinweis, in Ruhe gelassen zu
werden, sie schlafen zu lassen. Eineinhalb Tage später ist sie
friedlich endgültig eingeschlafen.
Ich habe euch nicht gegeben den Geist der Verzagtheit, sondern
der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit. Diese Worte schrieb
sie als Nachlass auf.
Vom Glauben reden war nicht ihr Ding. Aber ich durfte die
Erfahrung machen, dass sie sich
vertrauensvoll
überlassenkonnte. Ob sie spürte, dass der
Vater im Himmel sie sieht, sich
herabneigt, sie liebevoll beim Namen nennt und
sie in ihrem herausfordernden Leben längst mit Liebe, Kraft und
Zuversicht ausgerüstet hat? Ich wünsche es ihr von Herzen und
auch uns, dass wir mit der liebevollen Zartheit Gottes
rechnen.
Ich staune voller Demut, wie
Gott wirklich Seine Geschichte
mit jedem Menschen zu Seiner Zeit schreibt. Uns
individuell, zart ruft und lockt.
Und deswegen war mir so weihnachtlich zumute. In
die große äußere Dunkelheit schien dieses
besondere adventlich-weihnachtlich-österliche
Auferstehungslicht hinein.
(Auf den vielen Autorfahrten habe ich öfter
erlebt, wie dunkle Wolken sich auftaten, das Licht der
Sonne, wenn auch manchmal nur für eine
kurze Zeit schien, als wenn Gott sagte: ich bin
bei euch, hier und in alle Ewigkeit.)
Ich wünsche uns und Ihnen, immer wieder die spürbare Zuversicht
im Vertrauen, dass es in uns weihnachtet. Was ganz klein beginnt
werde in uns dann eine nicht zu beschreibende Auferstehungskraft
hier und in alle Ewigkeit.
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