Alles, was ihr tut, geschehe in Liebe

Alles, was ihr tut, geschehe in Liebe

3 Minuten

Beschreibung

vor 2 Jahren

Könnten wir ein bisschen zusammen träumen?


Wie würde die Welt aussehen, wenn Menschen, bei allem, was sie
tun, nur das Beste für den Anderen im Sinn haben?


Ich sehe Türen ohne Schlösser, weil niemand befürchten muss, dass
eingebrochen wird. Waffen, Militär, Grenzkontrollen gibt es
nicht.


Keiner hat Angst vor anderen Menschen; es gibt kein Misstrauen
oder Vorurteile, denn ich weiß ja, dass der andere mir nichts
Schlechtes will.


Keiner schreibt dem anderen vor, wie er zu sein hat.


Jeder hat die Freiheit so zu leben, mit den Werten, den
Vorstellungen, den Neigungen, wie er will.


Regeln sind überflüssig, weil der Schutz der Schwachen oder
Bedürftigen ganz automatisch erfolgt.


Ein schöner Traum. Leider nur ein Traum.


Vielleicht ahnen Sie schon, worum es geht. Wir sind neu im Jahr
2024 angekommen und die diesjährige Jahreslosung aus 1. Korinther
16,14 ist


Alles, was ihr tut, geschehe in Liebe


Das ist der Aufruf dazu, den Traum zumindest einmal für mich
selbst umzusetzen. Was ich in Liebe tue, das mache ich im
Interesse des anderen, nicht in meinem Interesse.


Manchmal schleicht sich unter dem Deckmantel der Liebe auch
Bevormundung, „besser wissen, was der andere braucht“ ein. Es ist
nicht leicht zu erkennen, wo die Grenze zwischen Liebe und
Machtausübung ist. Je ernster ich meine Werte nehme und je eitler
ich vertrete, dass nur diese richtig sind, desto größer ist die
Gefahr, dass meine Liebe nicht mehr geduldig, freundlich ist,
sondern dass ich mich wichtig mache, mich aufblase, taktlos werde
und eigentlich meinen Vorteil suche. Denn das alles ist nicht
Liebe - nicht meine Erkenntnis, sondern so in 1. Korinther 13
nachzulesen.


Die Jahreslosung stammt aus dem Brief des Paulus an die
Korinther. Die Gemeinde hatte Probleme, man war sich uneins, hat
gestritten. Nach den Grußformeln kommt Paulus direkt zum Thema,
verurteilt die Streitereien und bringt es auf den Punkt: es gibt
nur einen Christus. Er äußert sich dann zu sehr vielen akuten
Problemen und schließlich in Kapitel 13 steht das Hohelied der
Liebe.


Die Jahreslosung stammt aus den Grußformeln am Schluss des
Briefes. Ich würde sagen, der Schlussappell als Zusammenfassung:
Egal, ob ihr im täglichen Miteinander unterschiedliche
Standpunkte habt, ob einer den anderen auch mal unfair behandelt,
auch wenn ihr aus unterschiedlichen Bubbles kommt – so lange
alles was ihr tut in Liebe geschieht, könnte ihr als Gemeinschaft
bestehen und Licht für diese Welt sein.


Ich wünsche Ihnen allen ein gesegnetes Jahr 2024 und hoffe, dass
die Jahreslosung vielen ein Motto für den Umgang miteinander in
Liebe sein wird.


Ihre Christine Sommer

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