Podcaster
Episoden
13.07.2026
1 Minute
Es war heiß und es herrschte reges Treiben in der Fußgängerzone in Heidelberg. Der Passantenstrom wurde jäh unterbrochen durch den Blick auf die Providenzkirche.
Farbenfrohe Plakate, Fahnen und Schleifen, einladend offene Türen ließen die Passanten innehalten, zu fragen was denn hier los sei.
„Einfach heiraten“ hieß die deutschlandweite Aktion, sich trauen zu lassen.
Schnell waren wir schon vor der Tür in persönlichen Gesprächen.
Als dann auch noch die Möglichkeit eröffnet wurde, eine Beziehung von zwei Menschen einfach mal segnen zu lassen ob nach langen Jahren oder zum ersten Mal oder sich als einzelner Mensch jetzt und mitten im Leben segnen zu lassen, wurde sichtbar Sehnsucht geweckt.
Oft ganz entschlossen betraten dann die Menschen den Innenraum der Providenzkirche. Kleine Sträußchen an den Bankreihen, liebevolle kleine runde Tische für Gespräche. Luftballons und Sonnenblumen strahlten vom Altar.
Im Poividenzgarten stand ein weiterer Altar, einladend geschmückt, im Gemeindehaus luden Getränke und Köstlichkeiten zum Verweilen und Feiern ein.
Auch in den Gesichtern der Pfarrpersonen und Mitarbeitenden spiegelte sich die freudige und erwartungsfrohe Haltung wider.
Es war ein festlicher Raum. Ich hatte den Eindruck, die Liebe, Schönheit, die Weite Gottes war hörbar und spürbar.
Der Glanz der Liebe war sichtbar in den Gesichtern.
Fröhliches Gelächter wechselte mit einer ganz ehrlichen Tiefe, Freud und Leid von Lebenswegen gleichermaßen widerspiegelnd.
Stille, Betriebsamkeit und musikalische Klänge wechselten sich ab.
Der Geist Gottes weht, wann er will, wie er will und wo er will. Es ist ein Geschenk, diesem beim Wirken zuschauenzu dürfen. Nicht zu verschweigen ist der vorherige Aufwand. Aber mit Segen ist oft auch viel Schweiß verbunden.
Mich berührt: Mitten im Unterwegssein, mitten im Leben voller Hochs und Tiefs können Räume entstehen, einladend und schön, fantasievoll und festlich gestaltet.
Wundervoll, wenn die Sehnsucht Gottes mit der Sehnsucht des Menschen in Berührung kommt.
Wenn in einer solchen Umgebung auch das Leid in den Leben der Menschen zur Sprache kommen darf, die Auferstehungskraft, der Heilige Geist, Heilendes, Versöhnendes, wie neues Leben schafft.
Ob das für uns alle eine Ermutigung sein kann, viel mehr mit Räumen und Möglichkeiten des Heiligen zu rechnen, sie zu entdecken im Großen und im Kleinen?
Diese Sehnsucht wünsche ich uns allen, Isabel Prinzessin zu Löwenstein, Heidelberg
Farbenfrohe Plakate, Fahnen und Schleifen, einladend offene Türen ließen die Passanten innehalten, zu fragen was denn hier los sei.
„Einfach heiraten“ hieß die deutschlandweite Aktion, sich trauen zu lassen.
Schnell waren wir schon vor der Tür in persönlichen Gesprächen.
Als dann auch noch die Möglichkeit eröffnet wurde, eine Beziehung von zwei Menschen einfach mal segnen zu lassen ob nach langen Jahren oder zum ersten Mal oder sich als einzelner Mensch jetzt und mitten im Leben segnen zu lassen, wurde sichtbar Sehnsucht geweckt.
Oft ganz entschlossen betraten dann die Menschen den Innenraum der Providenzkirche. Kleine Sträußchen an den Bankreihen, liebevolle kleine runde Tische für Gespräche. Luftballons und Sonnenblumen strahlten vom Altar.
Im Poividenzgarten stand ein weiterer Altar, einladend geschmückt, im Gemeindehaus luden Getränke und Köstlichkeiten zum Verweilen und Feiern ein.
Auch in den Gesichtern der Pfarrpersonen und Mitarbeitenden spiegelte sich die freudige und erwartungsfrohe Haltung wider.
Es war ein festlicher Raum. Ich hatte den Eindruck, die Liebe, Schönheit, die Weite Gottes war hörbar und spürbar.
Der Glanz der Liebe war sichtbar in den Gesichtern.
Fröhliches Gelächter wechselte mit einer ganz ehrlichen Tiefe, Freud und Leid von Lebenswegen gleichermaßen widerspiegelnd.
Stille, Betriebsamkeit und musikalische Klänge wechselten sich ab.
Der Geist Gottes weht, wann er will, wie er will und wo er will. Es ist ein Geschenk, diesem beim Wirken zuschauenzu dürfen. Nicht zu verschweigen ist der vorherige Aufwand. Aber mit Segen ist oft auch viel Schweiß verbunden.
Mich berührt: Mitten im Unterwegssein, mitten im Leben voller Hochs und Tiefs können Räume entstehen, einladend und schön, fantasievoll und festlich gestaltet.
Wundervoll, wenn die Sehnsucht Gottes mit der Sehnsucht des Menschen in Berührung kommt.
Wenn in einer solchen Umgebung auch das Leid in den Leben der Menschen zur Sprache kommen darf, die Auferstehungskraft, der Heilige Geist, Heilendes, Versöhnendes, wie neues Leben schafft.
Ob das für uns alle eine Ermutigung sein kann, viel mehr mit Räumen und Möglichkeiten des Heiligen zu rechnen, sie zu entdecken im Großen und im Kleinen?
Diese Sehnsucht wünsche ich uns allen, Isabel Prinzessin zu Löwenstein, Heidelberg
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06.07.2026
1 Minute
Auch noch 1 Woche danach geht mir der Predigttext vom letzten Sonntag nach. Warum? Weil er so aktuell und wichtig ist. Weil ich in meinem Alltag ganz konkret immer wieder damit konfrontiert werde: in den Begegnungen mit einzelnen Menschen, in der Dynamik von Gruppen und auch beim Wahrnehmen der Menschen um mich herum.
Vielleicht seid ihr schon neugierig, um welchen Text es geht… - Ein Abschnitt aus der Feldrede des Lukas-Evangeliums: Verurteilt nicht andere - Lukas 6,36-42.
Bei Stufen bewegen wir eigentlich immer Erzählungen aus der Bibel, in denen Menschen Begegnungen mit Gott-Vater, Jesus oder dem Heiligen Geist haben. Auch wenn wir in manchen Kursen mit Gleichnissen unterwegs sind, gehört die Begegnung mit dem, der sie erzählt - Jesus - ganz ausschlaggebend mit dazu. So ist es auch bei der Feldrede. Nicht irgendein Mensch in der Bibel hält diese Rede, sondern Jesus selbst. Damit bekommt sie eine Kraft und Autorität, der ich mich nicht entziehen kann. Jesus spricht hier zu einer großen Schar seiner Jünger und richtet klare, konkrete Worte an sie - und so auch an uns.
Wenn ich diese Rede lese, begegne ich Jesus, Gott selbst, und Seinem Herzensanliegen, wie wir auf Erden leben sollen - auch miteinander - und zwar nicht nur unter den „Gleichgesinnt-Gläubigen“, sondern untereinander - auch mit unseren „Feinden“.
Sie wird mir zum Spiegel, in dem ich mich erkenne:
mit meiner Sehnsucht nach einer Welt, in der die Liebe füreinander und für Gott größer ist als alles andere
und mit meinen Grenzen der Liebe und meiner Bedürftigkeit nach Gottes Wirken IN mir.
Ein Satz daraus prägt mich: Seid barmherzig, so wie euer Vater barmherzig ist. LK6,36
Wir haben einen unglaublich barmherzigen Vater. Einen, der immer wieder kommt und uns sucht, uns ruft, in den Arm nimmt, bevor wir etwas „checken“, bevor wir die „sauberen Kleider“ anhaben und uns rausgeputzt haben, richtig verhalten und was auch immer man noch an Maßstäben anlegen kann, damit man meint: Gott kommt nun.
NEIN - ER ist es, der den Tod, das Dunkle überwunden hat, der in unsere zerbrochene Welt gekommen ist, damit er mit uns sein kann - bevor wir irgendwas getan haben.
Das gilt es immer wieder zu „begreifen“, zu bewegen, zu meditieren - mir auch einzugestehen: NICHT ICH, SONDERN ER hat getan, überwunden, mich gefunden, mich zuerst geliebt - deshalb kann ich gar nicht anders und will ich lieben, barmherzig sein und Menschen nicht ver- oder beurteilen. Deshalb ist es nicht an mir zu richten - sondern ER allein ist der Richter auf dem Thron.
Dass wir diese Woche entdecken, wie barmherzig UNSER VATER ist - das wünsche ich uns von Herzen.
Seid gesegnet,
Eure Damaris Friedrich
Vielleicht seid ihr schon neugierig, um welchen Text es geht… - Ein Abschnitt aus der Feldrede des Lukas-Evangeliums: Verurteilt nicht andere - Lukas 6,36-42.
Bei Stufen bewegen wir eigentlich immer Erzählungen aus der Bibel, in denen Menschen Begegnungen mit Gott-Vater, Jesus oder dem Heiligen Geist haben. Auch wenn wir in manchen Kursen mit Gleichnissen unterwegs sind, gehört die Begegnung mit dem, der sie erzählt - Jesus - ganz ausschlaggebend mit dazu. So ist es auch bei der Feldrede. Nicht irgendein Mensch in der Bibel hält diese Rede, sondern Jesus selbst. Damit bekommt sie eine Kraft und Autorität, der ich mich nicht entziehen kann. Jesus spricht hier zu einer großen Schar seiner Jünger und richtet klare, konkrete Worte an sie - und so auch an uns.
Wenn ich diese Rede lese, begegne ich Jesus, Gott selbst, und Seinem Herzensanliegen, wie wir auf Erden leben sollen - auch miteinander - und zwar nicht nur unter den „Gleichgesinnt-Gläubigen“, sondern untereinander - auch mit unseren „Feinden“.
Sie wird mir zum Spiegel, in dem ich mich erkenne:
mit meiner Sehnsucht nach einer Welt, in der die Liebe füreinander und für Gott größer ist als alles andere
und mit meinen Grenzen der Liebe und meiner Bedürftigkeit nach Gottes Wirken IN mir.
Ein Satz daraus prägt mich: Seid barmherzig, so wie euer Vater barmherzig ist. LK6,36
Wir haben einen unglaublich barmherzigen Vater. Einen, der immer wieder kommt und uns sucht, uns ruft, in den Arm nimmt, bevor wir etwas „checken“, bevor wir die „sauberen Kleider“ anhaben und uns rausgeputzt haben, richtig verhalten und was auch immer man noch an Maßstäben anlegen kann, damit man meint: Gott kommt nun.
NEIN - ER ist es, der den Tod, das Dunkle überwunden hat, der in unsere zerbrochene Welt gekommen ist, damit er mit uns sein kann - bevor wir irgendwas getan haben.
Das gilt es immer wieder zu „begreifen“, zu bewegen, zu meditieren - mir auch einzugestehen: NICHT ICH, SONDERN ER hat getan, überwunden, mich gefunden, mich zuerst geliebt - deshalb kann ich gar nicht anders und will ich lieben, barmherzig sein und Menschen nicht ver- oder beurteilen. Deshalb ist es nicht an mir zu richten - sondern ER allein ist der Richter auf dem Thron.
Dass wir diese Woche entdecken, wie barmherzig UNSER VATER ist - das wünsche ich uns von Herzen.
Seid gesegnet,
Eure Damaris Friedrich
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29.06.2026
1 Minute
Kürzlich haben wir unseren 39. Hochzeitstag gefeiert! Ich finde, das ist eine ganz schön lange Zeit, in der wir nun schon gemeinsam durch’s Leben gehen – starker Grund zur Dankbarkeit!
Wir haben viel miteinander erlebt, freuen uns an unserem Miteinander und reiben uns natürlich auch immer wieder an unserer Unterschiedlichkeit - bis wir wieder feststellen, dass wir uns letztendlich darin auch gut ergänzen können.
39 Jahre verheiratet sein… ein Weg mit Höhen und Tiefen. Es gibt eben nicht nur die „Hoch-Zeiten“ – da gibt es auch den Alltag mit seinen Stimmungsschwankungen, der Meinungsverschiedenheiten, dem „Nicht-verstehen“…
Und dann gilt es wieder, den anderen neu anzunehmen, Kompromisse zu schließen und manchmal auch um Verzeihung zu bitten und Vergebung in Anspruch zu nehmen.
Wie gut, dass wir vor 39 Jahren eine klare Entscheidung füreinander getroffen haben: „JA, ich will dir treu sein – mit Gottes Hilfe!“
Es ist so wertvoll, dass Gott der verbindende in unserer Mitte ist!
Der Andere kann nicht immer meinen Wunschvorstellungen entsprechen!
So erlebe ich das auch in meiner Gottesbeziehung - Gott reagiert nicht immer so, wie ich mir das vorstelle! Fragen und Gebete bleiben manchmal unbeantwortet – oder es geschieht anders, als ich mir das gewünscht hätte.
Da ist dann mein „Dranbleiben“, meine Treue gefordert!
Ich kann jeden Tag neu den Entschluss fassen: „JA HERR, ich will dir treu sein, mein Leben mit dir zusammen gestalten und auf deine Stimme hören, dir vertrauen – dich HERR sein lassen!“
Und wie sieht unsere Gottesbeziehung anders herum aus?
Wie oft entsprechen wir wohl nicht Gottes Vorstellungen??!
Wie oft lassen wir IHM wenig Raum, dass ER hineinsprechen kann in unsere Gedanken und Pläne – oder können IHM nicht vertrauen?!
Und trotzdem hält ER zu uns - bleibt uns immer treu!
Sein großes Ja, das ER uns von Anfang an gegeben hat, gilt für alle Zeiten!
Wir dürfen uns auf IHN und Sein Wort verlassen, in dem ER uns zusagt:
„Ich bin der HERR, der barmherzige und gnädige Gott. Meine Geduld ist groß, meine Liebe und Treue kennen kein Ende!“ 2.Mose 34,6 HfA
Mit diesem treuen Gott können wir gut leben!!!
Herzliche Segensgrüße von Ute Wolf
Wir haben viel miteinander erlebt, freuen uns an unserem Miteinander und reiben uns natürlich auch immer wieder an unserer Unterschiedlichkeit - bis wir wieder feststellen, dass wir uns letztendlich darin auch gut ergänzen können.
39 Jahre verheiratet sein… ein Weg mit Höhen und Tiefen. Es gibt eben nicht nur die „Hoch-Zeiten“ – da gibt es auch den Alltag mit seinen Stimmungsschwankungen, der Meinungsverschiedenheiten, dem „Nicht-verstehen“…
Und dann gilt es wieder, den anderen neu anzunehmen, Kompromisse zu schließen und manchmal auch um Verzeihung zu bitten und Vergebung in Anspruch zu nehmen.
Wie gut, dass wir vor 39 Jahren eine klare Entscheidung füreinander getroffen haben: „JA, ich will dir treu sein – mit Gottes Hilfe!“
Es ist so wertvoll, dass Gott der verbindende in unserer Mitte ist!
Der Andere kann nicht immer meinen Wunschvorstellungen entsprechen!
So erlebe ich das auch in meiner Gottesbeziehung - Gott reagiert nicht immer so, wie ich mir das vorstelle! Fragen und Gebete bleiben manchmal unbeantwortet – oder es geschieht anders, als ich mir das gewünscht hätte.
Da ist dann mein „Dranbleiben“, meine Treue gefordert!
Ich kann jeden Tag neu den Entschluss fassen: „JA HERR, ich will dir treu sein, mein Leben mit dir zusammen gestalten und auf deine Stimme hören, dir vertrauen – dich HERR sein lassen!“
Und wie sieht unsere Gottesbeziehung anders herum aus?
Wie oft entsprechen wir wohl nicht Gottes Vorstellungen??!
Wie oft lassen wir IHM wenig Raum, dass ER hineinsprechen kann in unsere Gedanken und Pläne – oder können IHM nicht vertrauen?!
Und trotzdem hält ER zu uns - bleibt uns immer treu!
Sein großes Ja, das ER uns von Anfang an gegeben hat, gilt für alle Zeiten!
Wir dürfen uns auf IHN und Sein Wort verlassen, in dem ER uns zusagt:
„Ich bin der HERR, der barmherzige und gnädige Gott. Meine Geduld ist groß, meine Liebe und Treue kennen kein Ende!“ 2.Mose 34,6 HfA
Mit diesem treuen Gott können wir gut leben!!!
Herzliche Segensgrüße von Ute Wolf
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22.06.2026
1 Minute
Wir alle haben Ressourcen, die wir einsetzen können und sollen. Sie sind sehr vielseitig und reichen von Begabungen, über Wissen, materielle Mittel, Beziehungen bis hin zu Zeit.
Im Laufe unseres Lebens kann es auch Veränderungen geben. Entweder weil ich neue Begabungen entdecke oder mein Wissen erweitere, aber auch, weil vielleicht meine körperliche Leistungsfähigkeit sinkt, ich aber dafür mehr Einfühlungsvermögen und Zeit für Gebet für andere aufbringe.
Alle Ressourcen haben gemeinsam, dass sie einen begrenzten Umfang haben. Gerade bei Zeit und Geld stoßen wir immer wieder an diese Begrenzung. Und damit müssen wir entscheiden, wo und wie wir sie verwenden.
Jesus erzählt in Matt. 25 ein Gleichnis von einem Mann, der ins Ausland reist und seinen Dienern sein Vermögen anvertraut. Zwei der Diener handeln mit dem Anvertrauten, können dieses verdoppeln und der Herr lobt sie dafür. Der dritte Diener vergräbt das Geld und kann deshalb keinen Zuwachs vorweisen. Dies kritisiert der Herr nach seiner Rückkehr sehr stark.
Was schließe ich aus diesem Gleichnis?
Grundsätzlich sollte ich mir bewusst sein, dass mir meine Ressourcen nur anvertraut sind. Sie sind nicht meins. Für andere mag dieser Unterschied nicht zu erkennen sein, aber es geht – wie so oft in unserer Beziehung zu Gott – um die Haltung und um die Ehrlichkeit mir selbst und Gott gegenüber. Fühlt es sich für mich an, als müsste ich etwas von mir hergeben oder setze ich das Anvertraute ein? Ist das oberste Ziel die Vermehrung des Reichtums meines Herrn oder möchte ich eher etwas für mich, mein Ego erreichen? Will ich möglichst genau bestimmen, wie mein Geld oder meine Gaben eingesetzt werden oder bin ich bereit loszulassen.
Ich würde mir wünschen, dass Gott mir konkreter zeigt, was gerade am wichtigsten ist. Aber oft ist es eher wie im Gleichnis: Der Mann, der ins Ausland verreist ist, ist nicht erreichbar für Rückfragen und es liegt in meiner Verantwortung, mit dem Anvertrauten in seinem Sinn umzugehen.
Wir erfahren im Gleichnis nicht, wie die erfolgreichen Diener die Vermehrung schaffen. Das Geheimnis hinter Wachstum und Vervielfältigung bleibt verborgen. Das Wesentliche scheint zu sein, das Anvertraute einzusetzen. Die große Kritik bezieht sich darauf, Gaben zu vergraben.
Ich soll meinen Verstand und mein Herz nutzen, um zu entscheiden, was und wofür ich mich gerade einsetze. Ich darf darauf vertrauen, dass Leiter und Leiterinnen die Weisheit haben, Mittel richtig zu priorisieren. Und ich glaube daran, dass Gott alle Möglichkeiten hat mich und andere in die richtige Richtung zu leiten, wenn ich meine Schwerpunkte falsch legen würde.
Ich wünsche uns allen, dass es uns gelingt mit unseren Talenten zu wuchern.
Eure Christine Sommer
Im Laufe unseres Lebens kann es auch Veränderungen geben. Entweder weil ich neue Begabungen entdecke oder mein Wissen erweitere, aber auch, weil vielleicht meine körperliche Leistungsfähigkeit sinkt, ich aber dafür mehr Einfühlungsvermögen und Zeit für Gebet für andere aufbringe.
Alle Ressourcen haben gemeinsam, dass sie einen begrenzten Umfang haben. Gerade bei Zeit und Geld stoßen wir immer wieder an diese Begrenzung. Und damit müssen wir entscheiden, wo und wie wir sie verwenden.
Jesus erzählt in Matt. 25 ein Gleichnis von einem Mann, der ins Ausland reist und seinen Dienern sein Vermögen anvertraut. Zwei der Diener handeln mit dem Anvertrauten, können dieses verdoppeln und der Herr lobt sie dafür. Der dritte Diener vergräbt das Geld und kann deshalb keinen Zuwachs vorweisen. Dies kritisiert der Herr nach seiner Rückkehr sehr stark.
Was schließe ich aus diesem Gleichnis?
Grundsätzlich sollte ich mir bewusst sein, dass mir meine Ressourcen nur anvertraut sind. Sie sind nicht meins. Für andere mag dieser Unterschied nicht zu erkennen sein, aber es geht – wie so oft in unserer Beziehung zu Gott – um die Haltung und um die Ehrlichkeit mir selbst und Gott gegenüber. Fühlt es sich für mich an, als müsste ich etwas von mir hergeben oder setze ich das Anvertraute ein? Ist das oberste Ziel die Vermehrung des Reichtums meines Herrn oder möchte ich eher etwas für mich, mein Ego erreichen? Will ich möglichst genau bestimmen, wie mein Geld oder meine Gaben eingesetzt werden oder bin ich bereit loszulassen.
Ich würde mir wünschen, dass Gott mir konkreter zeigt, was gerade am wichtigsten ist. Aber oft ist es eher wie im Gleichnis: Der Mann, der ins Ausland verreist ist, ist nicht erreichbar für Rückfragen und es liegt in meiner Verantwortung, mit dem Anvertrauten in seinem Sinn umzugehen.
Wir erfahren im Gleichnis nicht, wie die erfolgreichen Diener die Vermehrung schaffen. Das Geheimnis hinter Wachstum und Vervielfältigung bleibt verborgen. Das Wesentliche scheint zu sein, das Anvertraute einzusetzen. Die große Kritik bezieht sich darauf, Gaben zu vergraben.
Ich soll meinen Verstand und mein Herz nutzen, um zu entscheiden, was und wofür ich mich gerade einsetze. Ich darf darauf vertrauen, dass Leiter und Leiterinnen die Weisheit haben, Mittel richtig zu priorisieren. Und ich glaube daran, dass Gott alle Möglichkeiten hat mich und andere in die richtige Richtung zu leiten, wenn ich meine Schwerpunkte falsch legen würde.
Ich wünsche uns allen, dass es uns gelingt mit unseren Talenten zu wuchern.
Eure Christine Sommer
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15.06.2026
1 Minute
Vor zwei Wochen habe ich das minimalistischste Bodenbild von Stufen des Lebens gesehen. Auf einer blauen Baumatte lag ein Holzstöckchen und sonst nichts. Also superminimalistisch. Damit stiegen wir in den Männerkurs ein mit dem Thema: „Ist das Leben eine Baustelle?“ Entwickelt von einem Mann, unterstützt von einigen anderen. Premiere mit 16 Männern. Die Bodenbildbeschreibung fiel kurz aus. Das Nachsinnen umso länger. Christoph Wiemann, der Entwickler dieses Kurses zum Nehemiabuch, fügte nach einiger Zeit des Rätselns links des Stöckchens eine Jahreszahl, 1964, hinzu und rechts vom Stöckchen die ersten beiden Ziffern einer zweiten Jahreszahl 2 und 0. Da fiel bei allen der Groschen. Das Holzstöckchen steht für den Bindestrich zwischen dem Geburtsjahr und dem noch offenen Todesjahr. Bei Stufen des Lebens geht es immer um uns selbst. Was macht das mit mir, wenn ich mich meinem Bindestrich zuwende. Also meinem bisher schon gelebten Leben und dem, was noch vor mir liegt. Von dem ich nicht weiß, wie lange es noch währen wird. Wir fragen nach uns selbst. Nach dem, was wir bereits gelebt haben, das Schöne und das Schwere. Wir fragen, wozu wir da sind. Haben wir eine Bestimmung? Was würde fehlen, wenn unsere Stimme fehlen würde?
Zwei Jahreszahlen mit einem Bindestrich dazwischen. So knapp kann ein Leben umschrieben werden. So steht es auf Grabkreuzen und Grabsteinen. Zum Bindestrich des gelebten Lebens steht nichts auf dem Grab.
Als Pfarrer habe ich viele Menschen bestattet. Immer versuche ich dann den Bindestrich des Lebens in der Horizontale mit einem Bindestrich senkrecht dazu zu ergänzen. Das ergibt ein Kreuz. So wird ja das Todesjahr auf den Grabsteinen angezeigt. Mich bewegt, was das Kreuz von Jesus mit dem Verstorbenen zu tun hatte. Ich will unsere begrenzte Zeit mit der Ewigkeit Gottes in einen Dialog bringen. Das Kreuz steht beim Todestag. Beim Tag der Geburt dagegen steht ein Stern. Das erinnert mich. Bei einem Neugeborenen sagt man: sie oder er hat das Licht der Welt erblickt. Könnte der Stern beim Geburtstag nicht auch sagen: Mit deiner Geburt ist ein Stern aufgegangen. Du hast ein Licht in die Welt gebracht. So möchte ich mein Leben und das der anderen anschauen. Welcher Stern ist mit dir und mit mir in die Welt gekommen? Über deinem und meinem Stern sehe ich den Stern von Bethlehem. Der ist uns allen aufgegangen.
Trag in die Welt nun dein Licht und sei herzlich gegrüßt
Hans-Martin Steffe, Linkenheim-Hochstetten
Zwei Jahreszahlen mit einem Bindestrich dazwischen. So knapp kann ein Leben umschrieben werden. So steht es auf Grabkreuzen und Grabsteinen. Zum Bindestrich des gelebten Lebens steht nichts auf dem Grab.
Als Pfarrer habe ich viele Menschen bestattet. Immer versuche ich dann den Bindestrich des Lebens in der Horizontale mit einem Bindestrich senkrecht dazu zu ergänzen. Das ergibt ein Kreuz. So wird ja das Todesjahr auf den Grabsteinen angezeigt. Mich bewegt, was das Kreuz von Jesus mit dem Verstorbenen zu tun hatte. Ich will unsere begrenzte Zeit mit der Ewigkeit Gottes in einen Dialog bringen. Das Kreuz steht beim Todestag. Beim Tag der Geburt dagegen steht ein Stern. Das erinnert mich. Bei einem Neugeborenen sagt man: sie oder er hat das Licht der Welt erblickt. Könnte der Stern beim Geburtstag nicht auch sagen: Mit deiner Geburt ist ein Stern aufgegangen. Du hast ein Licht in die Welt gebracht. So möchte ich mein Leben und das der anderen anschauen. Welcher Stern ist mit dir und mit mir in die Welt gekommen? Über deinem und meinem Stern sehe ich den Stern von Bethlehem. Der ist uns allen aufgegangen.
Trag in die Welt nun dein Licht und sei herzlich gegrüßt
Hans-Martin Steffe, Linkenheim-Hochstetten
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Stufen.aufs.Ohr – Stufen zum Lauschen - für Zwischendurch jede
Woche 3 gute Minuten mit verschiedenen Impulsgebenden
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