Episoden

Pfingsten
18.05.2026
1 Minute
Letzte Woche war ich auf dem Katholikentag in Würzburg und bin noch ganz erfüllt von den vielen Begegnungen an unserem Stand auf der Kirchenmeile, an dem wir mit Menschen über unsere Kurse ins Gespräch kamen.


Mit unserem Glücksrad luden wir jeden - klein und groß - ein, zu entdecken, welcher Segen aus den biblischen Geschichten in unser Leben fließt.


So manches Gesicht zieht noch durch meine Gedanken, manches Lächeln, manche Träne und manches Gespräch, das ganz ehrlich und tief war.


Heute morgen mit dem Blick auf Pfingsten - auch der Geburtstag der Kirche genannt - sehe ich die vielen Menschen, die sich zu diesem „Kirchen-Fest“ versammelt hatten unter dem Motto „Habe Mut, steh auf“. Beides passt so sehr zu dem, auf das wir nun zugehen und in einigen Tagen feiern werden.


Viele verschiedene Menschen kamen damals in Jerusalem zusammen. Jeder davon mit seinem persönlichen „Lebenspäckchen“, seiner Sehnsucht, seiner Suche nach Gemeinschaft, Hoffnung, Erlösung in einer Welt, die sicherlich nicht leichter zu tragen war als unsere heute.


Die Jünger mit wenig Mut im Herzen, versammelt in ihrem „Obergemach“. Wartend, was kommen wird.


Und dann kam der, den Jesus versprochen hatte:


Es kam der Geist Gottes. Es kam der, der bleiben wird und nicht wieder gehen wird, der uns belebt und der uns tröstet - so hatte es Jesus seinen Jüngern versprochen.


Der Geist kam, in einem Brausen, erfüllte die Jünger und sie hatten Mut, Kraft und Freude und standen auf, verließen ihr Haus, um von dem zu erzählen, das sie erlebt und erkannt hatten - von Jesus Christus, der Auferstehung und dem Leben.


 Bis heute erleben wir das: Der Geist Gottes kommt.


Manchmal säuselnd wie bei Elia in der Höhle: sanft und zart, Wunden versorgend, dass wir wieder Lebensmut bekommen.


Manchmal brausend und aufwühlend, wie damals bei den Jüngern: alles steht Kopf und wir können nicht anders, als zu bekennen: Jesus ist Herr!


Manchmal mitten im Alltag mit einem kurzen Satz, der Situationen sprengen kann, ohne dass Beziehungen gesprengt werden.


Manchmal mit Entspannung, weil ich wieder entdecke: ER ist der Herr, der HERR, der mich sucht, der mich findet, der mich stärkt, der mich hält, der mich versorgt und ich MUSS NICHT…


 Wo der Geist Gottes ist, lesen wir im Galaterbrief, da ist Freiheit, da ist Liebe, da ist Geduld, da ist Selbstbeherrschung, da ist Freude, Güte, Freundlichkeit, Sanftmut und Friede.


Beim Katholikentag habe ich diesen Frieden und diese Freude in den Begegnungen erlebt: Der Friede zog beim Erzählen von Jesus, beim Segnen der Menschen im Herzen ein und ich hoffe und bete, dass diese Früchte weiter wachsen und sich vermehren zum Segen vieler - denn das ist Pfingsten: Der Geist ist spürbar und verbreitet die Gute Nachricht hinaus zu allen Menschen.


Ich wünsche uns, dass wir Gottes Geist erleben - vielleicht ganz neu, ganz anders als bisher in diesen Pfingsttagen.


Viele Grüße, Damaris Friedrich
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Freude ohne Ende?!
11.05.2026
3 Minuten
Kürzlich bin ich an einer Aufforderung der Bibel hängen geblieben: „Seid allezeit fröhlich!“


Da regt sich Widerstand in mir: Wie soll das denn gehen??? Ich kann doch nicht immer fröhlich sein – es gibt genug Situationen im Alltag, die mich nicht zur Freude und zum fröhlich sein animieren!


Ich werde neugierig… will der Freude auf die Spur kommen… und entdecke beim Bibellesen, dass bei Gott viel Freude ist.


ER freut sich riesig, wenn ein Mensch sich Ihm zuwendet, Beziehung mit Ihm leben möchte. Das ist vielleicht Gottes größte Freude!


Und es macht Ihm Freude, wenn wir Ihn um etwas bitten! Er liebt es, uns zu beschenken! Jesus fordert uns direkt auf: „Bittet, und ihr werdet empfangen, damit eure Freude vollkommen werde!“ Johannes 16,24


Im Nachdenken, was Gott mir schon alles geschenkt hat, fällt mir immer mehr ein - das macht mich dankbar und ich merke, wie aus der Dankbarkeit die Freude wächst.


Gott hat seinen Sohn auf diese Erde geschickt, um uns seine große Liebe durch ihn zu zeigen! Und Jesus bezeugt diese Liebe zu uns in Johannes 15: „Wie der Vater mich geliebt hat, so habe ich euch geliebt. Bleibt in meiner Liebe! …dies alles sage ich aus einem Grund: Euch soll meine Freude erfüllen, damit eure Freude überfließt!“


Vielleicht ist genau das ein Schlüssel für die Freude: in Jesu Liebe zu bleiben!


Seine Liebe immer wieder neu in uns aufzunehmen und darin zu leben!


Ja, mit Jesus zieht Freude in unser Herz ein!!


Ich kann es direkt spüren, wenn ich mit Gott rede, wenn ich Ihm meine Anliegen mitteile oder meinen Dank bringe… wie die Freude und der Friede bei mir einzieht und sich ausbreitet.


Auch in Traurigkeit und notvollen Zeiten können wir uns an Gott und in Ihm freuen in der Gewissheit, dass ER da ist, mitfühlt und Neues schaffen kann und wird!


Die Osterfreude darf immer wieder neu aufleben: wir haben einen auferstandenen HERRN, der lebt – der durch den Heiligen Geist immer da ist, wenn wir ihn einladen in unser Leben, in unseren Alltag – auch in schwere Situationen hinein!


Wir haben einen Gott, der FÜR UNS ist!! Wenn das nicht Grund zur Freude ist!!


Ich wünsche euch gute Entdeckungen mit der Freude!


Herzliche Grüße von Ute Wolf
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Unter Druck
04.05.2026
1 Minute
Manchmal kommen wir in Situationen, denen wir uns nicht gewachsen fühlen. Wir sehen keinen Ausweg oder andere wollen etwas von uns, dass wir nicht geben können oder möchten. Wir fühlen uns angegriffen oder überfordert.


Was machen wir, wenn die Stimmung aufgeheizt ist? Wenn wir glauben, dass uns sowieso keiner mehr zuhört oder uns das Herz bis zum Hals schlägt.


Mir fällt die Geschichte von Jesus und der Ehebrecherin ein, die in Johannes, Kapitel 8 steht.


Jesus war im Tempel und das Volk kam zu ihm und er lehrte sie. Eine schöne, eine entspannte Situation. Und dann ändert sich die Szene komplett. Die Schriftgelehrten und die Pharisäer bringen eine Frau, die man beim Ehebruch ertappt hat und stellen sie in die Mitte, präsentieren sie und konfrontieren Jesus mit Fragen: Mose hat geboten, solche Frauen zu steinigen, also ohne weitere Verzögerung zu töten. Was sagst Du?


In der Bibel steht auch, dass sie das sagten, damit sie etwas hätten, um ihn zu verklagen. Es geht also nicht um die Sache. Es geht auch nicht um die Frau. Sie ist nur Mittel zum Zweck. Ihre Geschichte soll dazu dienen, Jesus eine Falle zu stellen.


Ich kann spüren, wie die Stimmung kippt. Wie aus einer Lehrstunde eine todesbedrohliche Situation entsteht, wie viel Druck aufgebaut ist.


Und Jesus bückt sich nieder und schreibt mit dem Finger auf die Erde.


Wie kann mir dieses Beispiel helfen, wenn ich mich unter Druck gesetzt fühle?


Ich muss nicht direkt reagieren. Ich muss die Sache auch nicht sofort lösen. Jesus zieht die Aufmerksamkeit weg von der Frau und nimmt sich die Zeit etwas völlig anderes, verspielt und nutzlos wirkendes zu tun.


Ich kann in meinem Kopf auch Jesus in den Fokus stellen. Atmen wir durch, wiederholen wir im Kopf eine Zusage Gottes, die uns einfällt. Übergeben wir im Gebet die Situation an Jesus. Wenn es möglich ist, schreiben wir den Zuspruch, der uns einfällt auf ein Blatt Papier. Oder wir malen den Liedvers, der uns ermutigen kann mit dem Finger auf unser Hosenbein.


Die Pharisäer und Schriftgelehrten in der Bibel geben nicht so schnell auf. Auch das werden wir erleben. Aber wir können durch den Fokus auf Jesus wieder freier atmen und wir dürfen darauf vertrauen, dass Gottes Geist uns unterstützt. Durch Ruhe, durch innere Gelassenheit oder auch durch die Wahl der richtigen Worte.


Jesus antwortet den Herausforderern schließlich: Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein. Jesus gelingt es, mit diesem Satz weder selbst zum Angriffspunkt zu werden noch die Frau ungeschützt auszuliefern.


Ich bin mir bewusst, dass wir nicht in jeder Situation eine solche weise, schnelle und wunderbare Lösung erhalten werden. Aber wir haben immer die Chance den Druck herauszunehmen und uns an Gott auszurichten, nicht an unserer Schwachheit.


Eine gesegnete Woche wünscht Christine Sommer
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Hoffnung trotzt allem!
27.04.2026
1 Minute
Ostern ist noch gar nicht so lange her.


Wie geht es Ihnen und Euch?


Begleitet euch der Glanz von Ostern noch und immer wieder in den Alltag hinein?


Ist es nicht so?: Karfreitag und Ostern liegen so nahe beieinander.


Vielleicht komme ich zur Osterfreude gar nicht ohne den Karfreitag?


Vielleiht halte ich den Karfreitag nur aus, weil ich die Aussicht auf Ostern habe?


„Hoffnung trotzt allem!“, das war in Heidelberg eine stadtweite ökumenische Aktion, unsere christliche Hoffnungsbotschaft zu verbreiten.


Überall, auf den Plakaten und Bierdeckeln strahlte dieses Motto.


Öffnete man den QR Code, dann fand man alle Informationen über Ostern und alle Osterveranstaltungen.


Hoffnung trotzt allem! Welch eine Botschaft.


Kurz nach Ostern durfte ich wieder mal eine Andacht in der Klinik halten.


In der Vorbereitung entdeckte ich eine Einheit aus einem Kurs von „Stufen des Lebens“, in der die innere Auferstehungsgeschichte von Händel beschrieben wurde.


Dies in Anlehnung an Stefan Zweig´s „Sternstunden der Menschheit“!


Es wird der Weg von Händel aus seiner Dunkelheit und Hoffnungslosigkeit heraus in ein neues Leben beschrieben.


In dem Moment, als er das Wort „sei getrost“ vor sich liegen sieht, weiß er, dass Gott zu ihm spricht, ihn sieht, ihn meint.


Daraufhin erwacht er zu neuem Leben und Schaffenskraft und komponiert den „Messias“.


Ich fragte die Patientinnen, ob sie darin auch für sich österliche Momente entdeckten, sich erinnerten in ihrem Leben.


Eine erinnerte sich an ihre Taufe mit 25 Jahren, wo ihr der Bibelvers aus Jes. 41,10 zu gesprochen wurde: Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir.


Eine andere Patientin entdeckte, dass Dunkel und Licht, Schmerz und Freude so nah beieinander liegen dürfen , sich immer wieder verwandeln.


Hoffnung trotzt allem!


Eine betagte Freundin von mir befand sich gerade in der Osterzeit in einer traurigen, depressiven Stimmung, sie fiel in eine tiefe Einsamkeit.


Zwei Begegnungen nach Ostern haben sie aufblicken lassen.


Sie entdeckte in aller Tiefe, dass durch Jesu Leiden, sie in ihrem nicht allein war.


Es war ein Ringen, aber dann erwachte sie wieder zum Leben,


Ein Geschenk, für das sie sehr dankbar ist.


Hoffnung trotzt allem.


Möge diese Haltung uns immer wieder helfen, den Blick aufzurichten, auch wenn es oft ein Kampf ist.


Freude und Dankbarkeit stimmen uns um und haben hoffnungsfrohe Ausstrahlung trotz allem!


Das wünsche ich uns allen und grüße hoffnungsfroh ,


Isabel Prinzessin zu Löwenstein, Heidelberg
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Auf auf mein Herz und singe
20.04.2026
1 Minute
Zur Osternacht gehört für mich das schöne Osterlied: „Auf, auf, mein Herz, mit Freuden“. Schwungvoll ist die Melodie mit tänzerischer Leichtigkeit. Sie schwingt sich immer zu neuen Höhen auf, blickt von der Spitze des hohen C hinunter auf die tiefen Töne. Da klingt die traurige Grablegung von Karfreitag nach. Aber Ostern verkündigt, Christus ist auferstanden von den Toten. Das ist spürbar gegen Ende jeder einzelnen Strophe. Punktierte Viertelnoten Der dieses Lied singt, dem verleiht es Flügel.


EG 112,1 Auf, auf, mein Herz, mit Freuden, nimm wahr, was heut geschieht; wie kommt nach großem Leiden nun ein so großes Licht! Mein Heiland war gelegt, da wo man uns hinträgt, wenn von uns unser Geist gen Himmel ist gereist.


„Auf, auf, mein Herz, mit Freuden“ ist ein munteres Lied mit einem kecken Text. Ich höre den Spottvers vom Apostel Paulus heraus: „Der Tod ist verschlungen in den Sieg. Tod, wo ist dein Sieg? Hölle, wo ist dein Stachel?“ Dabei übergehen die Worte des Liedes nicht die Schwere des Todes. Wir werden alle einmal ins Grab gelegt. Schmerz und Trauer sollen nicht überspielt werden. Aber wir haben der Schwerkraft des Todes eine unglaubliche Gegenwelt entgegen zu setzen. Paul Gerhardt schildert das mit kindlichen Bildern. Christus hat den Tod besiegt. Das ist mir anzuschauen ein rechtes Freudenspiel. Nun soll mir nicht mehr grauen vor allem, was mir will entnehmen meine Mut. So gewaltig die Macht des Todes und des Bösen ist, sie soll mich nicht lähmen und zum Verzweifeln bringen. Ich setze darauf, dass sie nicht das letzte Wort haben. Ich vertraue dem auferstandenen Christus.


Es gibt so vieles, was uns Angst machen will. Eine furchterregende Schar wird in den Strophen 4 und 5 aufgezählt: Hölle, Sünden, Tod, Welt, Trübsal, Unglück. Wir können diese Bilder mit konkreten Schreckensnachrichten füllen. Die machen Angst und lähmen. Paul Gerhardt setzt dem einen verwegenen Glauben entgegen. Ich soll mir nicht die Lebensfreude und den Lebensmut nehmen lassen. „Die Welt ist mir ein Lachen mit ihrem großen Zorn. Und die Hölle krümmt mir kein Haar.“ Was macht zuversichtlich trotz der Schreckensszenarien unserer Zeit. Das verkündet die drittletzte Strophe des Lieds.


Strophe 7 Ich hang und bleib auch hangen an Christus als ein Glied; wo mein Haupt durch ist gangen, da nimmt er mich auch mit. Er reißet durch den Tod, durch Welt, durch Sünd, durch Not, er reißet durch die Höll, ich bin stets sein Gesell.


Der Herr ist auferstanden! Er ist wahrhaftig auferstanden! Halleluja


Mit herzlichen Grüßen, Hans-Martin Steffe, Linkenheim-Hochstetten
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Stufen.aufs.Ohr – Stufen zum Lauschen - für Zwischendurch jede Woche 3 gute Minuten mit verschiedenen Impulsgebenden
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