Stufen.aufs.Ohr Archiv
168 Episoden
3 Minuten
„Opa“ begrüßte er mich, unser kleiner Enkel, inzwischen ein Jahr und acht Monate alt. „Opa“ hat er vor einigen Tagen zum ersten Mal gesagt und dann an allen Tagen unseres Besuchs immer wieder. Das hat mein Herz hüpfen lassen vor Freude. Kinder sind ein Geschenk des Himmels. Das sage ich bei jeder Taufe von kleinen Kindern. Sie bringen so viel mit an Lebenslust und Eigensinn. Sie sind empfänglich für Zuneigung und Liebe. Sie brauchen Zuwendung, in den Arm genommen werden, getröstet, wenn sie hingefallen sind, ermutigt, wenn sie Neues wagen.
„Kleinen Kindern gehört das Reich Gottes“, hat Jesus gesagt. Das hat er seine erwachsenen Schüler gelehrt. Von Kindern können wir lernen. „Wenn ich einem kleinen Kind begegne, ziehe ich meinen Hut und sage: Guten Tag, Herr Doktor“, sagte Martin Luther.
Was mich an meinem kleinen Enkel begeistert: Er ist ganz präsent. Er lässt sich faszinieren von Sand, Steinen, Blumen. Beim Spaziergang lässt er keine Pfütze aus. Bagger, Laster, Traktor bringen ihn zum Staunen. Er will dann bleiben, schauen, dabei sein. Wenn ihn etwas anzieht, muss ich mich auf ihn einlassen. Ihm bestätigen, dass das Leben erstaunlich ist. Ihm zustimmen. Mit Worten und mit Gesten. Arme ausbreiten, in die Höhe recken.
Kleine Kinder rühren Erwachsene an, wenn sie denn die Kleinen wahrnehmen. Beim Einkaufen erlebe ich das. Beim Bäcker, beim Metzger, an der Theke erhalten sie fast immer etwas zugesteckt. „Möchtest du ein Stück?“ Kinder lassen sich beschenken. Kinder rühren Erwachsene an. Der Müllwagenfahrer winkt unserem Enkel zu. Der bleibt auch immer andächtig stehen, wenn er die Müllmänner im Einsatz sieht oder der große Mülleimer geleert wird.
Unser kleiner Enkel vertraut uns, der Oma und dem Opa. Mama kann weggehen. Natürlich fragt er nach ihr immer wieder einmal, wenn sie einen halben Tag zur Arbeit weg ist. Ab dem zweiten Tag können wir ihn darüber hinwegtrösten. Er braucht nur unser Zusprechen. „Mama arbeitet. Nachher kommt sie wieder.“
Was ich von meinem kleinen Enkel lerne? Ganz da sein, wo ich bin. Mich auf das eine zu fokussieren, was jetzt dran ist. Im Heute leben. Staunen über so vieles, was es an Schönem gibt, was andere vor uns geleistet haben und neben uns. Mich am Leben freuen, an der Schöpfung, an der Musik, an beeindruckenden Bauwerken. An Menschen, auf die ich mich verlassen kann.
Dankbare Zufriedenheit will ich lernen. Ganz bewusst sagen: „Gott sei Dank“
Mit dankbaren Grüßen
Hans-Martin Steffe
Linkenheim-Hochstetten
„Kleinen Kindern gehört das Reich Gottes“, hat Jesus gesagt. Das hat er seine erwachsenen Schüler gelehrt. Von Kindern können wir lernen. „Wenn ich einem kleinen Kind begegne, ziehe ich meinen Hut und sage: Guten Tag, Herr Doktor“, sagte Martin Luther.
Was mich an meinem kleinen Enkel begeistert: Er ist ganz präsent. Er lässt sich faszinieren von Sand, Steinen, Blumen. Beim Spaziergang lässt er keine Pfütze aus. Bagger, Laster, Traktor bringen ihn zum Staunen. Er will dann bleiben, schauen, dabei sein. Wenn ihn etwas anzieht, muss ich mich auf ihn einlassen. Ihm bestätigen, dass das Leben erstaunlich ist. Ihm zustimmen. Mit Worten und mit Gesten. Arme ausbreiten, in die Höhe recken.
Kleine Kinder rühren Erwachsene an, wenn sie denn die Kleinen wahrnehmen. Beim Einkaufen erlebe ich das. Beim Bäcker, beim Metzger, an der Theke erhalten sie fast immer etwas zugesteckt. „Möchtest du ein Stück?“ Kinder lassen sich beschenken. Kinder rühren Erwachsene an. Der Müllwagenfahrer winkt unserem Enkel zu. Der bleibt auch immer andächtig stehen, wenn er die Müllmänner im Einsatz sieht oder der große Mülleimer geleert wird.
Unser kleiner Enkel vertraut uns, der Oma und dem Opa. Mama kann weggehen. Natürlich fragt er nach ihr immer wieder einmal, wenn sie einen halben Tag zur Arbeit weg ist. Ab dem zweiten Tag können wir ihn darüber hinwegtrösten. Er braucht nur unser Zusprechen. „Mama arbeitet. Nachher kommt sie wieder.“
Was ich von meinem kleinen Enkel lerne? Ganz da sein, wo ich bin. Mich auf das eine zu fokussieren, was jetzt dran ist. Im Heute leben. Staunen über so vieles, was es an Schönem gibt, was andere vor uns geleistet haben und neben uns. Mich am Leben freuen, an der Schöpfung, an der Musik, an beeindruckenden Bauwerken. An Menschen, auf die ich mich verlassen kann.
Dankbare Zufriedenheit will ich lernen. Ganz bewusst sagen: „Gott sei Dank“
Mit dankbaren Grüßen
Hans-Martin Steffe
Linkenheim-Hochstetten
3 Minuten
Wir erleben als Familie in der letzten Zeit eine „Krisensituation“. Da sind wir drin. Da müssen wir durch. Wie wir da durch- und rauskommen, wissen wir nicht. Wir haben Hoffnung, dass das Bild aus dem Krisenkurs Wirklichkeit wird.
Dort liegt in einer Einheit ein schwarzer Tunnel im Bodenbild. Vor dem Tunnel Blumenzwiebeln, Samenkörner. Am anderen Ende: Aufgegangenes, Blühendes.
Etwas durfte reifen, aufbrechen, lebendig werden. Doch zuerst musste es durch den dunklen Tunnel durch. Die Zwiebel und das Samenkorn, in der dunklen Erde vergraben, müssen durchbrechen.
Dazu braucht es von außen Sonne und Wasser und Nährstoffe.
Zu mir kam „von außen“ ein Sonnen-Lied – durch einen lieben Menschen. Ob sie wusste, dass ich dieses Lied so dringend brauche?
Ich habe es dann auf dem Heimweg im Auto sofort laut angehört – und es hat mir so gut gefallen und ich spürte, wie es meine Seele bewässert:
Ich rufe Freiheit aus, stoß die Kerkertüren auf, denn dir gehört mein Lobpreis.
Kannst Totes neu beleben, schenkst Freudenöl statt Tränen und dir gehört mein Lobpreis.
Manchmal, da kann ich nicht anders, da muss ich meine Beine bewegen, meine Hände zum Himmel heben..
Dieses Lied mit der freudigen Melodie war wie eine Lebenswasser-Dusche.
Ich erinnerte mich an Paulus und Silas im Gefängnis, die mitten in der Nacht Gott lobten – unabhängig der Umstände – und Gott wandelte ihre Not zu Noten.
Ich sang und singe dieses Lied mir selbst zu. Ich rufe es über unserer Krisensituation aus: Mein Gott kann alles – er hat immer Möglichkeiten!
Das rufe ich in die Ungewissheit und den Zweifel hinein.
Alleine kann ich das nicht – aber zusammen mit dem Lied und den Lautsprechern, die ich ganz laut aufdrehe - kann ich es und tue ich es –
und es gibt mir Kraft um durchzugehen, weiterzugehen.
Es gibt mir neue Hoffnung – im Angesicht des nebeligen Tals, der Dunkelheit – ja auch im Angesicht der Feinde.
Es führt mir den gedeckten Tisch vor Augen, erinnert mich an diese Zusage aus Psalm 23, wenn ich durchs finstere Tal gehe.
Ich weiß, dass so ein Lobpreislied nicht immer passt und es nicht DIE Hilfe ist, um durch Krisen zu kommen. Doch möchte ich euch mit meinem „kleinen Erleben“ ERMUTIGEN: Seid wachsam, welche Sonne, welches Wasser oder welche Nährstoffe auch immer euch von Gott entgegenfließen und seid MUTIG einfach mal auszuprobieren – ohne viel nachzudenken!
Eine gesegnete Woche wünscht euch Damaris Friedrich
Dort liegt in einer Einheit ein schwarzer Tunnel im Bodenbild. Vor dem Tunnel Blumenzwiebeln, Samenkörner. Am anderen Ende: Aufgegangenes, Blühendes.
Etwas durfte reifen, aufbrechen, lebendig werden. Doch zuerst musste es durch den dunklen Tunnel durch. Die Zwiebel und das Samenkorn, in der dunklen Erde vergraben, müssen durchbrechen.
Dazu braucht es von außen Sonne und Wasser und Nährstoffe.
Zu mir kam „von außen“ ein Sonnen-Lied – durch einen lieben Menschen. Ob sie wusste, dass ich dieses Lied so dringend brauche?
Ich habe es dann auf dem Heimweg im Auto sofort laut angehört – und es hat mir so gut gefallen und ich spürte, wie es meine Seele bewässert:
Ich rufe Freiheit aus, stoß die Kerkertüren auf, denn dir gehört mein Lobpreis.
Kannst Totes neu beleben, schenkst Freudenöl statt Tränen und dir gehört mein Lobpreis.
Manchmal, da kann ich nicht anders, da muss ich meine Beine bewegen, meine Hände zum Himmel heben..
Dieses Lied mit der freudigen Melodie war wie eine Lebenswasser-Dusche.
Ich erinnerte mich an Paulus und Silas im Gefängnis, die mitten in der Nacht Gott lobten – unabhängig der Umstände – und Gott wandelte ihre Not zu Noten.
Ich sang und singe dieses Lied mir selbst zu. Ich rufe es über unserer Krisensituation aus: Mein Gott kann alles – er hat immer Möglichkeiten!
Das rufe ich in die Ungewissheit und den Zweifel hinein.
Alleine kann ich das nicht – aber zusammen mit dem Lied und den Lautsprechern, die ich ganz laut aufdrehe - kann ich es und tue ich es –
und es gibt mir Kraft um durchzugehen, weiterzugehen.
Es gibt mir neue Hoffnung – im Angesicht des nebeligen Tals, der Dunkelheit – ja auch im Angesicht der Feinde.
Es führt mir den gedeckten Tisch vor Augen, erinnert mich an diese Zusage aus Psalm 23, wenn ich durchs finstere Tal gehe.
Ich weiß, dass so ein Lobpreislied nicht immer passt und es nicht DIE Hilfe ist, um durch Krisen zu kommen. Doch möchte ich euch mit meinem „kleinen Erleben“ ERMUTIGEN: Seid wachsam, welche Sonne, welches Wasser oder welche Nährstoffe auch immer euch von Gott entgegenfließen und seid MUTIG einfach mal auszuprobieren – ohne viel nachzudenken!
Eine gesegnete Woche wünscht euch Damaris Friedrich
3 Minuten
Wir sind stark herausgefordert, weil sich alles sehr schnell verändert. Neue Werte und Lebensformen entstehen immer schneller, kulturelle Einflüsse vermischen sich. Wie positionieren wir uns als Christen?
Das Faszinierende ist, dass die gleiche Fragestellung bereits die ersten Gemeinden umgetrieben hat.
Paulus widmet sich in seinen Briefen an vielen Stellen diesen Fragen und versucht Hilfestellungen zu geben. Im ersten Korintherbrief (Kapitel 9ff) geht er auf einige konkrete Punkte ein.
Interessant ist der Maßstab, den er anlegt:
Das Ziel ist möglichst viele für Christus zu gewinnen. (1. Kor 9,20). Deshalb schreibt Paulus, dass er wie einer aus der Gruppe geworden ist, in der er gerade gelebt hat. Bei ihm z.B. Juden, Griechen, Glaubensferne oder Menschen, deren Glauben schwach ist. Zu werden, wie einer aus der Gruppe bedeutet aber nicht, dass er seine innere Einstellung ändert. D.h. er hielt sich an die Regeln, die die jeweilige Gruppe für sich definiert hat, ohne jedoch zu glauben, dass diese Regeln mit seinem Glauben zu tun haben oder gar zu seiner Erlösung beitragen, seine innere Freiheit einschränken.
Besonders bemerkenswert finde ich, dass er die Freiheiten, die er für sich in seinem Glauben gefunden hat, dort nicht in Anspruch nimmt, wo andere sich an diesen Freiheiten stören könnten.
In 1. Kor 10, 23 ff: schreibt er: 23 Ihr sagt: »Alles ist erlaubt!« Mag sein, aber nicht alles ist deshalb auch schon gut. Alles ist erlaubt, aber nicht alles fördert die Gemeinde. 24 Ihr sollt nicht an euch selbst denken, sondern an die anderen. und V. 32 Lebt so, dass ihr für niemand ein Glaubenshindernis seid.
Paulus sagt nicht: verhaltet Euch so, dass ihr vor Gott recht seid. Das setzt er einfach voraus. Meine Beziehung zu Gott muss stimmen. Aber er sagt, es spielt auch eine Rolle, welchen Eindruck die Anderen von Euch haben. Und zwar Andere innerhalb und außerhalb der christlichen Gemeinde.
Was also möchte ich an alten Werten und Praktiken beibehalten und wo gehen wir mit der Zeit. Im Sinn von Paulus könnten folgende Fragen der Maßstab dafür sein:
Was löst mein Verhalten bei anderen aus, hier vor allem bei jemanden, der unsicher ist im Glauben?
Bin ich bereit mich der Gemeinde zuliebe anzupassen oder habe ich den Anspruch, dass ich nur in einer Gemeinde sein kann, die alle meine Ansichten teilt?
Wie wirkt mein Verhalten auf Außenstehende? Wie fühlen sich Menschen, wenn sie einen Gottesdienst besuchen? Was sehen sie über den Umgang miteinander?
Passen meine Worte und mein Verhalten zusammen?
Wer sind denn heute die Gruppen, die Bubbles denen ich mich im Sinn von Paulus gleich machen soll?
Unser Jahreslosung stammt auch auch dem ersten Korintherbrief (1. Kor. 16,14) Alles, was ihr tut, soll von Liebe bestimmt sein. Das ist doch ein wunderbares Leitmotiv.
Herzliche Grüße von Christine Sommer
Das Faszinierende ist, dass die gleiche Fragestellung bereits die ersten Gemeinden umgetrieben hat.
Paulus widmet sich in seinen Briefen an vielen Stellen diesen Fragen und versucht Hilfestellungen zu geben. Im ersten Korintherbrief (Kapitel 9ff) geht er auf einige konkrete Punkte ein.
Interessant ist der Maßstab, den er anlegt:
Das Ziel ist möglichst viele für Christus zu gewinnen. (1. Kor 9,20). Deshalb schreibt Paulus, dass er wie einer aus der Gruppe geworden ist, in der er gerade gelebt hat. Bei ihm z.B. Juden, Griechen, Glaubensferne oder Menschen, deren Glauben schwach ist. Zu werden, wie einer aus der Gruppe bedeutet aber nicht, dass er seine innere Einstellung ändert. D.h. er hielt sich an die Regeln, die die jeweilige Gruppe für sich definiert hat, ohne jedoch zu glauben, dass diese Regeln mit seinem Glauben zu tun haben oder gar zu seiner Erlösung beitragen, seine innere Freiheit einschränken.
Besonders bemerkenswert finde ich, dass er die Freiheiten, die er für sich in seinem Glauben gefunden hat, dort nicht in Anspruch nimmt, wo andere sich an diesen Freiheiten stören könnten.
In 1. Kor 10, 23 ff: schreibt er: 23 Ihr sagt: »Alles ist erlaubt!« Mag sein, aber nicht alles ist deshalb auch schon gut. Alles ist erlaubt, aber nicht alles fördert die Gemeinde. 24 Ihr sollt nicht an euch selbst denken, sondern an die anderen. und V. 32 Lebt so, dass ihr für niemand ein Glaubenshindernis seid.
Paulus sagt nicht: verhaltet Euch so, dass ihr vor Gott recht seid. Das setzt er einfach voraus. Meine Beziehung zu Gott muss stimmen. Aber er sagt, es spielt auch eine Rolle, welchen Eindruck die Anderen von Euch haben. Und zwar Andere innerhalb und außerhalb der christlichen Gemeinde.
Was also möchte ich an alten Werten und Praktiken beibehalten und wo gehen wir mit der Zeit. Im Sinn von Paulus könnten folgende Fragen der Maßstab dafür sein:
Was löst mein Verhalten bei anderen aus, hier vor allem bei jemanden, der unsicher ist im Glauben?
Bin ich bereit mich der Gemeinde zuliebe anzupassen oder habe ich den Anspruch, dass ich nur in einer Gemeinde sein kann, die alle meine Ansichten teilt?
Wie wirkt mein Verhalten auf Außenstehende? Wie fühlen sich Menschen, wenn sie einen Gottesdienst besuchen? Was sehen sie über den Umgang miteinander?
Passen meine Worte und mein Verhalten zusammen?
Wer sind denn heute die Gruppen, die Bubbles denen ich mich im Sinn von Paulus gleich machen soll?
Unser Jahreslosung stammt auch auch dem ersten Korintherbrief (1. Kor. 16,14) Alles, was ihr tut, soll von Liebe bestimmt sein. Das ist doch ein wunderbares Leitmotiv.
Herzliche Grüße von Christine Sommer
3 Minuten
„Mama, können wir eine Höhle bauen?“ An diese Bitte unserer Kinder habe ich mich kürzlich erinnert. Aus Decken, Kissen und Stühlen wurde ein höhlenähnliches Gebilde gebaut, in das wir uns zusammen reingequetscht haben. Meist war es eng, das Licht gedämpft. Ein Ort der Ruhe…. Oft wurde uns Eltern dann etwas anvertraut oder wir lagen einfach nur da…. Zusammen. Wenn ich wieder herauskrabbelte, war ich irgendwie immer besser drauf als auf dem Weg nach innen…. Freier...
Der Auslöser dieser Erinnerungen war das Bodenbild aus dem Kurs „Durch Krisen reifen - mit Elia auf dem Weg.“ Symbolisch wird der lange Weg des Propheten Elia durch die Wüste aufgezeigt - ein Krisenweg. Elia erreicht schließlich eine Höhle am Berg Horeb. Anders als unsere Wohnzimmerbauten kann eine „echte“ Höhle ja beides sein: sowohl bergend als auch bedrohlich. Sie ist insofern ein gutes Bild für das Innere des Menschen - das Unbewusste - und gleicht einem Abstieg in die eigene Tiefe…
Ich kenne das aus den Krisen meines Lebens – dass ich tief in meine persönliche Geschichte geführt werde… Dass ich Seiten in mir entdecke, die bisher wie verschüttet waren – meine unbewussten Anteile…. In der Krise werde ich gezwungen, Dinge in mir anzuschauen, die mir nicht gefallen… Ich muss manches schmerzhaft loslassen ….
Elia hört in der Höhle die Stimme Gottes: „Was machst Du hier, Elia“? Und Elia darf klagen, darf sein ganzes Herz ausschütten… Nicht alles ist dabei faktisch richtig, Elia wiederholt sich und er übertreibt – aber Gott lässt ihn. Er hört sich alles an – ohne dagegen zu halten oder zu korrigieren. Und dann… begegnet er Elia ganz neu. Er kommt nicht so machtvoll, wie Elia es bisher gewohnt war – sondern ganz zart und still in einer „Stimme des verschwebenden Schweigens“. Das haut mich um. Dass Gott Elia und auch mir immer wieder neu so begegnet, wie ich es in dem Moment erfassen kann…
Elia kann nach diesem zarten Flüstern Gottes wieder heraus aus der Höhle treten. Heraus aus dem, was er zu beklagen hat, heraus aus dem Alten, das er verabschieden musste…. Und er bekommt nun einen neuen Auftrag.
In der Höhle hat eine Verwandlung stattgefunden. Elia hat Altes losgelassen – ein Neubeginn wird möglich. Ist es nicht auch in unserem Leben so? Dass dort, wo wir in der Krise etwas loslassen – unsere alten Vorstellungen – dass wir dort einen wichtigen Fund machen. Einen Schatz finden. Ich persönlich habe im Kurs den Edelstein der Freiheit gefunden. Die Freiheit, mich so anzunehmen, wie ich bin…
Und so ist es mit der Krise ein bisschen so wie beim Höhlenbauen: Ich komme befreiter wieder heraus… Die Höhle ist ein Ort der Verwandlung. Wenn ich es zulasse… Wir können dort einen Schatz finden. Vertrauen wir doch darauf, dass Gott genau dorthin kommt und uns begegnen will.
Eine gesegnete Woche wünscht Christina Stadelmann, Grünwald
Der Auslöser dieser Erinnerungen war das Bodenbild aus dem Kurs „Durch Krisen reifen - mit Elia auf dem Weg.“ Symbolisch wird der lange Weg des Propheten Elia durch die Wüste aufgezeigt - ein Krisenweg. Elia erreicht schließlich eine Höhle am Berg Horeb. Anders als unsere Wohnzimmerbauten kann eine „echte“ Höhle ja beides sein: sowohl bergend als auch bedrohlich. Sie ist insofern ein gutes Bild für das Innere des Menschen - das Unbewusste - und gleicht einem Abstieg in die eigene Tiefe…
Ich kenne das aus den Krisen meines Lebens – dass ich tief in meine persönliche Geschichte geführt werde… Dass ich Seiten in mir entdecke, die bisher wie verschüttet waren – meine unbewussten Anteile…. In der Krise werde ich gezwungen, Dinge in mir anzuschauen, die mir nicht gefallen… Ich muss manches schmerzhaft loslassen ….
Elia hört in der Höhle die Stimme Gottes: „Was machst Du hier, Elia“? Und Elia darf klagen, darf sein ganzes Herz ausschütten… Nicht alles ist dabei faktisch richtig, Elia wiederholt sich und er übertreibt – aber Gott lässt ihn. Er hört sich alles an – ohne dagegen zu halten oder zu korrigieren. Und dann… begegnet er Elia ganz neu. Er kommt nicht so machtvoll, wie Elia es bisher gewohnt war – sondern ganz zart und still in einer „Stimme des verschwebenden Schweigens“. Das haut mich um. Dass Gott Elia und auch mir immer wieder neu so begegnet, wie ich es in dem Moment erfassen kann…
Elia kann nach diesem zarten Flüstern Gottes wieder heraus aus der Höhle treten. Heraus aus dem, was er zu beklagen hat, heraus aus dem Alten, das er verabschieden musste…. Und er bekommt nun einen neuen Auftrag.
In der Höhle hat eine Verwandlung stattgefunden. Elia hat Altes losgelassen – ein Neubeginn wird möglich. Ist es nicht auch in unserem Leben so? Dass dort, wo wir in der Krise etwas loslassen – unsere alten Vorstellungen – dass wir dort einen wichtigen Fund machen. Einen Schatz finden. Ich persönlich habe im Kurs den Edelstein der Freiheit gefunden. Die Freiheit, mich so anzunehmen, wie ich bin…
Und so ist es mit der Krise ein bisschen so wie beim Höhlenbauen: Ich komme befreiter wieder heraus… Die Höhle ist ein Ort der Verwandlung. Wenn ich es zulasse… Wir können dort einen Schatz finden. Vertrauen wir doch darauf, dass Gott genau dorthin kommt und uns begegnen will.
Eine gesegnete Woche wünscht Christina Stadelmann, Grünwald
3 Minuten
Beim Propheten Elia im Alten Testament hat es mich beeindruckt. Es heißt dort mehrmals:“ Da kam das Wort des Herrn zu Elia.“ Wie geht das? Habe ich das auch schon erlebt, dass das Wort des Herrn zu mir kam? Wir sehnen uns danach, wir warten darauf, wir brauchen dieses Wort so dringend. Manchmal als Wegweisung, manchmal als Trost und Hilfe, um durch die Krisentunnel unseres Lebens hindurchzukommen. Wir wünschen uns oft so sehr, dass ein Wort von Gott uns erreicht und dass wir von der Ewigkeit berührt werden.
Manchmal kommt dieses Wort dann so ganz anders als ich es erwartet hätte. Ich erinnere mich gut, dass ich mit kleinen Kindern in äußerster Not zu Gott geschrien habe. Unser Vermieter hatte uns den Garten verboten und wir wohnten an einer vielbefahrenen Straße. Gott, was sagst Du zu dieser Ungerechtigkeit??? Die Antwort kam prompt und ich wusste auch sofort, dass diese Antwort nicht von mir selbst kam: “Du sollst nicht trachten nach deines Nächsten Haus noch was sein ist…“ Erstaunlich war und ist, dass ich ab diesem Augenblick mit großem Frieden täglich viele Stunden auf dem Spielplatz verbracht habe. Es war OK.
Vor einigen Tagen waren wir in einer evangelischen Messe. Ein Gottesdienst mit vielen liturgischen Elementen und nach nahezu zwei Stunden kam dann das Abendmahl. Die Frage war: Wo fühlst du dich schuldig. Im selben Augenblick wusste ich es. In mir war: “Du hast ein hartes Herz.“
Ja, so ist es. Im Umgang mit meiner hochbetagten Mutter fühle ich es sehr oft. Der Heilige Geist redet Klartext. Es ist so, ich bekenne es und kann nur bitten: Gib mir ein weicheres Herz. Wie gut tut dann der Freispruch, die Zusage der Vergebung. Ich darf sein mit meiner Unzulänglichkeit und muss mich nicht erklären.
Wenn das Wort Gottes zu mir kommt, ist es oft anders als ich es mir vorgestellt habe oder wünschen würde. Aber es trifft mich genau an meinem Punkt. Punktgenau. Es ist, wie Gott es selbst zu Jeremia in Kapitel 23 sagte: “Ist mein Wort nicht wie ein Feuer und wie ein Hammer, der Felsen zerschlägt?“ Und dann auch wieder so sanft, wie bei Petrus als Jesus ihn fragt: “Petrus liebst du mich?“ Es ist immer so, dass es mich in meinem Innersten trifft, in meinem Herzraum. Wie gut, dass es solche Risse und Ritzen gibt in unserer harten Rüstung, wo das Wort Gottes hindurch kommen kann.
Ihre und eure Traudel Krause
Manchmal kommt dieses Wort dann so ganz anders als ich es erwartet hätte. Ich erinnere mich gut, dass ich mit kleinen Kindern in äußerster Not zu Gott geschrien habe. Unser Vermieter hatte uns den Garten verboten und wir wohnten an einer vielbefahrenen Straße. Gott, was sagst Du zu dieser Ungerechtigkeit??? Die Antwort kam prompt und ich wusste auch sofort, dass diese Antwort nicht von mir selbst kam: “Du sollst nicht trachten nach deines Nächsten Haus noch was sein ist…“ Erstaunlich war und ist, dass ich ab diesem Augenblick mit großem Frieden täglich viele Stunden auf dem Spielplatz verbracht habe. Es war OK.
Vor einigen Tagen waren wir in einer evangelischen Messe. Ein Gottesdienst mit vielen liturgischen Elementen und nach nahezu zwei Stunden kam dann das Abendmahl. Die Frage war: Wo fühlst du dich schuldig. Im selben Augenblick wusste ich es. In mir war: “Du hast ein hartes Herz.“
Ja, so ist es. Im Umgang mit meiner hochbetagten Mutter fühle ich es sehr oft. Der Heilige Geist redet Klartext. Es ist so, ich bekenne es und kann nur bitten: Gib mir ein weicheres Herz. Wie gut tut dann der Freispruch, die Zusage der Vergebung. Ich darf sein mit meiner Unzulänglichkeit und muss mich nicht erklären.
Wenn das Wort Gottes zu mir kommt, ist es oft anders als ich es mir vorgestellt habe oder wünschen würde. Aber es trifft mich genau an meinem Punkt. Punktgenau. Es ist, wie Gott es selbst zu Jeremia in Kapitel 23 sagte: “Ist mein Wort nicht wie ein Feuer und wie ein Hammer, der Felsen zerschlägt?“ Und dann auch wieder so sanft, wie bei Petrus als Jesus ihn fragt: “Petrus liebst du mich?“ Es ist immer so, dass es mich in meinem Innersten trifft, in meinem Herzraum. Wie gut, dass es solche Risse und Ritzen gibt in unserer harten Rüstung, wo das Wort Gottes hindurch kommen kann.
Ihre und eure Traudel Krause
3 Minuten
Sei mutig und sei stark – mit Jesus.
Diese Nachricht bekam ich aufs Handy als ich am Montag morgen aufstand, um zum Zahnarzt gehen zu müssen. Wirklich wie eine Aufforderung, ein Anstoß.
Mit Gott wollen wir Taten tun, Psalm 60,14
Das war die Tageslosung. Na, das auch noch!
Mir stand eine größere Zahn OP bevor, verbunden mit einigen Verlusten, Entstehen von Lücken.
Tja, die Lücken, auch die in unserem Leben, wie gehen wir damit um? Wie ging es mir auf diesem Weg?
Eine humorvolle Begegnung damit hatte ich, als einige Tage zuvor zugefallenermaßen ein Auto neben mir parkte. Zwei deutliche Dellen waren sichtbar. Darüber stand mit rot sorgfältig geschrieben: this was Anna und bei der anderen Delle: this was Emmi. Und daneben in größeren Buchstaben: Relax.
Mit diesen Erfahrungen im Herzen und auch ermutigt ging ich also zu dem Zahnarzt, der sehr behutsam und professionell handelte. Gleichzeitig betete ich auf dem Stuhl: wiederholte die Losung, lobte Gott, dankte Gott für die medizinischen Möglichkeiten, suchte nach guten Bibelworten und betete für alle im Raum. Ich spürte tiefe Entspannung und großen Frieden, auch beim Arzt und seiner Kollegin.
Übrigens hat er später gesagt, dass er und das gesamte Team es spüre, wenn die Patienten einen spirituellen Hintergrund hätten!
Und doch: was machte diese größere Lücke mit mir, auch wenn nur übergangsweise? Ich spürte inneren Schmerz, wie Abschiedsschmerz und Traurigkeit. Da waren nicht nur innere Tränen. Der Weg bleibt einem nicht erspart. Auch das Krachen und Knacken. Ja, da sind diese Lücken, nicht mal mehr zu verstecken.
Gleichzeitig habe ich gespürt und wie eine innere Stimme gehört: du bist nicht allein. Ich sehe dich. Ich sehe dich an. Ich halte mit dir aus und du bist wunderbar gemacht, angesehen. Diese Erfahrung brachte mich weg von allen menschlichen Betrachtungen dieser Lücke und ich lernte, zu ihr zu stehen. Sie liebevoll anzusehen, barmherzig hinzuschauen, auszuhalten und dem Heilungsweg zu überlassen.
Bereits am Nachmittag verließ ich das Haus mit rotem Lippenstift, um etwas zu besorgen.
Wie gerne füllen wir die Lücken sofort mit Taten, weichen aus, strengen uns an oder ziehen uns zurück. Na, Sie kennen das. Oder?
Ja, Lücken verursachen Abschiedsschmerz und Trauer, sind mit Scham belegt, brauchen Zeit zum Heilen, bevor sie wieder verschlossen werden oder Neues werden kann.
Der Heilige Geist füllt und erfüllt die Lücken mit heilsamer Liebe und Achtung, Scham weicht der Barmherzigkeit.
Diese Erfahrung wünsche ich uns immer wieder, dass wir nicht aufhören zu staunen trotz allem, in allem.
Isabel Prinzessin zu Löwenstein, Heidelberg
Diese Nachricht bekam ich aufs Handy als ich am Montag morgen aufstand, um zum Zahnarzt gehen zu müssen. Wirklich wie eine Aufforderung, ein Anstoß.
Mit Gott wollen wir Taten tun, Psalm 60,14
Das war die Tageslosung. Na, das auch noch!
Mir stand eine größere Zahn OP bevor, verbunden mit einigen Verlusten, Entstehen von Lücken.
Tja, die Lücken, auch die in unserem Leben, wie gehen wir damit um? Wie ging es mir auf diesem Weg?
Eine humorvolle Begegnung damit hatte ich, als einige Tage zuvor zugefallenermaßen ein Auto neben mir parkte. Zwei deutliche Dellen waren sichtbar. Darüber stand mit rot sorgfältig geschrieben: this was Anna und bei der anderen Delle: this was Emmi. Und daneben in größeren Buchstaben: Relax.
Mit diesen Erfahrungen im Herzen und auch ermutigt ging ich also zu dem Zahnarzt, der sehr behutsam und professionell handelte. Gleichzeitig betete ich auf dem Stuhl: wiederholte die Losung, lobte Gott, dankte Gott für die medizinischen Möglichkeiten, suchte nach guten Bibelworten und betete für alle im Raum. Ich spürte tiefe Entspannung und großen Frieden, auch beim Arzt und seiner Kollegin.
Übrigens hat er später gesagt, dass er und das gesamte Team es spüre, wenn die Patienten einen spirituellen Hintergrund hätten!
Und doch: was machte diese größere Lücke mit mir, auch wenn nur übergangsweise? Ich spürte inneren Schmerz, wie Abschiedsschmerz und Traurigkeit. Da waren nicht nur innere Tränen. Der Weg bleibt einem nicht erspart. Auch das Krachen und Knacken. Ja, da sind diese Lücken, nicht mal mehr zu verstecken.
Gleichzeitig habe ich gespürt und wie eine innere Stimme gehört: du bist nicht allein. Ich sehe dich. Ich sehe dich an. Ich halte mit dir aus und du bist wunderbar gemacht, angesehen. Diese Erfahrung brachte mich weg von allen menschlichen Betrachtungen dieser Lücke und ich lernte, zu ihr zu stehen. Sie liebevoll anzusehen, barmherzig hinzuschauen, auszuhalten und dem Heilungsweg zu überlassen.
Bereits am Nachmittag verließ ich das Haus mit rotem Lippenstift, um etwas zu besorgen.
Wie gerne füllen wir die Lücken sofort mit Taten, weichen aus, strengen uns an oder ziehen uns zurück. Na, Sie kennen das. Oder?
Ja, Lücken verursachen Abschiedsschmerz und Trauer, sind mit Scham belegt, brauchen Zeit zum Heilen, bevor sie wieder verschlossen werden oder Neues werden kann.
Der Heilige Geist füllt und erfüllt die Lücken mit heilsamer Liebe und Achtung, Scham weicht der Barmherzigkeit.
Diese Erfahrung wünsche ich uns immer wieder, dass wir nicht aufhören zu staunen trotz allem, in allem.
Isabel Prinzessin zu Löwenstein, Heidelberg
3 Minuten
Morgens bevor wir miteinander in der Bibel lesen, singen meine Frau und ich ein Gebet zum Heiligen Geist:
„Öffne meine Augen, Heiliger Geist,
damit ich die Schönheit deiner Schöpfung sehe.
Öffne meine Ohren, Heiliger Geist,
damit ich deine Botschaft höre.
Öffne mein Herz, öffne mein Herz, Heiliger Geist,
damit ich deine Liebe spüre.“
Wort und Geist gehören zusammen. Wir leben vom Wort der Bibel. Dort erfahren wir, was uns von Gott gegeben ist und was er von uns will. Die Geschichten aus dem Alten Testament und die Jesusgeschichten aus den Evangelien wollen entdeckt werden. Das versuchen wir bei Stufen des Lebens mit den dynamisch sich entwickelnden Bodenbildern. Wir schreiten die Geschichten der Bibel Schritt für Schritt ab. Dass in ihnen mir ganz persönlich etwas aufgeht, mich anrührt und verwandelt, das kann ich nicht machen. Das wirkt der Heilige Geist. Um den aber kann ich bitten, immer wieder neu.
Das gilt auch für die persönliche Bibellese. Für die alten Geschichten, aber auch für die Briefe des Paulus und anderer Schreiber, die Prophetenbücher und die Psalmen. Der Heilige Geist ist ein Augenöffner, ein eyeopener. So hat ihn uns Jesus in seinen Abschiedsreden im Johannesevangelium vorgestellt.
Vor kurzem haben wir wieder das Pfingstfest gefeiert. Es schwingt bei mir nach. Die alten und neueren Lieder, meist Gebete zum Heiligen Geist mit der dringenden Bitte:
„Komm herab, o Heilger Geist,
der die finstre Nacht zerreißt,
strahle Licht in diese Welt.
Komm, der alle Armen liebt,
komm der gute Gaben gibt.
Komm, der jedes Herz erhellt.“
Wir brauchen den Heiligen Geist, von Gott dem Vater und dem Sohn gesendet. Der macht uns Jesus ganz präsent. Und der öffnet mich für mich selbst, für Gott, meine Mitmenschen und Gottes Schöpfung. Die Lieder zum Heiligen Geist stellen ihn uns vor. Wer er ist und was er bewirkt und heute in mir, in seiner Kirche und mit uns in seiner Welt bewirken will.
Wir brauchen den Heiligen Geist. Er bewahrt vor Verzweiflung, macht Mut, gibt Widerstandskraft. Ich liebe die alten Worte: „Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.“Durchhaltekraft, Herzensliebe und Klarheit im Denken.
Das wünsche ich Euch, Ihnen und mir: Neue lebendige Erfahrungen mit dem Heiligen Geist und seine Entdeckung in der Bibel, in der Schöpfung und in seiner Kirche.
Mit pfingstlichen Grüßen
Hans-Martin Steffe, Linkenheim-Hochstetten
„Öffne meine Augen, Heiliger Geist,
damit ich die Schönheit deiner Schöpfung sehe.
Öffne meine Ohren, Heiliger Geist,
damit ich deine Botschaft höre.
Öffne mein Herz, öffne mein Herz, Heiliger Geist,
damit ich deine Liebe spüre.“
Wort und Geist gehören zusammen. Wir leben vom Wort der Bibel. Dort erfahren wir, was uns von Gott gegeben ist und was er von uns will. Die Geschichten aus dem Alten Testament und die Jesusgeschichten aus den Evangelien wollen entdeckt werden. Das versuchen wir bei Stufen des Lebens mit den dynamisch sich entwickelnden Bodenbildern. Wir schreiten die Geschichten der Bibel Schritt für Schritt ab. Dass in ihnen mir ganz persönlich etwas aufgeht, mich anrührt und verwandelt, das kann ich nicht machen. Das wirkt der Heilige Geist. Um den aber kann ich bitten, immer wieder neu.
Das gilt auch für die persönliche Bibellese. Für die alten Geschichten, aber auch für die Briefe des Paulus und anderer Schreiber, die Prophetenbücher und die Psalmen. Der Heilige Geist ist ein Augenöffner, ein eyeopener. So hat ihn uns Jesus in seinen Abschiedsreden im Johannesevangelium vorgestellt.
Vor kurzem haben wir wieder das Pfingstfest gefeiert. Es schwingt bei mir nach. Die alten und neueren Lieder, meist Gebete zum Heiligen Geist mit der dringenden Bitte:
„Komm herab, o Heilger Geist,
der die finstre Nacht zerreißt,
strahle Licht in diese Welt.
Komm, der alle Armen liebt,
komm der gute Gaben gibt.
Komm, der jedes Herz erhellt.“
Wir brauchen den Heiligen Geist, von Gott dem Vater und dem Sohn gesendet. Der macht uns Jesus ganz präsent. Und der öffnet mich für mich selbst, für Gott, meine Mitmenschen und Gottes Schöpfung. Die Lieder zum Heiligen Geist stellen ihn uns vor. Wer er ist und was er bewirkt und heute in mir, in seiner Kirche und mit uns in seiner Welt bewirken will.
Wir brauchen den Heiligen Geist. Er bewahrt vor Verzweiflung, macht Mut, gibt Widerstandskraft. Ich liebe die alten Worte: „Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.“Durchhaltekraft, Herzensliebe und Klarheit im Denken.
Das wünsche ich Euch, Ihnen und mir: Neue lebendige Erfahrungen mit dem Heiligen Geist und seine Entdeckung in der Bibel, in der Schöpfung und in seiner Kirche.
Mit pfingstlichen Grüßen
Hans-Martin Steffe, Linkenheim-Hochstetten
3 Minuten
Erst vor kurzem habe ich an meinem Ort den Kurs Saul und David – Leben im Geflecht/Gefecht von Beziehungen gehalten und bin mit den Teilnehmenden gemeinsam durch die Lebensgeschichten der beiden ersten Könige Israels gewandelt.
Diese Geschichten finde ich herausfordernd und tief. Einerseits fremd und andererseits so existenziell und wahr für unser Leben. Es geht um die Frage nach meinem Platz, die Frage um Macht, letztendlich auch um die Frage: Wer ist der Mensch und wer ist Gott?
Die Frage bei den Kursen ist immer wieder: Lasse ich die Themen dieser Lebensgeschichten von Saul und David an mich ran?
Wage ich es zu fragen:
Wo taucht ein Saul in mir auf?
Wo erlebe ich einen David in mir?
Immer wieder ist es spannend, wie so ein Kurs bei der Vorbereitung in mein eigenes Leben hineinspricht. Die Symbole, Bilder, Handlungsweisen der Personen sind in meinem Alltag Realität.
Auch ich kenne Goliaths, die mir gegenübertreten.
Auch ich kenne, es, dass ich manches nicht anspreche – aus Angst vor Ablehnung, Kritik oder Scham.
Auch ich kenne den Wunsch, dass mancher Problemmensch in meinem Leben einfach „verschwindet“ – so dass ich mich nicht mehr mit der Person und der Sache auseinandersetzen muss und mein Leben „einfacher“ wird.
Auch ich kenne die Momente, wo etwas in mir verstummt oder sich in mein Leben hineinwebt.
Gott erlebe ich in den Lebensgeschichten der beiden ganz unterschiedlich. Auf der einen Seite so ermutigend und großzügig. Er erwählt Saul und David und traut ihnen zu, König von Israel zu sein. Er gibt immer wieder eine Chance und spricht zu ihnen oder stellt ihnen Menschen zur Seite, die sie begleiten.
Aber Gott ist auch klar und deutlich – gibt Aufträge, die radikal und für mich – auch wenn ich verstehe warum – grausam sind.
Für mich geht nun nach dem Kurs das Bild der „Lebensmelodie“ mit:
Meine Lebensmelodie darf klingen – auch mit den schiefen Tönen, die zu mir gehören, mit den leisen und den lauten, den hohen und den tiefen, denen in Dur und denen in Moll.
Ich wünsche mir und euch, dass wir den Mut haben – wie Frieder Gutscher singt - uns auf dieses Leben mit seinen Widersprüchen einzulassen, dass wir es vermögen, zu kämpfen und geschehen zu lassen, weil wir wissen, wer wir sind und wer Gott ist.
Gott, mein Hirte, der mich leitet und führt, mich korrigiert und ermutigt.
Gott, der gern in all meinen Beziehungskisten mit dabei ist und der mich und alle, die zu mir gehören, in Seiner Hand hält.
Dass mir und euch dieses Herzenswissen, wer unser Gott ist, immer wieder vom Heiligen Geist geschenkt wird und sich so Hoffnung, Zuversicht und Gewissheit in uns ausbreitet, dass wir nicht allein sind – das wünsche ich Euch – gerade für unsere Pfingstzeit.
Denn durch SEINE Kraft, können wir uns und die anderen liebevoll wahrnehmen, uns auf sie einlassen und teilgeben, an dem, was wir sind und haben. Eine gesegnete Pfingstzeit wünsche ich Euch, Eure Damaris Friedrich
Diese Geschichten finde ich herausfordernd und tief. Einerseits fremd und andererseits so existenziell und wahr für unser Leben. Es geht um die Frage nach meinem Platz, die Frage um Macht, letztendlich auch um die Frage: Wer ist der Mensch und wer ist Gott?
Die Frage bei den Kursen ist immer wieder: Lasse ich die Themen dieser Lebensgeschichten von Saul und David an mich ran?
Wage ich es zu fragen:
Wo taucht ein Saul in mir auf?
Wo erlebe ich einen David in mir?
Immer wieder ist es spannend, wie so ein Kurs bei der Vorbereitung in mein eigenes Leben hineinspricht. Die Symbole, Bilder, Handlungsweisen der Personen sind in meinem Alltag Realität.
Auch ich kenne Goliaths, die mir gegenübertreten.
Auch ich kenne, es, dass ich manches nicht anspreche – aus Angst vor Ablehnung, Kritik oder Scham.
Auch ich kenne den Wunsch, dass mancher Problemmensch in meinem Leben einfach „verschwindet“ – so dass ich mich nicht mehr mit der Person und der Sache auseinandersetzen muss und mein Leben „einfacher“ wird.
Auch ich kenne die Momente, wo etwas in mir verstummt oder sich in mein Leben hineinwebt.
Gott erlebe ich in den Lebensgeschichten der beiden ganz unterschiedlich. Auf der einen Seite so ermutigend und großzügig. Er erwählt Saul und David und traut ihnen zu, König von Israel zu sein. Er gibt immer wieder eine Chance und spricht zu ihnen oder stellt ihnen Menschen zur Seite, die sie begleiten.
Aber Gott ist auch klar und deutlich – gibt Aufträge, die radikal und für mich – auch wenn ich verstehe warum – grausam sind.
Für mich geht nun nach dem Kurs das Bild der „Lebensmelodie“ mit:
Meine Lebensmelodie darf klingen – auch mit den schiefen Tönen, die zu mir gehören, mit den leisen und den lauten, den hohen und den tiefen, denen in Dur und denen in Moll.
Ich wünsche mir und euch, dass wir den Mut haben – wie Frieder Gutscher singt - uns auf dieses Leben mit seinen Widersprüchen einzulassen, dass wir es vermögen, zu kämpfen und geschehen zu lassen, weil wir wissen, wer wir sind und wer Gott ist.
Gott, mein Hirte, der mich leitet und führt, mich korrigiert und ermutigt.
Gott, der gern in all meinen Beziehungskisten mit dabei ist und der mich und alle, die zu mir gehören, in Seiner Hand hält.
Dass mir und euch dieses Herzenswissen, wer unser Gott ist, immer wieder vom Heiligen Geist geschenkt wird und sich so Hoffnung, Zuversicht und Gewissheit in uns ausbreitet, dass wir nicht allein sind – das wünsche ich Euch – gerade für unsere Pfingstzeit.
Denn durch SEINE Kraft, können wir uns und die anderen liebevoll wahrnehmen, uns auf sie einlassen und teilgeben, an dem, was wir sind und haben. Eine gesegnete Pfingstzeit wünsche ich Euch, Eure Damaris Friedrich
3 Minuten
Eine der typischen Fragen zu Bibeltexten bei Stufen des Lebens ist: Wo finde ich mich in diesem Text wieder?
Wenn ich mir das bei Texten aus den Evangelien überlege, lande ich sehr oft bei den Jüngern. Ich bin wie die Jünger.
Mal begeistert, mal entgeistert. Manchmal fühle ich mich, als läge ich direkt am Herz von Jesu und im nächsten Moment höre ich seine Worte und ich verstehe nichts davon.
Ich möchte verweilen und Hütten bauen, wo ich die Herrlichkeit Gottes spüre und bin enttäuscht, wenn ich von dort zurück in den Alltag muss.
Es gibt Momente, in denen ich den Eindruck habe, der Geist öffnet mir die Augen für tiefe Erkenntnisse und im nächsten Moment holt mich meine Kleingläubigkeit wieder auf den Boden zurück.
Ich zweifle wie Thomas, bin von mir selbst enttäuscht wie Petrus, wünsche mir einen zugesicherten Platz in der Ewigkeit wie Jakobus und Johannes.
Wenn ich mich also im Verhalten der Jünger so gut wiedererkenne, stellt sich die Frage, ob ich auch etwas von Judas in mir habe. Eine sehr unangenehme Frage. Während die anderen Jünger, auch wenn sie Fehler machen, doch im Glauben bleiben und nach der Auferstehung über sich hinauswachsen, scheitert Judas.
Der Verrat oder die Überlieferung durch Judas erscheint mir so abgrundtief schlecht, dass ich mich in ihm keinesfalls spiegeln möchte.
Wofür steht Judas bei mir? Er täuscht die anderen und enttäuscht sie. Er gehört zum engen Kreis der 12 Jünger – eine Position, die ich mir wünschen würde – und doch scheint er von dem, was Jesus lehrt und vorlebt, nicht wirklich im Herz berührt zu sein.
Eine Interpretation für die Gründe von Judas ist, dass er die Dinge vorantreiben wollte, dass es ihm nicht schnell genug ging, dass Jesus sich nicht auf die Art durchgesetzt hat, wie sich Judas das vorgestellt hat und er ihn deshalb zum Handeln zwingen wollte.
Und da ist er mir plötzlich leider nicht mehr so fern. Wie oft wünschte ich mir, dass Gott an der einen oder anderen Stelle doch endlich mal aufräumen würde, dass das Reich Gottes sich mit einem allmächtigen Knall durchsetzt. Könnte es sein, dass ich hier meine persönliche Brechstange ansetze, weil ich nicht abwarten kann?
Erschreckend finde ich die Formulierung in der Bibel, dass der Satan von Judas Besitz ergriffen hat. Die negative Macht hat sich seiner bedient. Judas scheint selbst nicht mehr frei in seinen Entscheidungen gewesen zu sein.
Gibt es nicht so Momente, in denen eine negative Kraft in uns hervorbricht und wir Dinge sagen oder tun, die uns später unendlich leidtun?
Es gefällt mir nicht – aber ich finde durchaus Anteile in mir, die ich mit Judas in Verbindung bringen kann. Gott sei Dank sind die Anteile, die wie Petrus bekennen: „Du bist der Messias!“ die mächtigeren Anteile.
Ihre Christine Sommer
Wenn ich mir das bei Texten aus den Evangelien überlege, lande ich sehr oft bei den Jüngern. Ich bin wie die Jünger.
Mal begeistert, mal entgeistert. Manchmal fühle ich mich, als läge ich direkt am Herz von Jesu und im nächsten Moment höre ich seine Worte und ich verstehe nichts davon.
Ich möchte verweilen und Hütten bauen, wo ich die Herrlichkeit Gottes spüre und bin enttäuscht, wenn ich von dort zurück in den Alltag muss.
Es gibt Momente, in denen ich den Eindruck habe, der Geist öffnet mir die Augen für tiefe Erkenntnisse und im nächsten Moment holt mich meine Kleingläubigkeit wieder auf den Boden zurück.
Ich zweifle wie Thomas, bin von mir selbst enttäuscht wie Petrus, wünsche mir einen zugesicherten Platz in der Ewigkeit wie Jakobus und Johannes.
Wenn ich mich also im Verhalten der Jünger so gut wiedererkenne, stellt sich die Frage, ob ich auch etwas von Judas in mir habe. Eine sehr unangenehme Frage. Während die anderen Jünger, auch wenn sie Fehler machen, doch im Glauben bleiben und nach der Auferstehung über sich hinauswachsen, scheitert Judas.
Der Verrat oder die Überlieferung durch Judas erscheint mir so abgrundtief schlecht, dass ich mich in ihm keinesfalls spiegeln möchte.
Wofür steht Judas bei mir? Er täuscht die anderen und enttäuscht sie. Er gehört zum engen Kreis der 12 Jünger – eine Position, die ich mir wünschen würde – und doch scheint er von dem, was Jesus lehrt und vorlebt, nicht wirklich im Herz berührt zu sein.
Eine Interpretation für die Gründe von Judas ist, dass er die Dinge vorantreiben wollte, dass es ihm nicht schnell genug ging, dass Jesus sich nicht auf die Art durchgesetzt hat, wie sich Judas das vorgestellt hat und er ihn deshalb zum Handeln zwingen wollte.
Und da ist er mir plötzlich leider nicht mehr so fern. Wie oft wünschte ich mir, dass Gott an der einen oder anderen Stelle doch endlich mal aufräumen würde, dass das Reich Gottes sich mit einem allmächtigen Knall durchsetzt. Könnte es sein, dass ich hier meine persönliche Brechstange ansetze, weil ich nicht abwarten kann?
Erschreckend finde ich die Formulierung in der Bibel, dass der Satan von Judas Besitz ergriffen hat. Die negative Macht hat sich seiner bedient. Judas scheint selbst nicht mehr frei in seinen Entscheidungen gewesen zu sein.
Gibt es nicht so Momente, in denen eine negative Kraft in uns hervorbricht und wir Dinge sagen oder tun, die uns später unendlich leidtun?
Es gefällt mir nicht – aber ich finde durchaus Anteile in mir, die ich mit Judas in Verbindung bringen kann. Gott sei Dank sind die Anteile, die wie Petrus bekennen: „Du bist der Messias!“ die mächtigeren Anteile.
Ihre Christine Sommer
3 Minuten
Ostern ist noch nicht so lange her. Und ich bin dankbar für wunderbare Gottesdienste in besonderen Formaten. Nur eine Erfahrung hat mich noch lange beschäftigt, die würde ich gerne mit Euch und Ihnen teilen: Es war am Gründonnerstag. Mehrere Gemeinden im Norden Heidelbergs waren eingeladen zu einem Tischabendmahl. Vor der Friedenskirche angekommen, herrschte eine spannend-festliche Atmosphäre. Ich habe so ein Tischabendmahl noch nie erlebt, ebenso zwei Damen, die sich langsam der Kirche näherten. Sie waren zögerlich, wir kamen ins Gespräch. Ich konnte ihnen nicht sagen, was wir erleben würden, nur andeuten und dass ich freudig gespannt sei. Sie wurden immer aufgeschlossener, aber doch noch unsicher: sollen wir uns da hineinwagen?Dann fing es auch noch an zu regnen, wir wurden gebeten, ins Gemeindehaus zu gehen. Die Damen wollten beinahe umkehren, ließen sich doch noch ein paar Schritte weiter locken und da standen wir plötzlich unter einem Regenbogen. Diese Erfahrung öffnete unsere Herzen, die Gespräche wurden tiefer. Anschließend wurden wir zum Eingang der Kirche gebeten, festlich freudig von allen Pfarrern und Pfarrerinnenam Eingang empfangen.Da entdeckte ich ein paar Bekannte, löste mich von diesen beiden Damen und kam mit den Bekannten ins Gespräch. Als die Posaunen spielten, wir begrüßt wurden, stellte ich fest: die beiden Damen hatten sich entfernt. Das hat mich ganz traurig gestimmt: hätte ich bei den Damen stehen bleiben sollen? Wie wichtig ist es doch, Menschen, in unsere Kirchen und Gemeinden HINEINZULIEBEN. Insbesondere in diesen Zeiten der kirchlichen Veränderungen und Unsicherheiten. Und was habe ich gemacht? Sie stehen lassen, alleine gelassen? Immer wieder habe ich an sie gedacht. Ach, wie hoch sind die Schwellen. Und wie sehr brauchen wir geduldige, liebevolle, unaufdringliche Begleitung?!
Wie heißt es in der Jahreslosung?
Alles, was ihr tut, geschehe in Liebe. (1. Kor. 16,14)
Diese Jahreslosung erinnert mich immer wieder: die Liebe ist der größte Schatz, den wir geschenkt bekommen, erleben und weitergeben dürfen.
Und da merke ich meine eigene Begrenztheit: Ich MUSS mir die Liebe immer wieder neu schenken lassen, um dann im Hören zur Seite zu stehen, zu bleiben und mitzugehen.
Mir blieb dann nichts anderes, als die Damen Dem zu überlassen, Der sie sieht und weiß, was sie brauchen.Vielleicht heißt Liebe auch, gehen lassen in aller Freiheit.
Mögen Sie gesegnet sein mit dieser Liebe zum Aufnehmen und Weitergeben, auf dass immer wieder österliche Freude spürbar werde.
Das wünscht Isabel Prinzessin zu Löwenstein, Heidelberg
Wie heißt es in der Jahreslosung?
Alles, was ihr tut, geschehe in Liebe. (1. Kor. 16,14)
Diese Jahreslosung erinnert mich immer wieder: die Liebe ist der größte Schatz, den wir geschenkt bekommen, erleben und weitergeben dürfen.
Und da merke ich meine eigene Begrenztheit: Ich MUSS mir die Liebe immer wieder neu schenken lassen, um dann im Hören zur Seite zu stehen, zu bleiben und mitzugehen.
Mir blieb dann nichts anderes, als die Damen Dem zu überlassen, Der sie sieht und weiß, was sie brauchen.Vielleicht heißt Liebe auch, gehen lassen in aller Freiheit.
Mögen Sie gesegnet sein mit dieser Liebe zum Aufnehmen und Weitergeben, auf dass immer wieder österliche Freude spürbar werde.
Das wünscht Isabel Prinzessin zu Löwenstein, Heidelberg
3 Minuten
Meine To Do Liste starrt mich an – ich starre zurück. Es ist einfach zuviel. Zuviele Aufgaben, zuviele Anforderungen, zu viel Druck… Alles wächst mir über den Kopf. Am liebsten würde ich mich ins Bett verkriechen und die Decke über den Kopf ziehen. Einfach mal meine Ruhe haben. Gerade begegnet mir dieses „Zuviel“ auch in meinem Umfeld auf Schritt und Tritt. Die Kleinunternehmerin erzählt, dass der Mitarbeiter gekündigt hat; ein Ersatz ist auf dem leergefegten Arbeitsmarkt nicht in Sicht. „Ich weiß gar nicht, wie es jetzt weitergehen soll… Ich rackere mich ab, muss arbeiten wie ein Pferd - aber es hört nicht auf… War denn der ganze Aufwand umsonst?“ Die Juristin berichtet von dem zunehmenden Druck im großen Unternehmen und hat Angst vor ihrem Beurteilungsgespräch. Sie sagt: „Ich schaffe das alles einfach nicht mehr…“ und ihr kommen die Tränen…
Solche Krisen, in denen es zuviel wird, kennen wir sicher alle. Wir suchen Wege und Möglichkeiten, um aus der Krise herauszufinden. Aber umsonst. Es ist, als ob uns alles aus den Händen gleitet…. Kennen wir das?
Die Jünger haben eine solche Erfahrung am See Tiberias gemacht. Jesus war gekreuzigt worden – ihnen war der Boden unter den Füßen weggebrochen. Wie sollte es jetzt weitergehen? Waren die ganzen letzten Jahre umsonst gewesen? Und sie entscheiden, fischen zu gehen. Alltagsgeschäft. Die ganze Nacht arbeiten sie durch – und doch bleiben die Netze leer… Das auch noch… Auch ihnen scheint alles aus den Händen zu gleiten. Wirklich alles umsonst…. Und dann lesen wir in Johannes 21: Als es Morgen war, stand Jesus am Ufer. Und er lässt die Jünger mitten in ihrem ganzen „Umsonst“ noch einmal fischen gehen. Eigentlich eine Zumutung… Und doch. Das Wunder geschieht. Die Jünger gehen diesen einen nächsten Schritt. Trotz allem. Und ihr Netz wird so voll, dass sie es nicht mal mehr ziehen können. Da wussten sie, es ist der Herr… In diesem Moment war ein Erkennen – ohne Worte.
Ich frage mich, ob es manchmal genau darum geht. Trotz meiner Ohnmacht, meiner Verlorenheit, meinen Dunkelheiten, trotz meinem Zuviel hinausfahren und die Netze auswerfen. Mitten im Alltagsgeschäft den einen nächsten Schritt zu tun. Und dann zu erleben, dass ich das an Land ziehen kann, was ich zum Leben brauche. Zu erleben, dass ich überraschende Hilfe bei meiner langen To do Liste bekomme. Dass sich ein neuer Mitarbeiter findet und dass das gefürchtete Beurteilungsgespräch viel besser als erwartet verläuft. Werfen Sie diese Woche doch einmal Ihre Netze in diesem Vertrauen aus – und lassen Sie sich überraschen von all dem, was Sie dann an Land ziehen.
Ihre Christina Stadelmann, Grünwald.
Solche Krisen, in denen es zuviel wird, kennen wir sicher alle. Wir suchen Wege und Möglichkeiten, um aus der Krise herauszufinden. Aber umsonst. Es ist, als ob uns alles aus den Händen gleitet…. Kennen wir das?
Die Jünger haben eine solche Erfahrung am See Tiberias gemacht. Jesus war gekreuzigt worden – ihnen war der Boden unter den Füßen weggebrochen. Wie sollte es jetzt weitergehen? Waren die ganzen letzten Jahre umsonst gewesen? Und sie entscheiden, fischen zu gehen. Alltagsgeschäft. Die ganze Nacht arbeiten sie durch – und doch bleiben die Netze leer… Das auch noch… Auch ihnen scheint alles aus den Händen zu gleiten. Wirklich alles umsonst…. Und dann lesen wir in Johannes 21: Als es Morgen war, stand Jesus am Ufer. Und er lässt die Jünger mitten in ihrem ganzen „Umsonst“ noch einmal fischen gehen. Eigentlich eine Zumutung… Und doch. Das Wunder geschieht. Die Jünger gehen diesen einen nächsten Schritt. Trotz allem. Und ihr Netz wird so voll, dass sie es nicht mal mehr ziehen können. Da wussten sie, es ist der Herr… In diesem Moment war ein Erkennen – ohne Worte.
Ich frage mich, ob es manchmal genau darum geht. Trotz meiner Ohnmacht, meiner Verlorenheit, meinen Dunkelheiten, trotz meinem Zuviel hinausfahren und die Netze auswerfen. Mitten im Alltagsgeschäft den einen nächsten Schritt zu tun. Und dann zu erleben, dass ich das an Land ziehen kann, was ich zum Leben brauche. Zu erleben, dass ich überraschende Hilfe bei meiner langen To do Liste bekomme. Dass sich ein neuer Mitarbeiter findet und dass das gefürchtete Beurteilungsgespräch viel besser als erwartet verläuft. Werfen Sie diese Woche doch einmal Ihre Netze in diesem Vertrauen aus – und lassen Sie sich überraschen von all dem, was Sie dann an Land ziehen.
Ihre Christina Stadelmann, Grünwald.
3 Minuten
„Brannte nicht unser Herz“, so sagen es die Jünger, die nach Emmaus gegangen waren und beim Brotbrechen Jesus den Auferstandenen erkannten. „Als sie aber das hörten, gings ihnen durchs Herz“ so wird von der ersten Gemeinde in Jerusalem in der Apostelgeschichte erzählt. Wann brannte das Herz? Was hörten sie? Ich stelle sie mir vor, die Jünger und die vielen die sich inzwischen zu ihnen gesellt hatten, wie sie es immer wieder hören wollten, erzählen wollten, dass das Grab leer war, dass Jesus nicht im Grab liegt, sondern dass er sich in vielfältiger Weise den Jüngern nach der Auferstehung zeigte.
Wann war das in meinem Leben, dass die Worte Jesu mir durchs Herz gingen, dass mein Herz gebrannt hat oder wie wir heute sagen würden, wir berührt wurden? Was war es in den letzten Wochen, was mich berührt hat? Wir sehnen uns danach, dass etwas uns berührt, das es mitten in mein Leben hineinspricht und ich erschüttert werde. So, dass es eine Veränderung geben kann. So eine Berührung ist wie eine Quelle, aus der Freude und Kraft sprudeln. Wenn ich daran zurückdenke, werde ich wieder durchströmt und spüre es aufs Neue. Es ist wie eine Vergewisserung: Jesus ist da, jetzt!
Am Ostersonntag feierten wir die Osternacht mit einer großen Gruppe im Kloster Maihingen. Am Tag zuvor war es möglich, sich einer Vorbereitungsgruppe zu zuordnen. Ich wollte gerne beim Chor dabei sein.
Begonnen hat der Gottesdienst am Osterfeuer in der Dunkelheit. Nach einigen Stationen des Gottesdienstes, den Lesungen, Liedern und der Tauferinnerungsfeier kam die Abendmahlsfeier, die mich sehr bewegte. Danach sangen wir, der Chor ein Lied, das ich bisher nicht kannte. Dieses Lied ging mir durchs Herz. Da ging etwas in mir auf und kam zum Fließen.
„When I am down, and oh, my soul´s so weary. When troubles come and my heart burdened be. Then I am still and wait here in the silence until you come and sit a while with me.
You raise me up so I can stand on mountains, You raise me up to walk on stormy seas.
I am strong when I am on your shoulders. You raise me up to more than I can be.“
Was war das, wodurch wurde ich so stark berührt? Ich bin überzeugt, dass der Heilige Geist meine verletzten Stellen kennt und mich an diesen Stellen berührt. Dass etwas heil werden kann.
Ich wünsche Euch und Ihnen immer wieder diese Momente, in denen unser Herz brennt.
Ihre Und eure Traudel Krause
Wann war das in meinem Leben, dass die Worte Jesu mir durchs Herz gingen, dass mein Herz gebrannt hat oder wie wir heute sagen würden, wir berührt wurden? Was war es in den letzten Wochen, was mich berührt hat? Wir sehnen uns danach, dass etwas uns berührt, das es mitten in mein Leben hineinspricht und ich erschüttert werde. So, dass es eine Veränderung geben kann. So eine Berührung ist wie eine Quelle, aus der Freude und Kraft sprudeln. Wenn ich daran zurückdenke, werde ich wieder durchströmt und spüre es aufs Neue. Es ist wie eine Vergewisserung: Jesus ist da, jetzt!
Am Ostersonntag feierten wir die Osternacht mit einer großen Gruppe im Kloster Maihingen. Am Tag zuvor war es möglich, sich einer Vorbereitungsgruppe zu zuordnen. Ich wollte gerne beim Chor dabei sein.
Begonnen hat der Gottesdienst am Osterfeuer in der Dunkelheit. Nach einigen Stationen des Gottesdienstes, den Lesungen, Liedern und der Tauferinnerungsfeier kam die Abendmahlsfeier, die mich sehr bewegte. Danach sangen wir, der Chor ein Lied, das ich bisher nicht kannte. Dieses Lied ging mir durchs Herz. Da ging etwas in mir auf und kam zum Fließen.
„When I am down, and oh, my soul´s so weary. When troubles come and my heart burdened be. Then I am still and wait here in the silence until you come and sit a while with me.
You raise me up so I can stand on mountains, You raise me up to walk on stormy seas.
I am strong when I am on your shoulders. You raise me up to more than I can be.“
Was war das, wodurch wurde ich so stark berührt? Ich bin überzeugt, dass der Heilige Geist meine verletzten Stellen kennt und mich an diesen Stellen berührt. Dass etwas heil werden kann.
Ich wünsche Euch und Ihnen immer wieder diese Momente, in denen unser Herz brennt.
Ihre Und eure Traudel Krause
3 Minuten
„Pardonner c’est son métier“, spottete der Aufklärer Voltaire gegen Gott. Aber im Kern hatte er Recht. „Vergeben ist Sein Anliegen.“ Gottes Lebensprinzip ist Vergeben und Versöhnen. Daran hat er Freude. Gott will nicht vergelten und bestrafen. Mit Worten des Apostels Paulus im 2. Korintherbrief: „Gott war in Christus und versöhnte die Welt mit sich selber und rechnete ihnen ihre Sünden nicht zu und hat unter uns aufgerichtet das Wort von der Versöhnung.“ Gottes Lebensprinzip ist Vergeben und Versöhnen. Dietrich Bonhoeffer hat in der dritten Strophe seines Gedichtes: „Christen und Heiden“ geschrieben:
„Gott geht zu allen Menschen in ihrer Not,
sättigt den Leib und die Seele mit Seinem Brot,
stirbt für Christen und Heiden den Kreuzestod
und vergibt ihnen beiden.“
Darum ist die 5. Bitte des Vaterunsers so verheißungsvoll:
„und vergib uns unsere Schuld“. Wir dürfen darauf setzen, dass es Gottes Herzensanliegen ist, uns zu vergeben, wenn wir ihm unsere Schuld bekennen. Oder mit Worten aus dem
1. Johannesbrief: „Wenn wir unsere Sünden bekennen, ist Er treu und gerecht, dass Er uns unsere Sünden vergibt.“ Gottes Lebensprinzip ermöglicht das, was für uns lebensrettend ist.
Vor Gott sollen und dürfen wir unsere Schuld bekennen. Das hat Verheißung und befreit. Wir müssen nicht über uns verzweifeln. Wir müssen uns aber auch nicht überheben und perfekt sein. Wir leben von der geschenkten Rechtfertigung, die Jesus durch seine Hingabe aus Liebe für uns erwirkt hat. Um Vergebung bitten befreit zur Menschlichkeit.
Gottes Lebensprinzip in Anspruch nehmen will sich durch uns in der Welt verwirklichen. Es ist eines Christenmenschen würdige Konsequenz der Vergebung, dass wir beten und leben “wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.“ Vergeben ist nicht billig. Vergeben kann man nicht einfordern. Ich kann mich nicht selbst entschuldigen. Wenn wir sagen: „Ich entschuldige mich“, sagen wir, was wir nicht können. Um Entschuldigung können wir nur den bitten, an dem wir schuldig geworden sind. Vergeben ist nicht Fünfe grad sein lassen. Vergeben ist Ausdruck der Freiheit. Vergeben ist nicht Unrecht unter den Teppich kehren oder „Schwamm drüber“. Vergeben ist ehrliches Benennen. Aber Vergeben behaftet den anderen nicht bei seinem Unrecht. Vergeben ist ein Akt der Freiheit.
Ein säkularer Hochzeits- und Trauerredner sagte mir: „Was mich am christlichen Glauben beeindruckt: Er lebt aus dem Prinzip Vergebung. Das ist einzigartig“.
Lasst uns den Unterschied machen. Schalom und liebe Grüße
Hans-Martin Steffe, Linkenheim-Hochstetten
„Gott geht zu allen Menschen in ihrer Not,
sättigt den Leib und die Seele mit Seinem Brot,
stirbt für Christen und Heiden den Kreuzestod
und vergibt ihnen beiden.“
Darum ist die 5. Bitte des Vaterunsers so verheißungsvoll:
„und vergib uns unsere Schuld“. Wir dürfen darauf setzen, dass es Gottes Herzensanliegen ist, uns zu vergeben, wenn wir ihm unsere Schuld bekennen. Oder mit Worten aus dem
1. Johannesbrief: „Wenn wir unsere Sünden bekennen, ist Er treu und gerecht, dass Er uns unsere Sünden vergibt.“ Gottes Lebensprinzip ermöglicht das, was für uns lebensrettend ist.
Vor Gott sollen und dürfen wir unsere Schuld bekennen. Das hat Verheißung und befreit. Wir müssen nicht über uns verzweifeln. Wir müssen uns aber auch nicht überheben und perfekt sein. Wir leben von der geschenkten Rechtfertigung, die Jesus durch seine Hingabe aus Liebe für uns erwirkt hat. Um Vergebung bitten befreit zur Menschlichkeit.
Gottes Lebensprinzip in Anspruch nehmen will sich durch uns in der Welt verwirklichen. Es ist eines Christenmenschen würdige Konsequenz der Vergebung, dass wir beten und leben “wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.“ Vergeben ist nicht billig. Vergeben kann man nicht einfordern. Ich kann mich nicht selbst entschuldigen. Wenn wir sagen: „Ich entschuldige mich“, sagen wir, was wir nicht können. Um Entschuldigung können wir nur den bitten, an dem wir schuldig geworden sind. Vergeben ist nicht Fünfe grad sein lassen. Vergeben ist Ausdruck der Freiheit. Vergeben ist nicht Unrecht unter den Teppich kehren oder „Schwamm drüber“. Vergeben ist ehrliches Benennen. Aber Vergeben behaftet den anderen nicht bei seinem Unrecht. Vergeben ist ein Akt der Freiheit.
Ein säkularer Hochzeits- und Trauerredner sagte mir: „Was mich am christlichen Glauben beeindruckt: Er lebt aus dem Prinzip Vergebung. Das ist einzigartig“.
Lasst uns den Unterschied machen. Schalom und liebe Grüße
Hans-Martin Steffe, Linkenheim-Hochstetten
3 Minuten
Noch sind wir vor Ostern, in der Kar-Zeit. Gestern oder vor einigen Tagen – je nachdem, wann du diesen Impuls hörst:
Palmsonntag – hoffnungsvoller Einzug Jesu in Jerusalem. Die Leute jubeln ihm zu, wedeln mit den Palmblättern – Freude bricht sich Bahn:
Unser Erlöser kommt!
Der König zieht in seiner Stadt ein!
Die Hoffnung vibriert in Jerusalem.
Ich kann das vor meinem inneren Auge sehen, spüre die Freude im Bauch...
Kennt ihr das auch – dass ihr euch so auf etwas freut oder über etwas?
Dass ihr die Hoffnung im ganzen Körper spürt?
Vielleicht auf das Ende einer bedrückenden Zeit
oder auf einen Neuanfang?
Auf jemanden, der kommt – oder endlich geht?
Was für eine Achterbahn der Gefühle wartet auf die Menschen, die Jünger – ja und auch auf Jesus.
Gemeinschaft mit den engsten Freunden beim letzten Mahl,
in dem Wissen, dass einer von ihnen ihn betrügen wird.
Ringen um Nähe mit seinen Freunden, die einschlafen,
Soldaten, Schwerter, Abführen
Wut, Hilflosigkeit, Verleumdung,
Angst und Schmerz, Folter und Qual bis zum Tod.
SCHWARZ.
Die Hoffnung gestorben.
Und diese stirbt doch zuletzt – sagen wir, oder?
Das Ende?
Ich erinnere mich an manche tiefen Momente meines Lebens,
wo ich hoffte, auf innere Freiheit und Aufatmen in Beziehungs-Situationen und Lebensträumen;
wo ich hoffte, auf Erlösung von Krankheit und Schmerz meines Vaters und meiner Mutter und uns allen, die mitlitten;
wo ich hoffe auf Veränderung, Durchdringen von Jesu Gnade und Heilung in Lebenssituationen meiner Freunde und Verwandten.
Achterbahn der Gefühle
Ich spüre das Schwarz in diesen Situationen – mit aller Hilflosigkeit, Ohnmacht, Wut und Verzweiflung.
Dann der Morgen nach 3 Tagen – vielleicht kam es ihnen wie eine Ewigkeit vor.
Das Grab ist leer. Helles Licht aus dem dunklen, schwarzen Grab.
Eine Stimme, die beim Namen ruft.
Jesus lebt.
Die Hoffnung lebt.
Erst nehme ich das weiße Licht der Engel wahr, langsam kommen die Farben dazu – das Grün des Grases und der Bäume, das Rosa der Knospen.
Die Hoffnung wacht in mir wieder auf –
auch für meine Situationen, meine Freunde, meine Familie...
Wenn Jesus lebt – dann ist Hoffnung da – wenn auch vielleicht zart und zögerlich.
Hoffnung in Jesus, ist etwas, das außerhalb meiner selbst ist.
Ich kann und muss es nicht machen, nicht aus mir heraus produzieren.
Die Hoffnung kommt mir entgegen – in Jesus Christus –
sie schenkt sich mir und ich darf empfangen.
Breite deine Arme aus und empfange den lebendigen Jesus Christus!
Hallelujah! Meine Hoffnung lebt.
Gesegnete Ostern wünscht Eure Damaris Friedrich
Palmsonntag – hoffnungsvoller Einzug Jesu in Jerusalem. Die Leute jubeln ihm zu, wedeln mit den Palmblättern – Freude bricht sich Bahn:
Unser Erlöser kommt!
Der König zieht in seiner Stadt ein!
Die Hoffnung vibriert in Jerusalem.
Ich kann das vor meinem inneren Auge sehen, spüre die Freude im Bauch...
Kennt ihr das auch – dass ihr euch so auf etwas freut oder über etwas?
Dass ihr die Hoffnung im ganzen Körper spürt?
Vielleicht auf das Ende einer bedrückenden Zeit
oder auf einen Neuanfang?
Auf jemanden, der kommt – oder endlich geht?
Was für eine Achterbahn der Gefühle wartet auf die Menschen, die Jünger – ja und auch auf Jesus.
Gemeinschaft mit den engsten Freunden beim letzten Mahl,
in dem Wissen, dass einer von ihnen ihn betrügen wird.
Ringen um Nähe mit seinen Freunden, die einschlafen,
Soldaten, Schwerter, Abführen
Wut, Hilflosigkeit, Verleumdung,
Angst und Schmerz, Folter und Qual bis zum Tod.
SCHWARZ.
Die Hoffnung gestorben.
Und diese stirbt doch zuletzt – sagen wir, oder?
Das Ende?
Ich erinnere mich an manche tiefen Momente meines Lebens,
wo ich hoffte, auf innere Freiheit und Aufatmen in Beziehungs-Situationen und Lebensträumen;
wo ich hoffte, auf Erlösung von Krankheit und Schmerz meines Vaters und meiner Mutter und uns allen, die mitlitten;
wo ich hoffe auf Veränderung, Durchdringen von Jesu Gnade und Heilung in Lebenssituationen meiner Freunde und Verwandten.
Achterbahn der Gefühle
Ich spüre das Schwarz in diesen Situationen – mit aller Hilflosigkeit, Ohnmacht, Wut und Verzweiflung.
Dann der Morgen nach 3 Tagen – vielleicht kam es ihnen wie eine Ewigkeit vor.
Das Grab ist leer. Helles Licht aus dem dunklen, schwarzen Grab.
Eine Stimme, die beim Namen ruft.
Jesus lebt.
Die Hoffnung lebt.
Erst nehme ich das weiße Licht der Engel wahr, langsam kommen die Farben dazu – das Grün des Grases und der Bäume, das Rosa der Knospen.
Die Hoffnung wacht in mir wieder auf –
auch für meine Situationen, meine Freunde, meine Familie...
Wenn Jesus lebt – dann ist Hoffnung da – wenn auch vielleicht zart und zögerlich.
Hoffnung in Jesus, ist etwas, das außerhalb meiner selbst ist.
Ich kann und muss es nicht machen, nicht aus mir heraus produzieren.
Die Hoffnung kommt mir entgegen – in Jesus Christus –
sie schenkt sich mir und ich darf empfangen.
Breite deine Arme aus und empfange den lebendigen Jesus Christus!
Hallelujah! Meine Hoffnung lebt.
Gesegnete Ostern wünscht Eure Damaris Friedrich
3 Minuten
In der Akustik gibt es eine Methode, mit einem unerwünschten Geräusch, wie z.B. Straßenlärm umzugehen, indem es durch ein anderes, positiv empfundenes Geräusch übertönt wird, zum Beispiel ein Wasserfallgeräusch. Das unerwünschte Geräusch ist trotzdem noch da, wird aber nicht mehr wahrgenommen, obwohl die Gesamtlautstärke steigt.
In älteren James Bond Filmen stellt Bond, damit ein Gespräch im Hotelzimmer nicht abgehört werden kann, die Dusche an. Das rauschende Wasser verhindert, dass man seine Worte verstehen kann.
Wir sind in der Passionszeit. Eigentlich die Zeit, in der die Kirchen dazu aufrufen, sich über sein Verhalten Gedanken zu machen, Buße zu tun, also etwas zu verändern, in eine andere Richtung zu denken.
Ich nehme dies aber gerade nicht wahr. Woran liegt das? Ich finde, wir werden praktisch überflutet mit nicht-religiösen Aufrufen, unser Leben zu ändern. Die Spanne reicht von was ich essen und trinken soll, wie ich schlafen soll, über mein Einkaufsverhalten, meine Heiztechnik, meiner Work-Life-Balance, den richtigen Sport, über Fortbewegungsmittel, zum Medienkonsum, einer politisch korrekten Gesinnung und so weiter.
Das ist mir inzwischen so laut geworden, dass ich merke, wie ich zu mache. Ich verschließe mich gegen alle Aufrufe, weil mich das, was ich alles soll, überfordert und ich will nichts mehr hören. Es sind so viele Marktschreier unterwegs, dass ich die Stimme aus der Wüste, die ruft, dass das Himmelreich nahe ist, nicht mehr hören kann.
Dabei ist das doch das Elementare, das was wirklich Bestand hat. Und im Unterschied zu allen anderen Stimmen, muss ich die Veränderung nicht aus eigener Kraft, aus eigenem Vermögen, aus eigener Leistung bringen. Ich muss mich nur entscheiden, die Tür zu öffnen für Jesus. Das Wachstum des Himmelreichs, dieser Reichtum, der sich mir entfaltet, wächst allein durch Gottes Kraft.
Gerade jetzt im Frühling können wir beobachten, wie reich und farbenfroh die Natur sich zeigt. Jede Pflanze entwickelt ihre eigene Schönheit, ihre Besonderheit. Das Gras wächst, ohne, dass wir daran ziehen müssen.
Auch wenn Sie wie ich vielleicht den Lärm der vielen Stimmen satt haben, so versuchen Sie doch die leise Stimme des Johannes herauszuhören und öffnen Sie Ihre Herzenstür, so wie die Fenster jetzt im Frühling, um frischen Geist einziehen zu lassen.
Ihre Christine Sommer
In älteren James Bond Filmen stellt Bond, damit ein Gespräch im Hotelzimmer nicht abgehört werden kann, die Dusche an. Das rauschende Wasser verhindert, dass man seine Worte verstehen kann.
Wir sind in der Passionszeit. Eigentlich die Zeit, in der die Kirchen dazu aufrufen, sich über sein Verhalten Gedanken zu machen, Buße zu tun, also etwas zu verändern, in eine andere Richtung zu denken.
Ich nehme dies aber gerade nicht wahr. Woran liegt das? Ich finde, wir werden praktisch überflutet mit nicht-religiösen Aufrufen, unser Leben zu ändern. Die Spanne reicht von was ich essen und trinken soll, wie ich schlafen soll, über mein Einkaufsverhalten, meine Heiztechnik, meiner Work-Life-Balance, den richtigen Sport, über Fortbewegungsmittel, zum Medienkonsum, einer politisch korrekten Gesinnung und so weiter.
Das ist mir inzwischen so laut geworden, dass ich merke, wie ich zu mache. Ich verschließe mich gegen alle Aufrufe, weil mich das, was ich alles soll, überfordert und ich will nichts mehr hören. Es sind so viele Marktschreier unterwegs, dass ich die Stimme aus der Wüste, die ruft, dass das Himmelreich nahe ist, nicht mehr hören kann.
Dabei ist das doch das Elementare, das was wirklich Bestand hat. Und im Unterschied zu allen anderen Stimmen, muss ich die Veränderung nicht aus eigener Kraft, aus eigenem Vermögen, aus eigener Leistung bringen. Ich muss mich nur entscheiden, die Tür zu öffnen für Jesus. Das Wachstum des Himmelreichs, dieser Reichtum, der sich mir entfaltet, wächst allein durch Gottes Kraft.
Gerade jetzt im Frühling können wir beobachten, wie reich und farbenfroh die Natur sich zeigt. Jede Pflanze entwickelt ihre eigene Schönheit, ihre Besonderheit. Das Gras wächst, ohne, dass wir daran ziehen müssen.
Auch wenn Sie wie ich vielleicht den Lärm der vielen Stimmen satt haben, so versuchen Sie doch die leise Stimme des Johannes herauszuhören und öffnen Sie Ihre Herzenstür, so wie die Fenster jetzt im Frühling, um frischen Geist einziehen zu lassen.
Ihre Christine Sommer