Die Börsenminute Archiv
670 Episoden
3 Minuten
Früher war eine Depoteröffnung beim Bankschalter zeitraubend. Um die Bürokratie kommt man auch heute nicht herum. Allerdings kann man bei Online- und Neobrokern alles vom Sofa aus erledigen. Zunächst muss man seine persönlichen Daten eingeben, inklusive Einkommenssituation und Bekanntgabe, in welchem Land man steuerlich ansässig ist. Als nächstes wird man aufgefordert sein Anlageprofil auszufüllen. Da wird die Lebensphase, die Ziele und Bedürfnisse, nochmals die finanzielle Situation, der Anlagehorizont und das Risikoprofil abgefragt. Wer ein Gemeinschaftsdepot eröffnet sollte darauf achten, dass man die Risikoprofile aufeinander abstimmt, um sich nicht gegenseitig beim Handeln einzuschränken. Anschließend erfolgt die Legitimation vor der Bildschirmkamera, wo man einen gültigen Ausweis parat haben sollte, mit dem man zur Dokumentation abgelichtet wird. Wer kein Smartphone, Tablet oder PC mit Kamera zur Verfügung hat kann sich auch im Postamt oder beim Postboten mit Ausweis legitimieren, oder falls es Filialen gibt, direkt beim Institut. Abschließend wird noch ein Verrechnungskonto beim Broker ebenso online angelegt, über das man dann die Wertpapierkäufe und Verkäufe abwickelt. Auch muss man ein Referenzkonto angegeben, von dem aus man am besten zunächst einmal Geld auf sein Verrechnungskonto überweist, damit man handeln kann, ohne gleich das Verrechnungskonto zu überziehen. Das kann nämlich aktuell effektiv rund vier Prozent Zinsen pro Jahr kosten. Wer noch nicht mit einem Musterdepot im Trockentraining den Wertpapierhandel geübt hat, der sollte dies jetzt tun, bevor er sein echtes Geld einsetzt. Man sollte auch nicht sofort sein ganzes Vermögen in Aktien, Fonds oder ETFs investieren. So reduziert man die Gefahr, zu einem ungünstigen Zeitpunkt einzusteigen und macht sich auch langsam mit dem neuen Depot vertraut. Am besten beginnt man mit dem Basisinvestment seiner Geldanlage, also dem am breitesten gestreuten Fonds oder ETF, in dem man die größte Summe veranlagen möchte. Diesen für das Kerninvestment vorgesehenen Betrag kann man auch wiederum auf mehrere Etappen investieren. Dabei sollte man etwaige Mindestspesen berücksichtigen und gegebenenfalls nicht zu kleine Beträge investieren. Wie man überhaupt einen Wertpapierauftrag aufgibt, dazu mehr in Fenster 21 des Börsenminute-Adventkalenders.
Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernehmen die Autorin, Julia Kistner und die DADAT Bank keine Haftung.
Musik und Sound Rechte: https://www.geldmeisterin.com/index.php/bm-sound-musik-rechte/
#Wertpapierdepot #Vermögen #Aktien #Broker #Anlagestrategie #Anlegen #Vorsorge #Order #Spesen #Wertpapiere #Sparen #Zinsen #Vermögen #Zinseszinseffekt #Smartphone-Broker #Trading-App #Stopp-Loss #Fonds #Depotbank #Online-Broker #Bank #Verechnungskonto #Geldanlage
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4 Minuten
Für die Auswahl des Wertpapierbrokers oder der Depotbank sollte man sich schon deshalb viel Zeit nehmen, weil ein Wechsel des Wertpapierdepots noch aufwendiger als ein Kontowechsel ist und vor allem kostspielig sein kann. Bei einem Depotwechsel muss man alle seine Wertpapiere zum neuen Anbieter übertragen lassen. Oder man verkauft die Wertpapiere im alten Depot und kauft sie anschließend im neuen. Beides ist mit beachtlichen Spesen verbunden. Daher mein Tipp: Vergleiche die Platzhirsche mit den namhaften Online- und den Neobrokern und nimm am Schluss jene drei bis vier Anbieter genauer unter die Lupe, die Deinen persönlichen Zweck am besten erfüllen. Wer beispielsweise wenig handelt und nur in wenige Wertpapiere investiert und das langfristig, für den sind die Depotspesen entscheidend. Wer öfters Wertpapiere kauft und verkauft muss insbesondere auf die Handelsspesen und hier vor allem auf die Höhe der Mindestspesen achten. Wer wiederum nur mit sehr gängigen Aktien- oder ETF-Sparplänen ansparen möchte, kann auch einen spesengünstigen Neobroker in Erwägung ziehen. Wer ebenso in Anleihen oder gemanagten Fonds investieren möchte, bekommt bei den neuen Smartphone-Brokern oftmals nicht das entsprechende Angebot. Um günstig und einfach in der Handhabung sein zu können bieten diese auch kaum oder gar keine Ordervarianten an. So kann man etwa keine Stop-Loss-Order aufgeben, die beim Unterschreiten einer bestimmten Kursschwelle automatisch einen Verkaufsauftrag auslösen. Auch kann man nicht mit allen Neobrokern über die Wiener Börse handeln. Überhaupt haben die supergünstigen Broker oftmals nur einen Handelspartner, von dessen Rückvergütungen sie leben. Das kann ein Flaschenhals bei sehr starken Kursbewegungen an den Kapitalmärkten oder bei bestimmten Wertpapieren sein. Bei den Neobrokern kann man auch nur mit seinem Smartphone und nicht auch über den PC die Wertpapieraufträge aufgeben. Ich persönlich trade gerne am PC und lasse mir die Tans dafür übers Handy schicken. Das bietet zusätzlich Cyber-Sicherheit. Und wer sich außerdem eine automatische Kest-Abführung durch die Depotbank wünscht sowie eine Einlagensicherung nach österreichischem Recht bekommt dies auch nur von den heimischen Platzhirschen geboten.
Der bescheidene Service und das beschränkte Handelsangebot erlauben den Neo-Brokern andererseits auf Gebühren für das Depot und das Verrechnungskonto zu verzichten und sehr günstige Handelsspesen anzubieten. Auch kann man aufgrund der fehlenden Auswahlmöglichkeiten mit wenigen Klicks einfach über das Handy handeln. Es zahlt sich in jedem Fall aus, sich im Bekanntenkreis über deren Erfahrungen mit Depotbanken umzuhören. Hat man sich für die eine Bank oder den anderen Broker entschieden, sollte man auch nicht gleich sein ganzes frei verfügbares Vermögen anlegen, sobald man sein Depot und das dazu gehörende Verrechnungskonto angelegt hat. Dazu mehr in Fenster 20 des Börsenminute-Adventkalenders.
Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernehmen die Autorin, Julia Kistner und die DADAT Bank keine Haftung.
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Der bescheidene Service und das beschränkte Handelsangebot erlauben den Neo-Brokern andererseits auf Gebühren für das Depot und das Verrechnungskonto zu verzichten und sehr günstige Handelsspesen anzubieten. Auch kann man aufgrund der fehlenden Auswahlmöglichkeiten mit wenigen Klicks einfach über das Handy handeln. Es zahlt sich in jedem Fall aus, sich im Bekanntenkreis über deren Erfahrungen mit Depotbanken umzuhören. Hat man sich für die eine Bank oder den anderen Broker entschieden, sollte man auch nicht gleich sein ganzes frei verfügbares Vermögen anlegen, sobald man sein Depot und das dazu gehörende Verrechnungskonto angelegt hat. Dazu mehr in Fenster 20 des Börsenminute-Adventkalenders.
Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernehmen die Autorin, Julia Kistner und die DADAT Bank keine Haftung.
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3 Minuten
Die wichtigsten Zutaten fürs Anlegen hätten wir. Der nächste Schritt ist die Auswahl des Depots, über das man Wertpapiere handelt und wo man sie auch deponiert. Das kann, muss aber nicht die Hausbank sein. Vergleichsangebote einzuholen zahlt sich aus, auch weil so manches Kreditinstitut sehr gerne seine eigenen Finanzprodukte anpreist. Bei der Depotauswahl kommt es vor allem auf die folgenden fünf Dinge an: Erstens, die Einfachheit und Übersichtlichkeit der Trading-Maske oder der App mit der man Aktien, Fonds und anderen Wertpapiere kauft und verkauft. Zweitens, welche Handelsmöglichkeiten geboten werden. Ob man je nach Vorliebe etwa auch Krypto oder physisches Gold handeln kann. Welche Stopps und Limits man zur Risikobegrenzung setzen kann. Ob man durch Partnerschaften mit Fonds- und Zertifikateanbietern günstige Konditionen genießt. Drittens, wie gut funktionieren Hotline und Service, die bei technischen und anderen Handelsproblemen zur Verfügung stehen. Viertens, wie hoch sind die Gebühren für die Depotführung und für das dafür benötigte Verrechnungskonto. Wie hoch sind vor allem die Spesen für Wertpapierkäufe und Verkäufe. Hier schlagen die Mindestspesen ins Gewicht, auf die man besonders achten sollte. Und fünftens spielt es auch eine Rolle, ob die Bank oder der Broker eine steuerliche Vertretung in Österreich hat oder nicht. Wenn nicht, muss man sich um die Besteuerung der Erträge selbst kümmern, was zusätzlichen Aufwand bedarf. Onlinebroker und Banken erstellen laufend eine Übersicht über alle im laufenden Jahr erwirtschafteten Nettowertpapiererträge. Die Aufstellung ist gerade in so guten Börsenjahren wie 2021 sehr nützlich. Man kann sich nämlich zu Jahresende überlegen, ob man nicht den einen oder anderen Verlustbringer im Depot noch in diesem Jahr steueroptimiert verkaufen möchte. Denn Wertpapierverluste kann man in Österreich leider nur mit Wertpapiergewinnen im selben Jahr ausgleichen. Auf den kurzen Exkurs in die Wertpapierbesteuerung folgen weitere Details zu den Kriterien für die Depotwahl in Folge 19 des Börsenminute-Adventkalenders.
Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernehmen die Autorin, Julia Kistner und die DADAT Bank keine Haftung.
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3 Minuten
Wer mir bis Fenster 17 des Börsenminute-Adventkalenders gefolgt ist, der hat eigentlich gute Voraussetzungen seine Geldveranlagung selbst in die Hand zu nehmen. Der weiß inzwischen, dass er den größten Teil seines für die Wertpapierveranlagung vorgesehenen Vermögens in einen sehr breit gestreuten Fonds investieren sollte, der auf weltweite, bekannte Qualitätsaktien setzt. Oder dass man alternativ auch spesengünstig in einen ETF veranlagen kann, der einem globalen Index wie beispielsweise den MSCI World oder auch den MSCI All Country World nachbildet. Letzterer ist der Richtige, wenn man auch in die größten Unternehmen in den Entwicklungsländern investieren möchte. Je nach Risikofreudigkeit, Geschmack und Veranlagungssumme kann man den Rest dann noch in zwei bis vier weitere Fonds und ETFs veranlagen, die beispielsweise bestimmte Länder oder ganze Regionen wie Europa, Asien oder Japan abdecken oder die sich auf bestimmte Zukunftsthemen wie Klimawandel, Automatisation, Digitalisierung oder Pharma- und Medizintechnik konzentrieren. Anlegen ist in jedem Fall Arbeit. Wer dennoch meint, ihm fehlt das Know How und vor allem die Zeit, um sein Portfolio in Eigenregie zusammenzustellen und zu managen, der kann sich natürlich immer noch auch an seinen Finanz- oder Bankberater seines Vertrauens wenden. Selbst dann schadet erworbenes Finanzwissen nie. Viele Banken und Broker bieten aber auch noch etwas dazwischen an, eine Art standardisierte Vermögensverwaltung, die je nach Risikoneigung und Anlagehorizont vier fix- und fertige Portfolio-Lösungen bietet. Dies meist ab einer Veranlagung von 10.000 Euro und zu moderaten Kosten. Diese Produkte kann man natürlich auch jederzeit aufstocken. Oder man macht sich damit erst einmal mit seinem Depot und der Börse vertraut und beginnt mit weiteren Ersparnissen langsam individuell zu veranlagen. Nicht alle Banken und Broker bieten eine Vermögensverwaltung für den Durchschnittsverdiener an. Wer so etwas wünscht, sollte sich über ein solches Angebot vor Depot-Abschluss erkundigen. Worauf es bei Wahl des Wertpapierbrokers noch ankommt erfährst Du ab Folge 18 des Börsenminute-Adventkalenders.
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3 Minuten
In den letzten Fenstern des Börsenminute-Adventkalenders ging es um die Werkzeuge der Geldanlage. Jetzt geht es noch um den Werkzeugkoffer und was der alles beinhalten sollte. Hier gefällt mir die Drei Topf-Anlagestrategie von Capital Bank-Vorstand Constantin Veyder-Malberg. Zuerst investiert man in den Sicherheitstopf. Dort sind die eigene Immobilie, etwas Festgeld, womöglich eine Ablebensversicherung, wertvoller Schmuck, Bilder und andere Sachwerte drin wie grundsolide Aktien oder Aktienfonds. Das sind zum Beispiel Dividendenaristokraten, sprich Unternehmen, die seit Jahren kontinuierlich Gewinne ausschütten und schon mehrere Börsenkrisen überlebt haben. Dazu zählen etwa Procter & Gamble, Coca-Cola, Nestlé oder BASF. Zu Beginn und gerade bei kleineren Vermögen ist es zwecks Risikostreuung auch hier zu empfehlen nicht in Einzelunternehmen, sondern in Anteile eines Dividenden-Fonds zu veranlagen, der wiederum in mehrere Dividendenkaiser investiert. Und sollten die Zinsen und damit die Erträge von Schuldverschreibungen 2023 oder 2024 attraktiver sein, dann gehören in den Sicherheitstopf auch wieder top geratete Staatsanleihen. Aktuell halte ich diese Wertpapiere für unattraktiv.
Mein zweiter Topf ist der Kapitaltopf. Hier investiere ich langfristig breit gestreut in Wertpapiere, die mir zumindest eine Rendite von vier Prozent pro Jahr, besser etwas mehr liefern, damit ich mir meinen Lebensstandard langfristig erhalten und somit weiterhin mit meinen Freunden mithalten kann. Habe ich dann noch Geld über, kann ich damit einen dritten Topf, den Fun-Topf füllen. Er enthält spekulativere Aktien oder andere Anlageklassen, mit denen ich viel gewinnen aber auch alles verlieren kann. Diesen Investments sollte ich dann auch schon deutlich mehr Aufmerksamkeit und Zeit widmen. Wenn Du Dich hingegen um Deine Geldveranlagung so gut wie gar nicht kümmern, aber dennoch nicht zuschauen möchtest, wie die Inflation Deine Spareinlagen auffrisst, dann bieten die Banken und Broker inzwischen auch schon für bescheidenere Ersparnisse eine weitgehend standardisierte Vermögensverwaltung an. Mehr dazu in Folge 17 des Börsenminute-Adventkalender.
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Mein zweiter Topf ist der Kapitaltopf. Hier investiere ich langfristig breit gestreut in Wertpapiere, die mir zumindest eine Rendite von vier Prozent pro Jahr, besser etwas mehr liefern, damit ich mir meinen Lebensstandard langfristig erhalten und somit weiterhin mit meinen Freunden mithalten kann. Habe ich dann noch Geld über, kann ich damit einen dritten Topf, den Fun-Topf füllen. Er enthält spekulativere Aktien oder andere Anlageklassen, mit denen ich viel gewinnen aber auch alles verlieren kann. Diesen Investments sollte ich dann auch schon deutlich mehr Aufmerksamkeit und Zeit widmen. Wenn Du Dich hingegen um Deine Geldveranlagung so gut wie gar nicht kümmern, aber dennoch nicht zuschauen möchtest, wie die Inflation Deine Spareinlagen auffrisst, dann bieten die Banken und Broker inzwischen auch schon für bescheidenere Ersparnisse eine weitgehend standardisierte Vermögensverwaltung an. Mehr dazu in Folge 17 des Börsenminute-Adventkalender.
Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernehmen die Autorin, Julia Kistner und die DADAT Bank keine Haftung.
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4 Minuten
Der Megatrend der nächsten Jahrzehnte heißt Nachhaltigkeit, auch bei der Geldanlage. Selbst wenn jeder unter nachhaltigen Investments etwas anderes versteht, gibt es doch allgemeingültige Definitionen und Gütesiegel für ökologisch und sozial verantwortungsvolles anlegen. Es geht im Grunde immer um die drei Buchstaben ESG, soll heißen Environmental, Social und Governance, auf deutsch: Umwelt, Soziales, Unternehmensführung.
Wichtig sind hier die 17 ESG-Kriterien der Vereinten Nationen. Dann gibt es seit heuer die EU-Taxonomie, die dezidiert aufzählt, was nachhaltig ist. Hier wird noch kräftig zwischen den EU-Staaten gestritten, ob Gas und Atomenergie nachhaltige Energien sind oder nicht. Auch haben sich die EU-Mitgliedsländer bis jetzt erst auf ökologische und noch nicht auf soziale Kriterien geeinigt. Die sollen 2022 in die EU-Taxonomie aufgenommen werden. Dann gibt es seit März 2021 die EU-Offenlegungsverordnung. Fondsanbieter müssen seither ihre Produkte selbst in verschiedene Nachhaltigkeitskategorien einstufen: Artikel 8-Fonds gelten als grün, Artikel 9-Fonds als dunkelgrün. Sie achten bei ihren Investments etwa auf einen Beitrag zu Dekarbonisierung, nehmen diesbezüglich auch Einfluss auf die Unternehmen. Das heißt aber noch lange nicht, dass sie deshalb auch soziale Aspekte besonders berücksichtigen. Wer nach ökologischen und sozialen Aspekten veranlagen möchte tut gut daran, wenn er Investmentfonds wählt, die das sehr strenge österreichische Umweltzeichen tragen. Mehr dazu auf www.umweltzeichen.at.
Man kann aber nicht nur in nachhaltige gemanagte Fonds, sondern auch in ETFs veranlagen, die nachhaltige Indizes abbilden. So gibt es neben den MSCI World auch den MSCI World ESG der die 400 nachhaltigsten Unternehmen aus den 1600 Indexmitgliedern herausfischt. Der MSCI World ESG performte sogar im Ein-, Drei- und Fünf-Jahresvergleich etwas besser. Der DAX 50 ESG stieg hingegen in den letzten fünf Jahren nur halb so stark wie der DAX.
Guten Gewissens veranlagen bedeutet also nicht automatisch auch bessere Gewinne, aber langfristig laut diverser Studien auch keinen Ertragsverzicht. Wenn man nachthaltig investiert, so ist das ein zusätzliches Raster, durch das Produkte durchfallen können und ein mehr an Screening schafft in der Regel mehr Sicherheit. Andererseits, wenn ich etwa in New Energy-Themenfonds investiere, investiere ich natürlich auch in Risiko behafteten neue Technologien und hätte hier ein Klumpenrisiko. Das kann ich aber mindern mit dem richtigen Anlagemix. Wie ein solcher aussehen könnte erfährst Du in Folge 16 des Börsenminute-Adventkalender.
Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernehmen die Autorin, Julia Kistner und die DADAT Bank keine Haftung.
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#Aktien # #Nachhaltigkeit #ESG #Anlegen #Vorsorge #Diversifizieren #Volatilität #Offenlegungsverordnung #Cost_Average #Sparbuch #Sparen #Zinsen #Dividenden #Zinseszinseffekt #Geldanlage
Wichtig sind hier die 17 ESG-Kriterien der Vereinten Nationen. Dann gibt es seit heuer die EU-Taxonomie, die dezidiert aufzählt, was nachhaltig ist. Hier wird noch kräftig zwischen den EU-Staaten gestritten, ob Gas und Atomenergie nachhaltige Energien sind oder nicht. Auch haben sich die EU-Mitgliedsländer bis jetzt erst auf ökologische und noch nicht auf soziale Kriterien geeinigt. Die sollen 2022 in die EU-Taxonomie aufgenommen werden. Dann gibt es seit März 2021 die EU-Offenlegungsverordnung. Fondsanbieter müssen seither ihre Produkte selbst in verschiedene Nachhaltigkeitskategorien einstufen: Artikel 8-Fonds gelten als grün, Artikel 9-Fonds als dunkelgrün. Sie achten bei ihren Investments etwa auf einen Beitrag zu Dekarbonisierung, nehmen diesbezüglich auch Einfluss auf die Unternehmen. Das heißt aber noch lange nicht, dass sie deshalb auch soziale Aspekte besonders berücksichtigen. Wer nach ökologischen und sozialen Aspekten veranlagen möchte tut gut daran, wenn er Investmentfonds wählt, die das sehr strenge österreichische Umweltzeichen tragen. Mehr dazu auf www.umweltzeichen.at.
Man kann aber nicht nur in nachhaltige gemanagte Fonds, sondern auch in ETFs veranlagen, die nachhaltige Indizes abbilden. So gibt es neben den MSCI World auch den MSCI World ESG der die 400 nachhaltigsten Unternehmen aus den 1600 Indexmitgliedern herausfischt. Der MSCI World ESG performte sogar im Ein-, Drei- und Fünf-Jahresvergleich etwas besser. Der DAX 50 ESG stieg hingegen in den letzten fünf Jahren nur halb so stark wie der DAX.
Guten Gewissens veranlagen bedeutet also nicht automatisch auch bessere Gewinne, aber langfristig laut diverser Studien auch keinen Ertragsverzicht. Wenn man nachthaltig investiert, so ist das ein zusätzliches Raster, durch das Produkte durchfallen können und ein mehr an Screening schafft in der Regel mehr Sicherheit. Andererseits, wenn ich etwa in New Energy-Themenfonds investiere, investiere ich natürlich auch in Risiko behafteten neue Technologien und hätte hier ein Klumpenrisiko. Das kann ich aber mindern mit dem richtigen Anlagemix. Wie ein solcher aussehen könnte erfährst Du in Folge 16 des Börsenminute-Adventkalender.
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3 Minuten
Das moderne Sparbuch heißt Ansparplan. Während man früher einen entbehrlichen Teil seines Einkommens regelmäßig aufs Sparbuch legte und damit auch sinnvoll vorsorgen konnte, vernichtet man mit dieser Anlagestrategie heute Geld. Die tiefen Zinsen liegen nun schon viele Jahre weit unter der Inflationsrate. Die besser verzinste Alternative heißt Ansparplan. Man investiert regelmäßig einen stets gleichen Betrag in das gleiche Ansparprodukt. Für das Ansparen eignen sich derzeit Aktien oder ein Korb von Aktien, weshalb man auch vom Aktiensparen spricht. So erwirbt man in schlechten Börsenzeiten mehr, in Boom-Phasen weniger Aktien beziehungsweise Fondsanteile und profitiert so von durchschnittlich günstigeren Preisen, vom sogenannten „Cost average“-Effekt. Der wirkt umso mehr, je mehr das gewählte Anlageprodukt schwankt. Das heißt mit einem Sparplan kann man sich auch mit geringeren Ersparnissen in risikoreichere Einzelaktien oder spezifischere Themenfonds vorwagen, die nicht so breit gestreut sind. Man kann auch auf mehr als nur ein Anlageprodukt regelmäßig ansparen, wobei man hier natürlich bei geringen Ansparsummen die Mindestgebühren im Auge behalten sollte, damit die Spesen nicht die Renditen fressen. Bei einem Ansparplan sollte man thesaurierende Fondsvarianten wählen, wo Zinsen oder Dividenden nicht ausbezahlt, sondern wiederveranlagt werden. So profitiert man vom Zinseszins-Effekt.
Laut Analysen fährt man übrigens günstiger, wenn man immer am 15. eines Monats den Sparplan aufstockt, als wenn man regelmäßig zu Beginn oder am Ende eines Monats einbezahlt. Wie viel bei regelmäßiger Einzahlung etwa nach fünf bis zehn Jahren realistisch rausschauen kann lässt sich mit dem Sparrechner auf www.finanzen-rechner.net abschätzen.
Wer eine größere Summe frei zur Verfügung hat sollte die jetzt natürlich nicht in kleinen Portionen über viele Jahre im Rahmen eines Ansparplans investieren, sondern zeitnah den Gesamtbetrag veranlagen, je nach Höhe in zwei bis sechs Tranchen, um das Risiko des falschen Timings zu reduzieren. Falsch ist es in jedenfalls erst auf den richtigen Zeitpunkt für die Geldanlage zu warten und Renditen in der Zwischenzeit liegen zu lassen. Es gibt nichts Gutes außer man tut es …
Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernehmen die Autorin, Julia Kistner und die DADAT Bank keine Haftung.
Musik und Sound Rechte: https://www.geldmeisterin.com/index.php/bm-sound-musik-rechte/
#Aktien # #Ansparplan #Anlegen #Vorsorge #Diversifizieren #Volatilität #Mindesgebühren #Cost_Average #Sparbuch #Sparen #Zinsen #Dividenden #Zinseszinseffekt #Geldanlage
Laut Analysen fährt man übrigens günstiger, wenn man immer am 15. eines Monats den Sparplan aufstockt, als wenn man regelmäßig zu Beginn oder am Ende eines Monats einbezahlt. Wie viel bei regelmäßiger Einzahlung etwa nach fünf bis zehn Jahren realistisch rausschauen kann lässt sich mit dem Sparrechner auf www.finanzen-rechner.net abschätzen.
Wer eine größere Summe frei zur Verfügung hat sollte die jetzt natürlich nicht in kleinen Portionen über viele Jahre im Rahmen eines Ansparplans investieren, sondern zeitnah den Gesamtbetrag veranlagen, je nach Höhe in zwei bis sechs Tranchen, um das Risiko des falschen Timings zu reduzieren. Falsch ist es in jedenfalls erst auf den richtigen Zeitpunkt für die Geldanlage zu warten und Renditen in der Zwischenzeit liegen zu lassen. Es gibt nichts Gutes außer man tut es …
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4 Minuten
Zwei Expertengespräche, zwei Meinungen. Während RBI-Analyst Peter Brezinschek in der aktuellen Podcastfolge der GELDMEISTERIN rechnet, dass der Rohstoff-Boom 2022 ein Ende haben könnte hält Investmentlegende Jim Rogers Rohstoffe derzeit für die einzige Anlagealternative zu Aktien. Von fossilen Brennstoffen wie Öl, Gas, Uran über Agrarrohstoffe, Industrierohstoffe bis hin zu Edelmetallen. Investieren kann man in Rohstoffe jedenfalls auf drei Arten: Erstens physisch, indem man sich etwa Silber und Gold in den Tresor legt. Das geht mit hochpreisigen Edelmetallen. Mit Kupfer oder Uran tut man sich mit der physischen Aufbewahrung aber schon schwer. Hier spekuliert man mit Wertpapieren auf die Kursentwicklung der Rohstoffe. Dazu eignen sich die im Fenster zwölf vorgestellten Derivate. Die dritte Möglichkeit vom Rohstoffboom zu profitieren ist in Aktien von Rohstoffproduzenten oder Händlern zu investieren und Miteigentümer von Minen etc. zu werden. Welche Anlagealternative man wählt hängt zum einen von der Risikofreudigkeit ab, die bei Rohstoffinvestments aufgrund der starken Wertschwankungen ohnedies erhöht sein sollte. Ob ich physisch oder mittels Wertpapiere in Rohstoffe investiere hängt aber auch vom Zweck des Investments ab. Will ich mir damit langfristig eine eiserne Reserve zulegen und schlimmstenfalls bei einer Währungsreform ein Zahlungsmittel zur Verfügung haben, dann kaufe ich mir natürlich Edelmetall-Baren und Münzen. Geht es mir mehr um die Gewinnchancen investiere ich in Rohstoff-Aktien oder Zertifikate. Für den Einstieg würde ich auf physische Edelmetalle setzen und das auch nicht mit meinem ganzen Anlagevermögen, sondern mit fünf bis zehn Prozent meiner Ersparnisse. Wenn man sich nicht selbst um die Aufbewahrung kümmern möchte bieten Online-Broker und Edelmetallhändler auch Ansparpläne an, wo man Monat für Monat einen bestimmten Geldbetrag anspart und davon sukzessive Gold gekauft und in einen Tresor gelegt wird. Hier ist es wichtig zu hinterfragen, ob das Gold auch wirklich physisch hinterlegt wird, was nicht bei allen Gold- oder Silbersparplänen der Fall ist und welche Kosten für die Aufbewahrung anfallen. Auch mein Kooperationspartner DADAT bietet einen solchen Gold-Sparplan mit physischer Hinterlegung in einem Tresor in Wien an.
Alternativ besteht auch die Möglichkeit, Anteile an Goldfonds zu erwerben. Der in Österreich bekannteste Goldfonds, der Gold physisch in seinen Tresoren hinterlegt und bei dem man sich seine Fondsanteile in Geld oder Gold auszahlen lassen kann ist das Produkt Xetra-Gold von der Deutschen Börse Commodities. Ein weiteres bekanntes Flaggschiff ist der Euwax Gold II der Börse Stuttgart. Vorsicht, beide Produkte sind Gold-ETCs und keine Gold-ETFs und damit Schuldverschreibungen und kein Sondervermögen. Es besteht im Gegensatz zu ETFs also ein Emittenten-Risiko. Der weltweit größte Gold-ETF ist der SPDR Gold Shares. Spesengünstig ist der ETF ishares Gold Trust. Auch auf Goldfonds kann man regelmäßig ansparen statt einmalig einbezahlen. Mehr zu den generellen Vorteilen von Ansparplänen in Fenster 14 des Börsenminute-Adventkalenders.
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#Aktien #Rohstoffe #Edelmetalle #Gold #Silber #Goldsparplan #Anlegen #Vorsorge #Diversifizieren #Volatilität #Gold-ETF #ETC
Alternativ besteht auch die Möglichkeit, Anteile an Goldfonds zu erwerben. Der in Österreich bekannteste Goldfonds, der Gold physisch in seinen Tresoren hinterlegt und bei dem man sich seine Fondsanteile in Geld oder Gold auszahlen lassen kann ist das Produkt Xetra-Gold von der Deutschen Börse Commodities. Ein weiteres bekanntes Flaggschiff ist der Euwax Gold II der Börse Stuttgart. Vorsicht, beide Produkte sind Gold-ETCs und keine Gold-ETFs und damit Schuldverschreibungen und kein Sondervermögen. Es besteht im Gegensatz zu ETFs also ein Emittenten-Risiko. Der weltweit größte Gold-ETF ist der SPDR Gold Shares. Spesengünstig ist der ETF ishares Gold Trust. Auch auf Goldfonds kann man regelmäßig ansparen statt einmalig einbezahlen. Mehr zu den generellen Vorteilen von Ansparplänen in Fenster 14 des Börsenminute-Adventkalenders.
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3 Minuten
Ich persönlich würde mir als Börsenneuling nicht gleich Derivate ins Portfolio legen. Weil man aber auch als Jungbörsianer gleich einmal über eine sehr beliebte Derivate-Kategorie stolpert, die Zertifikate, hier eine kurze Erklärung, worum es geht. Mit Derivaten wie beispielsweise Zertifikaten beteiligt man sich nicht direkt an Unternehmen oder wie bei Fonds direkt an einem Korb von Unternehmen, sondern spekuliert „nur“ auf deren Wertsteigerungen. Derivate sind somit der Sammelbegriff für Finanzprodukte, deren Wert von der Wertentwicklung eines Basiswerts, auch Underlying genannt abhängt. Basiswerte können Einzelaktien, Fonds, Anleihen, Rohstoffe, Währungen oder auch Indizes wie der ATX, DAX oder Schweizer SMI sein.
Zu den Derivaten zählen Termingeschäfte, auch Futures genannt ebenso wie Optionen, Differenzkontrakte (CFDs) und die besagten Zertifikate. Diese kauft man mit einer Wertpapierkennnummer entweder über die Börse oder direkt beim Emittenten. Zertifikate sind bei Privatanlegern deshalb so beliebt, weil man damit je nach persönlicher Marktmeinung unzählig viele Anlagestrategien verfolgen und sogar auf fallende Kurse setzen kann. Sie erlauben auch mit bescheidenen Ersparnissen auf exotische Märkte und auf Rohstoffe zu setzen. Doch aufpassen: Zertifikate sind nicht wie Aktien Sachwerte, sondern Schuldverschreibungen von Banken. Sie sind kein Sondervermögen wie Fonds. Geht der Emittent pleite, ist auch das Zertifikat nichts mehr wert. Kritisiert wird oftmals die undurchsichtige Gestaltung und die Kostenstruktur der Produkte. Derivate sind jedenfalls nicht für die Langfristanlage gedacht. Sie bieten ein sehr weites Feld, in dem man als ungeübter Anleger schnell die Übersicht verliert und oftmals auch verleitet wird mit Hebel, also auf Pump zu investieren, ohne sich dessen bewusst zu sein. Sind Gold oder Rohstoffe im Allgemeinen da eine weniger komplexe Anlageklasse? Dazu mehr in Fenster dreizehn des Börsenminute-Adventkalenders.
Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernehmen die Autorin, Julia Kistner und die DADAT Bank keine Haftung.
Musik und Sound Rechte: https://www.geldmeisterin.com/index.php/bm-sound-musik-rechte/
#Aktien #Vorsorge #Aktiensparen #Inflation #Börsenminute-Adventkalender #DADAT #Ertragsziel #Ertrag #Fonds #ETFs #Anleihen #Bonds #Vermögen #Anleger #Risiko #Anlegerprofil #Risikoprofil #Rendite #Anlagehorizont #Cash #Entnahme #Entnahmeplan #Aktionär #sparen #Sparer #Immobilien #Alternative Investments #Spesen #Gebühren
Zu den Derivaten zählen Termingeschäfte, auch Futures genannt ebenso wie Optionen, Differenzkontrakte (CFDs) und die besagten Zertifikate. Diese kauft man mit einer Wertpapierkennnummer entweder über die Börse oder direkt beim Emittenten. Zertifikate sind bei Privatanlegern deshalb so beliebt, weil man damit je nach persönlicher Marktmeinung unzählig viele Anlagestrategien verfolgen und sogar auf fallende Kurse setzen kann. Sie erlauben auch mit bescheidenen Ersparnissen auf exotische Märkte und auf Rohstoffe zu setzen. Doch aufpassen: Zertifikate sind nicht wie Aktien Sachwerte, sondern Schuldverschreibungen von Banken. Sie sind kein Sondervermögen wie Fonds. Geht der Emittent pleite, ist auch das Zertifikat nichts mehr wert. Kritisiert wird oftmals die undurchsichtige Gestaltung und die Kostenstruktur der Produkte. Derivate sind jedenfalls nicht für die Langfristanlage gedacht. Sie bieten ein sehr weites Feld, in dem man als ungeübter Anleger schnell die Übersicht verliert und oftmals auch verleitet wird mit Hebel, also auf Pump zu investieren, ohne sich dessen bewusst zu sein. Sind Gold oder Rohstoffe im Allgemeinen da eine weniger komplexe Anlageklasse? Dazu mehr in Fenster dreizehn des Börsenminute-Adventkalenders.
Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernehmen die Autorin, Julia Kistner und die DADAT Bank keine Haftung.
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3 Minuten
Anleihen galten Jahrzehnte lang als der solide Bestandteil im langfristigen Vorsorge-Depot. Und jetzt sollen sie das nicht mehr sein? Da muss man etwas ausholen: Anleihen, auch Bonds genannt, sind Schuldverschreibungen, die Staaten, Unternehmen oder Banken ausgegeben. Als Anleger gibt man den Emittenten von Anleihen für eine bestimmte Laufzeit einen Kredit zu einem vereinbarten Zinssatz. Das Risiko, dass die Emittenten das Geld und die vereinbarten Zinsen nicht zurückbezahlen können ist bei EU-Ländern mit guter Bonität nach wie vor gering. Deshalb gelten Euro-Anleihen von Staaten guter Bonität auch weiterhin als konservative Geldanlage mit niedrigem Ausfallsrisiko. Das Emittentenrisiko liegt nicht nur im Totalausfall, sondern auch im Wertverlust durch eine schlechtere Bonitätseinstufung des Emittenten durch Ratingagenturen wie Moody´s.
Neben dem Emittentenrisiko gibt es auch noch ein Ertragsrisiko, nämlich, dass der Ertrag der Anleihe niedriger als die Inflation ist oder man sogar auch ohne Berücksichtigung der Teuerungsrate Verluste mit Anleihen macht. Wie das geht? Der Ertrag einer Anleihe ergibt sich erstens durch den Kupon-Zins und zweitens durch die Kursentwicklung der Anleihe während der Laufzeit. Denn nur zum Ende der Laufzeit erhält man den Nennwert zurück. Bis dahin werden Anleihen, so wie Aktien mit einer Wertpapierkennnummer an den Börsen gehandelt und haben je nach Angebot und Nachfrage einen Kurs. Wenn man so wie aktuell davon ausgeht, dass die Zinsen in absehbarer Zeit wieder steigen werden, will sich natürlich niemand jetzt noch langfristig zu schlechten Konditionen binden. So verlieren bereits emittierte, noch niedriger verzinste Anleihen an Wert. Ihr Kurs sinkt somit bei steigenden Zinsen. Und von den aktuell mickrigen bis negativen Anleihezinsen kann man sich ohnedies nichts kaufen. Zehnjährige Staatsanleihen in der Euro-Zone rentieren bei minus 0,1 Prozent in Deutschland und maximal 1,35 Prozent in Griechenland bei einer Inflation im Euro-Raum von 4,1 Prozent im Oktober.
Für mich sind daher Anleihen, auch Unternehmensanleihen momentan keine Alternative zu Aktien. Schon gar nicht, wenn man in einzelne Anleihen investiert. Wenn, dann würde ich als kleine Beimischung zu Aktien einen Anleihefonds erwerben, der professionell gemanagt wird und in Anleihen mit einer möglichst kurzen durchschnittlichen Kapitalbindungsdauer investiert, um das Zinsänderungsrisiko zu minimieren. Doch keep it simple, gerade bei Deinen ersten Wertpapierinvestments. Das sollte man erst recht bei Derivaten beherzigen. Mehr zu dieser Anlageklasse in Fenster zwölf des Börsenminute-Adventkalenders.
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Neben dem Emittentenrisiko gibt es auch noch ein Ertragsrisiko, nämlich, dass der Ertrag der Anleihe niedriger als die Inflation ist oder man sogar auch ohne Berücksichtigung der Teuerungsrate Verluste mit Anleihen macht. Wie das geht? Der Ertrag einer Anleihe ergibt sich erstens durch den Kupon-Zins und zweitens durch die Kursentwicklung der Anleihe während der Laufzeit. Denn nur zum Ende der Laufzeit erhält man den Nennwert zurück. Bis dahin werden Anleihen, so wie Aktien mit einer Wertpapierkennnummer an den Börsen gehandelt und haben je nach Angebot und Nachfrage einen Kurs. Wenn man so wie aktuell davon ausgeht, dass die Zinsen in absehbarer Zeit wieder steigen werden, will sich natürlich niemand jetzt noch langfristig zu schlechten Konditionen binden. So verlieren bereits emittierte, noch niedriger verzinste Anleihen an Wert. Ihr Kurs sinkt somit bei steigenden Zinsen. Und von den aktuell mickrigen bis negativen Anleihezinsen kann man sich ohnedies nichts kaufen. Zehnjährige Staatsanleihen in der Euro-Zone rentieren bei minus 0,1 Prozent in Deutschland und maximal 1,35 Prozent in Griechenland bei einer Inflation im Euro-Raum von 4,1 Prozent im Oktober.
Für mich sind daher Anleihen, auch Unternehmensanleihen momentan keine Alternative zu Aktien. Schon gar nicht, wenn man in einzelne Anleihen investiert. Wenn, dann würde ich als kleine Beimischung zu Aktien einen Anleihefonds erwerben, der professionell gemanagt wird und in Anleihen mit einer möglichst kurzen durchschnittlichen Kapitalbindungsdauer investiert, um das Zinsänderungsrisiko zu minimieren. Doch keep it simple, gerade bei Deinen ersten Wertpapierinvestments. Das sollte man erst recht bei Derivaten beherzigen. Mehr zu dieser Anlageklasse in Fenster zwölf des Börsenminute-Adventkalenders.
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4 Minuten
Früher waren gemanagte Investmentfonds das Allheilmittel für den Privatanleger, um sein Anlagerisiko auch bei bescheidenem Vermögen ausreichend zu streuen. Jetzt sprechen alle nur noch vom ETF- statt vom Fondssparen. Wobei auch Exchange Traded Funds, kurz ETFs Investmentfonds sind, nur dass sie keinen Fondsmanager haben und so spesengünstiger sein können. Statt durch den Fondsmanager erfolgt bei ETFs die Auswahl der Wertpapiere, die man mit Fondsanteilen erwirbt automatisiert. Und zwar so, dass der ETF immer einen Referenz-Index oder Markt möglichst genau nachbildet. Beispielsweise würde ein ETF auf den Deutschen Leitindex DAX in genau jene Aktien investieren, die auch im DAX enthalten sind. Ändert sich dieser Referenzindex, weil zum Beispiel neue Aktien in den DAX aufgenommen werden und andere rausfallen, dann kauft und verkauft auch ein DAX-ETF automatisch die entsprechenden Aktien, um vom wichtigsten deutschen Börsenbarometer nicht abzuweichen. Mit einem ETF gewinnt und verliert man also so viel wie der Markt, den dieser abbildet. Will man mehr als der Markt verdienen, dann muss man schon in einen gemanagten Fonds investieren und davon überzeugt sein, dass der Fondsmanager so gut ist, dass er auch nach Abzug seiner Kosten eine Überrendite herausholen kann. Tatsächlich schaffen das laut diversen Studien höchstens 20 Prozent der Fondsmanager. Immer schwerer wird dies für sie auf den renommierten großen Börsen, die sehr transparent sind.
Anderseits sind die Mehrkosten von aktiv gemanagten Fonds gegenüber passiven ETFs nicht zu unterschätzen. Die jährlichen Verwaltungsgebühren sind um ein Vielfaches höher. Hinzu kommt bei gemanagten Fonds noch eine einmalige Vertriebsgebühr, genannt Ausgabeaufschlag. Die wenigsten wissen, dass man auch viele gemanagte Fonds, in Deutschland etwa 40 Prozent über die Börse ohne Ausgabeaufschlag spesengünstig kaufen kann. Zurück zum Kostenvergleich: Nehmen wir an wir legen jeweils 10.000 Euro in einem ETF und in einen gemanagten Fonds an, wobei beide fünf Prozent Ertrag pro Jahr erwirtschaften. Dann hätte ich mit dem ETF mit laufenden Kosten von 0,5 Prozent - was schon viel für einen ETF wäre - nach 30 Jahren 35.000 Euro angespart. Mit dem gemanagten Fonds käme ich bei 1,5 Prozent laufenden Kosten und einem einmaligen Ausgabeaufschlag von 2,5 Prozent nur auf 25.000 Euro. Die Spesen fressen mir also 10.000 Euro Ertrag auf.
Derzeit denkt man bei ETFs und klassischen Fonds vor allem an Aktienkörbe. Es gibt aber genauso Anleihen-ETFs und gemanagte Anleihen-Fonds oder auch gemischte Varianten. Was Anleihen sind und bringen, dazu mehr in Fenster elf des Börsenminute-Adventkalenders.
Übrigens: Hoch die Tassen! Dies ist die 150.te Folge der Börsenminute. Wer mein Projekt weiter unterstützen möchte, den bitte ich diesen Podcast völlig unverbindlich auf einer Podcast-App oder auf YouTube zu abonnieren oder zu liken und der ganzen Börsenwelt davon zu erzählen! Vielen Dank und viel Anlageerfolg wünscht Julia Kistner
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Anderseits sind die Mehrkosten von aktiv gemanagten Fonds gegenüber passiven ETFs nicht zu unterschätzen. Die jährlichen Verwaltungsgebühren sind um ein Vielfaches höher. Hinzu kommt bei gemanagten Fonds noch eine einmalige Vertriebsgebühr, genannt Ausgabeaufschlag. Die wenigsten wissen, dass man auch viele gemanagte Fonds, in Deutschland etwa 40 Prozent über die Börse ohne Ausgabeaufschlag spesengünstig kaufen kann. Zurück zum Kostenvergleich: Nehmen wir an wir legen jeweils 10.000 Euro in einem ETF und in einen gemanagten Fonds an, wobei beide fünf Prozent Ertrag pro Jahr erwirtschaften. Dann hätte ich mit dem ETF mit laufenden Kosten von 0,5 Prozent - was schon viel für einen ETF wäre - nach 30 Jahren 35.000 Euro angespart. Mit dem gemanagten Fonds käme ich bei 1,5 Prozent laufenden Kosten und einem einmaligen Ausgabeaufschlag von 2,5 Prozent nur auf 25.000 Euro. Die Spesen fressen mir also 10.000 Euro Ertrag auf.
Derzeit denkt man bei ETFs und klassischen Fonds vor allem an Aktienkörbe. Es gibt aber genauso Anleihen-ETFs und gemanagte Anleihen-Fonds oder auch gemischte Varianten. Was Anleihen sind und bringen, dazu mehr in Fenster elf des Börsenminute-Adventkalenders.
Übrigens: Hoch die Tassen! Dies ist die 150.te Folge der Börsenminute. Wer mein Projekt weiter unterstützen möchte, den bitte ich diesen Podcast völlig unverbindlich auf einer Podcast-App oder auf YouTube zu abonnieren oder zu liken und der ganzen Börsenwelt davon zu erzählen! Vielen Dank und viel Anlageerfolg wünscht Julia Kistner
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3 Minuten
Je weniger Vermögen man besitzt, desto schwerer tut man sich beim Veranlagen das Verlustrisiko auf mehrere Aktien zu streuen. Genau hierfür eignen sich Aktienfonds. Hier beteiligt man sich nicht an Einzelaktien, sondern an einem Korb von Aktien. Diese Aktienkörbe, genannt Fonds werden meist ebenso wie Aktien über Börsen gehandelt. Weltweit sind über 55 Billionen Euro in Fonds investiert. Alleine in Österreich sind es 192 Milliarden Euro. Es stehen zigtausende Investmentfonds zur Auswahl, wobei man sich schon aus steuerlichen Gründen auf jene konzentrieren sollte, die in Österreich beziehungsweise nach den EU-Regeln, kurz genannt „UCITS“ zum Vertrieb zugelassen sind. Eine Übersicht bietet hier die Fondsdatenbank der Österreichischen Kontrollbank my.oekb.at. Unsere deutschen HörerInnen finden die in Deutschland zum Vertrieb zugelassenen Fonds in der Datenbank der Aufsichtsbehörde Bafin, www.bafin.de . In der Schweiz führt die Datenbank die Aufsichtsbehörde Finma, www.finma.ch.
Es gibt Investmentfonds, die nur in Aktien veranlagen aber ebenso gemischte Fonds, die auch in andere Anlageklassen, vor allem in Anleihen investieren. Es sind auch reine Anleihefonds am Markt. Dann gibt es auch Fonds, die etwa nur in Rohstoffe oder in alternative Investments veranlagen. Mit alternativen Investments sind nicht grüne oder nachhaltige Geldanlagen gemeint – dazu später -, sondern Fonds, die etwa in Risikokapital, Private Equity oder Immobilien investieren. Zu den alternativen Investments zählen auch die wenig regulierten Hedgefonds und ebenso die geschlossenen Fonds, die man nicht jederzeit an der Börse kaufen oder verkaufen kann. Mit diesen riskanteren alternativen Investments sollte man definitiv nicht den Vermögensaufbau beginnen.
Sehr wichtig ist bei Fonds auch noch die Unterscheidung zwischen klassischen, gemangten Investmentfonds und den spesengünstigeren Exchange Traded Funds, kurz ETFs, die keinen Fondsmanager haben. Sie bilden eine Benchmark, zum Beispiel einen Aktienindex möglichst genau ab. Sprich sie kaufen die in der Messlatte enthaltenen Aktien und kaufen und verkaufen die entsprechenden Aktien, wenn sich die Zusammensetzung oder die Gewichtung der Wertpapiere ihrer Benchmark verändert. Dazu mehr in Fenster zehn des Börsenminute-Adventkalenders.
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Es gibt Investmentfonds, die nur in Aktien veranlagen aber ebenso gemischte Fonds, die auch in andere Anlageklassen, vor allem in Anleihen investieren. Es sind auch reine Anleihefonds am Markt. Dann gibt es auch Fonds, die etwa nur in Rohstoffe oder in alternative Investments veranlagen. Mit alternativen Investments sind nicht grüne oder nachhaltige Geldanlagen gemeint – dazu später -, sondern Fonds, die etwa in Risikokapital, Private Equity oder Immobilien investieren. Zu den alternativen Investments zählen auch die wenig regulierten Hedgefonds und ebenso die geschlossenen Fonds, die man nicht jederzeit an der Börse kaufen oder verkaufen kann. Mit diesen riskanteren alternativen Investments sollte man definitiv nicht den Vermögensaufbau beginnen.
Sehr wichtig ist bei Fonds auch noch die Unterscheidung zwischen klassischen, gemangten Investmentfonds und den spesengünstigeren Exchange Traded Funds, kurz ETFs, die keinen Fondsmanager haben. Sie bilden eine Benchmark, zum Beispiel einen Aktienindex möglichst genau ab. Sprich sie kaufen die in der Messlatte enthaltenen Aktien und kaufen und verkaufen die entsprechenden Aktien, wenn sich die Zusammensetzung oder die Gewichtung der Wertpapiere ihrer Benchmark verändert. Dazu mehr in Fenster zehn des Börsenminute-Adventkalenders.
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3 Minuten
„Ich besitze keine Aktien“, erklärte Ex-Bundeskanzler Wolfgang Schüssel nach Platzen der Dot.com-Blase und auch der honorige deutsche SPD-Politiker und EX-Bundeskanzler Helmut Schmidt war bekanntlich kein Freund von Aktien. Er meinte die Börsen seien ein Tummelplatz für Psychopathen. 2007, kurz vor Beginn der Finanzkrise und den weltweiten Kurseinbrüchen warnte Schmidt noch, dass Aktien nichts für die Altersvorsorge seien. Doch die Zeit spielt gegen die Argumente der beiden Altbundeskanzler. Wenn man kurzfristig auf Aktien spekuliert, ist das Verlustrisiko ohne Frage hoch. Langfristig betrachtet waren aber die Dotcom-Blase, die Finanzkrise und ebenso der Pandemie-Crash gerade einmal kleine Dellen im Aufwärtstrend an den Aktienmärkten. Und da der Vermögensaufbau etwas Langfristiges sein sollte. passen Aktien und Altersvorsorge so gut zusammen. Was Aktien eigentlich sind? Mit Aktien erwirbt man Anteile an einem Unternehmen. Als Miteigentümer ist man am Börsenwert des Unternehmens, genannt Marktkapitalisierung, beteiligt, ebenso wie an dessen Gewinne. An den Gewinnen partizipiert man einerseits über den Anstieg der Aktienkurse. Andererseits durch Ausschüttungen, genannt Dividenden, die der Anleger auf sein Depot gebucht bekommt. Als Aktionär ist man aber nicht nur an den Gewinnen, sondern natürlich auch an den Verlusten beteiligt. Das Verlustrisiko kann man aber begrenzen, wenn man sich nicht nur an einem Unternehmen, sondern gleich an mehreren beteiligt. Das geht auch mit einem bescheideneren verfügbaren Vermögen und zwar, in dem man sich nicht einzelne Aktien kauft, sondern Anteile an Fonds, die wiederum in einen ganzen Korb verschiedener Aktien investieren. Mehr zu Fonds in Fenster neun des Börsenminute-Adventkalenders.
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4 Minuten
Wie sagte es der dreifache Weltmeister und zweifache Olympiasieger Benni Raich oft so schön: „I muas auf mi schaun.“ Das gilt auch bei der Geldanlage, wobei man schon auch das konjunkturelle und wirtschaftliche Umfeld und derzeit auch die medizinische Lage im Blick haben sollte. Damit ist nicht gemeint, dass man auf jede neue Virusmeldung panisch oder auf jeden neuen Impfstoff euphorisch reagieren sollte. Hin und her macht Taschen leer, wie ein Börsensprichwort sagt. Man sollte sich aber die Wirtschaftsindikatoren, die für die langfristige Unternehmens- und Börsenentwicklung von großer Bedeutung sind genauer anschauen. Wofür geben etwa die Staaten in den nächsten Jahren ihr Geld aus? Wem - welcher Branche, welchen Technologieführern - kommen die Billionen schweren Konjunktur- und Klimaschutzpakete oder auch die demographisch bedingten höheren Gesundheitsausgaben zugute? Wer sind die Verlierer von zunehmenden Regulierungen? Oder momentan sehr aktuell: woher kommt der Inflationsdruck? Entsteht er tatsächlich „nur“ durch kurzfristige Lieferengpässe? Oder zeigt sich da bereits eine Lohn-Preis-Spirale wegen des weltweiten Fachkräftemangels, die sich vor allem in den USA, aber auch in Europa noch beschleunigen könnte? Welche Staaten und Unternehmen kommen durch höhere Preise oder auch durch eine weltweite Straffung der Geldpolitik unter die Räder, weil sie sich bei ihren Schuldenständen höhere Zinsen nicht leisten können?
Höhere Zinsen sind in jedem Fall Gift für die Börsen, da viele Anleger dann statt Aktien wieder Zinspapiere, sprich Anleihen kaufen. Und auch weil höhere Zinsen das Wachstum von börsennotierten Unternehmen bremsen können, da sich Investitionen und Finanzierungen verteuern. In Europa rechnet man zwar erst 2023 mit höheren Leitzinsen, nur an Börsen werden Erwartungen gehandelt! Sie nehmen daher wirtschaftliche Entwicklungen sechs bis neun Monate vorweg. Deshalb muss man sich eine klare Meinung bilden, wohin die Reise bei Zinsen, Steuern, Wachstum oder Inflation geht. Zykliker, also konjunkturabhängige Unternehmen wie der Maschinenbau, die Rohstoff- oder die Autozulieferindustrie sind etwa die ersten, die vom Konjunkturaufschwung profitieren. Sie gehören aber auch zu den ersten, die beim Abschwung verlieren. Die Finanzbranche ist wiederum eine der wenigen, die von Zinsanhebungen profitiert. Reise- und Tourismusaktien und Dienstleistungen bekommen Aufwind, sobald sich abzeichnet, dass die Pandemie ein Ende hat. Geht man von längerfristig höheren Preisen aus, sollte man nur in Unternehmen investieren, die eine derartige Marktmacht haben, dass sie Preisanstiege an ihre Kunden weitergeben können. Also: immer schön das Ohr am Puls der Zeit haben und gleichzeitig das Risiko, dass man sich auch einmal verhört breit streuen. Das geht mit entsprechenden Anlageinstrumenten. Welche da in Frage kommen erfährst Du in den nächsten Fenstern des Börsenminute-Adventkalenders.
Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernehmen die Autorin, Julia Kistner und die DADAT Bank keine Haftung.
Musik und Sound Rechte: https://www.geldmeisterin.com/index.php/bm-sound-musik-rechte/
#Aktien #Vorsorge #Aktiensparen #Inflation #Wirtschaftslage #Konto #Börsenminute-Adventkalender #DADAT #Ertragsziel #Ertrag #TINA #Gold #Fonds #ETF #Anleihen #Bonds #Vermögen #Anleger #Risiko #Anlegerprofil #Risikoprofil #Rendite #Anlagehorizont #Cash #Entnahme #Entnahmeplan #Staatsschulden #Konjunktur #Konjunkturpakete
Höhere Zinsen sind in jedem Fall Gift für die Börsen, da viele Anleger dann statt Aktien wieder Zinspapiere, sprich Anleihen kaufen. Und auch weil höhere Zinsen das Wachstum von börsennotierten Unternehmen bremsen können, da sich Investitionen und Finanzierungen verteuern. In Europa rechnet man zwar erst 2023 mit höheren Leitzinsen, nur an Börsen werden Erwartungen gehandelt! Sie nehmen daher wirtschaftliche Entwicklungen sechs bis neun Monate vorweg. Deshalb muss man sich eine klare Meinung bilden, wohin die Reise bei Zinsen, Steuern, Wachstum oder Inflation geht. Zykliker, also konjunkturabhängige Unternehmen wie der Maschinenbau, die Rohstoff- oder die Autozulieferindustrie sind etwa die ersten, die vom Konjunkturaufschwung profitieren. Sie gehören aber auch zu den ersten, die beim Abschwung verlieren. Die Finanzbranche ist wiederum eine der wenigen, die von Zinsanhebungen profitiert. Reise- und Tourismusaktien und Dienstleistungen bekommen Aufwind, sobald sich abzeichnet, dass die Pandemie ein Ende hat. Geht man von längerfristig höheren Preisen aus, sollte man nur in Unternehmen investieren, die eine derartige Marktmacht haben, dass sie Preisanstiege an ihre Kunden weitergeben können. Also: immer schön das Ohr am Puls der Zeit haben und gleichzeitig das Risiko, dass man sich auch einmal verhört breit streuen. Das geht mit entsprechenden Anlageinstrumenten. Welche da in Frage kommen erfährst Du in den nächsten Fenstern des Börsenminute-Adventkalenders.
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3 Minuten
Worin ich am besten investiere, hängt sehr stark von meinem Persönlichkeits- und Risikoprofil ab. Wenn ich also mit einem Onlinebroker in Eigenregie veranlage und auf Finanzberatung verzichte, sollte ich mir folgende Fragen deshalb unbedingt selber stellen, bevor ich anlege: wie alt oder jung, krank oder gesund bin ich? Bin ich Single oder habe ich eine Großfamilie zu versorgen? Beziehe ich ein fixes oder unregelmäßiges Einkommen? Lebe ich auf großem oder kleinem Fuß? Zahle ich Miete oder bin ich Eigentümer? Bin ich schuldenfrei oder muss ich noch Kredite tilgen? Will ich mein Vermögen bis zum Lebensende aufbrauchen oder großteils vererben? Kann ich gröbere Verluste an der Börse wegstecken oder rauben mir Kursrückschläge wie aktuell aufgrund der Unsicherheit wegen der neuen Covid-Variante Omikron den Schlaf? Suche ich eine möglichst sichere Kapitalanlage oder bin ich auch bereit etwas zu riskieren, um die gestiegene Inflation schlagen zu können? Wofür und worauf spare ich eigentlich und wie viel Prozent meines Vermögens möchte ich anlegen? Will ich mir in drei bis fünf Jahren ein Auto kaufen oder ist mein Anlagehorizont fünf, zehn Jahre oder noch länger? Welche Gewinnerwartungen habe ich an die Finanzprodukte: Vier, sechs oder gar zehn Prozent Rendite pro Jahr? Von all diesen Fragen hängt die Auswahl der Anlageinstrumente ab. Daher mein Tipp: Erstelle Dir erst einmal Deine individuelle Anlagematrix. Eine Tabelle, in der Du Deine persönlichen Eigenschaften und Lebensumstände festhältst, ebenso wie Dein frei verfügbares Einkommen, Dein Renditeziel, Dein gewünschtes Cash-Polster als Risikopuffer und Deine Entnahmepläne. Sprich, wann Du voraussichtlich wie viel Deiner Ersparnisse benötigst. Aus Erfahrung ist man hier meist zu vorsichtig und muss sein Vermögen tatsächlich gar nicht so früh antasten. Klingt nach Arbeit? Ist es anfangs auch, aber die Zeit, die Du investierst zahlt sich bestimmt aus. Ein Anlegerprofil muss so wie ein LinkedIn- oder Facebook-Profil einmal erstellt und dann nur mehr regelmäßig angepasst werden. Anpassen sollte man seine Anlagestrategie auch an das wirtschaftliche Umfeld. Dazu mehr in Fenster Sieben des Börsenminute-Adventkalenders.
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