Die Börsenminute Archiv
670 Episoden
3 Minuten
Versicherungen sind in turbulenten Zeiten grundsätzlich ein stabiler Anker im Portfolio – vorausgesetzt sie haben bei den Lebensversicherungen nicht zu viel Altverpflichtungen mit hohen Garantie-Verträgen und vorausgesetzt, sie verschlafen nicht die Digitalisierung. Wobei Start Ups nicht unbedingt digital fitter sind, wie die Analyse des internationalen Beratungsunternehmen Finconsult zeigt. Es hat den digitalen Reifegrad von 70 Versicherungen aus Europa und den USA bei deren Kunden abgefragt, davon 25 Institute aus Deutschland und 16 aus Österreich. Hierfür wurden 300 Kriterien aufgestellt. Deutlicher Gewinner ist die deutsche Allianz, gefolgt von der deutschen Haftpflicht-Unterstützungskasse HUK-Coburg. Lemonade landet als bestplatzierter Neo-Versicherer auf Platz drei. Sechs der Top 10-Plätze belegen deutsche Versicherungen, darunter auch CosmosDirect, Ergo und AXA. Mit der Wiener Städtischen, gefolgt von der Generali befinden sich auch zwei österreichische Versicherer in den Top 10. Sie punkten, so wie auch die nachgereihte Uniqa mit einer guten Internetpräsenz. Bei Generali und Uniqa sei die Online-Schadensfallmeldung sehr gut, die Wiener Städtische und die Generali hätten ausgeprägte Bestandskundenbindungsprogramme.
Insgesamt punkten also beim digitalen Kundenerlebnis die etablierten Häuser mit ihrem langjährigen Knowhow und ihrer soliden finanziellen Ausstattung. Im Bereich Online-Verkauf haben die Neo-Versicherer und die schon länger auf dem Markt befindliche Direktanbieter die Nase vorne.
Ich selbst habe die Allianz-Aktie seit Jahren in meinem Langfristportfolio, was keine Kaufempfehlung sein soll. Ich schätze die Allianz natürlich wie viele Aktionäre als verlässliche Dividendenzahler, die zwischenzeitliche Kursschwankungen gerade jetzt abfedern können. Oftmals sind auch die Kurse von soliden, regelmäßigen Dividendenzahlern in Krisen stabiler als jene von Wachstumsaktien, was auch die aktuell vergleichsweise moderaten Korrekturen von Versicherungspapieren seit Jahresbeginn zeigen. Warum ich persönlich aber bei Versicherern nur auf die internationalen großen Player setzt, die ihr digitales Angebot ausbauen und eine gesunden Eigenkapitaldecke habe sind die schwer kalkulierbaren Schadenfälle der Branche. Bei Klimakatastrophen oder Kriegsereignissen, also höhere Gewalt, wird die Haftung zwar meist ohnedies ausgeschlossen, nicht jedoch bei einer Massenkarambolage. Auch Warren Buffetts Beteiligungsholding Berkshire Hathaway ist traditionell stark im Versicherungsgeschäft investiert, 2021 stammten ein Viertel des operativen Gewinns aus dem Versicherungsgeschäft. Soeben hat sich Buffett mit umgerechnet 10,5 Milliarden Euro am Erst- und Rückversicherer Alleghany beteiligt. Aber auch das ist keine Kaufempfehlung.
Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernimmt die Autorin, Julia Kistner keine Haftung.
#Versicherungen #Finconsult #Digitalisierung #Dividendenzahler #Wachstumsaktien #Erstversicherer #Rückversicherung #Allianz #HUK-Coburg #WienerStädtische #Generali #Uniqua #Alleghany #Massenkarambolage #Berkshire #AXA #Ergo #CosmosDirect #Garantie-Vertrag #Lebensversicherung #Direktanbieter
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Insgesamt punkten also beim digitalen Kundenerlebnis die etablierten Häuser mit ihrem langjährigen Knowhow und ihrer soliden finanziellen Ausstattung. Im Bereich Online-Verkauf haben die Neo-Versicherer und die schon länger auf dem Markt befindliche Direktanbieter die Nase vorne.
Ich selbst habe die Allianz-Aktie seit Jahren in meinem Langfristportfolio, was keine Kaufempfehlung sein soll. Ich schätze die Allianz natürlich wie viele Aktionäre als verlässliche Dividendenzahler, die zwischenzeitliche Kursschwankungen gerade jetzt abfedern können. Oftmals sind auch die Kurse von soliden, regelmäßigen Dividendenzahlern in Krisen stabiler als jene von Wachstumsaktien, was auch die aktuell vergleichsweise moderaten Korrekturen von Versicherungspapieren seit Jahresbeginn zeigen. Warum ich persönlich aber bei Versicherern nur auf die internationalen großen Player setzt, die ihr digitales Angebot ausbauen und eine gesunden Eigenkapitaldecke habe sind die schwer kalkulierbaren Schadenfälle der Branche. Bei Klimakatastrophen oder Kriegsereignissen, also höhere Gewalt, wird die Haftung zwar meist ohnedies ausgeschlossen, nicht jedoch bei einer Massenkarambolage. Auch Warren Buffetts Beteiligungsholding Berkshire Hathaway ist traditionell stark im Versicherungsgeschäft investiert, 2021 stammten ein Viertel des operativen Gewinns aus dem Versicherungsgeschäft. Soeben hat sich Buffett mit umgerechnet 10,5 Milliarden Euro am Erst- und Rückversicherer Alleghany beteiligt. Aber auch das ist keine Kaufempfehlung.
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2 Minuten
Laut Nachrichtenagentur Bloomberg hat Goldman Sachs erstmals einen Bitcoin-gesicherten Kredit vergeben. Halt, halt, liebe Kreditnehmer: Unser eins bekommt so etwas noch nicht am Schalter. Da muss man schon ein prominenter Schuldner sein, etwa die US-Krypto-Handelsplattform Coinbase. Über die Höhe des Bitcoin-gesicherten Kredits ist nichts bekannt. Für Goldman Sachs, die in der Krypto-Welt noch stärker Fuß fassen will, ist das einmal ein Versuchsballon in einem Markt, in dem man das große Geschäft wittert. Als wenn nicht schon flexibel verzinste Kredite in Phasen steigender Zinsen per se riskant genug sind. Das Risiko dann noch mit einem so schwankungsfreudigen digitalen Asset abzusichern finde ich dann schon sehr gewagt. Das Krypto-Asset verlor seit Jahresbeginn über 36 Prozent. Da waren die ab Mitte der 90er-Jahre so populären Fremdwährungskredite, die mit Fonds, Aktien und anderen volatilen Tilgungsträgern abgesichert waren noch der reinste Kindergeburtstag dagegen. Eine wenig turbulente Woche wünscht jedenfalls allen Langfristanlegern und natürlich nicht den Daytradern, die von Schwankungen profitieren Julia Kistner.
Wenn Euch die Börsen-Minute gefällt und ihr Euch eine Minute Zeit nehmen könntet, sie kostenlos auf einer Podcast-App Eurer Wahl, auf YouTube oder Spotify zu bewerten und zu abonnieren, dann danke dafür! Übrigens, in meiner aktuellen Podcast-Folge der GELDMEISTERIN habe ich den Kapitalmarktkenner Wolfgang Matejka von Matejka&Partners zu Gast, den ich ein Loch in den Bauch fragte, wie man bei der immer größeren Zinsdifferenz zwischen USA und Europa als Europäer am besten anlegt. Nachhören lohnt sich...
Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernimmt die Autorin, Julia Kistner keine Haftung.
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#Bitcoin #Kredit #Coinbase #Risikoprämie #Vergleich #USA #Podcast #investieren #Inflation #Zinsen #Anlagealternative #boersenminute
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2 Minuten
TINA – noch ist sie da. „There Is No Alternative“ zu Aktien, zumindest wenn man als Alternative Anleihen in Betracht zieht. Aber die Differenz der Renditen von Aktien zu Anleihen schmilzt bei steigenden ZInsen natürlich zugunsten der Anleihen und man sollte die steigenden Zinsen im Auge behalten und immer von Neuem abwägen, ob das Risiko des volatilen Aktienmarktes auch noch genug abgegolten wird. Ich meine, ja. Aktuell sprechen die prognostizierten Risikoprämien noch für Aktien. Die Risikoprämie ist die erwartete Mehrrendite von Aktien gegenüber Staatsanleihen, dem vermeintlich risikolosen Zinssatz, den es meiner Meinung nach ohnehin nicht mehr gibt. Staatsanleihen sind bei den Verschuldungsquoten nicht risikolos. In den USA liegt die Risikoprämie, sprich Mehrrendite von Aktien gegenüber Anleihen bei vier Prozent. Das entspricht in etwa dem 30-Jahres-Durchschnitt. In Europa liegt sie Risikoprämie bei 5,7 Prozent, was immer noch deutlich höher ist wie der langjährige Durchschnitt von Risikoprämien Europäischer Aktien. Der liegt bei 4,7 Prozent.
Wenn die Risikoprämien stark zurückkommen sollten, sei es, dass die Europäische Zentralbank wegen der hohen Inflation doch schon im Julidie Leitzinsen erhöht, ja dann rechne ich nochmals mit einer stärkeren Kurskorrektur in Europa. Ich bleibe optimistisch, aber sich darauf einzustellen halte ich für keinen Fehler.
Wenn Euch die Börsen-Minute gefällt und ihr Euch eine Minute Zeit nehmen könntet, sie kostenlos auf einer Podcast-App Eurer Wahl, auf YouTube oder Spotify zu bewerten und zu abonnieren, dann danke dafür! Übrigens am kommenden Sonntag in meinem Podcast GELDMEISTERIN habe ich den Kapitalmarktkenner Wolfgang Matejka von Matejka&Partners zu Gast, den ich ein Loch in den Bauch fragte, wie man bei der immer größeren Zinsdifferenz zwischen USA und Europa als Europäer am besten anlegt. Ich hoffe wir hören uns am Sonntag bei der GELDMEISTERIN.
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#Aktien #Anleihen #Risikoprämie #Vergleich #Kurskorrektur #Europa #USA #Podcast #investieren #Inflation #Zinsen #Anlagealternative #risikolos #Staatsanleihen
Wenn die Risikoprämien stark zurückkommen sollten, sei es, dass die Europäische Zentralbank wegen der hohen Inflation doch schon im Julidie Leitzinsen erhöht, ja dann rechne ich nochmals mit einer stärkeren Kurskorrektur in Europa. Ich bleibe optimistisch, aber sich darauf einzustellen halte ich für keinen Fehler.
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2 Minuten
Natürlich überwiegen momentan Faktoren, die die Stimmung der Anleger nicht unbedingt aufhellen: Krieg, steigende Preise und Zinsen, zurückhaltende Konsumenten, Lieferengpässe, hohe Verschuldung und immer noch stolze Bewertungen. Und dennoch sollte man nicht gleich der Sandale von einem der vielen umherirrenden Crashpropheten folgen. Es lohnt sich den sogenannten Buffett-Indikator im Auge zu behalten. Starinvestor Warren Buffett schaut sich hier den Wert der öffentlich gehandelten Aktien eines Landes geteilt durch das Bruttoinlandsprodukt an. Bestenfalls sind Marktkapitalisierung und Wirtschaftsleistung in etwa gleich groß. Ist die Marktkapitalisierung größer als der Wert der Gesamtproduktion und liegt der Indikator daher bei einem Prozentwert von über hundert, deutet das auf Überbewertungen hin. Derzeit liegt der Buffett-Indikator bei etwa 180 Prozent in den USA. Das ist immer noch sehr. Buffett sprich ab 150 Prozent aufwärts von Überbewertung und ab 200 Prozent „mit dem Feuer spielen". Daher ist die Gefahr nicht unerheblich, dass wir noch nicht den Boden erreicht haben. Positive Veränderungen, was den Krieg, die Konjunktur, steigende Zinsen oder etwa auch die Inflation betrifft, können zwar jetzt immer wieder zu einer Bärenrallye führen, aber nur vorrübergehend. Da mag es kein Fehler sein, sich für Einstiege vorerst noch in Geduld zu üben.
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#Aktien #Buffett-Indikator #Marktkapitalisierunmg #BIP #Bruttoinlandsprodukt #WarrenBuffett #Zinsen #Crash #Preise #Verschuldung #Lieferengpässe #Krieg #Kapital #Fremdwährung #Türkei #Südafrika #Kursverluste #Bärenrally #warten #Konjunktur
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Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernimmt die Autorin, Julia Kistner keine Haftung.
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#Aktien #Buffett-Indikator #Marktkapitalisierunmg #BIP #Bruttoinlandsprodukt #WarrenBuffett #Zinsen #Crash #Preise #Verschuldung #Lieferengpässe #Krieg #Kapital #Fremdwährung #Türkei #Südafrika #Kursverluste #Bärenrally #warten #Konjunktur
3 Minuten
Börsenminute-HörerInnen fragen mich immer wieder, warum ich mich im Podcast so wenig mit Anleihen beschäftige. Ganz einfach, weil sich mit Schuldverschreibungen bei der nach wie vor homöopathischen Verzinsung und in einem Umfeld steigender Zinsen kein Blumentopf gewinnen lässt. Aber Anleihen seien doch sicherer als Aktien. Sicherer ja, wenn man vom Schlimmsten ausgeht, der Pleite des investierten Unternehmens. Dann ist erst einmal das Eigenkapital futsch und damit die Aktien wertlos. Und sollte etwas von der Insolvenzmasse übrigbleiben, werden davon die Schuldner, also die Halter von Anleihen bedient.
Definiere ich „sicher“ aber als Ertragsbringer, mit dem man ziemlich sich die Inflation schlagen kann, dann halte ich definitiv Aktien für sicherer. Zu einem ähnlichen Schluss kommt auch der Gutmann Newsletter „CIO-Update Mai“. Sie warnen vor steigenden Renditen und damit fallenden Kursen von Schuldverschreibungen. Denn während 2020 die Renditen zehnjähriger Staatsanleihen in den USA auf 0,5 Prozent fielen und in Deutschland bis auf minus 0,8 Prozent, liegen sie in den USA heute schon bei fast drei Prozent. Auch in Deutschland sind sie mit einem Prozent wieder im positiven Bereich. Steigen die Zinsen, fallen natürlich die Kurse der Anleihen, die man noch im Vorjahr oder gar 2020 gekauft hat, weil sie ja geringer verzinst sind. Je länger die Laufzeit, desto stärker fallen die Kurse bei steigenden Renditen. Also: Besser nicht in Anleihen investieren, wenn die Zinsen gerade wieder steigen. Die Privatbank Gutmann beruft sich auf Bloomberg, wonach wir seit 1990 die stärksten Preisrückgänge an den globalen Anleihemärkten sehen und im April 2022 den schlechtesten Monat. Außerdem verbuchen europäische Unternehmensanleihen die höchsten Preisrückgänge in der Geschichte. Ok, Anleihenmärkte sind jetzt stark überverkauft und es könnte zu Gegenbewegungen kommen, aber darauf würde ich persönlich nicht spekulieren.
Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernimmt die Autorin, Julia Kistner keine Haftung.
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#Anleihen #Zinsen #Kurs #Preisrückgänge #Renditen #Bonds #Schuldverschreibungen #Kapital #Fremdwährung #Türkei #Südafrika #Kursverluste #Zinsanstieg #Gegenbewegungen #Deutschland #USA #Ertrag #Pleite #Schulden #Schuldner #Inflation #Teuerung #Kapitalmärkte #investieren
Definiere ich „sicher“ aber als Ertragsbringer, mit dem man ziemlich sich die Inflation schlagen kann, dann halte ich definitiv Aktien für sicherer. Zu einem ähnlichen Schluss kommt auch der Gutmann Newsletter „CIO-Update Mai“. Sie warnen vor steigenden Renditen und damit fallenden Kursen von Schuldverschreibungen. Denn während 2020 die Renditen zehnjähriger Staatsanleihen in den USA auf 0,5 Prozent fielen und in Deutschland bis auf minus 0,8 Prozent, liegen sie in den USA heute schon bei fast drei Prozent. Auch in Deutschland sind sie mit einem Prozent wieder im positiven Bereich. Steigen die Zinsen, fallen natürlich die Kurse der Anleihen, die man noch im Vorjahr oder gar 2020 gekauft hat, weil sie ja geringer verzinst sind. Je länger die Laufzeit, desto stärker fallen die Kurse bei steigenden Renditen. Also: Besser nicht in Anleihen investieren, wenn die Zinsen gerade wieder steigen. Die Privatbank Gutmann beruft sich auf Bloomberg, wonach wir seit 1990 die stärksten Preisrückgänge an den globalen Anleihemärkten sehen und im April 2022 den schlechtesten Monat. Außerdem verbuchen europäische Unternehmensanleihen die höchsten Preisrückgänge in der Geschichte. Ok, Anleihenmärkte sind jetzt stark überverkauft und es könnte zu Gegenbewegungen kommen, aber darauf würde ich persönlich nicht spekulieren.
Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernimmt die Autorin, Julia Kistner keine Haftung.
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3 Minuten
Mit Ausbruch der Covid-Pandemie hat das scheue Kapital fluchtartig die Emerging Markets verlassen. Das harte Durchregieren der chinesischen Autokraten bei den florierenden, chinesischen Tech-Unternehmen hat internationale Anleger ebenso verschreckt wie zuletzt Russlands abscheulicher Krieg in der Ukraine. Und doch sollte man als langfristiger Anleger nicht die Augen vor den aufstrebenden Schwellenstaaten völlig verschließen und nur auf die moderaten Zuwächse in Europa bauen. Timing ist bekanntlich für den Privatanleger kaum möglich, weshalb man gerade Emerging Markets am besten in Etappen mit einem Sparplan veranlagt, zumal die Risiken dort von weiteren Kapitalabflüssen, Inflation und die Folgen einer Verteuerung und Verknappung von Rohstoffen größer sind. Die Frage ist mit welchen Index sprich ETF man am besten dabei ist. Der bekannteste Index auf den man gerne anspart ist der MSCI Emerging Market Index, wobei hier das Vermögen zu einem Viertel in China veranlagt wird. Wer das nicht will, kann einen Indexfonds, sprich ETF auch auf den MSCI Emerging Market ex China investieren. Ich bin für Kompromisse und da bietet sich ein Ansparen auf den Weltaktienindex MSCI All Country World an, der weltweit 3000 Aktien bündelt und wo China-Aktien fünf Prozent ausmachen. Sollte ich wieder einmal mehr Vertrauen in die chinesische Regierung bekommen, ja dann kann ich immer noch einen reinen China-ETF hinzunehmen. Übrigens die Angst, dass man mit einem Weltindex wie MSCI All Country World auch in Russland investiert, ist aktuell unberechtigt. Der Indexanbieter MSCI hat Russland-Aktien aus seinen Weltindizes entfernt. Achten sollte man bei Schwellenländer-Investments jedenfalls mehr denn je auf die Makrodaten, inwieweit ein Land in Fremdwährung verschuldet ist. Hoch verschuldet sind vor allem Brasilien, die Türkei und Südafrika. Schauen sollte man auch auf die Kapitalabflüsse, die die jeweilige EM-Währung zusätzlich unter Druck bringen, ebenso wie auf Leistungsbilanzdefizite. Teure Rohstoff- und Lebensmittelimporte können obendrein sozialer Sprengstoff sein. Bei Netto-Exporteure hingegen den Wechselkurs stabilisieren. Was Analysten übrigens stärker denn je in die Bewertungen gerade von Emerging Markets einfließen lassen sind Korruption und autoritäre politische Macht. Hier ist es vor allem mit der Türkei, Russland, China, Indien, Brasilien und Südafrika momentan nicht gut bestellt. Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernimmt die Autorin, Julia Kistner keine Haftung. #Staat #Emerging Markets #Indien #China #Brasilien #Russland #MSCI #Kapital #Fremdwährung #Türkei #Südafrika
3 Minuten
Neues aus dem rot-weiß-roten Dilettantenstadl: Österreichs Bundeskanzler Karl Nehammer hat wieder laut nachgedacht, leider nicht nur auf der Skihütte. Der oberste ÖVP-Mann meinte letzte Woche gegenüber der Tiroler Tageszeitung, er prüfe Gewinne von Unternehmen mit Staatsbeteiligung gesetzlich abzuschöpfen, die jetzt überproportional von der Krise profitieren. Gesagt, passiert: Die Verbundaktie sackte sofort um acht Prozent ab, die EVN um 6,5 Prozent und der teilstaatliche Ölkonzern OMV um bis zu drei Prozent. Alleine beim Verbund wurden gleich einmal fünf Milliarden Euro an Börsenwert pulverisiert. Eine Milliarden-Vernichtung von Staatsgeldern. Besitzt doch die Republik Österreich 51 Prozent am Verbund, die nach Nehammers Meldung gleich 2,55 Milliarden Euro weniger wert waren. Gratuliere! An der OMV hält die Republik 31,5 Prozent. Die Niederösterreichische Landesregierung hält wiederum 51 Prozent an der EVN. Die öffentliche Hand profitiert auch nicht nur vom Wertzuwachs ihrer Energiekonzerne, sie wird von den Staatskonzernen zudem gut mit Dividenden versorgt: Für das letzte Geschäftsjahr lieferte alleine der Verbund 186 Millionen Euro ab, die EVN 46 Millionen Euro. Das tut offensichtlich auch bei Andreas Schieder, SPÖ-Delegationsleiter im Europaparlament nichts zur Sache, der Karl Nehammer für seine Abschöpfungs-Idee auch gleich auf die Schulter klopfte: „Europaweit könnten durch die Abschöpfung dieser windfall profits rund 200 Milliarden Euro gewonnen werden.“ Bei Staatsunternehmen, sagt mir allerdings meine Rechenverstand, dass das Geld doch im Wesentlichen von einer in die andere Tasche wandert, oder? Im Ernst: Bei leeren Staatskassen und populistischen Parteigranden kann der Staat als Aktionär ungemütlich werden. Das sollte man bei Aktienkäufe etwa der Électricité de France, einer dänischen Orsted, bei vielen börsennotierten Post-, Eisenbahn- und Infrastrukturunternehmen immer bedenken. Oder auch bei Sparten, in die die Politik bei Budgetnöten sehr gerne eingreift: Bei Maut-Unternehmen wie Kapsch TraffiCom oder der französischen Vinci, aber auch bei börsennotierten Wohnbau-Gesellschaften. So sind in Österrich eine bundesweite Leerstandsabgabe, in Deutschland eine höhere Grundsteuer und verpflichtende neue Klimaschutzinvestitionen der Vermieter im Gespräch. Jetzt wäre es gut, wenn die Wirtschaft- und Finanzbildungsoffensive der OECD nicht nur bei den Schülern, sondern auch bei den Politikern ansetzen würde. Karl und Andreas, ich empfehle Euch den regelmäßigen Konsum meiner Finanzpodcasts BÖRSENMINUTE und GELDMEISTERIN. Herzliche Grüße ins Bundeskanzleramt und nach Brüssel sendet Julia Kistner
Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernimmt die Autorin, Julia Kistner keine Haftung.
#Staat #Eigentümer #Bundeskanzler #KarlNehammer #Gewinne #AndreasSchieder #OMV #EVN #Verbund #Bundeskanzleramt #Geldmeisterin #Staatskasse #Börsenminute #Dividenden #Post #Eisenbahn #Infrastruktur #KapschTraffiCom #Vinci #OECD #teilstaatlich #energiekonzern #Europa #Orsted #Wohnbau
Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernimmt die Autorin, Julia Kistner keine Haftung.
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12 Minuten
Laut Experten steht uns an den Kapitalmärkten ein heißer Sommer bevor, für den Euch diese Sonderedition der Börsenminute wappnen soll. #Tipp Nummer Eins: Bitte jetzt nicht auf den richtigen Einstiegszeitpunkt warten. Den erwischt man als Privatanleger ohnedies nie. Man kann ja Monat für Monat in Aktien- oder Aktienfonds investieren. Mit Aktiensparplänen, auf die man regelmäßig anspart, geht man obendrein kein Risiko ein, zum falschen Zeitpunkt einzusteigen. #Tipp Nummer Zwei: Nicht zu viel Risiko eingehen. Ich persönlich würde derzeit nur in renommierte Unternehmen veranlagen, die auch günstig und wenig verschuldet sind und eine gutes Geschäftsmodell haben, das es erlaubt, Preissteigerungen auch an die Kunden weiterzugeben. Leider sind hier die Klassiker wie eine Coca Cola, Nestlé, Wallmart, Mc Donald´s, John Deere oder Procter&Gamble schon hoch im Kurs. Preiswert finde ich persönlich derzeit noch große Pharmawerte, die Baumarktkette Home Depot sowie die Siemens AG, ebenso wie die Deutsche Post AG, eine Allianz oder Walt Disney sowie etablierte Technologie-Konzernen wie Amazon, Alphabet oder die niederländische ASML-Holding, ein Ausrüster der Halbleiterindustrie. Vorsicht, das sind natürlich alles keine Anlageempfehlungen, sondern nur meine persönlichen Ideen, die keinesfalls ein individuelles Beratungsgespräch ersetzen können. #Tipp Nummer Drei: Verschaffe Dir einen Überblick über den Markt, indem Du auch den großen Investoren folgst, was sie aktuell kaufen oder auch verkaufen. Eine sehr hilfreiche Seite ist gurufocus.com, sowie auch die Seiten der diversen europäischen Finanzmarktaufsichten, die die Director´s Dealings, die Aktientransaktionen der Vorstände und Aufsichtsräte veröffentlichen. In meiner nächsten Podcastfolge der GELDMEISTERIN am Sonntag analysiert der deutsche Value Investor Hendrik Leber Warren Buffets neuesten Investments für seine Berkshire Heathaway Holding und beleuchtet dessen Anlagestrategien. Ich hoffe wir hören uns am Sonntag. #Tipp Nummer Vier: Halte an Deiner persönlichen Anlagestrategie fest. Kaum wird es an den Börsen volatiler, tauchen nämlich allerorts wieder die Doom-Gurus auf, die den Börsencrash schon seit Jahrzehnten voraussagen. Doch ganz ehrlich, wer kann die Zukunft schon voraussagen. Dabei kann man sich jede Position im Portfolio anschauen, ob man das jeweilige Wertpapier zum derzeitigen Zeitpunkt auch noch kaufen würde oder ob es dafür bessere Investment gäbe. #Tipp Nummer Fünf: Risiko streuen, auch regional. Es macht meiner Meinung nach Sinn sowohl in den USA, als auch in Europa zu investieren und ebenso in Emerging Markets, die nicht zu hoch verschuldet sind und am besten auch noch Rohstoffe besitzen. Was man grundsätzlich mehr denn je bei autokratisch geführten Staaten einfordern sollte ist allerdings ein Risikoaufschlag für das Ausfallsrisiko bis hin zum Totalausfall. Wenn ich etwa in Alibaba statt in Amazon investiere, dann muss mir Alibaba auch deutlich höhere Wachstumschancen fürs gleiche investierte Geld bieten. Wo ich persönlich derzeit gar nicht investiert bin sind in Anleihen, weil mir hier die Phantasie fehlt, wie ich bei einer negativen Realverzinsung mein Vermögen erhalten kann. Hier noch eine kurze Werbung für einen Booster, der Dir die Kraft von innen gibt, um Turbulenzen an den Kapitalmärkten gut zu bewältigen. Der Nährstoffe-Spender aus den USA von Athletic Greens heißt passend zur Podcast-Episode über krisenresistente AG´s „AG 1“. Er gibt Dir den nötigen Vitaminkick vor Börsenbeginn. Aktuell gibt es eine Aktion exklusiv für Börsenminute-HörerInnen: Auf athleticgreens.com/boersenminute erhältst Du kostenlos einen Jahresvorrat an Vitamin D3 und fünf Travel Packs zu Deinem AG1-Abo dazu. Bei Athletic Greens gibt es eine 60-Tage-Geld-zurück-Garantie. Bitte achte nichts desto trotz auf eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung und eine gesunde Lebensweise. #Investments #Risiko #AG #USA #Europa #EM #Sparplan #diversifizieren #AthleticGreens #AG1
3 Minuten
Wenn alles teurer wird, das Geld knapper wird, gerade dann sollt man auf Unternehmen bauen, die Produkte herstellen, auf die man nur schwer verzichten kann, auf Konsumgüter – im Englischen Consumer Staples. Wenn man hier dann noch auf die großen Markensetzt kann man davon ausgehen, dass diese Unternehmen auch höhere Preise durchsetzen und die Inflation weitergeben können. Meine treuen Podcast-Hörerinnen der Börsenminuten und GELDMEISTERIN können sich vielleicht daran erinnern, dass ich den entsprechenden Branchenindex des weltweit größten Indexanbieters MSCI, also den MSCI World Consumer Staples in einer Folge einmal mit dem Weltaktienindex MSCI World verglichen haben, was erkennen lässt, dass sehr langfristig der Konsumgüter-Index besser performt hat, weil er eben weniger schwankungsanfällig ist. Hier nochmals der aktuelle Vergleich: In den letzten 15 Jahren, von März 2007 bis März 2022 komme ich auf eine Gesamtperformance beim MSCI World Consumer Staples von 312 Prozent, während der MSCI World „nur“ um etwas mehr als 271 Prozent zulegt. Weil eben Konsumgüter-Unternehmen nicht so stark im Kurs schwanken und daher auch nicht so viel an Kursverlusten aufzuholen haben. Ja, jetzt könnt ihr sagen, dass ist immer eine Frage der Betrachtungsweise und da habt ihr Recht. Wenn ich einen anderen Zeitabschnitt nehme, etwa zehn Jahre, dann hat der MCI World mit einer jährlichen Performance von fast 11 Prozent die Nase deutlich vorne gegenüber dem MSCI World Consumer Staples mit 8,5 Prozent. Vorauf ich hinaus will: In Abwärtsphasen, etwa in den letzten drei Monaten, trifft es Konsumgüter dafür deutlich geringer: so ist der Konsumgüterindex seit Jahresbeginn um 3,6 Prozent, der allgemeine Weltindex MSCI World um 5,2 Prozent eingebrochen. Mein persönliches Fazit: Suche ich mehr Stabilität für mein Portfolio, fahre ich mit Consumer Staples ganz gut. Auf alle Fälle sollte man auch bei ETFs, die einen Index weitgehend abbilden immer im Factsheet schauen, welche Werte im Index genau enthalten sind und mit welchem Gewicht und in was man dann auch mit dem ETF konkret investiert.
Den direkten Link zu den Ingredienzen des MSCI World Consumer Staples findet ihr hier:
https://www.msci.com/documents/10199/04d4c23a-f633-4bf6-b20d-735e9fb13538
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#ConsumerStaples #Stabilität #Schwankungen #Konsumgüter #MSCIWorld #MSCIWorldConsumerStaples #Investment #Index #Branchenindex #ETF #Geldmeisterin #JuliaKistner #Podcast #Portfolio #Performance
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Den direkten Link zu den Ingredienzen des MSCI World Consumer Staples findet ihr hier:
https://www.msci.com/documents/10199/04d4c23a-f633-4bf6-b20d-735e9fb13538
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3 Minuten
Ich bleibe dabei, was ich in einer früheren Börsenminute schon gesagt habe. Dividenden zahlt man sich als Anleger selbst. Nichts desto trotz macht der Frühling nicht nur Freude, weil die Natur so schön bunt wird, sondern weil der Frühling auch die Dividendensaison ist. Momentan halten auch viele Unternehmen in Deutschland, der Schweiz und Österreich Hauptversammlungen ab und beschließen Ausschüttungen an die Aktionäre. Diese jährlichen Anlegerzuckerl trösten zum Beispiel bei Siemens darüber hinweg, dass die Anteilsscheine des Mischkonzerns, sonst der Fels in der Brandung, seit Jahresbeginn fast 23,5 Prozent verloren. Siemens hat eine Dividende von vier Euro je Aktie angekündigt.
Die Experten von Societe Generale gehen davon aus, dass 32 der 40 DAX-Unternehmen ihre Dividenden im Vergleich zum vergangenen Jahr erhöhen und das trotz der Lieferkettenprobleme und hohen Rohstoffpreise 2021. Erwartet wird eine DAX-Dividendensumme für 2021von 50,2 Milliarden Euro. Das wäre eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr von 48 Prozent. Wobei man berücksichtigen muss, dass im ersten Pandemiejahr 2020 ja auch viele Unternehmen wegen der empfangenen staatlichen Hilfen keine Dividenden an ihre Aktionäre auszahlen konnten.
Im Schnitt rechnet Societe Generale mit einer Dividenden-Rendite bei denen im deutschen Leitindex gelisteten Aktien von 3,4 Prozent. Die Auszahlungen an die Anleger im Verhältnis zum eingesetzten Kapital sind bei DAX-Aktien somit deutlich höher als die Verzinsung von soliden Anleihen. Wenn sie die deutschen Unternehmen das leisten können und es nicht an der Substanz zerrt, ist das schön.
Übrigens, falls ihr die gestrige Börsenminute-Podcastfolge nicht anhören konntet, so lag dies an meiner sonst so zuverlässigen Hostingplattform Anchor. Der Fehler ist behoben, ihr solltet die letzte Episode jetzt auch auf wieder mit der Apple- und Google-Podcast App abspielen können. Viel Hörvergnügen wünscht Julia Kistner
Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernimmt die Autorin, Julia Kistner keine Haftung.
#Dividenden #Saison #DAX #HV #Hauptversammlunge #Lieferketten #Rohstoffknappheit #Rendite #SocieteGenerale #Podcast #Rohstoffverknappung #Verzinsung #Euro #Aktie
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Die Experten von Societe Generale gehen davon aus, dass 32 der 40 DAX-Unternehmen ihre Dividenden im Vergleich zum vergangenen Jahr erhöhen und das trotz der Lieferkettenprobleme und hohen Rohstoffpreise 2021. Erwartet wird eine DAX-Dividendensumme für 2021von 50,2 Milliarden Euro. Das wäre eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr von 48 Prozent. Wobei man berücksichtigen muss, dass im ersten Pandemiejahr 2020 ja auch viele Unternehmen wegen der empfangenen staatlichen Hilfen keine Dividenden an ihre Aktionäre auszahlen konnten.
Im Schnitt rechnet Societe Generale mit einer Dividenden-Rendite bei denen im deutschen Leitindex gelisteten Aktien von 3,4 Prozent. Die Auszahlungen an die Anleger im Verhältnis zum eingesetzten Kapital sind bei DAX-Aktien somit deutlich höher als die Verzinsung von soliden Anleihen. Wenn sie die deutschen Unternehmen das leisten können und es nicht an der Substanz zerrt, ist das schön.
Übrigens, falls ihr die gestrige Börsenminute-Podcastfolge nicht anhören konntet, so lag dies an meiner sonst so zuverlässigen Hostingplattform Anchor. Der Fehler ist behoben, ihr solltet die letzte Episode jetzt auch auf wieder mit der Apple- und Google-Podcast App abspielen können. Viel Hörvergnügen wünscht Julia Kistner
Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernimmt die Autorin, Julia Kistner keine Haftung.
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3 Minuten
Der Krieg in der Ukraine sorgt für Schockwellen bis in den Wirtschaftsräume Asia-Pazifik, auch wenn die Energiekrise an sich vor allem eine europäische ist. Trotz allem ist man auch auf der anderen Seite des Erdballs von der Explosion der Rohstoffpreise betroffen. Laut Internationaler Währungsfonds kämpfen vor allem die entwickelten Volkswirtschaften im asiatischen Raum als Importeure von Öl, Gas und Metallen und Exporteure nach Europa mit der Rohstoffverknappung. In den ärmeren asiatischen Ländern sind vor allem direkt die Menschen von den explodierenden Nahrungsmittel- und Energiepreisen bedroht, was zu schweren Unruhen in der Region bei einer weiteren Eskalation in der Ukraine führen und auf andere Länder überspringen könnte, befürchtet der IWF. All das muss auch der Anleger neben einer möglichen Ausweitung der Lockdowns in China auf seiner Agenda haben. Einige Länder versuchen bereits aktiv für sozialen Frieden zu sorgen. In den Philippinen gibt es Cash-Transferprogramme für die ärmere Bevölkerung. In Neuseeland wurden die Tarife für den öffentlichen Verkehr gesenkt. Was aber weiterhin für eine globale Streuung unter Berücksichtigung dieser neuen Risiken spricht: Zwar werden auch für den asiatischen Raum die nächsten Monate kein Honigschlecken, doch erwartet der IWF hier immer noch Wachstumsraten, von denen Europa nur träumen kann. Nach den jüngsten Prognosen des Internationalen Währungsfonds wächst der asiatisch-pazifische Raum nach 6,5 Prozent im Jahr 2021 heuer immerhin noch um 4,9 Prozent und 2023 um 5,1 Prozent. Wobei die entwickelten asiatisch-pazifischen Staaten durch die Folgen des Ukraine-Krieges 2022 und 2023 im Schnitt nur auf ein Wirtschaftswachstum von 2,7 Prozent kommen. Australien dürfte demnach 2023 seinen BIP-Anstieg sogar von 4,2 im Jahr 2022 auf 2,5 Prozent nahezu halbieren. Die asiatischen Emerging Markets wachsen hingegen im Schnitt 2022 noch um 5,4 Prozent und 2023 um 5,6 Prozent. Gut schaut es nach einem moderaten Wachstum im Vorjahr für Vietnam aus, dessen Wirtschaft 2022 um sechs Prozent und 2023 um 7,2 Prozent wächst. Auf der Überholspur sind vor allem auch Indien, Indonesien, die Philippinen, Bangladesh und Kambotscha. China, das der IWF interessanterweise immer noch als asiatische Entwicklungsland führt, wächst laut Währungsfonds nach 8,1 Prozent im Vorjahr heuer um 4,4 Prozent und 2023 um 5,1 Prozent.
Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernimmt die Autorin, Julia Kistner keine Haftung.
#Asien #Ukraine #Rohstoffpreise #Asia-Pacifik#Apple #CocaCola #USA #BerkshireHeathaway #GregAbel #HowardBuffet #US-Notenbanksitzung #HowardBuffett #Rohstoffverknappung #China #IWF #Indien #Indonesien #Bankgladesch #Vietnam #Philippinen
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3 Minuten
Es waren zwar nicht wie vor der Pandemie 40.000, aber immerhin 10.000 Anteilscheinbesitzer, die von allen Teilen des Globus nach Nebraska zur Hauptversammlung der Beteiligungsholding Berkshire Heathaway einflogen, um die legendären Chefs Warren Buffet und Charly Munger live zu erleben. Und die beiden hatten viel zu erzählen, schließlich haben Sie um 51 Milliarden US-Dollar im ersten Quartal Aktien gekauft, während sie in den letzten beiden Jahren noch nicht wussten wohin mit ihrem Cash und deshalb statt zu investieren Milliarden schwere Aktienrückkäufe getätigt haben. Der Cash-Bestand der Berkshire Heathaway beträgt immer noch stolze 106 Milliarden US-Dollar, da kann man noch einiges erwerben. Berkshire hat sich gerade mit 14,6 Prozent am Ölkonzern Occidental Petroleum beteiligt, sowie sein Anteile bei Chevron aufgestockt und so von den höheren Ölpreisen profitiert. Beim Versicherungskonzern Alleghany ist man mit 11,6 Milliarden US-Dollar eingestiegen – Versicherungen haben zuletzt nicht gut performt und sind ebenso wie Banken Profiteure von steigenden Zinsen und die sehen wir in den USA mit größter Wahrscheinlichkeit schon am Mittwoch. Dann ist Berkshire ja noch bei HP, einst Hewlett Packard mit 4,2 Milliarden Euro eingestiegen. Sie hat damit etwas mehr als 11,2 Prozent an HP erworben, weil dessen Aktien gerade so günstig waren und HP starke Bilanzzahlen für 2021/2022 präsentierten. Buffett hat auch seine Anteile am Computerspiele-Konzern Activision Blizzard auf 9,5 Prozent erhöht, die 5,6 Milliarden Dollar wert sind. Seine Investmentholding hält weiterhin große Aktienpakete an Apple und Coca-Cola, besitzt neben Banken- und Versicherungsaktien u.a. die Güterbahngesellschaft BNSF.
Bewerben ist übrigens zwecklos: Der Starinvestor Warren Buffett hat längst seine Nachfolge geregelt, sollte der 91-Jährige je einmal abdanken. Dann soll Warren Buffets Sohn Howard Buffet nicht-geschäftsführender Präsident des Verwaltungsrats und Greg Abel, langjähriger Stellvertreter Buffetts, neuer CEO von Berkshire Hathaway werden. Noch sind die beiden Investmentlegenden Warren und Charly, die gemeinsam 189 Lenze zählen nicht amtsmüde.
Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernimmt die Autorin, Julia Kistner keine Haftung.
#Omaha #WarrenBuffett #CharlyMunger #HP #Apple #CocaCola #USA #BerkshireHeathaway #GregAbel #HowardBuffet #US-Notenbanksitzung #HowardBuffett #Leitzinsen #Nebraska #OccidentalPetroleon #Chevron #Dollar #investieren #Cash #ActivisionBlizzard #BNSF #Beteiligungsholding #Öl #Woodstock #Capitalist
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Bewerben ist übrigens zwecklos: Der Starinvestor Warren Buffett hat längst seine Nachfolge geregelt, sollte der 91-Jährige je einmal abdanken. Dann soll Warren Buffets Sohn Howard Buffet nicht-geschäftsführender Präsident des Verwaltungsrats und Greg Abel, langjähriger Stellvertreter Buffetts, neuer CEO von Berkshire Hathaway werden. Noch sind die beiden Investmentlegenden Warren und Charly, die gemeinsam 189 Lenze zählen nicht amtsmüde.
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3 Minuten
Am Wochenende herrscht große Partystimmung in Omaha, USA. Über 40.000 Warren Buffett- und Charly Munger-Jünger werden wieder zur Hauptversammlung der weltbekanntesten Holdinggesellschaft Berkshire Heathaway pilgern. Nächstes Jahr, so mein Plan, möchte auch ichden beiden Legenden live gegenüberstehen. By the way: ich suche hierfür noch eine Sponsorin. Was die beiden Multimilliardäre im Alter von 91 und 99 Jahren am Samstag zu sagen haben, warum sie etwa bei Hewlett Packard eingestiegen sind, hört ihr in Kurzzusammenfassung in der Börsenminute am Montag. Doch auf die Partystimmung am Wochenende folgt zu Wochenbeginn im Vorfeld der US-Notenbanksitzung am 4. Mai womöglich noch die Katerstimmung am Börsenparkett. Wichtig wird sein, wie schnell die FED die Zinsen wieder auf eine „neutralen“ Zins anheben möchte und wo dieser in ihren Augen eigentlich liegt. Entscheidend wir auch sein, um wie viele Basispunkte die FED erhöht. Um 50 oder 75 Basispunkte? Eingepreist vom Markt sind Erhöhungen von 50 Basispunkten jetzt und dann weitere 50 Basispunkte im Juni. Alles was mehr ist, könnte die Investoren verstören. Auch sollte man schauen, wie einig sich die US-Notenbanker sind. Das gibt Aufschluss über die weitere Vorgehensweise der FED. Expertinnen wie Ellen Gaske von PGIM Fixed Income rechnen, dass, sollte die Inflation weiterhin so hoch bleiben, die US-Notenbank ohne Rücksicht auf Wirtschaftswachstumsverluste die Zinsen aggressiver als geplant Ende 2022 oder Anfang 2023 erhöhen wird. Ganz nach dem Vorbild des früheren FED-Chef Paul Volcker. Der reagierte in den 80er Jahren auf eine jährliche Inflation von neun Prozent mit kräftigen Erhöhungen der Leitzinsen auf bis zu 20 Prozent Ende der 80er-Jahre bei einer Inflation, die bei 11,6 Prozent gipfelte. Doch soweit wird Jerome Powell, die Zinsen schon nicht treiben. Denn im Gegensatz zu damals könnten sich die exorbitant verschuldeten Staaten inklusive Nordamerika heutezweistellige Zinssätze niemals leisten. Ein erholsames Wochenende vor einer anstrengenden Börsenwoche wünscht Julia Kistner
Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernimmt die Autorin, Julia Kistner keine Haftung.
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3 Minuten
Ich weiß nicht, wie es Euch geht, ich glaube und hoffe immer noch, dass man Frieden auch ohne Waffen schaffen kann. Die weltweite Aufrüstung macht mich irgendwie unrund. Und ich kann als Anleger nicht einmal davon ausgehen, dass in nachhaltigen Investmentprodukten keine Rüstung drinsteckt. Zugegeben. Es ist auch nicht so einfach, wie etwas das Beispiel von Shareholder Value Investment AG zeigt. Sie hat sich verschrieben, nur in Unternehmen zu investieren, die maximal fünf Prozent ihres Umsatzes mit der Rüstungsindustrie tätigt und dies auf keinen Fall mit Streubomben. So sahen sie sich dann auch in ihren Mandaten für Stiftungen gezwungen, das viele Jahre top performende Investment Renk aus dem Portfolio zu schmeißen, weil ihre Getriebe nicht nur in Offshore-Parks, sondern auch beim Deutschen Kampfpanzer Leopard 2oder bei der US-Navy eingesetzt wurde. Ebenso liefert die börsennotierte MTU auch Getriebe für den den Schützenpanzer Puma. Selbst die Bank für Kirche und Caritas akzeptiert bis zu drei Prozent militärische Umsätze bei ihren Investments. Wer Pazifist ist wie ich, muss da schon in die Tiefen der Factsheets der Fonds gehen und dürfte genaugenommen auch nicht in ETFs auf die meisten Leitindizes investieren. Ein Kompromiss sind zum Beispiel Fonds mit dem FNG-Gütesiegel, die Hersteller sogenannter kontroverser oder geächteter Waffen wie Streubomben oder Landminen ohne Umsatztoleranz ausschließen und bei konventionellen Waffen und Rüstung bis zu einem Umsatzanteil von fünf Prozent zulassen. Für den MSCI World gibt es übrigens die Variante MSCI World SRI. SRI steht für Socially Responsible Investment. Mit diesem Index sowie mit allen anderen SRI-Varianten des weltgrößten Indexanbieter MSCI kann man weitgehend waffenfrei investieren. Sie schließen neben den konventionellen und atomaren Waffen auch zivile Schusswaffen aus und ebenso die Atomenergie. Herz, was willst Du mehr! Oder ich suche mir doch 100 Prozent pazifistische Einzelwerte, sofern ich hierfür das Knowhow, die Zeit und Lust für die Wartung meines Portfolios und nicht zuletzt das Geld habe, um zumindest in zehn rüstungsfreie Einzelaktien zu streuen.
Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernimmt die Autorin, Julia Kistner keine Haftung.
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Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernimmt die Autorin, Julia Kistner keine Haftung.
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4 Minuten
Energieunternehmen galten ja eigentlich als Bollwerk gegen Börsen-Tsunamis. Das dachte ich auch immer bis zur atomaren Fukushima-Katastrophe 2011. Da war ich dann doch überrascht, wie schnell mein Bollwerk E.ON einstürzte, als die damalige deutsche Bundeskanzlerin den Atomausstieg verkündete. DJ Kapital ist das Thema jetzt analytischer angegangen und hat sich die Performance der Versorger angeschaut. Als defensive Branche müssten sie sich im aktuellen turbulenten Marktumfeld ja besser entwickeln. Und tatsächlich ist der Stoxx Europe 600 Utilities-Index seit Jahresbeginn „nur“ um rund zwei Prozent eingeknickt. Die Anleger machen sich zu Recht wegen des politischen Einflusses auf Energieunternehmen Sorgen, der den Sektor ganz schön fordert. Sie sollen möglichst schnell unabhängig werden von russischen Energien wie Öl, Gas oder Kohle und gleichzeitig soll die Versorgungssicherheit gewährleistet und Gas- und Ölpreise womöglich noch gedeckelt werden. Der Russlandkrieg bringt hier eine österreichische OMV, aber vor allem auch die großen deutschen Energie-Unternehmen wie E.ON unter Druck, die Gas-Lieferverpflichtungen an Haushalte und Unternehmen haben, die sie ja irgendwie einhalten müssen.
Bei der Umrüstung auf erneuerbare Energien kommt noch hinzu, dass die Rohstoffengpässe zu hohen Materialkosten etwa beim Stahl führen und der Zinsanstieg Investitionen in Alternativnergien noch kostspieliger machen. Hinzu kommt die Planungsunsicherheit aufgrund des bitteren Revivals der Atomkraft. Belgien und Finnland haben etwa schon die Verlängerung der Laufzeiten ihrer Atomreaktoren angekündigt, Deutschland überlegt noch betreffend ihrer drei laufenden AKWs Isar 1, Emsland und Neckarwestheim. Andererseits fließt aber auch viel Fördermittel in die Branche. Schließlich sollen bis 2030 mindestens 80 Prozent des deutschen Stromverbrauchs aus „Erneuerbaren“ bezogen werden. Von einem beschleunigten Ausbau der Erneuerbaren Energien sollten neben Windturbinenherstellern wie Vestas oder Siemens Gamesa Anbieter von Erneuerbaren Energien wie der spanischen Photovoltaik-Spezialist Acciona Energias, die Portugiesen EdP Renovaveis, die alternativen Franzosen Neoen oder Dänen Orsted profitieren, meint DJ Kapital. Orsted ist einer der größten Betreiber von Mega-Windparks auf See. Bis 2030 planen die Dänen den Ausbau der Kapazitäten auf 12,7 auf 50 GW. Ich persönlich besitze auch Orsted-Aktien, daher nochmals der ausdrückliche Hinweis auf den anschließenden Disclaimer. Übrigens: Kommt es in Russland neben dem wenig beeindruckenden Kohleembargo dann doch auf Druck von den USA auch zum Ölembargo, würden hiervor vor allem US-Konzerne wie Chevron, Exxon, Occidential Petroleum oder Conoco Philipps profitieren, in Europa Konzerne wie der Franzose Total oder auch Royal Dutch. Was ich mit dieser etwas länger ausgefallenen Börsenminute-Episode sagen möchte: Langfristig vorsorgen mit Versorgern ist kein Kindergeburtstag mehr.
Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernimmt die Autorin, Julia Kistner keine Haftung.
#Versorger #Energie #Politik #Einfluss #AKWs #Orsted #SiemensGamesa #AccionaEnergias #Dividende #EdPRenovaveis #Neoen #Exxon #Chevron #OccidentalPetroleum #Conoco #Total #RoyalDutch #Alternativenergie #Ölembargo #E.ON #OMV #Atomreaktor #Öl #Gas #Fukushima #Merkel #Atomausstieg #StoxxEurope600Utilities
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Bei der Umrüstung auf erneuerbare Energien kommt noch hinzu, dass die Rohstoffengpässe zu hohen Materialkosten etwa beim Stahl führen und der Zinsanstieg Investitionen in Alternativnergien noch kostspieliger machen. Hinzu kommt die Planungsunsicherheit aufgrund des bitteren Revivals der Atomkraft. Belgien und Finnland haben etwa schon die Verlängerung der Laufzeiten ihrer Atomreaktoren angekündigt, Deutschland überlegt noch betreffend ihrer drei laufenden AKWs Isar 1, Emsland und Neckarwestheim. Andererseits fließt aber auch viel Fördermittel in die Branche. Schließlich sollen bis 2030 mindestens 80 Prozent des deutschen Stromverbrauchs aus „Erneuerbaren“ bezogen werden. Von einem beschleunigten Ausbau der Erneuerbaren Energien sollten neben Windturbinenherstellern wie Vestas oder Siemens Gamesa Anbieter von Erneuerbaren Energien wie der spanischen Photovoltaik-Spezialist Acciona Energias, die Portugiesen EdP Renovaveis, die alternativen Franzosen Neoen oder Dänen Orsted profitieren, meint DJ Kapital. Orsted ist einer der größten Betreiber von Mega-Windparks auf See. Bis 2030 planen die Dänen den Ausbau der Kapazitäten auf 12,7 auf 50 GW. Ich persönlich besitze auch Orsted-Aktien, daher nochmals der ausdrückliche Hinweis auf den anschließenden Disclaimer. Übrigens: Kommt es in Russland neben dem wenig beeindruckenden Kohleembargo dann doch auf Druck von den USA auch zum Ölembargo, würden hiervor vor allem US-Konzerne wie Chevron, Exxon, Occidential Petroleum oder Conoco Philipps profitieren, in Europa Konzerne wie der Franzose Total oder auch Royal Dutch. Was ich mit dieser etwas länger ausgefallenen Börsenminute-Episode sagen möchte: Langfristig vorsorgen mit Versorgern ist kein Kindergeburtstag mehr.
Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernimmt die Autorin, Julia Kistner keine Haftung.
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