Die Börsenminute Archiv
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Ein Handelssegment, dass mich seit der Pandemie wahnsinnig fasziniert sind die Baumärkte. Wer hätte gedacht, dass es in Europa, ja weltweit so viele Heimwerkernationen gibt. Hornbach-Firmenschef Albrecht Hornbach meinte in der Süddeutschen, dass sich „ein Jahrzehnt des Zuhauses“ anbahnt und wenn man sich die Zahlen, Daten, Fakten der Baumärkte anschaut, spricht vieles dafür. In den USA kommt hinzu, dass viele Einfamilienhäuser im renovierungsbedürftigen Zustand sind. Die weltweit größte Baumarktkette Home Depot übertraf 2021 erstmals die Umsatzmarke von 151 Milliarden Dollar. Das sind 40 Milliarden mehr als noch vor zwei Jahren. Der Nettogewinn lag bei 16,4 Milliarden Dollar und die Aktionäre erhalten eine um 15 Prozent höhere Quartalsdividende, eine Erhöhung das 13. Mal infolge. So weit, so gut. Heuer könnte sich das Wachstum ein wenig abschwächen, rechnet der Konzern. Ein Jammern auf hohem Niveau bei Home Depot. Der Do-it-yourself-Boom hält an, da bin ich mir sicher. Insgesamt lassen die Heimwerker in Übersee 900 Milliarden Dollar im Jahr in den Märkten liegen. Die Frage ist, ob man bei dem Aktienpreis noch einsteigen sollte. Die Aktie ist in den letzten drei Jahren um 51 Prozent gestiegen, und dies trotz Kurskorrekturen seit Jahresbeginn von über 25 Prozent. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt bei knapp 20. Beachtlich ist aber, dass die Home Depot-Aktie auch schon in den letzten zehn Jahren um rund 505 Prozent zulegen konnte, also 19,7 Prozent pro Jahr. Wer auf Home-Depot vor zehn Jahren gebaut und 10.000 Euro investiert hätte dürfte sich heute über rund 60.500 Euro freuen. Dazu gab es noch nette Ausschüttungen für die Anteilsscheinbesitzer. Die Dividenden-Rendite, also die Verzinsung des in die Aktie investierten Kapitals liegt aktuell bei knapp 2,5 Prozent. Home Depot könnte für mich ein Kandidat für das Langfristdepot sein. Charttechnisch ist die Aktie allerdings noch im Abwärtskanal. Auch schützt ein solides Geschäftsmodell nicht vor Pleiten. Erinnert ihr Euch noch an die Heimwerkerkette Praktiker oder die österreichischen Baumärkte Baumax? Die zu schnelle Expansion war für beide dann auch der Anfang vom Ende.
Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernimmt die Autorin, Julia Kistner keine Haftung.
#Heimwerkerboom #HomeDepot #Kurs-Gewinn-Verhältnis #Nettogewinn #Aktienpreis #Baumärkte #Do-it-yourself #Wachstum #Dividende #Dividendenrendite #Renovierung #zuhause
Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernimmt die Autorin, Julia Kistner keine Haftung.
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Wo man hinschaut Mega-Herausforderungen für Anleger: Steigende Inflation und Zinsen, Rohstoffknappheit, Pandemie. Und obendrein noch der Ukrainekrieg, der die Deglobalisierung jetzt auch noch beschleunigt, die laut Flossbach und Storch-Kapitalmarktstratege Philipp Vorndran schon 2014 begonnen hat. Es gibt bei einem Krieg vor allem Verlierer, aber auch Gewinner, die die Bank für Kirche und Caritas Asset Management in seiner ersten Prognose zu möglichen langfristigen Verlierern und Gewinner des Ukraine-Krieges aufzählt. Die Gewinner sind die Rohstoffexporteure, die das wegfallende russische Rohstoffangebot kompensieren. Das sind konkret die Länder Südafrika, Brasilien, Chile, die Golfstaaten, die USA und Kanada. Geopolitische Gewinner sind demnach die Region „Pan Asia“ und Staaten mit Verhandlungsmacht. Die BKC zählt hier China, USA, Indien und die Golfstaaten hinzu. Zu den Verlierern zählten Energieimporteure wie Japan, Südkorea, südostasiatische Werkbände wie Thailand und Vietnam. Nicht zuletzt sind jene Länder mit direkten Folgen die großen Verlierer des Ukraine-Krieges. Das sind Industriestaaten mit Abhängigkeiten, ohne eigene Rohstoffe und geopolitische Verlierer. Dazu zählten vor allem die EU, die Türkei und Russland. Innerhalb Europas kommen noch die Länder mit eigenem Gas wie Norwegen, mit Metallen wie Schweden oder gesicherten (atomaren) Energieversorgung wie Frankreich noch am besten mit der Zeitenwende zurecht. Hingegen würde die DACH-Region kaum weiter produzieren können, wenn man ganz auf Rohstoffe aus Russland verzichtet. Es drohe ein neuer Protektionismus. Daher könne sich das Rohstoff abhängige Europa nicht auf Agrarrohstoffe aus Südamerika oder auf Öl und Gas aus den USA und Canada zu 100 Prozent verlassen. Selbst innerhalb der EU haben sich Spanien und Italien jüngst um algerisches Gas geprügelt. Mein Fazit: Das heißt nicht, dass man nicht mehr in Europa investieren kann, man muss nur künftig mehr als früher eine Risikoprämie vor allem für europäische Industriewerte einfordern, sprich günstigere Bewertungen, da man künftig wohl vermehrt mit Rohstoff- und Lieferengpässen rechnen muss.
Trotz allem eine erfolgreiche und vor allem friedliche Handelswoche wünscht Julia Kistner, die sich zur 250. Jubiläumsfolge freuen würde, wenn man Ihre unendgeltlichen Podcasts Börsenminute und GELDMEISTERIN unterstützt, indem man die Finanzpodcasts auf einer Podcastplattform, auf YouTube und/oder Spotify abonniert und vielleicht sogar bewertet.
Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernimmt die Autorin, Julia Kistner keine Haftung.
#Deglobalisierung #Krieg #Gewinner #Verlierer #Rohstoffe #Frankreich #Schweden #Norwegen #Verhandlungsmacht #China #Golfstaaten #PanAsia #PhillippVorndran #Inflation #Zinsen #Rohstoffknappheit #Pandemie #Ukraine #Brasilien #Chile #USA #Kanada #geopolitisch #DACH #Agrarrohstoffe #Südamerika #Abhängigkeit #EU #Türkei #Russland #Zeitenwende #Lieferengpässe
Trotz allem eine erfolgreiche und vor allem friedliche Handelswoche wünscht Julia Kistner, die sich zur 250. Jubiläumsfolge freuen würde, wenn man Ihre unendgeltlichen Podcasts Börsenminute und GELDMEISTERIN unterstützt, indem man die Finanzpodcasts auf einer Podcastplattform, auf YouTube und/oder Spotify abonniert und vielleicht sogar bewertet.
Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernimmt die Autorin, Julia Kistner keine Haftung.
#Deglobalisierung #Krieg #Gewinner #Verlierer #Rohstoffe #Frankreich #Schweden #Norwegen #Verhandlungsmacht #China #Golfstaaten #PanAsia #PhillippVorndran #Inflation #Zinsen #Rohstoffknappheit #Pandemie #Ukraine #Brasilien #Chile #USA #Kanada #geopolitisch #DACH #Agrarrohstoffe #Südamerika #Abhängigkeit #EU #Türkei #Russland #Zeitenwende #Lieferengpässe
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Je stärker die Preise steigen, umso wichtiger ist es in Unternehmen zu investieren, die die höheren Preise auch weitergeben können. Das sind meist jene Firmen mit einem hohen Markenwert. Der ist umso wichtiger bei Anbietern von Produkten, die nicht unbedingt lebensnotwendig sind. Es ist also kein Fehler einen Blick auf die aktuelle Studie „Brand Finance Retail 100 22“ zu werfen. Brand Finance ermittelt jährlich die weltweit 100 wertvollsten Retailmarken, von denen viele auch börsennotiert sind: Amazon ist demnach mit einem Markenwert von 350,3 Milliarden US-Dollar die wertvollste Marke der Welt. Dahinter kommt Wallmart mit 111,9 Milliarden US-Dollar und ich bin froh, dass ich beide Aktien in meinem Langfrist-Depot habe. Beiden ist gemein, dass sie sehr viel Geld in die Digitalisierung und Logistik gesteckt haben, was sich langfristig bezahlt macht. Die US-Warenhauskette Burlington – sie ist nicht in meinem persönlichen Portfolio – ist laut Analysen von Brand Finance jene Einzelhandelskette mit dem stärksten Markenwertzuwachs. Der stieg im letzten Jahr um 80 Prozent, nach einem kräftigen Einbruch bei Pandemieausbruch und einem Umbau zu einem Diskonter.
Das Top Ten-Ranking teilen sich US-Marken mit vier chinesischen Retail-Lieblingen. Mit einem Markenwert von 53,76 Milliarden Euro auf Platz vier ist die chinesische Online-Shoppingplattform Taobao, gefolgt von der chinesischen B to C-Variante Tmall mit einem Markenwert von 49,2 Milliarden US-Dollar, dem chinesischen Internetunternehmen JD.com auf Platz neun und Alibaba - das chinesische Pendant von Amazon auf Platz elf. Das deutsche Online-Modeunternehmen Zalando ist übrigens auf Platz 36 im weltweiten Markenwert-Ranking. Dem DAX-Mitglied hat der Anstieg seines Markenwerts aber bis dato noch wenig an der Börse genutzt. Die Zalando-Aktie hat sich in den letzten zwölf Monaten mehr als halbiert.
Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernimmt die Autorin, Julia Kistner keine Haftung.
#Preisstabilität #BrandFinance #amazon #Wallmart #David Bowie #Retailmarken #Werte #Ranking #Abonnenten #Verluste #20er #Geldanlage #veranlagen #Podcast #Investments #Anlagestrategie #Börse #JuliaKistner #Internet #Börse #Zalando #Markenwert #JD-cp,
Das Top Ten-Ranking teilen sich US-Marken mit vier chinesischen Retail-Lieblingen. Mit einem Markenwert von 53,76 Milliarden Euro auf Platz vier ist die chinesische Online-Shoppingplattform Taobao, gefolgt von der chinesischen B to C-Variante Tmall mit einem Markenwert von 49,2 Milliarden US-Dollar, dem chinesischen Internetunternehmen JD.com auf Platz neun und Alibaba - das chinesische Pendant von Amazon auf Platz elf. Das deutsche Online-Modeunternehmen Zalando ist übrigens auf Platz 36 im weltweiten Markenwert-Ranking. Dem DAX-Mitglied hat der Anstieg seines Markenwerts aber bis dato noch wenig an der Börse genutzt. Die Zalando-Aktie hat sich in den letzten zwölf Monaten mehr als halbiert.
Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernimmt die Autorin, Julia Kistner keine Haftung.
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Über 35 Prozent ist der Streaming-Dienstanbieter Netflix am Mittwoch eingebrochen, verglichen zum Jahresbeginn kostet die Aktie 62 Prozent weniger. Die 1. Quartals-Zahlen haben tatsächlich nicht überzeugt. Erstmals seit zehn Jahren waren die Abonnentenzahlen rückläufig, 220.000 Bezahlabos im 1 .Quartal weniger. Im zweiten Quartal rechnet man mit einem weiteren Schwund um 2,5 Millionen zahlende Kunden. Die Preiserhöhung und das Abflachen der Pandemie dürfte einige Netflix-Kunden zur Kündigung bewegt haben. Vor allem aber sind 700.000 russische Kunden weggebrochen und bei den aktuell ersten Anzeichen einer Stagflation – Inflation bei kaum Wirtschaftswachstum – könnten die Konsumenten jetzt natürlich den Gürtel wieder enger schnallen. Aber nicht so viel enger, rechnet Frank Fischer, Chef der Shareholder Value Assetment AG in der aktuellen Podcastfolge der GELDMEISTERIN. Er wittert bei Netflix eine Einstiegschance, da - weniger Abonnenten hin oder her – Netflix über viel Kapital in Form von Filmrechten verfügt und mit 221,6 Millionen Kunden immer noch deutlicher Streaming-Marktführer vor Disney+ mit 130 Millionen Abonnenten ist. Auch könnte eine angedachte günstigere Abo-Variante mit Werbung neue zahlenden Nutzer bringen, ebenso wie das härtere Durchgreifen bei Mehrfachnutzungen eines Abos. Viele sehen schon den Anfang vom Ende des Streaming-Booms. Den sehe ich persönlich nicht. Wer ans Streamen glaubt, wem Netflix aber zu heiß ist, weil man nur auf Streaming-TV setzt, der kan sich den Mitbewerber Walt Disney anschauen. Die Aktie hat gestern auch weitere 5,6 Prozent verloren, seit Jahresbeginn insgesamt 20,5 Prozent. Walt Disney hat zumindest neben dem Streamingdienst Disney+ mehrere Standbeine. Unter anderem sind die Vergnügungsparks wieder offen.
Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernimmt die Autorin, Julia Kistner keine Haftung.
#Netflix #Kurseinbruch #Abonnenten #Verluste #Disney+ #Russland #FrankFischer #ShareholderAssetManagement #20er #Geldanlage #veranlagen #Podcast #Investments #Anlagestrategie #Börse #JuliaKistner #Streaming-Dienst #Stagflationen #Kunden #Vergnügungspark #WaltDisney #Marktführer
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Gestern, am 19. April war übrigens Weltfonds, zu Ehren des holländischen Kaufmann Adriaan van Ketchwich, der als Vater des Investmentfonds gilt und an einem 19. April im Jahr 1744 geboren ist. Ketchwich erkannte, dass mit Hilfe eines Fonds die Risikostreuung deutlich besser wird und gleichzeitig die Kosten für die Anleger sinken. Was spannend ist ist der aktuelle Fonds-Marktüberblick der Vereinigung Österreichischer Investmentgesellschaften VÖIG und ausländischer Investmentgesellschaften VAIÖ, der eine erfreuliche Entwicklung zeigt. Trotz des Krieges behielten Fondsanleger einen kühlen Kopf statt wie bei früheren schlimmen Krisen ein Herdenverhalten an den Tag zu legen. Sie blieben investiert und das finde ich einen wesentlichen Vorteil von Fonds- gegenüber Einzelaktien-Investments: Man schaut seltener auf den Kursverlauf und handelt somit nicht so hektisch.
Genau deshalb eignen sich Fonds für die langfristige Geldanlage – ob gemanagt oder auch als ETF ohne Fondsmanager. Was wir Anleger wohl auch gelernt haben ist, dass man seine Investments zur Risikostreuung über die Weltkugel verteilen sollte und nicht nur am Heimatmarkt investiert sein sollte. Die internationale Fondsbranche erlebte 2021 den mengenmäßig größten Zuwachs beim verwalteten Fondsvermögen seit 15 Jahren. Das Nettovermögen der weltweit registrierten offenen Fonds, die man jederzeit kaufen und verkaufen kann, hat sich von 55 Billionen Euro Ende 2020 auf 67 Billionen Euro in 2021, somit um 22 Prozent erhöht. Mit am besten im 1-Jahres-Zeitraum performt haben nordamerikanische Aktienfonds mit 10,1 Prozent, gefolgt von internationalen Aktienfonds mit rund 7,2 Prozent und Aktienfonds Europa gesamt mit 5,7 Prozent. Aktienfonds Österreich legten im Wert um 3,7 Prozent, weniger schwankungsanfällige Immobilien-Investmentfonds um 2,2 Prozent. Die 1-Jahres-Performance der nachhaltigen Aktienfonds betrug 6,3 Prozent. Damit schlägt man in den USA derzeit zwar noch nicht die Inflation, aber bei weitem auch bei uns die Sparbucherträge.
Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernimmt die Autorin, Julia Kistner keine Haftung.
#Investmentfonds #Langfristanlage #Diversifikation #Anleger #20er #Geldanlage #veranlagen #Podcast #Investments #Anlagestrategie #Börse #JuliaKistner #Weltfondstag #Zuwachs #Fondsbranche #Aktien #Immo-Fonds #ETF #Österreich #USA #Europa #Rendite #Vermögen #Risikostreuung
Genau deshalb eignen sich Fonds für die langfristige Geldanlage – ob gemanagt oder auch als ETF ohne Fondsmanager. Was wir Anleger wohl auch gelernt haben ist, dass man seine Investments zur Risikostreuung über die Weltkugel verteilen sollte und nicht nur am Heimatmarkt investiert sein sollte. Die internationale Fondsbranche erlebte 2021 den mengenmäßig größten Zuwachs beim verwalteten Fondsvermögen seit 15 Jahren. Das Nettovermögen der weltweit registrierten offenen Fonds, die man jederzeit kaufen und verkaufen kann, hat sich von 55 Billionen Euro Ende 2020 auf 67 Billionen Euro in 2021, somit um 22 Prozent erhöht. Mit am besten im 1-Jahres-Zeitraum performt haben nordamerikanische Aktienfonds mit 10,1 Prozent, gefolgt von internationalen Aktienfonds mit rund 7,2 Prozent und Aktienfonds Europa gesamt mit 5,7 Prozent. Aktienfonds Österreich legten im Wert um 3,7 Prozent, weniger schwankungsanfällige Immobilien-Investmentfonds um 2,2 Prozent. Die 1-Jahres-Performance der nachhaltigen Aktienfonds betrug 6,3 Prozent. Damit schlägt man in den USA derzeit zwar noch nicht die Inflation, aber bei weitem auch bei uns die Sparbucherträge.
Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernimmt die Autorin, Julia Kistner keine Haftung.
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Viel wird derzeit von der Gefahr einer inversen Zinskurve gesprochen. Gemeint ist, dass die Zinskurve nicht wie normal nach oben geht, sprich je länger die Laufzeiten von Anleihen sind, desto höher ist auch die Verzinsung, sondern sich die Zinskurve umdreht: Je kürzer die Laufzeiten, desto höher die Zinsen. Wann kann so etwas passieren? Wo es doch logisch ist, dass ich für eine langfristigere Bindung eine bessere Rendite bekommen sollte, weil das Risiko von Zinsänderungen und Inflationsanstieg ja viel höher ist. Die Zinskurve dreht sich um, wenn die Finanzwelt in nächster Zeit mit einem kräftigen Wirtschaftseinbruch rechnet und daher mit sinkenden Zinsen als Konjunkturstützung. Da will man sich lieber noch langfristig die aktuellen Zinsen sichern und verkauft dafür kurzfristiger laufende Anleihen. Die sind dann weniger gefragt und damit sinkt ihr Kurs und ihre Rendite. Anleiherenditen setzen sich ja aus Zinserträgen und Kursgewinnen zusammen. Daher müssen kurzfristige Schuldner mehr Zinsen zahlen, um Geldgeberinnen zu finden.
Die Vergangenheit hat jedenfalls gezeigt, dass auf eine inverse Zinskurve meist eine Rezession folgte. Eine Rezession trifft natürlich auch die Aktienmärkte, vor allem zyklische Aktien. Studien haben aber gezeigt, dass inverse Zinskurven zwar verlässliche Warnsignale für eine Rezession sind, aber nicht für Crash an Aktienmärkten. Nicht zuletzt, weil es an Veranlagungsalternativen fehlt.
Morgan Stanley hat in den USA jedenfalls schon gewarnt, dass die aktuelle Abflachung der Zinskurve die jüngste leichte Erholung der großen Tech-Werte wieder gefährden könnte. Vor einigen Tagen überstieg die Rendite fünjähriger Staatsanleihen kurzfristig sogar erstmals jene von 30-jährigen Staatsanleihen. Das war das erste Mal seit 2006. Frank Fischer, CEO & CIO der Shareholder Value Management AG warnt in der aktuellen Podcast-Folge der GELDMEISTERIN vor gröberen Kursrückschlägen im Sommer, bevor Aktien im August wieder auf die Überholspur kommen. In die Geldmeisterin reinhören lohnt sich. Als Dankeschön für die Recherche würde ich mich natürlich über eine 5-Sterne-Bewertung auf YouTube, Spotify und/oder Apple Podcast von der Börsenminute und der GELDMEISTERIN sehr freuen.
Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernimmt die Autorin, Julia Kistner keine Haftung.
#Zinskurve #Rezession #Inflation #Stagflaton #Anleger #20er #Geldanlage #veranlagen #Podcast #Investments #Anlagestrategie #Börse #JuliaKistner #Preisstabilität #Warnsignal #FrankFischer #InverseZinskurve #ShareholderValueManagement #EZB #Laufzeit #Anleihen #Bonds #Bindungsdauer #Zinsen #Schuldner #Rendite #kurzfristig #langfristig #Zinsertrag #Kursgewinn #Konjunktur #Wirtschaftseinbruch #MorganStanley #USA #Tech #Staatsanleihen #GELDMEISTERIN #Korrektur #Veranlagung #Investmentalternative
Die Vergangenheit hat jedenfalls gezeigt, dass auf eine inverse Zinskurve meist eine Rezession folgte. Eine Rezession trifft natürlich auch die Aktienmärkte, vor allem zyklische Aktien. Studien haben aber gezeigt, dass inverse Zinskurven zwar verlässliche Warnsignale für eine Rezession sind, aber nicht für Crash an Aktienmärkten. Nicht zuletzt, weil es an Veranlagungsalternativen fehlt.
Morgan Stanley hat in den USA jedenfalls schon gewarnt, dass die aktuelle Abflachung der Zinskurve die jüngste leichte Erholung der großen Tech-Werte wieder gefährden könnte. Vor einigen Tagen überstieg die Rendite fünjähriger Staatsanleihen kurzfristig sogar erstmals jene von 30-jährigen Staatsanleihen. Das war das erste Mal seit 2006. Frank Fischer, CEO & CIO der Shareholder Value Management AG warnt in der aktuellen Podcast-Folge der GELDMEISTERIN vor gröberen Kursrückschlägen im Sommer, bevor Aktien im August wieder auf die Überholspur kommen. In die Geldmeisterin reinhören lohnt sich. Als Dankeschön für die Recherche würde ich mich natürlich über eine 5-Sterne-Bewertung auf YouTube, Spotify und/oder Apple Podcast von der Börsenminute und der GELDMEISTERIN sehr freuen.
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Die Europäische Notenbank hat am Donnerstag wie erwartet die Leitzinsen nicht verändert. Sie hat es zugegeben auch nicht leicht: Auf der einen Seite hat sie sich einzig und alleine der Preisstabilität verschrieben, weshalb sie eigentlich die Zinsen bei einer Inflationsrate von 7,5 Prozent in der Eurozone erhöhen müsste, damit mehr gespart und weniger konsumiert wird und so die Preise stabil bleiben und auch um den Wert des Euro zu erhalten. Andererseits drängen sie ihre Eigentümer, und deren Vertreter ist nun mal die Politik, dazu, alles zu tun, um nicht das sehr zarte Pflänzchen Konjunktur abzuwürgen, was höhere Zinsen tun würden. Die EZB-Chefin Christine Lagarde hat aus der Covid-Quarantäne angekündigt, dass sie trotz allem die Nettoanleihekäufe erst im dritten Quartal 2022 beenden wir und danach – also frühesten im dritten, wahrscheinlicher im vierten Quartal 2022 dann auch die Leitzinsen anheben wird. Die Gefahr einer Stagflation – kein Wachstum bei gleichzeitig hoher Inflation ist somit gegeben. Was der von mir sehr geschätzte Chefanalyst der RBI, Peter Brezinscheck so treffend im ORF gemeint hat ist, dass die EZB da einem Denkfehler unterläuft. Auch wenn sie die Zinsen – im Gegensatz zur USA vorerst nicht erhöht, gefährdet sie die Preisstabilität. Die Europäer müssen mit einem, durch die Zinsdifferenz schwächeren Euro noch mehr für das in Dollar notierte Öl bezahlen. Außerdem treibt die Angst vor einer höheren Inflation die Anleger in Staatsanleihen, so dass die Zinsen am langen Ende steigen. Worauf Anleger achten müssen ist zum einen, dass steigende Zinsen vor allem Wachstumsaktien belasten, deren höhere Gewinne in der Zukunft weniger wert sind, weil sie mit einem höheren Zins abgezinst werden müssen. Ich würde auch mehr als bisher schauen, wie stark ein Unternehmen fremdfinanziert ist und wie hoch die Investitionsquote ist. Investitionen werden bei höheren Zinsen, sprich Finanzierungskosten weniger rentabel. Wie auch immer, ich wünschen jedenfalls allen Börsenminute – Hörerinnen frohe Ostern und würde mich freuen, wenn wir uns am Ostersonntag in alter Frische beim Podcast GELDMEISTERIN wiederhören. Zu Gast ist Frank Fischer, CEO und CIO der Shareholder Value Asset Management, der vor einem turbulenten Sommer warnt.
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Ich kann mit der Investmentstrategie von US-Starinvestorin Cathie Wood und ihrem Flaggschiff, dem Technologiefonds ARK Innovation ETF nicht viel anfangen. Sie investiert mir zu riskant und zu wenig durchdacht. Aber dafür, dass sie zuletzt weitere, millionenschwere Tesla-Pakete verkauft hat, hat sie nun wirklich keine Schelte verdient. Sie verkaufte, nachdem die Aktie des E-Autobauer sich wiederum 40 Prozent erholte. Also warum da nicht auch einmal in unruhigen Börsenphasen einen Teil der Gewinne mitnehmen und damit andere Verluste wettmachen. Noch dazu, nachdem die renommierte Fondsrating-Agentur Morningstar den Ark Innovation ETF (ARKK) von Cathie Wood abgestuft hat und dieser mit seiner Performance kämpft. Cathie hat ja auch nicht alle Tesla-Anteile verkauft und glaubt weiterhin an die E-Mobilität und autonomes Fahren. In einem Bloomberg-Interview begründete sie die Reduktion ihrer Tesla-Position damit, dass hier das Wachstumspotenzial nicht mehr so hoch ist wie bei den vielen kleineren, innovativen Start Up´s, in die sie auch investiert ist. Wo sie recht hat, hat sie recht: Tesla muss sein aktuelles Kurs-Gewinn-Verhältnis von 208 künftig erst einmal verdienen. Das KGV gibt ja an, in wie viel Jahren bei konstanten Unternehmensgewinnen Anleger jenen Wert erhalten, den sie für die Aktie bezahlt haben. Sprich für Tesla zahlt man derzeit den 208-fachen Jahresgewinn des E-Autobauers und das ist doch schon üppig. Die Idee, auf Raten zu verkaufen, so wie man andererseits auch in Etappen investiert finde ich nicht dumm. So kann man schon einen Teil seines Kaufpreises in trockene Tücher bringen und die Gewinne bei den restlichen, nicht verkauften Anteilen mit verringertem Risiko weiterlaufen lassen. Was ich eher hinterfragen würde, wenn ich ARK Innovation ETF-Investor wäre, was ich nicht bin, wären die Zukäufe, die Cathie mit den Tesla-Aktienerlösen tätigte: Um 100 Millionen Euro Anteile an der Kryptobörse Coinbase – das ist ja noch in Ordnung, ebenso wie der Erwerb von Anteilen an der Gaming-Plattform Roblox. Aber beim Videocall-Spezialisten Zoom und bei der Streaming-Plattform Roku fehlt mir persönlich die Mega-Wachstumsphantasie. Der Gründer von Roku heißt übrigens rein zufällig Wood, Antony Wood. Ihr Mann ist es jedenfalls nicht. Cathie Wood ist geschieden.
Noch zur Performance der Star-Investorin: Seit Jahresbeginn hat ihr populärer Tech-Fonds um über 36 Prozent an Wert eingebüßt, dies nach einem dicken Minus von 23 Prozent im Jahr 2021, aber auch nach einem fetten Plus von 150 Prozent im Jahr 2020. Hätte sie nur die einen oder anderen Gewinne früher mitgenommen ...
Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernimmt die Autorin, Julia Kistner keine Haftung.
#CathieWood #Verkauf #ARKK #Gewinn #Anleger #20er #Geldanlage #veranlagen #Podcast #Investments #Anlagestrategie #Börse #JuliaKistner #Apple #Zoom #Techfonds #Bloomberg #E-Mobilität #Kursphantasie #Coinbase#Roblox #E
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Noch zur Performance der Star-Investorin: Seit Jahresbeginn hat ihr populärer Tech-Fonds um über 36 Prozent an Wert eingebüßt, dies nach einem dicken Minus von 23 Prozent im Jahr 2021, aber auch nach einem fetten Plus von 150 Prozent im Jahr 2020. Hätte sie nur die einen oder anderen Gewinne früher mitgenommen ...
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Die Sehnsucht nach Sicherheit ist natürlich auch beim Anleger groß. Daher freut man sich als Investor auch über regelmäßige Ausschüttungen. Was man aber nicht vergessen sollt, dass man sich Dividenden als Anleger natürlich selbst bezahlt. Was ausgeschüttet wird, kann nicht investiert werden. Somit können typische großzügige Dividendenzahler wie Versorger- , Telekom-Aktien, Post, Chemieriesen oder Lebensmittelmultis auch nicht so viel Kursphantasie bieten. Auch ist es nicht egal, wie die Dividende bezahlt wird: Aus der Substanz oder dem Cashflow. Und ob ein Unternehmen einmal großzügig ist, um die Anleger zu locken oder schon viele Jahre eine Dividende, am Besten noch eine stets höhere Ausschüttung sich leisten kann. Hier sollte man einen Blick auf die Payout-Ratio, also das Verhältnis von Gewinn zur Dividende werfen. Wie hoch das sein kann, hängt von der Branche ab, aber auch wie finanzkräftig das Unternehmen ist. Bei Wachstumsunternehmen sollte die Ausschüttung jedenfalls nicht mehr als 50 Prozent betragen. Diesbezügliche Vorzeigeunternehmen sind die Schweizer Unternehmen Swiss Re und Nestlé. Auch Techtitel wie Apple zahlen bereits Dividenden.
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Entschuldigt, dass es schon wieder um Elon Musk geht, aber diese Folge muss ich einfach nachschießen um nochmals drauf hinzuweisen, wie wichtig eine transparente Unternehmensführung ist. Am Freitag habe ich noch gemeint, dass Warren Buffett und Elon Musk gemein haben, dass sie angesichts ihrer geballten Kapitalmacht die Börsenkurse beeinflussen können, sobald sie nur ihr Interesse an einem Unternehmen äußern. Zu Warren Buffett´s Ehrenrettung möchte ich aber betonen, dass es ein Unterschied ist, ob man die Märkte „nur“ wegen der gigantischen Größe seiner Investition und seines Rockstarstatus bewegt oder indem man dampfplaudert und sich nicht an den Börsespielregeln hält. Elon Musk hat am Wochenende schon wieder bekanntgegeben, dass er doch nicht in den Verwaltungsrat bei Twitter einzieht. Hier dürfte es aber nicht nur Brösel bei Twitter selbst gegeben haben, weil er in einem Tweed öffentlich die Frage stellte, ob Twitter am absterbenden Ast ist. Auch die US-Aufsichtsbehörde SEC fand das wohl nicht so lustig und ermittelt gegen ihn wegen Kursmanipulation bei Twitter, wie schon mehrmals bei Tesla. Auch soll Elon Musk bei der der Offenlegung seines 9,2 Prozent-Anteils an Twitter die Deadline verpasst, sprich zu spät seinen Einstieg bekannt gegeben haben und auch das falsche Formular eingereicht haben. Doch was kostet für den reichsten Mann der Welt schon die Welt oder auch eine drohende Strafe wegen Kursmanipulation von rund 200.000 US-Dollar bei einem Vermögen laut Magazin Forbes von 274 Milliarden US Dollar.
Was ich mit dieser Folge der Börsenminute nur nochmals betonen möchte ist: Die Unternehmensführung, das G bei ESG hat für mich, und ich bin überzeugt auch generell an Bedeutung stark gewonnen. Hier geht es nicht nur um ein Management, dem es an Integrität nicht mangeln sollte. Auch das Land, in dessen Kapitalmarkt ich investieren möchte sollte demokratisch und nicht autokratisch sein und damit meine ich nicht nur Russland. Auch mein kleines Investment in einen ETF auf chinesische Akien werde ich angesichts der ganz neuen Erfahrungen mit dem russischen Aggressor überdenken. Inwieweit Russland, aber auch China unter den Joch der Herren Wladmir Putin und Xi Jinping investierbar sind.
Shalom, maas salamah, servus sagt Julia Kistner
Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernimmt die Autorin, Julia Kistner keine Haftung.
#WarrenBuffett #SEC #ElonMusk #Twitter #Dollar #Aufsichtsbehörde #20er #Geldanlage #veranlagen #Podcast #Investments #Anlagestrategie #Börse #Transparenz #Unternehmensführung #Investorenlegende #Verwaltungsrat #Tesla #Marktmanipulation #Einstieg #Aktienkurse #Forbes #Kapitalmacht #ETF #China
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Was ich mit dieser Folge der Börsenminute nur nochmals betonen möchte ist: Die Unternehmensführung, das G bei ESG hat für mich, und ich bin überzeugt auch generell an Bedeutung stark gewonnen. Hier geht es nicht nur um ein Management, dem es an Integrität nicht mangeln sollte. Auch das Land, in dessen Kapitalmarkt ich investieren möchte sollte demokratisch und nicht autokratisch sein und damit meine ich nicht nur Russland. Auch mein kleines Investment in einen ETF auf chinesische Akien werde ich angesichts der ganz neuen Erfahrungen mit dem russischen Aggressor überdenken. Inwieweit Russland, aber auch China unter den Joch der Herren Wladmir Putin und Xi Jinping investierbar sind.
Shalom, maas salamah, servus sagt Julia Kistner
Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernimmt die Autorin, Julia Kistner keine Haftung.
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3 Minuten
Was Elon Musk und Warren Buffett gemeinsam haben? Das kann ich Euch schon sagen. Sie können Aktienkurse bewegen. Sobald sie statt Good Buye einfach nur schlampig buy sagen kauft sich die ganze Welt in jene Unternehmen ein, in die die Milliardäre selbst längst investiert sind. Das hat wieder einmal die letzte Woche bewiesen: Die Investorenlegende Warren Buffett gab mal schnell bekannt, dass ihre Beteiligungsholding Berkshire Heathaway 121 Millionen Aktien des PC- und Druckunternehmens Hewlett Packard um 4,2 Milliarden US-Dollar erworben hat. Schon stieg die Aktie noch am selben Tag um knapp 15 Prozent. Und kaum hat der reichste Mann der Welt, Tesla-Gründer Elon Musk drei Milliarden Dollar in 73,5 Millionen Twitter-Aktien gesteckt stieg der Kurs noch am selben Tag um 27 Prozent. Und wenige Tage, nachdem Elon Musk bei Twitter mit 9,2 Prozent eingestiegen ist, stellt er schon die provokante Frage, ob diese Social-Media-Plattform nicht stirbt. Wenn Du mich fragst, will er schon wieder den Kurs bewegen. Vielleicht um günstig weitere Anteile einzukaufen. Als neuer Twitter-Verwaltungsrat darf der Tesla-Gründer bis 2024 zwar seine Anteile nicht unbeschränkt, aber immerhin bis auf 14,9 Prozent aufstocken. Vielleicht will Musk auch nur Donald Trumps neuen, mäßig erfolgreiches soziales Netzwerk Truth Social das Leben bei den US-Halbzeitwahlen am 8. November schwer machen. Dabei waren die beiden früher einmal die besten Freunde.
Da vertraue ich noch eher auf den Riecher von Warren Buffett bei HP: Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 7,5 erscheint die Aktie der Investorenlegende wohl sehr günstig. Auch sind die Dividenden von HP durch die Gewinne gedeckt. Die Dividendenrendite liegt bei knapp drei Prozent. Und vielleicht löst ja auch der Hewlett Packard 3D-Druck einmal sämtliche Lieferkettenprobleme.
Was man jedenfalls wieder einmal sieht: Unmittelbar eine Aktie zu kaufen, nachdem Milliardäre in großem Stil zugeschlagen haben, ist keine gute Idee. Denn so günstig wie sie kauft man dann ohnedies nicht mehr und nicht selten sacken die Kurse nach verflogener Börseneuphorie über den Promi-Deal auch wieder ab: HP von 41,10 US-Dollar am Tag der Bekanntmachung von Buffett´s Einstieg auf 38,60 US-Dollar am Folgetag – das ist ein Minus von sechs Prozent. Die Twitter-Aktie fiel nach Elon Musk Einstieg innerhalb von drei Tagen fast um 11 Prozent.
Wenn ihr den Podcast Börsenminute unterstützen wollt, dann bewertet ihn doch bei YouTube, Apple Podcast oder Spotify, abonniert ihn und empfiehlt ihn weiter. Vielen herzlichen Dank sagt Börsenminute-Host Julia Kistner, die übrigens noch einen weiteren Finanz-Pocast, die GELDMEISTERIN betreibt
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#WarrenBuffett #HwelettPackard #ElonMusk #Twitter #Dollar #Berkshire #20er #Geldanlage #veranlagen #Podcast #Investments #Anlagestrategie #Börse # #CEO #Investorenlegende #Verwaltungsrat #Tesla #US-Halbzeitwahl #Einstieg #Aktienkurse #Gewinne #Börseneuphorie #Promi
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Da vertraue ich noch eher auf den Riecher von Warren Buffett bei HP: Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 7,5 erscheint die Aktie der Investorenlegende wohl sehr günstig. Auch sind die Dividenden von HP durch die Gewinne gedeckt. Die Dividendenrendite liegt bei knapp drei Prozent. Und vielleicht löst ja auch der Hewlett Packard 3D-Druck einmal sämtliche Lieferkettenprobleme.
Was man jedenfalls wieder einmal sieht: Unmittelbar eine Aktie zu kaufen, nachdem Milliardäre in großem Stil zugeschlagen haben, ist keine gute Idee. Denn so günstig wie sie kauft man dann ohnedies nicht mehr und nicht selten sacken die Kurse nach verflogener Börseneuphorie über den Promi-Deal auch wieder ab: HP von 41,10 US-Dollar am Tag der Bekanntmachung von Buffett´s Einstieg auf 38,60 US-Dollar am Folgetag – das ist ein Minus von sechs Prozent. Die Twitter-Aktie fiel nach Elon Musk Einstieg innerhalb von drei Tagen fast um 11 Prozent.
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Starinvestor Warren Buffett hat mit seiner Beteiligungsholding Berkshire Heathaway um sage und schreibe um 4,2 Milliarden US-Dollar, das sind 3,86 Milliarden Euro Hewlett Packard-Aktien gekauft. Das ist sein größter Deal seit 2016. Damit hat den HP-Kurs sogleich am Tag der Bekanntgabe seines Einstiegs um 15,5 Prozent in die Höhe getrieben. Liebe Juniors, auch wenn ich selbst nicht nachvollziehen kann, was Warren an HP gefällt - bitte jetzt keine Altersdiskriminierung! Der 91-jährige Warren Buffett und sein 92 Jahre alter Kompagnon Charly Munger wissen normalerweise ganz genau was sie tun. Umsonst ist ihre Berkshire mit über 500.000 Dollar nicht die teuerste Aktie der Welt. Und außerdem gibt es gar nicht so wenige Top-Manager mit 70+ . So etwa den langjährigen Vorstand und heutigen Aufsichtsrat des Versicherungsriesen AIG Brian Charles Duperreault, der sich mit 74 Jahren noch aktiv einbringt. Oder der 84-jährige Leslie Wexner, Gründer und Aufsichtsrat von L Brands, ein Mode Accessoir-Händler mit einem Umsatz von rund 13 Milliarden US-Dollar. Auch Robert Murdoch sitzt mit 90 Jahren weiterhin im Aufsichtsrat von Fox Corporation. Der Brite Martin Sorrell, Gründer von WPP, der weltweit größten Werbe- und PR-Gruppe steht mit 76 Jahren noch auf der Payroll als einer der bestbezahlten Manager unter den im FTSE 100 gelisteten Unternehmen. Auch Michael Bloomberg ist mit 79 Jahren noch beruflich aktiv. Alan Miller ist mit 84 Jahren beim US-Konzern Universal Health Service an der Spitze, die mit der Ausrüstung von Spitälern 11,6 Milliarden US-Dollar umsetzen. Alter ist also kein Kriterium für kluge Köpfe. Wer sich aber Gedanken macht, was mit seinem Investment passiert, wenn der betagte CEO dann doch einmal in Rente geht oder sein Leben aushaucht, dem kann ich nur folgenden Spruch von Warren Buffett mitgeben: try to invest in businesses that are so wonderful that an idiot can run them. Because sooner or later, one will. Oder: das Unternehmen führt einmal eine Frau …
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Nicht nur die Aktienbörsen, auch der umsatzmäßig größte Finanzmarkt der Welt, der Devisenmarkt, schwankt derzeit gewaltig. Für Unsicherheiten sorgen zum einen natürlich die Russlandinvasion in der Ukraine und die resultierenden Sanktionen. Zum anderen aber auch die Inflationsbekämpfung durch die Notenbanken. By the way: Gestern war ich auf dem Fondskongress in Wien unterwegs. Auf der Finanzfachmesse war die Mehrheit meiner Gesprächspartner der Meinung, dass die US-Notenbank FED im Mai dann doch stärker auf die Bremse steigen wird, wie ursprünglich erwartet, da sie hohe Inflationsgefahr für bedrohlicher einschätzt als das Abwürgen der Konjunktur durch höhere Zinsen, sprich einer Straffung der Geldpolitik. Die Meinung der Branche – so meine zugegeben nur qualitativ nicht quantitativ aussagekräftige Blitzumfrage ist, dass die FED bei ihrer nächsten Sitzung im Mai daher nicht nur die Zinsen um einen halben Prozentpunkt anheben wird, sondern auch ihr Anleiheankaufprogramm radikal zurückfahren wird. Hinzu kommen noch höhere Zinsunterschiede zu Europa, die infolge die Investoren in die USA locken und den Dollar stärken, während der Euro obendrein durch den Krieg in der Ukraine und den Zwangsumtausch in den Rubel bei Energie-Einkäufen aktuell abgestraft wird. Übrigens, Putins Rubeltrick wirkt. Nachdem der russische Rubel im Februar um rund ein Drittel zum Euro abgewertet hatte, zeigte die Ankündigung des russischen Präsidenten, Gaslieferungen und andere Exporte in „unfreundliche Staaten“ nur noch in Rubel zu verrechnen Wirkung. Laut Bloomberg-Daten hat der Rubel seit 2. März 2022 gegenüber dem Euro wieder um 41,7 Prozent zugelegt. Der Euro schwächelt zuletzt gegenüber den meisten Währungen. Deutlich stärker ist der Euro derzeit nur gegenüber dem japanischen Yen, die türkische Lira und der argentinische Peso. Also wer vor hat, im Sommer in die USA oder gar nach Skandinavien in den Urlaub zu fahren, kann schon einmal wechseln…
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#Euro #Währung #Abwertung #rubel #Peso #Yen #20er #Geldanlage #veranlagen #Podcast #Investments #Anlagestrategie #Börse #Geldpolitik #FED #Russland #TürkischeLira #Zwangsumtausch #Rubelkonto #UX #Skandinavien
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Noch Anfang 2021 hieß es buy – jetzt heißt es Bye,bye Spacs. Zur Erinnerung: Das sind Special Purpose Aquisition Companies. Sprich die im Vorjahr gehypten Börsenhüllen oder Blankoscheck-Unternehmen, die Geld von den Aktionären munter einsammeln, ohne noch zu wissen, in welche nächsten Highflyer oder auch Flops sie investieren werden und so vor allem Start Ups so die Hintertür einen günstigen Börsengang ermöglichen. Schön für die die Start Ups, nicht aber unbedingt für die Anleger. Seit Herbst wird deshalb auch massiv wieder Geld aus den SPACs abgezogen, weil dies Börsen-Mäntel oftmals in Start Ups investierten, die mit zu ambitionierten Versprechungen an den Start gingen, die sich kaum erfüllen konnten. Grundsätzlich bekommt der Investor in Spacs sein Geld zurück, wenn nach einer bestimmten Zeit, meist innerhalb von 18 bis 24 Monaten kein geeignetes Unternehmen für eine Übernahme gefunden wird oder die Aktionäre eine vorgeschlagene Übernahme auf der Hauptversammlung ablehnen. Dann erfolgt in der Regel die Auflösung der SPAC und die Anteilseigner der Blankoscheck-Holdings erhalten die für Übernahmen vorgehaltenen Barmittel abzüglich aller bislang entstandenen Kosten wieder ausbezahlt. Das Problem an diesen Überraschungseiern: You never no what you get für Deine Investment. Der US-Börsenaufsicht SEC wurde der Wildwuchs an börsennotierten Übernahmevehikel jetzt zu bunt. Sie wird die Geldsammelstellen jetzt stärker regulieren, künftig auch die Beraterbanken für unseriöse SPAC, auch für deren Interessenskonflikten haftbar machen. Deshalb wollen Citigroup und andere Big Player in dem Business, jetzt keine weiteren Börsengänge von SPACs mehr begleiten. 2020 und 2021 arrangierte die Citi 146 IPOs - Initial Public Offerings - von Blankoscheck-Unternehmen mit einem Marktkapitalisierung von insgesamt 31,6 Milliarden US-Dollar – so Bloomberg. Insgesamt kamen im Vorjahr 800 SPACS alleine in den USA an die Börse. Das diesen Börsenhüllen da das Material an erstklassigen Übernahmekandidaten ausgeht, ist doch logo. Wenn ihr mich fragt: bevor ich mein Geld in Blankoscheck-Unternehmen stecke und die Katze im Sack kaufe, investiere ich doch lieber in Beteiligungsholdings wie Berkshire Heathaway von Warren Buffett oder der börsennotierten Investor AB von der schwedischen Wallenberg-Dynastie, die schon über ein gewachsenes Unternehmensportfolio verfügen, das sie mir als gute Geldanlage dann glaubhaft verkaufen können.
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Preise, die in den Himmel wachsen. Das tut weh. Im Lebensmittelhandel. Bei den Wohnkosten. An der Zapfsäule. In Österreich sind die Verbraucherpreise laut Eurostat im März gegenüber dem Vormonat um 6,8 Prozent gestiegen. Und den anderen geht es ebenso. Die Teuerungsrate gegenüber Februar lag im März im EU-Durchschnitt bei 7,5 Prozent. In Deutschland stiegen die Preise um 7,6 Prozent, der höchste Wert seit der Wiedervereinigung 1990. Spanien kämpft mit einer Inflationsrate von 9,8 Prozent, dem höchsten Wert seit 40 Jahren. In den Niederlanden verteuerte sich das Leben um 11,9 Prozent und in Litauen gar von 15,6 Prozent. Schuld sind vor allem natürlich die Energiepreise, die sich im Schnitt knapp um 45 Prozent erhöhten. Ein Land tickt hier allerdings anders: die Schweiz. Hier stiegen die Verbraucherpreise im März nur um 2,4 Prozent. Nicht, dass bei den Eidgenossen die Küche kalt blieb, sondern hier half den Schweizern der starke Franken gegenüber dem Euro. Damit verbilligten sich die Importe. Auch verbraucht die Dienstleistungsgesellschaft Schweiz weniger Energie als die Industrie-lastigen EU-Staaten. Und im Vergleich zu den Europäern geben die Schweizer auch einen geringen Anteil ihres Haushaltsbudgets für Energieausgaben aus. Was lernen wir Aktionäre wieder einmal aus dem starken Franken in unsicheren Zeiten? Es ist bestimmt kein Fehler sich die Kantönli-Währung über Schweizer Aktien ins Depot zu legen. So legte auch der Schweizer Leitindex SMI seit Jahresbeginn um 5,4 Prozent zu, während die meisten Börsenbarometer untertauchten. Das liegt nicht nur an dem starken Anteil an Finanztitel im Schweizer Index, die mit 21,6 Prozent gewichtet sind. Hinzu kommt, dass die beiden großen Pharmakonzern Roche und Novartis knapp 36 Prozent und Nestlé auch 18,24 Prozent der Marktkapitalisierung des SMI ausmachen – alles defensive und deshalb derzeit sehr gefragte Titel.
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