Podcaster
Episoden
25.02.2026
40 Minuten
Wie können Pflegeorte so in unsere Städte integriert werden, dass
sie ein selbstverständlicher Teil des urbanen Lebens werden? In der
neuen Podcastfolge „Hallo Hamburg! Stadt neu bauen“ spricht Sabine
de Buhr, Städtebauliche Leiterin der IBA Hamburg, mit Katja Lohmann
über nichts Geringeres als die Zukunft der Pflege in einer
wachsenden Stadt. Pflege ist für die Geschäftsführerin von PFLEGEN
& WOHNEN HAMBURG weit mehr als Versorgung – sie ist sozialer
Anker, Nachbarschaftsort und Teil urbaner Identität. Seit 2020
führt sie einen der größten Pflegeanbieter Hamburgs mit 14
Standorten und rund 2.400 Pflegeplätzen. „Ich glaube, das ist das
Grundproblem in der Pflege, dass man es sehr differenziert vom
normalen Leben sieht, obwohl ja Altwerden und auch pflegebedürftig
werden einfach mit dazugehört.“ Für Katja Lohmann ist klar: Pflege
muss als selbstverständlicher Teil des Lebens gedacht und
generationenübergreifend sichtbar integriert werden. Im Gespräch
geht es zudem um Bezahlbarkeit, Fachkräftemangel und die Frage, wie
Quartiere so geplant werden können, dass ältere und
pflegebedürftige Menschen wirklich dazugehören – etwa durch Kitas
im Haus, barrierefreie Wege und Parks, ambulante Angebote und neue
Wohnformen. Dabei wird deutlich: Die Zukunft der Pflege entscheidet
sich im Zusammenspiel von Stadtplanung, sozialer Infrastruktur,
WLAN und gesellschaftlicher Haltung. Dabei habe stationäre Pflege
häufig ein Imageproblem. „Es spricht keiner darüber, wie schön
dieser Beruf ist und wie viel Freude er bereitet“, sagt Lohmann mit
Blick auf die öffentliche Wahrnehmung. Und sie ergänzt: „Ich kenne
keine Fernsehserie, wo man eine schöne Berichterstattung über ein
Leben in einer Pflegeeinrichtung zeigt.“
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21.01.2026
40 Minuten
„Meine Leidenschaft ist wirklich die Stadtentwicklung, die
Bodenpolitik. Und ich bringe wahnsinnig viel Enthusiasmus für das
Thema per se mit.“ Mit diesem Satz macht Jacqueline Charlier gleich
zu Beginn klar, mit welcher Haltung sie ihre neue Aufgabe angeht.
In der aktuellen Folge von „Hallo Hamburg! Stadt neu bauen“ spricht
Sabine de Buhr, Städtebauliche Leiterin der IBA Hamburg, mit der
neuen Staatsrätin für Stadtentwicklung und Wohnen über die Zukunft
Hamburgs. Nach 22 Jahren in der Münchner Stadtplanung ist
Jacqueline Charlier seit Juli 2025 zurück in ihrer Geburtsstadt.
Sie bringt nicht nur einen großen Erfahrungsschatz mit, sondern
auch einen klaren Blick auf die Herausforderungen, vor denen
wachsende Metropolen stehen. Ein zentrales Thema des Gesprächs ist
die Frage, wie neue Quartiere sozial ausgewogen und lebendig
bleiben können. Für Charlier ist klar: „Eine Mischung ist ganz,
ganz wichtig, um eben ein ausgewogenes Quartier zu schaffen“ mit
gefördertem Wohnraum, frei finanziertem Mietwohnungsbau, passender
sozialer Infrastruktur und kurzen Wegen. Dabei geht es auch um
Geschwindigkeit und Kosten im Wohnungsbau. Der Hamburg Standard sei
„ein wichtiger Baustein“, um Baukosten zu senken und Prozesse zu
verbessern, betont Charlier. Entscheidend sei aber, kontinuierlich
aus Pilotprojekten zu lernen, ein Umdenken herbeizuführen und
Verfahren weiterzuentwickeln. Stadtentwicklung bedeute immer auch
unterschiedliche Anforderungen zusammenzubringen wie Klimaschutz,
Bezahlbarkeit, soziale Infrastruktur und wirtschaftliche
Machbarkeit. Zum Abschluss wagt Jacqueline Charlier einen Blick in
die Zukunft und formuliert eine klare Vision: „Ich würde gerne
Olympiastadt sein.“
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19.12.2025
35 Minuten
Wie lassen sich komplexe Stadtentwicklungsprozesse verständlich
machen, fundiert diskutieren und vorausschauend gestalten? In
dieser Folge des Podcasts „Hallo Hamburg! Stadt neu bauen“ spricht
Sabine de Buhr, Städtebauliche Leiterin der IBA Hamburg, mit einer
ausgewiesenen Expertin für datenbasierte und digitale
Stadtentwicklung über neue Chancen für Hamburg. Zu Gast ist Prof.
Dr. Gesa Ziemer, Professorin für Digitale Urbane Kulturen an der
HafenCity Universität Hamburg und Leiterin des City Science Labs.
Sie bewegt sich mit ihrer Arbeit genau an der Schnittstelle von
Stadt, Gesellschaft und Digitalisierung und macht deutlich, dass
Stadtentwicklung immer auch eine gemeinschaftliche Aufgabe ist.
Hamburg bietet dafür besondere Voraussetzungen. Durch eine
leistungsfähige urbane Datenplattform stehe der Stadt ein großer
Datenschatz zur Verfügung, der Planungsprozesse verbessern kann.
„Und diese Daten können wir auf Karten visualisieren, um
Stadtentwicklung zu unterstützen“, so Ziemer. Zum Einsatz kommt
dabei auch ein digitaler Zwilling – eine virtuelle Abbildung der
Stadt, mit denen sich Planungen simulieren, Varianten vergleichen
und Auswirkungen frühzeitig erkennen lassen. Dabei geht es in der
Forschung von Gesa Ziemer ausdrücklich um konkrete Anwendungsfälle:
„Indem man erst virtuell abbildet, bevor man es in der Realität
macht, um bestimmte Fehler vielleicht zu vermeiden, um Szenarien zu
bilden und vor allem auch, um Menschen zusammenzubringen, die
interdisziplinär über bestimmte Szenarien nachdenken können.“
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24.11.2025
39 Minuten
Wie gelingt Architektur, die Menschen berührt – und Städte schafft,
in denen wir wirklich leben wollen? Sabine de Buhr, städtebauliche
Leiterin der IBA Hamburg, spricht mit dem Schweizer Architekten und
Professor Dan Schürch über zentrale Zukunftsthemen der
Stadtentwicklung – von bezahlbarem Wohnen über nachhaltige
Quartiere bis hin zu neuen Formen des Zusammenlebens. Gleich zu
Beginn dieser Podcastfolge von „Hallo Hamburg! Stadt neu bauen“
wird klar: Gute Stadt beginnt im Kleinen. „Der Maßstab beginnt in
der Wohnung … es beginnt im Zimmer und endet im Quartier“ , sagt
Schürch von Duplex Architekten. Architektur wirke als Zusammenspiel
aus privatem Rückzug, gemeinschaftlichen Räumen und lebendigen
Außenbereichen. Gebraucht werden Orte, die Begegnung ermöglichen,
Vielfalt zulassen und Stadt als sozialen Raum definieren. Ein
Beispiel dafür ist das vielbeachtete Zürcher Projekt Mehr als
Wohnen. Dort wurden veränderte Wohnformen, Partizipationsprozesse
und soziale Experimente in großem Maßstab erprobt. Schürch
beschreibt es als ein „Projekt, in dem soziale Nachhaltigkeit,
ressourcenschonendes Bauen und preisgünstiges Wohnen
zusammenkommen“. Die dort gewonnenen Erfahrungen zeigen, wie
Quartiere funktionieren können, wenn sie bewusst gestaltet,
gemeinsam entwickelt und offen für Lernprozesse bleiben.
Thematisiert wird auch die Bedeutung lebendig gestalteter
Erdgeschosse, die das „Wohnzimmer“ eines Quartiers bilden.
Kuratierte Nutzungen und neue wirtschaftliche Modelle sollen dort
Alltagsangebote, Begegnung und städtisches Leben verankern – so
entstehen die lebendigen Quartierszentren, wie sie etwa die IBA
Hamburg entwickelt. Dan Schürch betont, dass Urbanität auch Reibung
braucht: „Die gute Stadt ist nicht in Harmonie, perfekt und rundum
romantisch, sondern […] hat schwierige Zonen.“
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30.10.2025
25 Minuten
Wie sieht ein Parkhaus aus, das mehr kann, als Autos
unterzubringen? Was passiert, wenn es zum Treffpunkt der
Nachbarschaft, zur Energiezentrale und zum Scharnier moderner
Mobilität wird? In der neuen Folge des Podcasts „Hallo Hamburg!
Stadt neu bauen“ spricht Sabine de Buhr, städtebauliche Leiterin
der IBA Hamburg, über die Zukunft des Parkens und darüber, wie
Mobility Hubs zu lebendigen Bausteinen nachhaltiger
Stadtentwicklung werden. „Wir müssen weg von der Vorstellung, dass
Parkhäuser nur Stellplatzflächen sind. Sie können Orte sein, an
denen sich Mobilität, Alltag und Nachbarschaft begegnen,“ so
Christopher Conrads, Produktmanager bei der Firma Goldbeck. Doch
dieser Gedanke geht noch weiter: Parkhäuser der Zukunft können
vielfältige Nutzungen aufnehmen und zum Herzstück eines Quartiers
werden. „In Wien betreiben wir ein Parkhaus, wo es (…) auch
Möglichkeiten gibt, sich den Rasenmäher oder weitere Geräte
auszuleihen“, erzählt er. Für ihn bietet der Mobility Hub
beispielsweise Paketshops, einen kleinen Lebensmittelladen und
einen Gemeinschaftsraum, den man sich für private Feiern mieten
kann. Damit werden Parkhäuser zu Orten, die den Alltag erleichtern
und die Nachbarschaft stärken. „Deshalb ist auch meine Philosophie,
dass Quartiersparkhäuser keine schmuddeligen Gebäude am Ende eines
Quartiers sein müssen, sondern sie können gern ein zentraler
Anlaufpunkt sein.“ Auch das Thema nachhaltiges Bauen steht im Fokus
des Gesprächs: „Wir wollen Gebäude bauen, die ressourceneffizient
sind und deren Materialien sich später sortenrein rückbauen und
wiederverwenden lassen,“ so Conrads. Ob in Oberbillwerder, Bremen
oder Wien – moderne Mobility Hubs zeigen, wie Parkhäuser zum Dreh-
und Angelpunkt zukunftsfähiger Mobilität werden. Eine Folge über
neue Ideen für den Stadtraum, smarte Bauweisen und die Frage, wie
das Parken von morgen unser Zusammenleben prägen kann.
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Über diesen Podcast
Dieser Podcast zur Zukunft der Stadt diskutiert mit wechselnden
Gästen Themen wie bezahlbares Wohnen, Freiraum, Architektur,
Kultur, Mobilität, Nachhaltigkeit, Ressourcenschutz, Verkehr,
Sport, Arbeitsplätze, Bildung, Mitwirkung, Nachbarschaften und
Bürgerbeteiligung etc. Die Stadtentwicklung von morgen wird auch
anhand von best practice Beispiele der Gäste vorgestellt. Die
Shownotes jeder Podcastfolge ergänzen die diskutierten Themen und
Projekte. Die IBA Hamburg als Gastgeberin entwickelt lebenswerte
Wohnquartiere und neue Stadtteile in Hamburg durch eine
zukunftsgerichtete Stadtplanung am Puls der Zeit. Ausführliche
Informationen zu den Projekten der IBA Hamburg sind hier zu finden:
www.iba-hamburg.de
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