Hallo Hamburg! Stadt neu bauen - der Podcast

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Episoden

Angsträume, Wahrnehmung und gute Planung
28.05.2026
33 Minuten
Warum fühlen wir uns in scheinbar perfekt geplanten Quartieren manchmal unsicher? Diese Frage steht im Mittelpunkt dieser Podcastfolge von „Hallo Hamburg! Stadt neu bauen“. Gastgeberin Sabine de Buhr, Städtebauliche Leiterin der IBA Hamburg, spricht mit Dr. Anke Schröder, Expertin für urbane Sicherheit und Kriminalprävention. Gemeinsam gehen sie der Frage nach, wie Angsträume entstehen, warum Sicherheitsempfinden und tatsächliche Kriminalität oft auseinanderliegen und wie Planung darauf reagieren kann. Dabei wird deutlich: Angsträume sind selten eindeutig. Dunkle Unterführungen, schlecht gepflegte Orte oder fehlende soziale Kontrolle können Unsicherheitsgefühle auslösen selbst dann, wenn dort keine Straftaten stattfinden. Gleichzeitig spielen persönliche Erfahrungen, gesellschaftliche Prägungen und die konkrete Gestaltung des Raums eine zentrale Rolle. „Ein typischer Angstraum existiert eigentlich in dieser Form nicht, denn es ist ja eine individuelle Empfindung.“ Diskutiert wird, wie Planung das Sicherheitsempfinden beeinflussen kann: fehlende Beleuchtung, unübersichtliche Wegeführungen oder ungepflegte Grünanlagen können Unsicherheit verstärken. Es geht um Lösungen, die über Technik hinausgehen, etwa durch bessere Orientierung, alternative Wege oder die bewusste Gestaltung von Aufenthaltsräumen. Schröder berichtet vom Konzept einer interdisziplinären stadträumlichen Begehung „Walk around your hood“. Dabei wechseln Teilnehmende bewusst die Perspektive. „Dann kann man sich auf Augenhöhe über die wirkliche Nutzung des öffentlichen Raums unterhalten.“ So wird sichtbar, wie sich Planung beispielsweise aus Sicht einer älteren Frau, eines Kindes oder einer jungen Frau auf dem Heimweg anfühlt. Sicherheit entsteht vor allem durch Nutzung, Sichtbarkeit und ein gutes Zusammenspiel von Gestaltung und sozialem Miteinander. Im Gespräch wird außerdem deutlich, dass Städte stärker vom Menschen her gedacht werden müssen: weg von rein technischen oder verkehrlichen Fragestellungen, hin zu Aufenthaltsqualität, Orientierung und Teilhabe. „Ein guter und sicherer Ort für mich ist ein Ort, an dem ich kommunizieren kann […] so viel Nähe wie möglich und so viel Distanz wie nötig.“
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Weniger Autos, mehr Stadt: Wie Mobilität Lebensqualität schafft
28.04.2026
46 Minuten
Wie verändert sich unsere Stadt, wenn Mobilität neu gedacht wird und welche Rolle spielen Lebensqualität, Teilhabe und gerechter Zugang zum öffentlichen Raum dabei? In dieser Podcastfolge von „Hallo Hamburg! Stadt neu bauen“ spricht Sabine de Buhr, Städtebauliche Leiterin der IBA Hamburg, mit der Mobilitätsexpertin, Autorin und Podcasterin Katja Diehl über Flächengerechtigkeit und darüber, wie Mobilitätsangebote Städte lebenswerter machen können. Gemeinsam gehen sie der Frage nach, welche strukturellen Voraussetzungen nötig sind, damit weniger Autoverkehr nicht als Verzicht, sondern als Gewinn wahrgenommen wird und welche Erfahrungen aus europäischen Städten Orientierung geben können. Katja Diehl richtet den Blick dabei konsequent auf die Perspektiven der Menschen im Alltag: „Für mich ist der Mensch erst frei, wenn er eine Wahl hat.“ Sie plädiert dafür, Mobilität stärker als gesellschaftliche Aufgabe zu verstehen: „Mobilität darf nicht davon abhängen, dass man ein Auto hat.“ Und sie macht deutlich, welches Potenzial in der Umverteilung von Stadtraum liegt: „Viele Dinge, die die Stadt stressig machen, kommen vom Autoverkehr.“ Im Gespräch geht es außerdem um neue Quartierskonzepte und um internationale Beispiele, die zeigen, wie konsequente Veränderungen gelingen können. Dabei wird deutlich: Wenn öffentliche Räume neu gedacht werden, entstehen Orte der Begegnung. Katja Diehl dazu: „Für mich ist die Stadt der Zukunft Nukleus von Demokratie.“
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Wien: Leistbares Leben und klimafitte Stadt. Was kann Hamburg davon lernen?
27.03.2026
46 Minuten
Was macht Wien zu einer der spannendsten Städte Europas, wenn es um leistbares Leben, Klimaanpassung und strategische Stadtentwicklung geht? In der aktuellen Folge von „Hallo Hamburg! Stadt neu bauen“ wirft Gastgeberin Sabine de Buhr, Städtebauliche Leiterin der IBA Hamburg, gemeinsam mit ihren Gästen einen Blick auf einen Stadtentwicklungsplan, der international Maßstäbe setzt. Mit dem Wienplan 2035 verfolgt die österreichische Hauptstadt einen konsequent integrierten Ansatz: Klimaschutz, soziale Gerechtigkeit und Lebensqualität werden zusammen gedacht. Maria Samek und Michael Rosenberger aus der Wiener Stadtplanung geben Einblicke in die Prinzipien und Herausforderungen. Dabei wird deutlich, wie umfassend Stadtentwicklung heute gedacht werden muss. „Es geht im Prinzip darum Orte zu schaffen, die wirklich lebenswert für die Bevölkerung sind und gleichzeitig auch einen Anspruch an Ressourcenschonung und Flächensparen haben“, beschreibt Maria Samek. Urbanität entstehe nicht durch einzelne Maßnahmen, sondern durch das Zusammenspiel von Dichte, Nutzungsmischung, Grünräumen und kurzen Wegen – im Bestand ebenso wie in neuen Stadtquartieren. Gleichzeitig betont Michael Rosenberger die Bedeutung langfristiger Planung: „Wir wissen, wie das alles zusammenhängt, wir wissen, wie wir vorgehen wollen.“ Ein besonderer Fokus liegt auf dem Wiener Verständnis von „leistbarem Leben“, das weit über das Thema Wohnen hinausgeht. Rosenberger erklärt: „dass einfach das Leben ganz grundsätzlich für Normalbürger gut leistbar ist, auch ohne viel Geld in der Tasche haben zu müssen.“ Öffentliche Verkehrsmittel, frei zugängliche Grünräume, sichere Rad- und Fußwege sowie kommunale Angebote tragen dazu bei, dass Teilhabe im Alltag unabhängig vom Einkommen möglich bleibt. Diese Podcastfolge zeigt anschaulich, wie strategische Planung Orientierung gibt, ohne starr zu sein – und warum gerade diese Mischung aus klaren Leitbildern und Flexibilität entscheidend für die Zukunft wachsender Städte ist.
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Altwerden in Hamburg – neu gedacht
25.02.2026
40 Minuten
Wie können Pflegeorte so in unsere Städte integriert werden, dass sie ein selbstverständlicher Teil des urbanen Lebens werden? In der neuen Podcastfolge „Hallo Hamburg! Stadt neu bauen“ spricht Sabine de Buhr, Städtebauliche Leiterin der IBA Hamburg, mit Katja Lohmann über nichts Geringeres als die Zukunft der Pflege in einer wachsenden Stadt. Pflege ist für die Geschäftsführerin von PFLEGEN & WOHNEN HAMBURG weit mehr als Versorgung – sie ist sozialer Anker, Nachbarschaftsort und Teil urbaner Identität. Seit 2020 führt sie einen der größten Pflegeanbieter Hamburgs mit 14 Standorten und rund 2.400 Pflegeplätzen. „Ich glaube, das ist das Grundproblem in der Pflege, dass man es sehr differenziert vom normalen Leben sieht, obwohl ja Altwerden und auch pflegebedürftig werden einfach mit dazugehört.“ Für Katja Lohmann ist klar: Pflege muss als selbstverständlicher Teil des Lebens gedacht und generationenübergreifend sichtbar integriert werden. Im Gespräch geht es zudem um Bezahlbarkeit, Fachkräftemangel und die Frage, wie Quartiere so geplant werden können, dass ältere und pflegebedürftige Menschen wirklich dazugehören – etwa durch Kitas im Haus, barrierefreie Wege und Parks, ambulante Angebote und neue Wohnformen. Dabei wird deutlich: Die Zukunft der Pflege entscheidet sich im Zusammenspiel von Stadtplanung, sozialer Infrastruktur, WLAN und gesellschaftlicher Haltung. Dabei habe stationäre Pflege häufig ein Imageproblem. „Es spricht keiner darüber, wie schön dieser Beruf ist und wie viel Freude er bereitet“, sagt Lohmann mit Blick auf die öffentliche Wahrnehmung. Und sie ergänzt: „Ich kenne keine Fernsehserie, wo man eine schöne Berichterstattung über ein Leben in einer Pflegeeinrichtung zeigt.“
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Leidenschaft für Stadtentwicklung: Staatsrätin Jacqueline Charlier im Gespräch mit der IBA Hamburg
21.01.2026
40 Minuten
„Meine Leidenschaft ist wirklich die Stadtentwicklung, die Bodenpolitik. Und ich bringe wahnsinnig viel Enthusiasmus für das Thema per se mit.“ Mit diesem Satz macht Jacqueline Charlier gleich zu Beginn klar, mit welcher Haltung sie ihre neue Aufgabe angeht. In der aktuellen Folge von „Hallo Hamburg! Stadt neu bauen“ spricht Sabine de Buhr, Städtebauliche Leiterin der IBA Hamburg, mit der neuen Staatsrätin für Stadtentwicklung und Wohnen über die Zukunft Hamburgs. Nach 22 Jahren in der Münchner Stadtplanung ist Jacqueline Charlier seit Juli 2025 zurück in ihrer Geburtsstadt. Sie bringt nicht nur einen großen Erfahrungsschatz mit, sondern auch einen klaren Blick auf die Herausforderungen, vor denen wachsende Metropolen stehen. Ein zentrales Thema des Gesprächs ist die Frage, wie neue Quartiere sozial ausgewogen und lebendig bleiben können. Für Charlier ist klar: „Eine Mischung ist ganz, ganz wichtig, um eben ein ausgewogenes Quartier zu schaffen“ mit gefördertem Wohnraum, frei finanziertem Mietwohnungsbau, passender sozialer Infrastruktur und kurzen Wegen. Dabei geht es auch um Geschwindigkeit und Kosten im Wohnungsbau. Der Hamburg Standard sei „ein wichtiger Baustein“, um Baukosten zu senken und Prozesse zu verbessern, betont Charlier. Entscheidend sei aber, kontinuierlich aus Pilotprojekten zu lernen, ein Umdenken herbeizuführen und Verfahren weiterzuentwickeln. Stadtentwicklung bedeute immer auch unterschiedliche Anforderungen zusammenzubringen wie Klimaschutz, Bezahlbarkeit, soziale Infrastruktur und wirtschaftliche Machbarkeit. Zum Abschluss wagt Jacqueline Charlier einen Blick in die Zukunft und formuliert eine klare Vision: „Ich würde gerne Olympiastadt sein.“
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Über diesen Podcast

Dieser Podcast zur Zukunft der Stadt diskutiert mit wechselnden Gästen Themen wie bezahlbares Wohnen, Freiraum, Architektur, Kultur, Mobilität, Nachhaltigkeit, Ressourcenschutz, Verkehr, Sport, Arbeitsplätze, Bildung, Mitwirkung, Nachbarschaften und Bürgerbeteiligung etc. Die Stadtentwicklung von morgen wird auch anhand von best practice Beispiele der Gäste vorgestellt. Die Shownotes jeder Podcastfolge ergänzen die diskutierten Themen und Projekte. Die IBA Hamburg als Gastgeberin entwickelt lebenswerte Wohnquartiere und neue Stadtteile in Hamburg durch eine zukunftsgerichtete Stadtplanung am Puls der Zeit. Ausführliche Informationen zu den Projekten der IBA Hamburg sind hier zu finden: www.iba-hamburg.de
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