Hallo Hamburg! Stadt neu bauen - der Podcast

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Episoden

Wien: Leistbares Leben und klimafitte Stadt. Was kann Hamburg davon lernen?
27.03.2026
46 Minuten
Was macht Wien zu einer der spannendsten Städte Europas, wenn es um leistbares Leben, Klimaanpassung und strategische Stadtentwicklung geht? In der aktuellen Folge von „Hallo Hamburg! Stadt neu bauen“ wirft Gastgeberin Sabine de Buhr, Städtebauliche Leiterin der IBA Hamburg, gemeinsam mit ihren Gästen einen Blick auf einen Stadtentwicklungsplan, der international Maßstäbe setzt. Mit dem Wienplan 2035 verfolgt die österreichische Hauptstadt einen konsequent integrierten Ansatz: Klimaschutz, soziale Gerechtigkeit und Lebensqualität werden zusammen gedacht. Maria Samek und Michael Rosenberger aus der Wiener Stadtplanung geben Einblicke in die Prinzipien und Herausforderungen. Dabei wird deutlich, wie umfassend Stadtentwicklung heute gedacht werden muss. „Es geht im Prinzip darum Orte zu schaffen, die wirklich lebenswert für die Bevölkerung sind und gleichzeitig auch einen Anspruch an Ressourcenschonung und Flächensparen haben“, beschreibt Maria Samek. Urbanität entstehe nicht durch einzelne Maßnahmen, sondern durch das Zusammenspiel von Dichte, Nutzungsmischung, Grünräumen und kurzen Wegen – im Bestand ebenso wie in neuen Stadtquartieren. Gleichzeitig betont Michael Rosenberger die Bedeutung langfristiger Planung: „Wir wissen, wie das alles zusammenhängt, wir wissen, wie wir vorgehen wollen.“ Ein besonderer Fokus liegt auf dem Wiener Verständnis von „leistbarem Leben“, das weit über das Thema Wohnen hinausgeht. Rosenberger erklärt: „dass einfach das Leben ganz grundsätzlich für Normalbürger gut leistbar ist, auch ohne viel Geld in der Tasche haben zu müssen.“ Öffentliche Verkehrsmittel, frei zugängliche Grünräume, sichere Rad- und Fußwege sowie kommunale Angebote tragen dazu bei, dass Teilhabe im Alltag unabhängig vom Einkommen möglich bleibt. Diese Podcastfolge zeigt anschaulich, wie strategische Planung Orientierung gibt, ohne starr zu sein – und warum gerade diese Mischung aus klaren Leitbildern und Flexibilität entscheidend für die Zukunft wachsender Städte ist.
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Altwerden in Hamburg – neu gedacht
25.02.2026
40 Minuten
Wie können Pflegeorte so in unsere Städte integriert werden, dass sie ein selbstverständlicher Teil des urbanen Lebens werden? In der neuen Podcastfolge „Hallo Hamburg! Stadt neu bauen“ spricht Sabine de Buhr, Städtebauliche Leiterin der IBA Hamburg, mit Katja Lohmann über nichts Geringeres als die Zukunft der Pflege in einer wachsenden Stadt. Pflege ist für die Geschäftsführerin von PFLEGEN & WOHNEN HAMBURG weit mehr als Versorgung – sie ist sozialer Anker, Nachbarschaftsort und Teil urbaner Identität. Seit 2020 führt sie einen der größten Pflegeanbieter Hamburgs mit 14 Standorten und rund 2.400 Pflegeplätzen. „Ich glaube, das ist das Grundproblem in der Pflege, dass man es sehr differenziert vom normalen Leben sieht, obwohl ja Altwerden und auch pflegebedürftig werden einfach mit dazugehört.“ Für Katja Lohmann ist klar: Pflege muss als selbstverständlicher Teil des Lebens gedacht und generationenübergreifend sichtbar integriert werden. Im Gespräch geht es zudem um Bezahlbarkeit, Fachkräftemangel und die Frage, wie Quartiere so geplant werden können, dass ältere und pflegebedürftige Menschen wirklich dazugehören – etwa durch Kitas im Haus, barrierefreie Wege und Parks, ambulante Angebote und neue Wohnformen. Dabei wird deutlich: Die Zukunft der Pflege entscheidet sich im Zusammenspiel von Stadtplanung, sozialer Infrastruktur, WLAN und gesellschaftlicher Haltung. Dabei habe stationäre Pflege häufig ein Imageproblem. „Es spricht keiner darüber, wie schön dieser Beruf ist und wie viel Freude er bereitet“, sagt Lohmann mit Blick auf die öffentliche Wahrnehmung. Und sie ergänzt: „Ich kenne keine Fernsehserie, wo man eine schöne Berichterstattung über ein Leben in einer Pflegeeinrichtung zeigt.“
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Leidenschaft für Stadtentwicklung: Staatsrätin Jacqueline Charlier im Gespräch mit der IBA Hamburg
21.01.2026
40 Minuten
„Meine Leidenschaft ist wirklich die Stadtentwicklung, die Bodenpolitik. Und ich bringe wahnsinnig viel Enthusiasmus für das Thema per se mit.“ Mit diesem Satz macht Jacqueline Charlier gleich zu Beginn klar, mit welcher Haltung sie ihre neue Aufgabe angeht. In der aktuellen Folge von „Hallo Hamburg! Stadt neu bauen“ spricht Sabine de Buhr, Städtebauliche Leiterin der IBA Hamburg, mit der neuen Staatsrätin für Stadtentwicklung und Wohnen über die Zukunft Hamburgs. Nach 22 Jahren in der Münchner Stadtplanung ist Jacqueline Charlier seit Juli 2025 zurück in ihrer Geburtsstadt. Sie bringt nicht nur einen großen Erfahrungsschatz mit, sondern auch einen klaren Blick auf die Herausforderungen, vor denen wachsende Metropolen stehen. Ein zentrales Thema des Gesprächs ist die Frage, wie neue Quartiere sozial ausgewogen und lebendig bleiben können. Für Charlier ist klar: „Eine Mischung ist ganz, ganz wichtig, um eben ein ausgewogenes Quartier zu schaffen“ mit gefördertem Wohnraum, frei finanziertem Mietwohnungsbau, passender sozialer Infrastruktur und kurzen Wegen. Dabei geht es auch um Geschwindigkeit und Kosten im Wohnungsbau. Der Hamburg Standard sei „ein wichtiger Baustein“, um Baukosten zu senken und Prozesse zu verbessern, betont Charlier. Entscheidend sei aber, kontinuierlich aus Pilotprojekten zu lernen, ein Umdenken herbeizuführen und Verfahren weiterzuentwickeln. Stadtentwicklung bedeute immer auch unterschiedliche Anforderungen zusammenzubringen wie Klimaschutz, Bezahlbarkeit, soziale Infrastruktur und wirtschaftliche Machbarkeit. Zum Abschluss wagt Jacqueline Charlier einen Blick in die Zukunft und formuliert eine klare Vision: „Ich würde gerne Olympiastadt sein.“
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Hamburgs digitaler Schatz: Stadtentwicklung mit neuen Instrumenten
19.12.2025
35 Minuten
Wie lassen sich komplexe Stadtentwicklungsprozesse verständlich machen, fundiert diskutieren und vorausschauend gestalten? In dieser Folge des Podcasts „Hallo Hamburg! Stadt neu bauen“ spricht Sabine de Buhr, Städtebauliche Leiterin der IBA Hamburg, mit einer ausgewiesenen Expertin für datenbasierte und digitale Stadtentwicklung über neue Chancen für Hamburg. Zu Gast ist Prof. Dr. Gesa Ziemer, Professorin für Digitale Urbane Kulturen an der HafenCity Universität Hamburg und Leiterin des City Science Labs. Sie bewegt sich mit ihrer Arbeit genau an der Schnittstelle von Stadt, Gesellschaft und Digitalisierung und macht deutlich, dass Stadtentwicklung immer auch eine gemeinschaftliche Aufgabe ist. Hamburg bietet dafür besondere Voraussetzungen. Durch eine leistungsfähige urbane Datenplattform stehe der Stadt ein großer Datenschatz zur Verfügung, der Planungsprozesse verbessern kann. „Und diese Daten können wir auf Karten visualisieren, um Stadtentwicklung zu unterstützen“, so Ziemer. Zum Einsatz kommt dabei auch ein digitaler Zwilling – eine virtuelle Abbildung der Stadt, mit denen sich Planungen simulieren, Varianten vergleichen und Auswirkungen frühzeitig erkennen lassen. Dabei geht es in der Forschung von Gesa Ziemer ausdrücklich um konkrete Anwendungsfälle: „Indem man erst virtuell abbildet, bevor man es in der Realität macht, um bestimmte Fehler vielleicht zu vermeiden, um Szenarien zu bilden und vor allem auch, um Menschen zusammenzubringen, die interdisziplinär über bestimmte Szenarien nachdenken können.“
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Zwischen Schönheit, Alltag und Nachhaltigkeit: Was gute Quartiere ausmacht
24.11.2025
39 Minuten
Wie gelingt Architektur, die Menschen berührt – und Städte schafft, in denen wir wirklich leben wollen? Sabine de Buhr, städtebauliche Leiterin der IBA Hamburg, spricht mit dem Schweizer Architekten und Professor Dan Schürch über zentrale Zukunftsthemen der Stadtentwicklung – von bezahlbarem Wohnen über nachhaltige Quartiere bis hin zu neuen Formen des Zusammenlebens. Gleich zu Beginn dieser Podcastfolge von „Hallo Hamburg! Stadt neu bauen“ wird klar: Gute Stadt beginnt im Kleinen. „Der Maßstab beginnt in der Wohnung … es beginnt im Zimmer und endet im Quartier“ , sagt Schürch von Duplex Architekten. Architektur wirke als Zusammenspiel aus privatem Rückzug, gemeinschaftlichen Räumen und lebendigen Außenbereichen. Gebraucht werden Orte, die Begegnung ermöglichen, Vielfalt zulassen und Stadt als sozialen Raum definieren. Ein Beispiel dafür ist das vielbeachtete Zürcher Projekt Mehr als Wohnen. Dort wurden veränderte Wohnformen, Partizipationsprozesse und soziale Experimente in großem Maßstab erprobt. Schürch beschreibt es als ein „Projekt, in dem soziale Nachhaltigkeit, ressourcenschonendes Bauen und preisgünstiges Wohnen zusammenkommen“. Die dort gewonnenen Erfahrungen zeigen, wie Quartiere funktionieren können, wenn sie bewusst gestaltet, gemeinsam entwickelt und offen für Lernprozesse bleiben. Thematisiert wird auch die Bedeutung lebendig gestalteter Erdgeschosse, die das „Wohnzimmer“ eines Quartiers bilden. Kuratierte Nutzungen und neue wirtschaftliche Modelle sollen dort Alltagsangebote, Begegnung und städtisches Leben verankern – so entstehen die lebendigen Quartierszentren, wie sie etwa die IBA Hamburg entwickelt. Dan Schürch betont, dass Urbanität auch Reibung braucht: „Die gute Stadt ist nicht in Harmonie, perfekt und rundum romantisch, sondern […] hat schwierige Zonen.“
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Über diesen Podcast

Dieser Podcast zur Zukunft der Stadt diskutiert mit wechselnden Gästen Themen wie bezahlbares Wohnen, Freiraum, Architektur, Kultur, Mobilität, Nachhaltigkeit, Ressourcenschutz, Verkehr, Sport, Arbeitsplätze, Bildung, Mitwirkung, Nachbarschaften und Bürgerbeteiligung etc. Die Stadtentwicklung von morgen wird auch anhand von best practice Beispiele der Gäste vorgestellt. Die Shownotes jeder Podcastfolge ergänzen die diskutierten Themen und Projekte. Die IBA Hamburg als Gastgeberin entwickelt lebenswerte Wohnquartiere und neue Stadtteile in Hamburg durch eine zukunftsgerichtete Stadtplanung am Puls der Zeit. Ausführliche Informationen zu den Projekten der IBA Hamburg sind hier zu finden: www.iba-hamburg.de
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