Duell am Podcast-Markt

Apple und Spotify beide auf Platz 1

04. November 2021

Einer, keiner, beide - Wer ist der größte Player am Podcast-Markt? Tom Webster kennt die Antwort. Doch selbst die hängt vom Betrachungswinkel ab.

Bild: Pexels
Apple und Spotify beide auf Platz 1

Es ist schon nicht ganz leicht am Audio-Markt den Überblick zu behalten. Alle naselang kommen neue Entwicklungen, Apps, Dienste oder Deals zustande. Dass man bei vielen neuen und kleineren Akteuren nicht immer den Überblick behält, ist irgendwie auch verständlich. Dafür sind aber zumindest die ganz großen Fakten geklärt, oder?

Eher nicht. Eine Frage, an der sich nach wie vor die Geister scheiden, ist die nach dem größten Platzhirsch am Podcast-Markt. Wer ist es denn nun, Apple oder Spotify?

Wer gewinnt am Podcast-Markt?

Die Meinungen dazu gehen auseinander. Das liegt nicht zuletzt daran, dass auch immer wieder widersprüchliche Nachrichten hierzu die Runde machen.

Während Apple den Podcast-Markt lange Zeit eher teilnahmslos als ruhender Riese beobachtete, setzt Spotify auf einen aggressiveren Kurs. Durch technische Entwicklungen, zügige internationale Expansion und nicht zuletzt die kostspieligen Exklusiv-Podcasts zeigen die Schweden klare Kante.

Auch Google, Facebook, Amazon und viele weitere Akteure versuchen Marktanteile für sich zu gewinnen. Die große Schlacht, so scheint es aber, fechten Apple und Spotify aus.

Apple Podcasts und Spotify führen

Aber, so könnte man meinen, einer von beiden Diensten muss doch nun irgendwie an der Spitze stehen. Wer trägt also die Krone am Podcast-Markt, Apple oder Spotify? Wenn man Tom Webster fragt, dann ist die Antwort eindeutig. Beide sind Nummer 1.

Das klingt erstmal verwirrend, die Lösung liegt aber im Detail. Apple führt den Podcast-Markt deutlich, wenn man es um Downloads geht. Das nicht zu knapp, sondern um ein Vielfaches. Der andere Teil der Wahrheit ist aber, dass mehr Menschen Spotify nutzen. Webster hat 8.000 Podcast-Hörer (in den USA) befragt, 24 Prozent von ihnen gaben an Spotify zu nutzen. Apple kam indes nur auf 21 Prozent. In totalen Zahlen bedeutet das, Spotify erreicht 28,2 Mio. monatliche Podcast-Hörer, Apple bleibt mit 28,0 Mio. zurück.

Die widersprüchlichen Meldungen gehen also häufig auf unterschiedliche Bewertungskriterien zurück. Befragungen, die beispielsweise Hördauer oder Engagement zum Hauptkriterium machen, könnten wieder völlig andere Ergebnisse liefern. Die Moral von der Geschicht': So richtig wissen wir's immer noch nicht.

Tendenzen sind auch ok

Je mehr Umfragen und Studien entstehen, desto eher lässt sich ein Gesamteindruck gewinnen. Wie zu Anfang bereits erwähnt, wird es aber auch immer wieder Verschiebungen und neue Entwicklungen geben.

Einige Punkte lassen sich jedoch festhalten. Apple erwacht, Spotify hat hohe Ziele, zahlreiche andere Dienste sind ebenfalls einsatzbereit. Auch in Zukunft dürfte es keine einfachen Antworten geben. Aber zumindest Tendenzen lassen sich immer wieder erkennen.



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