EXAMENSRELEVANZ: OVG-Urteil zur waffenrechtlichen Zuverlässigkeit von AFD-Mitgliedern

EXAMENSRELEVANZ: OVG-Urteil zur waffenrechtlichen Zuverlässigkeit von AFD-Mitgliedern

vor 6 Tagen
27 Minuten
0
0
Podcast
Podcaster

Beschreibung

vor 6 Tagen

Unser Kooperationspartner: 


Jurafuchs ist die Lern-App für dein Jurastudium.
Trainiere mit klausurnahen Fällen, Klausurentrainer und Spaced
Repetition genau das, was im Examen zählt.


• Über 40.000 Inhalte
 • KI Coach Foxxy
 • Examensrelevante Rechtsprechung
 • Definitionen, Struktur und Anwendung
 • Community und Forum 


Jetzt ausprobieren und 15 € sparen:
https://www.jurafuchs.de/kurzerklaert


Link zu den Playlists:


Urteil:
https://applink.jurafuchs.de/rwRxi8PPH2b


Playlist zur Polizeifestigkeit:
https://applink.jurafuchs.de/iuR1FnUPH2b





Folgenbeschreibung:


AfD-Mitgliedschaft und Waffenrecht: Wann fehlt die
waffenrechtliche Zuverlässigkeit?


Kann die Mitgliedschaft in einer politischen Partei dazu führen,
dass eine waffenrechtliche Erlaubnis widerrufen wird? Mit dieser
Frage beschäftigt sich das Oberverwaltungsgericht des Landes
Sachsen-Anhalt in seinem Beschluss vom 7. August 2026 (Az. 3 L
44/25). Ausgangspunkt war der Widerruf eines Kleinen
Waffenscheins gegenüber einem Mitglied des AfD-Landesverbands
Sachsen-Anhalt.


Das OVG bestätigt: Die Mitgliedschaft in einer Vereinigung, die
verfassungsfeindliche Bestrebungen verfolgt, begründet nach § 5
Abs. 2 Nr. 3 lit. b WaffG regelmäßig die waffenrechtliche
Unzuverlässigkeit. Das gilt auch für Mitglieder politischer
Parteien und steht nach Auffassung des Gerichts mit dem
Parteienprivileg aus Art. 21 GG in Einklang. Aufgrund der
besonderen Gefahren des Waffenbesitzes darf der Gesetzgeber zum
Schutz von Leben und körperlicher Unversehrtheit präventive
Regelungen treffen.


Besonders spannend ist, welchen Maßstab das Gericht für
verfassungsfeindliche Bestrebungen anlegt. Erforderlich ist eine
objektiv kämpferisch-aggressive Haltung gegenüber elementaren
Verfassungsgrundsätzen wie Menschenwürde, Demokratieprinzip und
Rechtsstaatlichkeit. Eine konkrete Gefahr für die freiheitliche
demokratische Grundordnung oder ein Parteiverbotsverfahren sind
dagegen nicht erforderlich. Entscheidend ist das Gesamtbild der
Partei, das insbesondere durch Äußerungen führender
Repräsentanten, Funktionäre und Untergliederungen geprägt werden
kann.


Warum das OVG diese Voraussetzungen beim AfD-Landesverband
Sachsen-Anhalt als erfüllt ansieht, welche Rolle dabei
Menschenwürde, Volksbegriff und Demokratieprinzip spielen und
unter welchen Voraussetzungen ein einzelnes Parteimitglied die
gesetzliche Regelvermutung ausnahmsweise widerlegen kann,
besprechen wir in dieser Folge von Kurzerklärt – Klausur- und
Urteilsbesprechung


Support the show


Links & Ressourcen: 


Unsere Website


️ Alle Folgen & Infos


️Podcast Recht Aktuell


Playlists nach Fachgebiet sortiert:


Alle Folgen Strafrecht


Alle Folgen Öffentliches Recht


Alle Folgen Zivilrecht


Alle Folgen Ersti-Woche


Unterstütze uns: 


️ Bewerte unseren Podcast auf Spotify & Apple
Podcasts
Empfiehl uns weiter an deine Kommiliton:innen &
Kolleg:innen


Folge uns auf Social Media: 


Instagram
LinkedIn Kurzerklärt
LinkedIn Sebastian Baur
15
15
Episode teilen
EXAMENSRELEVANZ: OVG-Urteil zur waffenrechtlichen Zuverlässigkeit von AFD-Mitgliedern
EXAMENSRELEVANZ: OVG-Urteil zur waffenrechtlichen Zuverlässigkeit von AFD-Mitgliedern

Close