Wie tönt Asterix auf Berndeutsch und im Aargauer Dialekt?
vor 1 Woche
Am 14. August jährt sich der Geburtstag des Asterix-Autors René
Goscinny zum 100. Mal. Von den mittlerweile 41 Abenteuern des
listigen Galliers gibt es fast 100 Übersetzungen in über 30
deutsche Mundarten, unter anderem ins Berndeutsche und Aargauerde
...
Podcast
Podcaster
Dini Mundart - Schnabelweid
Dini Mundart - Schnabelweid
Du folgst jetzt diesem Podcast.
Beschreibung
vor 1 Woche
Am 14. August jährt sich der Geburtstag des Asterix-Autors René
Goscinny zum 100. Mal. Von den mittlerweile 41 Abenteuern des
listigen Galliers gibt es fast 100 Übersetzungen in über 30
deutsche Mundarten, unter anderem ins Berndeutsche und
Aargauerdeutsche. Warum eigentlich und ist das gut? Die ersten
Übersetzungen der Asterix-Bände ins Deutsche waren äusserst
problematisch, wurden sie doch in eine unappetittlich
deutschnationale Gesinnung übertragen. Erst, als Gudrun Penndorf
1965 die Übersetzungen übernahm, wurde Asterix das, womit
Generationen von Kindern und Jugendlichen aufgewachsen sind. Seit
den 90er-Jahren entstanden immer mehr Übersetzungen auf Mundart,
auch auf Berndeutsch. Zum Beispiel die beiden Bände «Dr grooss
Grabe» (1996) und «Asterix u Obelix uf Irrwäge» (1997, auf
Hochdeutsch «Die Odyssee») vom Berner Autor Hansruedi Lerch. 2024
kam «Asterix der Aargallier» dazu, übersetzt vom Freiämter Musiker
Jan SEVEN Dettwyler. Wie unterschiedlich solche
Mundartübersetzungen herauskommen können, wie nah oder fern am
(deutschen oder französischen) Vorbild sie sich bewegen, das sieht
man an diesen Beispielen sehr schön. Mundartredaktor Markus Gasser
erzählt die Übersetzungsgeschichte von «Asterix» mit Originaltönen
von René Goscinny, Gudrun Penndorf und Seven - sowie mit reichlich
Beispielen aus verschiedenen Geschichten und verschiedenen
Übersetzungen. Die Familiennamen Rinderknecht und Gutknecht Martin
Graf vom Schweizerischen Idiotikon erläutert, dass Rinderknecht ein
Berufsname ist, der auf das gleichlautende altschweizerdeutsche
Wort in der Bedeutung «Rinderhirt» zurückgeht. Da das Vieh früher
grossenteils nicht in eingezäunten Weiden gehalten wurde, musste es
von Hirten betreut werden. Gutknecht dagegen geht zurück auf die im
Mittelhochdeutschen geläufige Fügung «guot knëht» im Sinne von
«Ehrenmann, Held, Krieger». Es handelt sich also um einen Übernamen
für einen besonders tapferen, edlen (jungen) Mann. Lesetipps - R.
Goscinny, A. Uderzo: «Asterix redt Schwyzerdütsch». Enthält «Dr
grooss Grabe» und «Asterix u Obelix uf Irrwäge», übersetzt von
Hansruedi Lerch. Egmont Comic Collection 2025 - R. Goscinny, A.
Uderzo: «Asterix der Aargallier», übersetzt von Jan SEVEN
Dettwyler. Egmont Comic Collection 2024 - Jörg Fündling: Asterix.
100 Seiten. Reclam 2023
Goscinny zum 100. Mal. Von den mittlerweile 41 Abenteuern des
listigen Galliers gibt es fast 100 Übersetzungen in über 30
deutsche Mundarten, unter anderem ins Berndeutsche und
Aargauerdeutsche. Warum eigentlich und ist das gut? Die ersten
Übersetzungen der Asterix-Bände ins Deutsche waren äusserst
problematisch, wurden sie doch in eine unappetittlich
deutschnationale Gesinnung übertragen. Erst, als Gudrun Penndorf
1965 die Übersetzungen übernahm, wurde Asterix das, womit
Generationen von Kindern und Jugendlichen aufgewachsen sind. Seit
den 90er-Jahren entstanden immer mehr Übersetzungen auf Mundart,
auch auf Berndeutsch. Zum Beispiel die beiden Bände «Dr grooss
Grabe» (1996) und «Asterix u Obelix uf Irrwäge» (1997, auf
Hochdeutsch «Die Odyssee») vom Berner Autor Hansruedi Lerch. 2024
kam «Asterix der Aargallier» dazu, übersetzt vom Freiämter Musiker
Jan SEVEN Dettwyler. Wie unterschiedlich solche
Mundartübersetzungen herauskommen können, wie nah oder fern am
(deutschen oder französischen) Vorbild sie sich bewegen, das sieht
man an diesen Beispielen sehr schön. Mundartredaktor Markus Gasser
erzählt die Übersetzungsgeschichte von «Asterix» mit Originaltönen
von René Goscinny, Gudrun Penndorf und Seven - sowie mit reichlich
Beispielen aus verschiedenen Geschichten und verschiedenen
Übersetzungen. Die Familiennamen Rinderknecht und Gutknecht Martin
Graf vom Schweizerischen Idiotikon erläutert, dass Rinderknecht ein
Berufsname ist, der auf das gleichlautende altschweizerdeutsche
Wort in der Bedeutung «Rinderhirt» zurückgeht. Da das Vieh früher
grossenteils nicht in eingezäunten Weiden gehalten wurde, musste es
von Hirten betreut werden. Gutknecht dagegen geht zurück auf die im
Mittelhochdeutschen geläufige Fügung «guot knëht» im Sinne von
«Ehrenmann, Held, Krieger». Es handelt sich also um einen Übernamen
für einen besonders tapferen, edlen (jungen) Mann. Lesetipps - R.
Goscinny, A. Uderzo: «Asterix redt Schwyzerdütsch». Enthält «Dr
grooss Grabe» und «Asterix u Obelix uf Irrwäge», übersetzt von
Hansruedi Lerch. Egmont Comic Collection 2025 - R. Goscinny, A.
Uderzo: «Asterix der Aargallier», übersetzt von Jan SEVEN
Dettwyler. Egmont Comic Collection 2024 - Jörg Fündling: Asterix.
100 Seiten. Reclam 2023
Weitere Episoden
57 Minuten
vor 1 Tag
57 Minuten
vor 2 Wochen
57 Minuten
vor 3 Wochen
57 Minuten
vor 4 Wochen
57 Minuten
vor 1 Monat
Abonnenten
Zürich
Kommentare (0)
Melde Dich an, um einen Kommentar zu schreiben.