Podcaster
Episoden
26.02.2026
57 Minuten
Neben den «Schnitzelbängg» hat die Basler Fasnacht auch andere
Ausdrucksmittel. Die sogenannten «Cliquezeedel» zum Beispiel,
filigran gearbeitete Verse zu Themen, die die Menschen im
zurückliegenden Jahr beschäftig haben. Eine spezielle Basler
Fasnachtskunst – gereimt und in Versform natürlich. Düster sind die
Themen der aktuellen Basel Fasnacht. Und damit auch des
«Zeedel»-Jahrgangs 2026. Der Krieg in der Ukraine, der nun ins
fünfte Jahr geht, unberechenbare US-Präsident mit seinen
autokratischen Anwandlungen, die grosse Unsicherheit am
Arbeitsplatz in Zeiten von Optimierung und KI, all das findet
seinen Niederschlag auch in den aktuellen «Zeedel». Doch der
Umstand, dass die «Zeedel» der Basler Fasnacht entstammen und daher
voller Witz und Humor sind, macht die Lektüre der von Michael
Luisier zusammengestellten und von Urs Bihler gelesenen «Zeedel»
trotz allem zu einem Vergnügen.
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19.02.2026
55 Minuten
Im Rahmen des Projekts «Schenk mir eine Geschichte» unterstützt das
Schweizer Institut für Kinder- und Jugendmedien (SIKJM) Eltern,
deren Kinder mehrsprachig aufwachsen, bei der Sprach- und
Leseförderung in der Muttersprache. Ein Besuch zum
20-Jahr-Jubiläum. Seit 20 Jahren bietet das Schweizerische Institut
für Kinder- und Jugendmedien (SIKJM) unter dem Titel «Schenk mir
eine Geschichte» Veranstaltungen für Eltern und Kinder zwischen 2
und 5 Jahren an. Mittlerweile über 70 Orten in Deutschschweiz und
Romandie – und in über 20 verschiedenen Sprachen, von Albanisch
über Japanisch, Tigrinya und Türkisch bis Chinesisch und Urdu.
Gemeinsames Geschichtenhören, Bilderbuch-Anschauen oder Singen in
der Muttersprache sollen die kleinen Kinder schon früh in ihrer
Alphabetisierung unterstützen – und damit die bestmögliche Basis
für den Erwerb weiterer Sprachen bilden, was gerade für Kinder, die
in der Schweiz mehrsprachig aufwachsen, zentral ist. In unserer
Reportage besuchen wir einen «Schenk mir eine
Geschichte»-Nachmittag in Zürich, sprechen mit teilnehmenden
Familien über ihre Motivation, hinzugehen, und mit
SIKJM-Projektleiterin Gina Domeniconi über die Hintergründe des
Projekts und die Frage, warum auch das gezielte Fördern der
verschiedenen Muttersprachen einen positiven Effekt auf
Integrationsbestrebungen haben kann. Am Ende der Sendung erklären
wir ausserdem die sprachliche Herkunft der Familiennamen Galli,
Gallusser und Gallmann.
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12.02.2026
56 Minuten
Die Welt zu Gast in der Deutschschweiz! Viele ausländische
Fachkräfte arbeiten einige Jahre hier für eine international tätige
Firma. Diese sogenannten Expats kommen mit Hochdeutsch oder
Englisch gut durch. Aber einige lernen auch Schweizerdeutsch. Der
Sprachlehrer Marco Fenaroli hat jahrelange Erfahrung als Leiter für
Schweizerdeutschkurse. Von ihm wollte Mundartredaktor Markus Gasser
unter anderem wissen, mit welcher Muttersprache man Vorteile hat
beim Schweizerdeutschlernen – und mit welchen weniger. Das führt
zur Frage, wie man die Distanz zwischen Schweizerdeutsch und
anderen Sprachen überhaupt messen kann. Kollegin Nadia Zollinger
hat sich mit Melissa Tan aus Singapur ausgetauscht. Sie lebt seit
anderthalb Jahren in Zürich und spricht schon jetzt ein
beachtliches «Züritüütsch». Aber was motiviert sie überhaupt,
Mundart zu lernen? Die Antworten der beiden helfen, allfällige
Vorurteile gegenüber Expats, etwa, dass sie sich nicht integrieren
wollen, zu hinterfragen. Wiederholung der Sendung vom 31.3.2022
Familienname Duttwiler und Duttweiler Der Familienname Duttwiler
mit den Schreibvarianten Duttwiler und Duttweiler ist ein
Herkunftsname, der zum thurgauischen Dorfnamen Tuttwil (Gemeinde
Wängi) gebildet ist. Ein Wernherus de Tuotewilere lebte um 1150
nachweislich in Tuttwil.
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05.02.2026
57 Minuten
Warum wünscht man sich mit «toi, toi, toi» Glück? Wie heisst das
Löwenweibchen auf Schweizerdeutsch? Und woher kommen eigentlich
«Choder» und «Spöiz»? Die Antworten geben wir in dieser Sendung. In
dieser Stunde stehen Ihre Mundartfragen im Vordergrund: Wir
beginnen mit der Frage, wie man dem Löwenweibchen auf
Schweizerdeutsch sagt. «Löwin», «Löiin» oder vielleicht doch
«Löiefrau»? Weiter geht es mit den Adjektiven «hübsch» und «schön»:
In vielen Dialekten wird «hübsch» nur für Menschen verwendet. Im
Prättigau oder in Davos bekommt man aber statt einem schönen Abend
«än hübschän Aabed» gewünscht. Woher kommt das? Unter «Tschäppi»
verstehen die meisten eine Dächlikappe. Eine Hörerin nennt aber
auch das Fangis-Spiel «Tschäppi». Wie kommt dieses Mundartwort zu
derart unterschiedlichen Bedeutungen? In der Emmentaler Gemeinde
Alchenstorf gibt es einen Weiler mit dem merkwürdigen Namen
«Tumli». Wir erklären, woher dieser Ortsname kommen könnte. Woher
kommen eigentlich die Wörter «Choder» und «Spöiz»? Und ist
«Choder/chodere» mit «Chuder/chudere» verwandt? Wir haben die
Antwort. Wer seine Fähigkeiten nicht zeigt und nutzt, «stellt sein
Licht unter den Scheffel». Woher kommt diese Redewendung? Und was
muss man sich überhaupt unter einem «Scheffel» vorstellen? Eine
weitere bekannte Redewendung kommt aus dem Theaterbetrieb: «toi,
toi, toi» wünscht man jemandem vor einem Auftritt. Warum
eigentlich? Könnte «toi, toi, toi», wie eine Hörerin vermutet,
eigentlich «Teufel, Teufel, Teufel» meinen? Auch hier schafft die
Mundartredaktion Klarheit. Für 'heiraten' sagte man früher auch «i
s läng Jahr dinge». Wir erklären, was diese Redewendung mit
Knechten und Mägden zu tun hat. Und zum Schluss der Sendung erklärt
This Fetzer die Herkunft der Familiennamen Brühwiler, Ziswiler und
Grosswiler.
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29.01.2026
54 Minuten
Anlässlich der Museumsnacht Basel diskutiert SRF-Mundartredaktor
Markus Gasser auf dem Münsterplatz live vor Publikum mit seinen
zwei Gästen Flo Baeriswyl und Felix Rudolf von Rohr über
Baseldeutsch. Die Kernfrage dabei: Wem gehört Baseldeutsch
überhaupt? Man kann in Basel fragen, wen man will: Praktisch
niemand wagt zu sagen, er oder sie spreche astreines Baseldeutsch.
Die Vorstellung eines «korrekten» Stadtdialekts ist durch die
Fasnacht, durch aktive Sprachpfleger und durch das zur Norm
gewordene Baseldeutsch-Wörterbuch von Rudolf Suter aus dem Jahr
1984 so stark in den Köpfen verankert, dass die eigene Sprache
immer davon abweicht. Wer sagt noch «allewyyl», «Zmoorge dringge»
oder «Schungge»? Eben. Aber stimmt diese Beobachtung auch für die
junge Generation? Oder hat diese ein ganz anderes Verhältnis zum
Baseldeutsch? Wem «gehört» dieser Dialekt eigentlich? Wir reden
darüber mit der jungen Autor*in und Journalist*in Flo Baeriswyl und
dem Fasnächtler und Berufsbasler Felix Rudolf von Rohr - und wir
beziehen Stimmen aus dem Publikum mit ein. Familiennamen Inauen,
Indermaur, Inderwildi Alle drei Namen sind sogenannte
präpositionale Wohnstättennamen: Zur lokalisierenden Präposition
«in» kommt jeweils eine Ortsbezeichnung als Ergänzung. «Au»
bedeutet 'Land am Wasser'); «Muur» oder «Mauer» benennt seinen
ersten Namensträger wohl als Bewohner eines ummauerten Siedlungs-
und Pflanzplatzes; «Wildi» bezeichnet im alpinen Gebiet der Schweiz
in der Regel abgelegene, unkultivierte und raue Gebiete oberhalb
oder am Rand von Siedlungen, die als Weideland und zur Gewinnung
von Wildheu genutzt werden.
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Über diesen Podcast
«Dini Mundart – Schnabelweid» ist die Sendung für alle, die Mundart
lieben. Wir bringen die Mundartvielfalt der deutschen Schweiz zum
Klingen. Lesungen von MundartautorInnen, Lieder von
MundartsängerInnen, Geschichten und Beiträge zur Mundartkultur von
Freiburg bis ins St.Galler Rheintal und von Schaffhausen bis zu den
Walsern.
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