#90 Der Organisations-Hyperscaler | Wie Unternehmen mit der KI-Welle wachsen statt gegen sie zu kämpfen, mit Dr. Ralf Belusa

#90 Der Organisations-Hyperscaler | Wie Unternehmen mit der KI-Welle wachsen statt gegen sie zu kämpfen, mit Dr. Ralf Belusa

vor 3 Tagen
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Beschreibung

vor 3 Tagen

In dieser Folge spreche ich mit Dr. Ralf Belusa, Digital- und
Transformations-Executive mit Stationen u.a. bei Hapag-Lloyd (144
Länder) und Speaker auf Digitalgipfel und Münchner Management
Colloquium. Seine These: Hyperscaler kennt jeder als Nvidia,
Google, Microsoft. Aber der entscheidende Hyperscaler der
nächsten Jahre ist keine Technologie, sondern die eigene
Organisation.





Wir starten mit einem Realitätscheck: KI-Adoption läuft überall,
aber viele Success Cases werden rosiger gemalt als sie sind. Dazu
spürbare Transformations-Müdigkeit und eine neue
Arbeitsverdichtung: Zwei Stunden hybrides Arbeiten mit Agenten
fühlen sich an wie sechs. Gegenmittel: bewusst bildschirmfreie
Zeiten zum Sortieren.





Dann zum Kern: Was macht einen Organisations-Hyperscaler aus?
Ralfs Anti-Pattern-Test ist einfach. Wenn Sätze fallen wie „Das
können wir jetzt nicht machen, wir haben gerade Budget-Prozess /
Jahresabschluss / Strategieworkshops“, bist du keiner.
Hyperscaler integrieren Veränderung in den Flow, statt sie an
Projektanträgen und Lenkungskreisen sterben zu lassen.





Das Framework bauen wir Baustein für Baustein auf: To-dos je
Abteilung sammeln und auf Zeitschienen clustern, Outcome-Fragen
stellen („Warum machen wir das?", denn Ziele sind erschreckend
oft schlampig gesetzt), Rhythmen etablieren (Woche für Hypercare,
Monat fürs Meiste, 90 Tage für den Rest), Kontinuität halten.
Ralfs Warnung: „Sobald die Kontinuität wegbricht, seid ihr raus."





Zwei Prinzipien stechen heraus. Erstens: Es muss einfacher sein
als das, was heute läuft, sonst ist es das Falsche. Mehr schaffen
mit weniger Arbeit, keine Dashboard- und Reporting-Friedhöfe.
Zweitens: Kultur, Lernen und Framework laufen parallel, nicht
nacheinander („two or three games at the same time“). Und
Kulturarbeit braucht keine neuen Formate, sie gehört in die
bestehenden Rhythmen integriert.





Mein Lieblings-Take: die Zahnfee-Story. In einem globalen Call
verliert die Tochter einer Kollegin einen Zahn, das Meeting wird
kurz zur Zahnfee, und Wochen später erinnern sich alle an das
Meeting samt Inhalten. Ralfs Punkt: Wir brauchen geistige Anker,
damit Business-Inhalte hängen bleiben. Sein Closing: Es klingt
schwerer als es ist. Positiv rangehen, jeden Tag ein bisschen
besser.





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