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Digital Success | Erfolgreich den Wandel meistern
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Beschreibung
vor 5 Tagen
84 % der GPUs stehen in den USA, nur 7 % in Europa. Was bedeutet
das, wenn ein Mittelständler einen Rechtsabteilungs-Agenten live
nimmt und der ab 15 Uhr plötzlich US-Recht statt deutsches
Recht zitiert? Darüber spreche ich mit Stefan Brock, Head of HPEs
neuem AI Center of Excellence für Central Europe. Eine Folge über
souveräne KI, das Ende der POC-Spielwiese und den ehrlichen
Sprung in den 24/7-Betrieb.
Stefan bringt 25+ Jahre Erfahrung mit – ex-CTO, Production
Architecture bei Swisscom, IT-Architecture-Lead bei Swissport –
und begleitet heute Unternehmen auf dem Weg in eine
datenzentrische, agentenfähige Organisation. Wir gehen dorthin,
wo es weh tut: dass Agenten heute schon de facto wie virtuelle
Mitarbeiter geführt werden müssen – mit Berechtigungsprofilen,
Verfügbarkeit, Verantwortung – und dass viele dieser
„Mitarbeiter“ nachmittags ab 15 Uhr nicht mehr da sind, wenn die
Last aus den USA hochfährt.
Im Kern steht das Betriebsmodell. Stefans Bild: DevOps ist eine
gute Basis, aber KI verändert sich zur Laufzeit – durch Drift,
Bias, Prompt Injection. Wer 100 oder 1000 Agenten produktiv
betreiben will, muss jeden Agenten als „Smart Contract“ designen:
Bin ich 24/7 verfügbar? Habe ich einen Rollback? Was passiert,
wenn der neue Agent 40 Schnittstellen hat und der alte nur 10?
Aus seiner CTO-Zeit bringt Stefan das „Telefonnummer-Prinzip“
mit: Wer um 1 Uhr nachts den Agenten reparieren muss, sitzt nicht
in der Entwickler-Bubble – er hat 2.000 andere Applikationen auf
dem Radar und braucht einen Knopf, nicht einen System-Prompt.
Als Daten-Fundament destilliert Stefan drei der zehn
Designprinzipien, die er für datenzentrische Organisationen
formuliert hat: Data Owner auf der Fachseite (Vorstandsthema,
nicht IT), federated Data Hub als Drehscheibe (multi-tenant,
multi-cloud) und Publish/Subscribe plus Data Lakehouse für nahe
Echtzeit – sonst hat der Supply-Chain-Agent nur die Bestände von
vorgestern.
Dazu Stefans pointierte Stack-These: Jeder DAX-Konzern baut sich
gerade seinen eigenen NVIDIA-Open-Source-Stack nach – Stefan
nennt das den Jugend-forscht-Modus. Sein Catena-X-Gedanke: Warum
nicht ein gemeinsamer Stack? Plus der Reframe für die
Talentlücke: gemischte Teams aus Erfahrenen und Studierenden,
junge Leute mit Vorstands-Exposure.
Stefans Schlussbotschaft: „Wir sind in der Phase, wo wir Geld
verdienen wollen. Alles mit KI muss messbar ROI oder NPS
beeinflussen – und 24/7 laufzeitfähig sein. Nicht mehr nur
Plattform oder POC. Wertbeitrag.“
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