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Theater Echo - Wir sehen Schwarz
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Beschreibung
vor 1 Woche
Inhalt:
Was passiert eigentlich nach der Premiere? Wenn der Applaus
verklungen ist und die Anspannung langsam nachlässt? Schauspieler
Calvin-Noel Auer spricht mit Regisseurin und Co-Intendantin
Azeret Koua über ihren Weg ans Theater, künstlerische Freiheit,
die Verantwortung des Erzählens und ihre gefeierte Inszenierung
„Kassandra: coming of age at the end of the world“ am Theaterhaus
Jena. Gemeinsam werfen sie einen Blick hinter die Kulissen einer
Premiere und sprechen über Zweifel, Visionen und die Frage, wie
Theater heute von Krisen, Zukunft und Widerstand erzählen kann.
Ein persönliches Gespräch über Kunst, Haltung und das, was
bleibt, wenn der Vorhang fällt.
Mit:
Azeret Koua (sie/ihr; 1993* in Detroit) ist
Regisseurin, wuchs als Third-Culture-Kid mit vielen Sprachen und
noch mehr Fragen in den USA, Deutschland und China auf und
landete über Umwege (Theaterwissenschaft und Kunstgeschichte an
der LMU München, Assistenzen am Schauspiel Dortmund und
Residenztheaterin München) in der künstlerischen Leitung des
Theaterhaus Jena (2024–26). Auf der Bühne interessiert sie sich
für alles, worüber man* lieber nicht spricht: tabuisierte
Reibungspunkte aus Gesellschaft und Politik, überhörte Narrative,
misrepräsentierte Sichtweisen. Ihr Werkzeugkoffer: Popkultur,
Surrealismus, Musik und ein Humor, der sich weigert, brav zu
sein. Azeret's Arbeiten kreisen um Freiheit — von Systemen,
Normen, und gelegentlich von sich selbst. 2025 war ihre
Inszenierung rhapsody beim Radikal Jung Festival eingeladen, und
sie wurde in Theater Heute als Beste Nachwuchskünstlerin
nominiert. Die Freiheit hat sie noch nicht gefunden - vermutlich
versteckt sie sich in der nächsten Produktion.
Calvin-Noel Auer (er/ihn) wurde 1995 in
Schwetzingen geboren und ist in Lüneburg aufgewachsen. Nach
dieser ersten kleinen Identitätskrise ging es ins Ruhrgebiet, um
an der Folkwang Universität der Künste von 2017 bis 2021 den
Beruf des Schauspielers zu erlernen.
Mit der Bochumer Lebensart im Gepäck und der Lust, im Beruf
„jetzt so richtig loszulegen“, fand er in der Pandemie seinen
Gegner. Aber nach getaner Home-Office-Diplomarbeit ging es für
ihn als Gast ans Hessische Staatstheater Wiesbaden („Kleiner
König Kalle Wirsch“) und zurück in den Norden ans Theater Kiel
(„Der Schimmelreiter“ und „Don Karlos“). Dort stellte er fest,
dass er sich als Nordlicht identifiziert – mit ein paar
Ruhrpott-Einschlägen im Herzen.
Dann ging es zum ersten Mal in den Osten, nach Thüringen, ans
Deutsche Nationaltheater Weimar, wo er seit der Spielzeit 2022/23
zum festen Ensemble gehört und in verschiedenen Projekten
(„Othello“, „Werther“, „Fabian oder Der Gang vor die Hunde“,
u.v.a.) zu sehen ist.
Und wenn nicht im Theater, dann bei Koi 7 mit der Nummer 2 mit
Gemüse.
Grafikdesign: @wingtschong
Präsentiert von: @salonebony_blacktheaternetwork
@formationnow
Kuration: M&M (Miriam Ibrahim & Mable Preach)
Dieser Podcast wird gefördert von der Behörde für Kultur
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