Cringe, Horror, Hoffnung: Ein Deep Dive mit Lamin Leroy Gibba

Cringe, Horror, Hoffnung: Ein Deep Dive mit Lamin Leroy Gibba

vor 1 Woche
50 Minuten
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Beschreibung

vor 1 Woche




In dieser Folge begrüßen Miriam Ibrahim und Sarah Claire Ray
Lamin Leroy Gibba, einen der vielseitigsten Künstler der
aktuellen deutschen Kulturszene. Als Schauspieler, Autor,
Regisseur und Produzent lässt sich Lamin nicht in eine Schublade
stecken und erläutert im Gespräch, warum multidisziplinäres
Arbeiten kein Widerspruch, sondern eine notwendige Befreiung
darstellt.


Lamin bietet dabei Einblicke in seine Arbeiten am Maxim Gorki
Theater, darunter die durch das Genre Horror inspirierte
Produktion „Die Zwillinge“ (2026) sowie die berührende
May-Ayim-Hommage „Blues in schwarz-weiß“ (2025). Darüber
hinaus thematisiert Gibba in einem ehrlichen Austausch
Machtstrukturen im Kulturbetrieb, die Verantwortung gegenüber dem
Publikum und die dringende Sehnsucht nach einer größeren Vielfalt
und Repräsentanz Schwarzer Lebensrealitäten auf der
Bühne. Er beleuchtet zudem die Magie des Absurden in seinem
Stück „Doppeltreppe zum Wald“ und erklärt, warum eine Besetzung
mit neun Schwarzen Charakteren in der deutschen Theaterlandschaft
noch immer als revolutionär gelten muss. Lamin nimmt uns mit
auf eine Reise durch seine Figurenwelt voller „Cringe-Momente“,
radikaler Nacktheit und tiefer Menschlichkeit – ein absolutes
Muss für alle, die die Zukunft des afrodeutschen Erzählens
miterleben wollen.


Gäst:innen:


Lamin Leroy Gibba


Lamin Leroy Gibba ist Schauspieler, Autor und
Filmemacher. Nach seinem Studium an der New School for
Drama in New York folgten Engagements an Häusern wie
dem Classical Theatre of Harlem, Kampnagel und
dem Ballhaus Naunynstraße. Internationale Erfolge
feierte er mit dem Kurzfilm Hundefreund sowie als
Creator und Hauptdarsteller der ARD-Serie Schwarze
Früchte (2025), die 2025 mit dem Deutschen Serienpreis
ausgezeichnet wurde.


Sein Theaterwerk umfasst preisgekrönte Texte wie u.a.
Doppeltreppe zum Wald, entstanden in der Ballhaus Naunynstraße
Schreibwerkstatt unconventional signs, sowie die von
Joanna Tischkau inszenierte Produktion Die
Zwillinge (2026). Als Regisseur inszenierte er May
Ayims Gedichtsband blues in schwarz-weiß (2025) am
Maxim-Gorki-Theater und zuletzt Lennart Kos' Balance und
Harmony (2026) an den Münchner Kammerspielen. 


Gibba verknüpft in seinem Schaffen eine profunde
Auseinandersetzung mit afrodeutscher Geschichte mit visionärer
Kraft für die darstellenden Künste.


Sarah* Claire Wray


Sarah* Claire Wray hat Regie an der Ernst Busch in Berlin
studiert. They schreibt Lyrik, Drehbücher und Essays und wurde
u.A. im WETTER Magazin veröffentlicht. Zuletzt hat they Regie am
Schauspielhaus Zürich geführt bei der Uraufführung des Stücks
STÜTZLIWÖSCH SUPERTRANS TRE, dass Kay Matter geschrieben hat.
Sarahs* thematischer Fokus liegt auf der Intersektion zwischen
Gender, Race und Klasse


Dieses Projekt ist gefördert von der Behörde für Kultur und
Medien Hansestadt Hamburg





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