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  4. #156 Wie mein Umfeld auf meine Trauer reagierte: 6 Arten der Anteilnahme
„Für sie war es halt eine gute Tat und abends gingen sie heim,
alles gut. Und bei mir war nichts gut." Nach dem Mord an meiner
Schwester Larissa war für mich das Anstrengendste oft gar nicht die
eigene Trauer – sondern das, was von außen kam: die riesige
Anteilnahme am Anfang, in der ich gar nicht aufnahmefähig war, dann
die gut gemeinten Ratschläge, die Neugier fremder Menschen auf der
Straße, die Freunde, die plötzlich weg waren, und schließlich die
Stille, als meine Trauer erst richtig begann. In dieser Folge
sortiere ich diese Erfahrungen in Wellen und erzähle sehr offen,
wie sich das damals angefühlt hat – und was mein Körper mir dabei
signalisiert hat, lange bevor ich es in Worte fassen konnte. Damals
bin ich anfangs einfach nur noch spazieren gegangen, weg von den
Menschenmassen, weil mein Körper Abstand gebraucht hat – heute weiß
ich, dass genau das ein SeelenSport-Impuls war. Und ich erzähle
auch von den Dagebliebenen: von den wenigen, die geblieben sind und
mit denen ich bis heute über Larissa reden kann. Wenn du dich
gerade zu viel fühlst für dein Umfeld: Es liegt nicht an dir. Die
Anteilnahme folgt oft einer Kurve – sie ist am größten im Schock
und verblasst genau dann, wenn die Trauer erst richtig anfängt.
Floskeln, Neugier und Ghosting kommen meist nicht aus Bosheit,
sondern aus Überforderung – trotzdem darfst du dich abgrenzen. Was
wirklich hilft, sind Menschen, die bleiben und aushalten – und ein
Umfeld, in dem du deine Geschichte auch zum hundertsten Mal
erzählen darfst.
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„#156 Wie mein Umfeld auf meine Trauer reagierte: 6 Arten der Anteilnahme“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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