Anmeldung Registrierung
Auto Hell Dunkel
Erweiterte Suche
  1. Startseite
  2. Podcasts
  3. Trauerwelle Podcast

Episoden

33 Minuten
Es gibt Momente, die dich völlig unvorbereitet erwischen, und manchmal sind es ausgerechnet die schönen. Ich war auf der Hochzeit von Nina, der besten Freundin meiner verstorbenen Schwester Larissa, und schon Tage davor hat mein Körper reagiert: Albträume, schlechter Schlaf und ein Kiefer, der so verspannt war wie seit Jahren nicht mehr. Auf der Feier lag dann alles gleichzeitig übereinander, die Sehnsucht nach Larissa und eine riesige Liebe zu all den Menschen, die dort zusammen gefeiert haben, und als ihr Lieblingslied gespielt wurde, hätte ich fast den Raum verlassen. In dieser Folge erzähle ich dir ganz offen, wie ich mich durch dieses Wochenende getragen habe, welche SeelenSport-Übungen mir mitten im Trubel und am Tag danach geholfen haben und warum meine Kieferschmerzen am Montag plötzlich weg waren. Wenn du gerade selbst vor einem Fest, einem Jahrestag oder einer großen Veränderung stehst, ist diese Folge eine Einladung, deinem Körper zuzuhören. Auch nach 13 Jahren können heftigste Trauerwellen kommen, besonders rund um Hochzeiten, Geburten und andere große Lebensmomente. Das ist vollkommen okay. Dein Körper spricht mit: Bei mir war es der Kiefer, der sich erst wieder gelöst hat, als ich die Trauer bewusst zugelassen habe, statt sie wegzudrücken. Du darfst eine Welle im Moment selbst „parken" und dich spätestens am nächsten Tag gezielt um sie kümmern, mit Bewegung, Zeit für dich und ganz viel Weinen dürfen.
47 Minuten
„Auch mein Hirn ist nach 13 Jahren noch ziemlich durcheinander, wenn es um solche besonderen Tage geht." Eigentlich war für diese Woche eine ganz andere Folge geplant – und dann war das Wochenende vor Larissas Todestag so wild, dass ich dir lieber ganz ehrlich erzähle, was da wirklich passiert ist. Ich habe im Geschäft Preisschilder gelesen, bei denen mein Kopf die Hälfte der Zahl einfach ausgeblendet hat. Ich bin im Wald in einen Hundehaufen gesessen und habe den Bach direkt neben mir schlicht nicht mehr wahrgenommen. Und auf der Wanderung am nächsten Tag war da erst Panik wegen einer giftigen Blume, dann ein Bienenstich, dann eine Herde Kühe – während meine Knie und Füße schon seit Wochen mitgeteilt haben, unter welcher Spannung ich stehe. Was mich da durchgetragen hat, waren nicht gute Vorsätze, sondern Übungen, die mittlerweile ganz von allein anspringen: Antlia, Widder und der Große Bär. Am Ende der Folge gebe ich dir Antlia als Bewegungsimpuls mit, damit du sie selbst ausprobieren kannst. Trauer frisst Konzentration und Arbeitsgedächtnis – Vergesslichkeit und „dumme Fehler" rund um besondere Tage sind normal, auch nach vielen Jahren. Der Körper spricht mit: Knieschmerzen, Fußschmerzen, Halsweh vor dem Todestag – und oft ist es kurz danach wieder weg. Regelmäßig geübte Körperübungen stehen dir in der Krise automatisch zur Verfügung: Du wirst nicht panikfrei, aber du bleibst handlungsfähig.
31 Minuten
Manchmal wird man plötzlich unrund, gereizt, bekommt Halsschmerzen oder schläft schlechter – und erst Tage später fällt einem auf: Ach ja, der Todestag steht bevor. Genau davon erzähle ich in dieser Folge: 13 Jahre nach dem Mord an meiner Schwester Larissa blicke ich darauf, wie sich diese Zeit für mich Jahr für Jahr verändert hat – vom Kloß im Hals, mit dem ich damals von Arzt zu Arzt gelaufen bin, bis zu dem Nachlauf, der oft erst kommt, wenn der Tag längst vorbei ist. Ich spreche darüber, warum ein Todestag nach Mord, Suizid oder Unfall eine doppelte Schicht hat, warum es auch völlig in Ordnung ist, an diesem Tag gar nichts zu fühlen, und wie sich Rituale über die Jahre verändern dürfen. Aus der SeelenSport-Perspektive gebe ich dir am Ende einen Bewegungsimpuls mit – die Übung „Die Pendeluhr liegend" –, der dich daran erinnert, dass du dein eigenes Tempo schwingen darfst. Der Todestag ist kein einzelner Punkt, sondern eine Zeitspanne: Wochen davor, der Tag selbst und ein oft unterschätzter Nachlauf. Halsschmerzen, innere Unruhe, kurze Zündschnur, Schlafprobleme oder unregelmäßige Zyklen – dein Körper zählt mit, auch ohne bewussten Gedanken. Rituale dürfen sich jedes Jahr verändern – und ein Todestag ohne Tränen sagt nichts über die Tiefe deiner Bindung aus.
1 Stunde 42 Minuten
„Meinen Hass kriegst du nicht. Du bist nicht ein Gedanke wert. Hier ist nur Liebe, und die gilt einzig und allein Hannah." Es gibt eine Trauer, die kaum jemand kennt: die Trauer, die parallel zu Aktenzeichen, Gutachten und Verhandlungstagen läuft. Im zweiten Teil unseres Gesprächs erzählt Annika, wie ihre Familie nach dem Mord an ihrer Tochter Hannah von der Presse überrollt wurde, wie sie sich bewusst gegen jedes Interview entschieden hat und was zehn Prozesstage über Monate hinweg mit einem Körper machen, der ohnehin schon im Ausnahmezustand ist. Sie spricht sehr offen darüber, was sie im Gerichtssaal gespürt hat – und was nicht –, warum sie sogar Mitgefühl für die Mutter des Täters hat und wie ihre zweite Tochter Hannah im Prozess eine Stimme gegeben hat. Aus meiner SeelenSport-Perspektive höre ich hier vor allem eines: wie viel Kraft dieser Ausnahmezustand kostet und wie wichtig es ist, dass der Körper danach überhaupt wieder ankommen darf. Im letzten Teil sprechen wir über Gewalt an Frauen, über Täter-Opfer-Umkehr im Fernsehen und darüber, was sich gesellschaftlich verändern muss. Warum Medienberichte, Falschinformationen und Fotos vom Abschied für Angehörige ein eigener Schmerz sind – und wie eine Familie sich davor schützen kann Was ein monatelanger Prozess körperlich und seelisch abverlangt, und was Annika in dieser Zeit Halt gegeben hat Warum wir beide über einen Satz im öffentlich-rechtlichen Fernsehen fassungslos waren – und warum es Männer braucht, die laut werden
1 Stunde 36 Minuten
„Hannahs Mörder hat 13 Jahre bekommen – und wir haben lebenslang." Manchmal ist es nicht der Verlust selbst, der dich als Erstes trifft, sondern die Unwirklichkeit: Der Kopf sagt, das kann nicht sein, während der Körper längst kalt wird und nichts mehr isst. Genau davon erzählt mir Annika in diesem Gespräch. Ihre Tochter Hannah, 21 Jahre alt und mit ganzem Herzen Rettungssanitäterin, wurde im Oktober 2023 von einem Kollegen getötet – und Annika nimmt dich mit in die Stunden danach, in die Beerdigung mit Blaulicht und Klopfern, und in einen Alltag, in dem plötzlich die eigene Küche zum unbetretbaren Ort wird. Aus SeelenSport-Perspektive höre ich hier sehr deutlich, wie stark Trauer im Körper sitzt: in Messern, die man nicht anfassen kann, in Bildern, die in Dauerschleife laufen, in einer Tür, durch die man nicht mehr gehen mag. Dieses Gespräch ist der erste von zwei Teilen – wir haben mitten in der Aufnahme gemerkt, dass es zu viel für eine Folge ist, und veröffentlichen den zweiten Teil direkt am Sonntag darauf. Nimm dir dafür Zeit und hör so weit, wie es dir heute gut tut. Wer Hannah war: die junge Frau, die trotz chronischer Erkrankung für ihren Platz im Rettungsdienst gekämpft hat – und wie ihre Kolleg:innen ihr das letzte Blaulicht gaben. Warum Orte und Gegenstände zu Triggern werden – Küche, Messer, ein einziger Satz – und wie Annika mit EMDR in der Therapie die schlimmsten Bilder entschärfen konnte. Warum „Wie geht's dir?" eine gefährliche Frage sein kann und wieso Annika irgendwann eine E-Mail an Familie, Freunde und Kolleg:innen geschrieben hat, in der sie sagt, was sie wirklich braucht.
In Podcasts werben
Schalte jetzt Werbung in Podcasts.

Über diesen Podcast

Trauerwelle ist der SeelenSport Podcast für trauernde Menschen, die selbstsicher und mutig ihre Trauerwellen surfen wollen. Du erfährst, wie du deiner Trauer Raum und Zeit gibst und aus ihr deine körperliche Kraft zurückgewinnst. 🌊  Trauerwellen sind anstrengend und kosten Kraft, wenn sie über dich hereinbrechen, du sie ignorierst oder versuchst zu unterdrücken. In den einzelnen Podcast-Folgen leitet dich Katy Biber liebevoll und achtsam, und gleichzeitig mit Leichtigkeit durch die Wellen der Gefühle, damit du deine Trauer verstehst und den Mut findest deinen eigenen Trauerweg selbstwirksam zu gehen. Es erwartet dich eine Mischung aus Basiswissen rund um deine Trauer, deinen Körper und Bewegung sowie spannende Interviewpartner*innen für Verbundenheit und ein gemeinsam statt einsam. Katy Biber hat 2013 ihre Schwester Larissa durch Mord verloren und weiß, wie sich die höchsten und stärksten Trauerwellen anfühlen - ein wildes herumschleudern im weiten Ozean der Trauer, ein unendlich starker Sog der Verzweiflung. Früher unsportlich veränderte ein einfaches Körpertraining ihr gesamtes (Gefühls-)leben. Aus der Verzweiflung wurden innere Stärke und Hoffnung. Jahre später entwickelte sie ihr eigenes Bewegungskonzept für Trauernde - den SeelenSport. Damit begleitet sie heute Menschen nach Verlusten und bildet SeelenSport Trainerinnen aus. Wenn du trauerst oder Trauernde begleitest, dann bist du in Katys Podcast Trauerwelle genau richtig. Roll deine Matte (dein Surfbrett 😅  ) aus und halte die Taschentücher bereit - Trauerkater garantiert! Weiterführende Inhalte bekommst du über die SeelenSport Trainingsangebote und in der SeelenSport Akademie.
Podcast melden

„Trauerwelle“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

Abonnenten

Teilen

Mein Archiv

Deine Privatkopie der Folgen, die du nicht verlieren willst.

Podcast-Folgen verschwinden. Feeds werden auf die letzten Episoden gekürzt, Hoster räumen alte Dateien ab, Formate wechseln den Anbieter und lassen ihr Archiv zurück. Mit „Mein Archiv“ sichert podcast.de die Folgen deiner Podcasts für dich — angefangen bei den ältesten, denn die sind zuerst weg.

  • Deine gesicherten Folgen bleiben hörbar, auch wenn das Original offline geht.
  • Auch Folgen, die im heutigen Feed gar nicht mehr stehen — podcast.de kennt sie noch.
  • Herunterladen bleibt möglich, solange die Folge beim Podcaster liegt. Der zählt seine Abrufe wie bisher.
Startet bald

Sei beim Start von Mein Archiv dabei

Mein Archiv ist fast fertig. Trag dich ein, dann bekommst du eine E-Mail, sobald es losgeht – und bist von Anfang an dabei. Wir schreiben dir nur zum Start, keine Werbung, keine Weitergabe deiner Daten.

Du bekommst zuerst eine Bestätigungsmail. Abmelden geht jederzeit. Datenschutz