Podcast
Podcaster
Beschreibung
vor 4 Tagen
Wo verläuft eigentlich die Grenze zwischen gesunder Bewegung und
Raubbau am eigenen Körper? Genau dieser Frage widmet sich Dr.
Andrea Morawe in der neuen Folge von „LandMEDchen“.
Wenn wir Spitzensport im Fernsehen verfolgen, sehen wir
beeindruckende Leistungen und verbinden diese oft automatisch mit
Gesundheit. Doch stimmt das tatsächlich?
Regelmäßige körperliche Aktivität gehört zu den wichtigsten
Säulen der Prävention. Sie verbessert den Schlaf, stabilisiert
den Blutdruck, stärkt das Herz-Kreislauf-System und trägt
langfristig zu einer besseren Herzgesundheit bei. Das eigentliche
Problem in Deutschland ist deshalb nicht zu viel Sport, sondern
zu wenig Bewegung: Rund 95 % der Menschen würden gesundheitlich
von mehr regelmäßiger körperlicher Aktivität profitieren.
Im Spitzensport gelten jedoch andere Maßstäbe. Dort stehen
Höchstleistung, maximale Kraft und Schnelligkeit im Vordergrund –
und genau das bleibt für den Körper nicht ohne Folgen. Besonders
die Gelenke werden über Jahre hinweg stark belastet. Viele
ehemalige Profifußballer berichten später über chronische
Kniebeschwerden, Hüftgelenkarthrosen oder anhaltende
Rückenprobleme.
Auch das Herz reagiert unterschiedlich auf Bewegung. Während
regelmäßiger Sport die Herzgesundheit fördert, kann die
dauerhafte Extrembelastung im Spitzensport unter bestimmten
Umständen Herzrhythmusstörungen oder Herzschwächen begünstigen.
Eine einzelne intensive Trainingseinheit oder ein Marathon führt
in der Regel nicht zu solchen Problemen. Im Spitzensport gehören
regelmäßige medizinische Untersuchungen deshalb
selbstverständlich dazu. Andrea empfiehlt jedoch auch
Hobbysportler:innen, ihre Gesundheit regelmäßig überprüfen zu
lassen. Ein hilfreicher Parameter ist dabei beispielsweise die
Herzfrequenzvariabilität, die sie auch in ihrer eigenen Praxis
anbietet.
Neben den körperlichen Belastungen spielt auch die Psyche eine
wichtige Rolle. Leistungsdruck, die Angst vor Fehlern,
finanzielle Abhängigkeit vom sportlichen Erfolg und
Existenzängste begleiten viele Leistungssportler:innen. Durch
Social Media haben sich diese Belastungen in den vergangenen
Jahren zusätzlich verstärkt.
Außerdem spricht Andrea gesellschaftliche Herausforderungen im
Sport an. So ist beispielsweise die Akzeptanz von Homosexualität
im Profifußball nach wie vor nicht selbstverständlich.
Ein weiteres sensibles Thema sind Essstörungen, die insbesondere
in gewichtssensiblen Sportarten wie Ballett, Turnen oder
Gewichtsklassensportarten auftreten können. Diese beeinflussen
nicht nur das Essverhalten, sondern können auch Auswirkungen auf
den Hormonhaushalt haben.
Egal ob Leistungs- oder Freizeitsport – ein entscheidender
Bestandteil jedes Trainings ist die Regeneration. Denn Muskeln
wachsen nicht während der Belastung, sondern in den
Erholungsphasen danach.
Deshalb appelliert Andrea, Trainingspläne von
Spitzensportler:innen nicht unkritisch zu übernehmen. Wer
langfristig gesund bleiben möchte, sollte der Regeneration
genauso viel Aufmerksamkeit schenken wie dem Training selbst. Am
Ende sind es nicht einzelne Höchstleistungen, sondern vernünftige
und nachhaltige Routinen im Alltag, die den größten
gesundheitlichen Nutzen bringen.
Folg Andrea auf Instagram:
https://www.instagram.com/andrea.morawe/
Zum
Podcast auf YouTube:
https://www.youtube.com/@landmedchen
Zum
Podcast auf Spotify:
https://open.spotify.com/show/6fSmt4EgJeAPGGR1Il4BDu
Zum
Podcast bei Apple Podcast:
https://podcasts.apple.com/de/podcast/landmedchen/id1835667319s
Weitere Episoden
19 Minuten
vor 1 Woche
52 Minuten
vor 2 Wochen
44 Minuten
vor 3 Wochen
43 Minuten
vor 1 Monat
Kommentare (0)
Melde Dich an, um einen Kommentar zu schreiben.