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heise group: Nachfolge ohne Stillstand – wie KI und Venture Clienting Familienunternehmen verändern

heise group: Nachfolge ohne Stillstand – wie KI und Venture Clienting Familienunternehmen verändern

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„Ich schenke Vertrauen. Akzeptiere Fehler. Und arbeite zusammen.“
Ansgar Heise, heise group, über Führung, Nachfolge und Zukunft in
vierter Generation. Viele Familienunternehmen tun sich schwer
damit, Verantwortung loszulassen. heise geht einen anderen Weg: Die
vierte Generation bekommt Freiraum, KI wird pragmatisch eingesetzt
und Start-ups werden nicht nur finanziert, sondern als
Innovationspartner genutzt. Was lässt sich daraus lernen? Darüber
spricht Prof. Dr. Nadine Kammerlander, WHU – Otto Beisheim School
of Management, mit Ansgar Heise und seiner Tochter Johanna Heise
von der heise group sowie Jan Brorhilker, Managing Partner
Assurance bei EY. Seit ihrer Gründung 1949 hat sich die heise group
immer wieder neu erfunden: vom Adressbuchverlag zur digitalen
Gruppe mit Journalismus, Online-Marketing, Preisvergleich, Handel,
Weiterbildung, KI-Anwendungen und Corporate Venturing. Für Ansgar
Heise war Wandel nie Ausnahme, sondern Teil der Unternehmens-DNA:
„Hunger macht ja manchmal auch erfinderisch.“ Knappheit habe früh
dazu geführt, neue Geschäftsfelder zu erschließen, Risiken zu
streuen und Veränderung aktiv anzunehmen. Im Mittelpunkt steht die
Frage, wie Nachfolge gelingen kann. Während viele
Familienunternehmen auf schrittweise Übergaben und enge Kontrolle
setzen, verfolgt Heise einen anderen Ansatz. „Die nachfolgende
Generation muss eine eigene Handschrift entwickeln und nicht Klon
der eigenen Person werden“, sagt Ansgar Heise. Verantwortung zu
übertragen bedeute auch, Fehler zuzulassen, Vertrauen zu schenken
und Freiräume zu schaffen. Johanna Heise beschreibt ihren Weg ins
Unternehmen als Entwicklungsprozess. Über Stationen von Employer
Branding bis Corporate Identity, Marke, Kultur und Venture-Themen
hat sie eigene Schwerpunkte aufgebaut. Für sie ist Marke weit mehr
als Kommunikation: Sie schafft Orientierung nach innen und
Differenzierung nach außen. „Ich habe bei beiden Themen gemerkt,
dass es fehlt“, sagt sie über Markenstrategie und Venture Capital.
Besonders spannend ist heise ventures. Die Unternehmensgruppe
investiert nicht nur in junge Unternehmen, sondern nutzt deren
Lösungen auch selbst. Dieses Venture Clienting bringt Innovationen
schnell und mit überschaubarem Risiko in die Organisation. Statt
zuerst nach Technologien zu suchen, fragt Johanna Heise die
Fachbereiche: „Was nervt euch eigentlich an eurer Arbeit?“ Aus
konkreten Problemen entstehen so Innovationsprojekte. Für
Moderatorin Nadine Kammerlander ist dieser Ansatz bemerkenswert:
Start-ups werden nicht nur als Beteiligungen betrachtet, sondern
als Partner zur Lösung realer Herausforderungen. Venture Clienting
verbindet Innovationsökosystem und operatives Geschäft. Jan
Brorhilker ordnet die Erfahrungen der heise group als
Wirtschaftsprüfer und Aufsichtsrat ein. Familienunternehmen könnten
langfristig denken und zugleich schnell handeln. Bemerkenswert sei
bei Heise vor allem, wie konsequent Verantwortung an die nächste
Generation übertragen werde. In vielen Unternehmen bleibe Nachfolge
zunächst symbolisch: sichtbar präsent, aber nur begrenzt
entscheidungsfähig. Heise zeige dagegen, wie Vertrauen und echte
Verantwortung Innovation beschleunigen können. Auch beim Thema
Künstliche Intelligenz vertreten die Gesprächspartner eine
pragmatische Haltung. KI sei weder Allheilmittel noch Bedrohung,
sondern vor allem ein Werkzeug. „Es wird alles nicht so heiß
gegessen, wie es gekocht wird“, sagt Ansgar Heise. Zugleich seien
sich alle einig: Unternehmen müssen KI aktiv nutzen – in internen
Prozessen ebenso wie für neue Produkte und Dienstleistungen.
Entscheidend seien klare Leitlinien, Governance und die Befähigung
der Mitarbeitenden. Die zentrale Erkenntnis dieser Episode:
Erfolgreiche Nachfolge beginnt nicht mit einem neuen Titel, sondern
mit echter Verantwortung. Familienunternehmen bleiben
zukunftsfähig, wenn sie Vertrauen schenken, Innovation zulassen und
der nächsten Generation Raum für eine eigene unternehmerische
Handschrift geben.
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Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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