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Beschreibung
vor 4 Tagen
Das Vertrauen in den Staat und seine Institutionen schwindet – so
zumindest heißt es immer wieder und bestätigt sich durch
Wahlergebnisse und Umfragen. Wem es gelingt, Andersdenkende in
die Enge zu treiben, wer es schafft, Politikerinnen und Politiker
in Widersprüche zu verwickeln, wird gehört und darf mit dem
Applaus einer zunehmend breiteren Öffentlichkeit rechnen.
Lösungsorientiert ist das nicht, und indem wir uns gerne
mitreißen lassen von einem allgemeinen Genörgele, tragen wir zum
gesellschaftlichen Unmut bei. Woher kommt diese Stimmung, die uns
dann zunehmend Sorgen machen lässt um den Zustand unserer
Demokratie? Gewiss, es gibt Dinge, die laufen nicht gut. Zudem
leben wir in einer Zeit voller Krisen. Andererseits ist das nicht
neu. Die Zeit 1949 bis 1989 war ebenfalls geprägt von zahlreichen
Krisen – international (Kalter Krieg, Koreakrieg, Kongo-Krise,
Kuba-Krise, Vietnamkrieg …) wie national (Ölkrisen,
Arbeitslosigkeit, „Deutscher Herbst“ 1977 …). Letztlich gibt es
nie nur einen Grund für bestimmte Entwicklungen, sondern eine
Vielzahl von Ursachen und Hintergründen, die bei der Betrachtung
der aktuellen Lage zu berücksichtigen sind. Einige davon
versuchen wir in dieser Episode zu entdecken und zu erhellen.
Denn aus Misstrauen und Angst entstehen keine guten Lösungen.
Sicher, an der ein oder anderen Stelle bröckelt es – doch wenn
auch unsere Lust auf Zukunft bröckelt, was dann? Da machen wir
uns jetzt ran …!
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