Vom Leid mit dem Leid ...

Vom Leid mit dem Leid ...

vor 6 Tagen
33 Minuten
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Beschreibung

vor 6 Tagen

Dass wir in unserem Leben absurde, schmerzhafte, leidvolle, gar
sinnlose Erfahrungen machen, lässt sich kaum bestreiten. Doch wie
gehen wir damit um? Schon immer bedeutete dies eine
Herausforderung für Menschen. Ein Mythos im alten Griechenland
etwa handelt von Sisyphos: der „Held“ muss stets von neuem unter
großen Mühen einen Stein den Berg hinaufwälzen, doch kurz vor dem
Ziel rollt dieser jedes Mal zurück und die Arbeit beginnt aufs
Neue … (Im Lied „17 Millimeter“ singt Hildegard Knef davon, neu
interpretiert u.a. von Lisa Bassenge.) Wie lässt sich das mit
Blick auf unser Leben interpretieren? In religiösen Kontexten
wiederum gibt es verschiedene Vorstellungen, wenn es um diese
Welt und das Leid in ihr geht: Reinkarnation, Vertröstung oder
Kreuzigung. Der Blick geht weg von dieser Welt, aus der Welt und
ihrem Leid hinaus – oder mitten in sie hinein. Das hat jeweils
Konsequenzen, die wir in dieser Episode näher betrachten.
Entsprechend mancher Vorstellung versucht man, sich selbst zu
perfektionieren, um – religiös gesprochen – in den „Himmel“, in
das „Nirvana“ … zu gelangen, oder um – säkular formuliert – die
Welt zu retten. In anderer – sogar auch christlicher –
Vorstellung ist genau das aber nicht so wichtig, denn es geht um
dieses Leben hier und darum, (mehr oder weniger) Gutes zu tun aus
Lebensfreude, nicht um etwas zu erreichen. Ein Stück weit aber
bleiben wir sprachlos oder werden gar widersprüchlich, haben
unser Leid mit dem Leid.
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