Eins aufs Leben!

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Episoden

Mein Blick in die Welt - mit "Prozess-Brillentönung"
15.03.2026
1 Minute
Unsere Wahrnehmungen und Erfahrungen erfolgen unmittelbar, aber ihre Deutungen und Interpretationen sind kulturell geprägt. Und wir betten sie ein in Theorien, die uns einleuchten und schlüssig erscheinen, sodass wir manches, das geschieht, besser nachvollziehen, vielleicht sogar verstehen können. Wenn wir also über unsere Wahrnehmungen und Erfahrungen nachdenken, schauen wir gewissermaßen mit einer „getönten Brille“ auf die Welt. Doch welche „Tönung“ hat unsere jeweilige Weltsicht, welche Theorie, welche Theorien haben uns geprägt? Mich (Frank) z. B. hat das Denken des britischen und als „Ruheständler“ in den USA lehrenden Mathematikers und Philosophen Alfred North Whitehead (1861-1947) besonders angesprochen, einige seiner Werke habe ich vor ca. vierzig Jahren während meines Studiums in den USA gelesen. Was er entworfen hat, nennt sich „Prozess-Philosophie“ oder auch „Organismus-Philosophie“. In dieser Episode stelle ich im Gespräch mit Didi vor, welche Aspekte seines Denkens mir bis heute wichtig sind – in der Hoffnung, dass ich Whitehead’s Überlegungen einigermaßen richtig verstanden habe. Allerdings kommen alle Philosophien an ihre Grenzen, wenn es um „Sinnlosigkeit“ – und ich denke hier insbesondere an menschliche Grausamkeit und Gewalt – geht, die sich philosophisch, so meine ich, nicht erklären lässt. Aber will „Philosophie“ das? Muss sie dies überhaupt können? Bietet hier nicht Religion, die religiöse Erzählung, den geeigneteren Zugang? Oder etwas ganz Anderes?


In der nächsten Episode wird Didi dann seinen Blick in die Welt erläutern – mit anderer Brillentönung …
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Wiederholt sich Geschichte? Wir können etwas lernen! Oder auch nicht …
15.02.2026
1 Minute
Aktuelle politische Entwicklungen zu besprechen ist nicht einfach. Erst recht nicht, wenn es um Geopolitik und weltweite Dynamiken geht. Kaum jemand verfügt über alle Informationen und oft bleibt der Diskurs an der Oberfläche haften. Andererseits sind wir nicht nur Zuschauerinnen und Zuschauer des Weltgeschehens, sondern müssen uns entscheiden, wo und wie wir agieren wollen oder tatsächlich handeln müssen. Denn sich nicht zu entscheiden und untätig zu bleiben, das führt ebenfalls zu Konsequenzen. Darum befassen wir uns in dieser Episode mit einem aktuellen Konflikt, nämlich dem Krieg Russlands gegen die Ukraine. Dabei stoßen wir auf die Frage: Wiederholt sich Geschichte? Lassen sich Parallelen entdecken zwischen dem Deutschland der 1920er / 1930er Jahre und Russland seit den 1990er Jahren? Von hier aus öffnet sich ein weites Feld hin zu ökonomischen Betrachtungen und Gefahren für unsere Demokratie. Perspektivisch nehmen wir zugleich Lösungen mit in den Blick – denn vielleicht können wir doch etwas lernen. Oder?
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Ich glaube an das Gute im Menschen. Echt? Ich nicht!
15.01.2026
1 Minute
Mehr als wir oft denken ist unsere Wahrnehmung von unseren Grundeinstellungen abhängig. Diese grundlegenden Positionen sind letztlich nicht beweisbar, zugleich auch nicht widerlegbar. Sie bewähren sich in dem Maße, wie wir meinen, die Welt damit besser verstehen zu können. Die Antwort auf die Frage: „Ist der Mensch gut?“ hängt daher ebenfalls sehr von unserer Grundüberzeugung ab. Tatsächlich entdecken wir, Didi und Frank, in dieser Episode unsere unterschiedlichen Ausgangspunkte. Sind wir von Geburt an gut, doch das Gute in uns wird manchmal getäuscht und verzerrt, kann aber nie ganz ausgelöscht werden? Oder braucht es einen Geist von außen, der sich mit uns verbindet und zum Guten befähigt? „Geist“ natürlich nicht im Sinne von „Gespenst“, sondern als „Geisteskraft“, die wirkt und in Bewegung setzt. Solche Fragen beschäftigen uns in dieser Episode. Herzliche Einladung zur Mit-Beschäftigung …
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Schlimmer geht immer - geht besser auch?
15.12.2025
1 Minute
Tagtäglich werden wir von negativen Nachrichten überhäuft. Da könnte man meinen, dass demnächst die Welt untergeht. Tatsächlich gehen aber vor allem viele positive Nachrichten unter. Woher kommt diese Konzentration auf das, was schlecht läuft? Gibt es Erklärungen für die Fokussierung auf Katastrophen und Schreckensmeldungen? Bisweilen kommt es einem fast wie eine Sehnsucht nach Abwärtsspiralen vor. Das ist nicht gut und wir sollten dem etwas entgegensetzen, sollten den Fokus auf’s Negative überwinden. In vielen Gegenden der Welt läuft das anders, da wird mit Zuversicht nach vorne geschaut und die Zukunft als Möglichkeit gesehen. Eine solche Sichtweise täte auch uns gut. Doch wie kommen wir dort hin? Die eine Antwort auf all diese Fragen haben wir nicht, aber einige Gedanken dazu.
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Der gute alte Tod - wie bitte?
15.11.2025
27 Minuten
Im Monat November finden sich zahlreiche Gedenk- und Feiertage, die mit Tod und Sterben zu tun haben, kirchlich (Allerheiligen, Allerseelen, Toten-/Ewigkeitssonntag) wie staatlich (Volkstrauertag). Für uns ein Anlass, über das Ende des Lebens ins Gespräch zu kommen. Keine Frage: Wenn ein Mensch stirbt, dann ist dies schlimm, besonders, wenn er oder sie viel zu früh, unter Schmerzen oder gewaltsam aus dem Leben gerissen wurde. Anders ist es, wenn jemand in hohem Alter am Ende eines erfüllten Lebens dankbar und friedlich aus diesem Leben geht. Überhaupt: Der Tod an sich ist höchst sinnvoll, es könnte sonst kein Leben geben. Dazu machen wir uns in dieser Episode Gedanken. Wer mag, denke mit über den „guten alten Gevatter Tod“.
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Über diesen Podcast

„Eins aufs Leben!“ kann verstanden werden als „Draufhauen“, aber auch als „Ein Hoch aufs Leben!“ In unserem Podcast denken wir, Didi und Frank, zwei mittsechziger Pensionäre, über Themen nach, die uns immer wieder beschäftigt haben und weiter bewegen. Das Leben steckt voll wunderbarer Ereignisse und ist zugleich voller Tragödien. Es geht uns allerdings nicht um Lebensberatung, sondern um Fragen aus Gesellschaft, Politik, Geschichte, Theologie, Philosophie, aber auch um ethische Herausforderungen und vieles mehr, kurz: Gedanken, die uns helfen, unsere Zeit besser zu verstehen. Und möglichst Perspektiven daraus zu entwickeln.
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