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Beschreibung
vor 1 Woche
Die deutsche Wirtschaft ist bei der Modernisierung längst weiter,
als es in der Politik und in den Schlagzeilen klingt. Warum
entsteht dann der Eindruck, das Thema Nachhaltigkeit sei
erledigt?
Weil eine laute Minderheit die Debatte prägt, während die
handelnde Mehrheit kaum gehört wird. Das ist die zentrale
These dieser Folge.
Darüber sprechen Prof. Dr. Hannah Trittin-Ulbrich und Dr.
Martin Bethke mit Prof. Dr. Katharina Reuter,
Geschäftsführerin des Bundesverbands Nachhaltige
Wirtschaft (BNW), Honorarprofessorin für Corporate Political
Responsibility und Trägerin des Bundesverdienstkreuzes.
Der BNW vertritt über 700 progressive Unternehmen,
vom industriellen Mittelstand bis zum Cleantech-Startup. Und
Katharina Reuter dreht die gängige Erzählung um: Nicht „der
Markt" bremst die Modernisierung der Wirtschaft, sondern
wenige laute Bremser. Und die politische Delegitimierung
von Klimaschutz ist kein Kulturkampf-Nebenschauplatz,
sondern schlägt eins zu eins auf die Märkte durch. Ihr
Gegenentwurf heißt „die neue Wettbewerbsfähigkeit“.
Ein Gespräch, aufgenommen mitten im Rekord-Hitzesommer, der
die volkswirtschaftlichen Kosten des Wegschauens gerade
sehr konkret macht.
Die wichtigsten Takeaways
Die laute Minderheit: Wie wenige Bremser die Debatte dominieren,
obwohl über 60 % der Autounternehmen als Vorreiter der
E-Mobilität gelten.
„Wir sind keine Bubble": Warum die nachhaltige Wirtschaft genauso
Wirtschaft ist und ein neues Selbstbewusstsein
braucht.
Delegitimierung kostet Geld: Wenn Politik Klimaschutz kleinredet,
sinkt die Zahlungsbereitschaft und bestraft ausgerechnet die
Unternehmen, die vorangegangen sind.
Leapfrogging: Warum China und Indien Deutschland bei
Zukunftstechnologien wie der Wärmepumpe gerade
überholen.
Follow the Money: Was Lobby-Budgets mit der Klimapolitik zu tun
haben und warum „Modernisierung" das ehrlichere Wort ist als
„Transformation".
Der teure Irrtum: Warum die Annahme „Die Klimakrise betrifft mein
Geschäftsmodell nicht" für viele zur strategischen
Fehleinschätzung wird.
Plus: drei konkrete, sofort umsetzbare Tipps für Unternehmen, die
die Modernisierung ökonomisch angehen wollen.
Eine Folge für alle, die Nachhaltigkeit nicht als Gesinnung,
sondern als Standort- und Wettbewerbsfrage verstehen.
Kapitel
00:00 Intro: Aufnahme im Rekord-Hitzesommer
02:49 Eröffnungsthese: Erreicht ihr nur die „grüne Vorhut"?
04:30 Vom sperrigen „Transformations"-Begriff zur neuen
Wettbewerbsfähigkeit
05:40 Politische Delegitimierung – und warum sie 1:1 auf die
Märkte durchschlägt
11:57 Der Riss durch die Unternehmerlandschaft: Vorreiter vs.
Nachzügler
18:25 Leapfrogging: Wie China und Indien an Deutschland
vorbeiziehen
20:37 Follow the Money: die laute Minderheit der Bremser
(Fraunhofer-Studie)
27:34 Wertschaften statt Wirtschaften: Nachhaltigkeit als USP der
Zukunft
34:38 Drei konkrete Tipps für Unternehmen auf dem Weg
37:35 Der teure Irrtum: „Die Klimakrise betrifft mein
Geschäftsmodell nicht"
38:29 Drei Wünsche an die Politik – und was Mut macht
Shownotes
- Fraunhofer ISI & University of Sussex (2026):
Unternehmensbefragung zur Transformation der deutschen
Automobilindustrie
- BNW-Positionspapier „Die neue Wettbewerbsfähigkeit"
(2026)
- Prof. Dr. Katharina Reuter auf LinkedIn
- Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft
- Plattform „Wirtschaft denkt weiter"
- Prof. Dr. Hannah Trittin-Ulbrich auf LinkedIn
- Dr. Martin Bethke auf LinkedIn
- Butterfly Effect Consulting GmbH | Strategie- und
Unternehmensberatung für den deutschen Mittelstand.
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