Schluss mit der Moralkeule: Warum Nachhaltigkeit kein Werte-, sondern ein Überlebensthema für Unternehmen ist - mit Prof. Dr. Andreas Rasche

Schluss mit der Moralkeule: Warum Nachhaltigkeit kein Werte-, sondern ein Überlebensthema für Unternehmen ist - mit Prof. Dr. Andreas Rasche

vor 4 Tagen
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Beschreibung

vor 4 Tagen

In dieser Folge sprechen Dr. Martin Bethke und Prof. Dr. Hannah
Trittin-Ulbrich mit Prof. Dr. Andreas Rasche, Professor of
Business in Society an der Copenhagen Business School und
Associate Dean des dortigen Full-Time MBA. Rasche zählt zu den
profiliertesten europäischen Forschern an der Schnittstelle von
Nachhaltigkeit, Unternehmensführung und Regulierung.


Seine zentrale These: Wer Nachhaltigkeit als moralisches Projekt
verkauft, erzeugt genau den Pushback, den wir gerade erleben.
Dabei braucht es die Moralkeule gar nicht – die ökonomischen,
geopolitischen und sicherheitspolitischen Argumente sind stark
genug. Nachhaltigkeit wird damit zur Frage von
Wettbewerbsfähigkeit, Resilienz und Risikomanagement. Kurz: ein
Überlebensthema.


Die wichtigsten Takeaways


 Vom „Brussels Effect" zum „Brussels Defect": Wie die zweite
von-der-Leyen-Kommission die EU-Nachhaltigkeitsagenda seit 2024
spürbar zurückdreht – und was das für Europas Glaubwürdigkeit
bedeutet.


  Warum Dekarbonisierung auch ohne Umweltargument zwingend
ist: Geopolitik, Rohstoffabhängigkeit und die doppelte
Abhängigkeit Europas bei Net-Zero-Technologien.


  Das Business-Case-Paradox: Warum nur 17% der Unternehmen
einen Business Case für Nachhaltigkeit sehen – und warum das
Problem nicht im Case liegt, sondern in der fehlenden
Quantifizierung der Vorteile.


  Der Omnibus-Irrtum: Wieso die „Simplifizierung" 90% der
Unternehmen aus der Berichtspflicht entlässt, aber kaum jemand
wirklich aufhört.


  Warum der Druck heute vom Finanzsektor und aus der
Lieferkette kommt, nicht mehr von der Politik.


  „Nature trumps politics": Rasches Plädoyer für einen
proaktiven, ideologiefreien Umgang mit Nachhaltigkeit – und warum
familien- und stiftungsgeführte Unternehmen hier einen
strukturellen Vorteil haben.


Kapitel


02:14 Die Glaubwürdigkeit der EU in der Nachhaltigkeit


06:10 Globale Perspektiven und der Brussels Effect


10:13 Nachhaltigkeit als geopolitische Notwendigkeit


14:02 Moralische vs. ökonomische Argumente für Nachhaltigkeit


16:11 Messbarkeit und der Business Case für Nachhaltigkeit


18:45 Herausforderungen der Quantifizierung von Nachhaltigkeit


20:03 Datenmanagement und Transparenz in Unternehmen


22:04 Investitionen in Nachhaltigkeitsdaten und Digitalisierung


25:09 Regulierung und Skepsis in der Unternehmenslandschaft


27:45 Simplifizierung des Green Deals und ihre Implikationen


30:58 Zukunft der Regulierung und unternehmerische Verantwortung


37:43 Erwartungen und Werte in Unternehmen


39:17 Der Einfluss des Finanzsektors auf Nachhaltigkeit


41:06 Proaktive Ansätze für den Mittelstand


43:16 Langfristiges Denken und Unternehmensstrategien


45:10 Familienunternehmen und langfristige Perspektiven


47:06 Hoffnung durch junge Generationen


Shownotes & Links


Prof. Dr. Andreas Rasche auf LinkedIn


Prof. Dr. Andreas Rasche Profil & Forschung CBS


Andreas Rasches Website


Prof. Dr. Hannah Trittin-Ulbrich auf LinkedIn


Prof. Dr. Hannah Trittin-Ulbrich Forschung – Leuphana Universität
Lüneburg


Dr. Martin Bethke auf LinkedIn


Unternehmensberatung Butterfly Effect Consulting GmbH


Erwähnt in der Folge:


– Nachhaltigkeitstransformationsmonitor (Studie, März 2026)


– Anu Bradford, „The Brussels Effect" (Buch)
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