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Beschreibung
vor 1 Tag
Wie verändert KI die R&D-Landschaft eines Unternehmens mit
50.000 Mitarbeitern, 60 Ländern und Produkten von Vileda bis
Hochleistungsdichtungen? Darüber spreche ich mit Gregor Kempf,
Head of Freudenberg Technology Platforms. Eine Folge zwischen
Materialentwicklung, Virtual Factory und der starken These: KI
gehört nicht in ein extra Silo, sondern in die DNA des
Unternehmens.
Gregor verantwortet die zehn Technology Platforms der
Freudenberg-Gruppe – die Einheit, die quer zu den
Geschäftsgruppen Domain-Expertise mit neuen Technologien
verbindet. Wir sprechen über die Wachstumsfelder
Gesundheitswesen, Lebensmittelverarbeitung, Energiesicherheit und
humanoide Robotik – und Gregors klare Position: KI ist die
Zukunft von Material-, Prozess- und Produktentwicklung, gehört
also in jede Plattform, nicht in einen eigenen KI-Tower.
Am Anker-Case Virtual Factory wird konkret, was das bedeutet: vom
3D-Scan einer Halle mit CAD-Planung bis zu Omniverse-Abbildern
mit tausenden Setup-Simulationen pro Stunde. Aus mathematischen
Optimierern, agentenbasierten KI-Workflows und physikbasierten
Modellen wird ein Baukasten – und aus guten Ideen über
gestaffelte Pilotprojekte echte Skalierung in den
Geschäftsgruppen. Sein Erfolgsmaß: Wirksamkeit, Top-Line auf,
Kosten runter – gemessen bei den Konzerngruppen, nicht in der
Zentrale.
Zwei Konzepte tragen den Wandel kulturell: das
Frontloading-Prinzip – weniger Leute, die im Labor manuell das
50. Material mischen, mehr Gehirnschmalz in die Konzeption
geschlossener KI-Kreisläufe – und der Scientific Innovator:
Geschäftsgruppen entsenden High-Potentials für ein bis drei Jahre
zu FTI, bauen Domain-Kompetenz in neuen Technologien auf und
kehren als Brücke zurück. Damit vermeidet die Zentraleinheit den
Elfenbeinturm und die Geschäftsgruppen bekommen ihre eigene
Wissensspritze.
Zum Schluss der Ausblick: Die Phasen „Geschäft läuft gut“ und
„Geschäft disruptiert“ werden kürzer. Domain-Expertise verliert
dabei nicht an Wert – sie wird der eigentliche
Differenzierungsfaktor neben Daten, Umsetzungskompetenz und KI.
Gregors Lieblingsbeleg: Vor Einführung des Fernsehers sagten 96 %
der Befragten, sie würden sich kein solches Gerät kaufen.
Technologie lässt sich nicht aufhalten – man muss sie nur so in
der DNA verankern, dass Menschen mehr Chance als Risiko sehen.
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Heiko Loeffler auf LinkedIn:
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