#80 smart ORDER: Was bei der Skalierung von KI wirklich funktioniert, mit Jörn Ossowski (Head of IT, OU Materials Europe bei tk accelis) | ABC-Insights-Serie

#80 smart ORDER: Was bei der Skalierung von KI wirklich funktioniert, mit Jörn Ossowski (Head of IT, OU Materials Europe bei tk accelis) | ABC-Insights-Serie

vor 1 Tag
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Beschreibung

vor 1 Tag

Wie automatisiert man die Auftragsverarbeitung bei rund 100.000
Kunden und mehreren Hunderttausend Bestellungen pro Jahr, wenn
der Auftrag mal als saubere Tabelle, mal als Fax, mal als
Freitext eingeht? Und was passiert, wenn ein LLM im
Proof-of-Concept glänzt und dann am ganzen Produktkatalog
scheitert? Darüber spreche ich mit Jörn Ossowski (Head of IT, OU
Materials Europe bei tk accelis), zum zweiten Mal im Podcast und
Co-Autor unseres Buchs „Das ABC der Digitalisierung“. Diese Folge
ist Teil der ABC-Insights-Sonderserie.





Im Mittelpunkt steht smart ORDER, das Programm, mit dem Aufträge
automatisch ins ERP wandern, ohne den Menschen aus dem Prozess zu
nehmen. Jörn erzählt offen, warum der erste Anlauf scheiterte
(„technisch hingestellt, dann übergeben“) und was den Wendepunkt
brachte: ein Business-Sponsor, der Leute aus der Linie fest dem
Projekt zugeordnet hat. Aus dem IT-Projekt wurde ein gemeinsames
Produkt mit Ownership in der Linie und einem gesunden Wettbewerb
um die Dunkelbuchungsquote – von 20 % am Anfang auf heute über 70
% bei den strukturierten Belegen.





Der zweite Sprung ging vom strukturierten zum unstrukturierten
Beleg. Im PoC mit kleinem Produktkatalog war das LLM ein Traum –
mit dem ganzen Katalog brach es zusammen, weil sich Varianten in
winzigen Nummern unterscheiden. Die Lösung war kein besseres
Modell, sondern eine Kombination aus klassischem Machine
Learning, LLM-basierter Übersetzung in ein technisches Format und
einer deterministischen Suche, die Plausibilität gegen den realen
Produktkatalog prüft. Heute liegt auch hier eine zweistellige
Dunkelquote, mit klarer Konfidenz-Steuerung über die Top-1- bis
Top-N-Trefferposition.





Der zweite Teil ist Jörns ehrlicher Blick auf den AI-Alltag in
der eigenen Entwicklung: Agents als „suchen und ersetzen auf
Steroiden“ beim Refactoring, Claude als CSS-Sparringspartner für
UI-Themen, und warum gute Architektur die eigentliche
Voraussetzung dafür ist, dass Sprachmodelle nicht halluzinieren
müssen. Plus zwei offene Themen: Wie kommen wir zur nächsten
Senior-Generation, wenn alle Juniors mit LLMs starten? Und wie
gehen wir mit der gestiegenen kognitiven Last um?





Was diese Folge besonders macht, ist Jörns nüchterner Blick:
PoC-Erfolge sind nicht der Beweis, dass es skaliert. Experimente
dürfen fehlstarten. Und der größte Hebel kommt nicht aus dem
Modell, sondern aus der Zusammenarbeit von IT, Business und
Kunden – inklusive des Mutes, den Kunden zu fragen, ob er sein
Bestellformat ein bisschen strukturierter halten würde.





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Jörn Ossowski auf LinkedIn:
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Heiko Loeffler auf LinkedIn:
https://www.linkedin.com/in/heiko-loeffler-digitalsuccess/
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