Loop Engineering

Loop Engineering

vor 5 Tagen
Warum das Ziel wichtiger wird als der perfekte Prompt
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Beschreibung

vor 5 Tagen
Vor zwei, drei Jahren drehte sich alles um eine Frage: Wer schreibt
den besten Prompt? Heute ist die eigentliche Frage laut Mark und
Jens eine andere: Wer baut die beste Schleife, den besten Loop.
Auslöser der Folge ist ein Zitat von Andrej Karpathy, der kürzlich
öffentlich gemacht hat, dass Loop Engineering inzwischen wichtiger
sei als Prompt Engineering. Mark zeichnet daraufhin seine eigene
Entwicklung nach: von einer frühen Notion-Prompt-Datenbank
("Diskette war schon immer gut, wer will schon eine CD?") über
Skills als Markdown-Dateien mit Sub-Skills und ausführbarem
Python-Code bis zum eigentlichen Loop Engineering. Der Unterschied:
Ein Loop bekommt kein einzelnes Kommando, sondern ein Ziel, klare
Erfolgskriterien und die Anweisung, sich selbst so lange zu
überprüfen und zu wiederholen, bis das Ziel erreicht ist. Die
praktische Warnung der Folge: Wer eine KI ihre eigene Arbeit prüfen
lässt, bekommt oft nur Selbstbestätigung zurück. Mark und Jens
plädieren deshalb dafür, das Ergebnis (das "Act") von einem anderen
Modell checken zu lassen, statt von demselben System, das es
erzeugt hat, denn ein System, das sich selbst belobigt, ist kein
kritischer Beobachter. Als Beleg zitiert Mark einen Post von Peter
Steinberger zu genau diesem Ansatz und dem dazugehörigen
Tokenverbrauch. Darauf aufbauend ordnen die beiden aktuelle
Funktionen wie Claude Codes Goal-, Loop- und Workflow-Modus ein,
inklusive Marks eigenem Ablauf: erst planen, dann mit einem
Kritiker- und einem Meta-Analyse-Skill gegenprüfen lassen, dann per
Goal automatisiert umsetzen lassen, auch wenn das mal 10, 12 oder
20 Stunden dauert. Ein wachsendes Thema in diesem Zusammenhang ist
Harness Engineering. Je mehr Agenten und Loops parallel arbeiten,
desto wichtiger werden Kontext und Memory (Stichwort "Second
Brain", mit dem Beispiel der kurzfristigen Fable-Abschaltung als
Warnung, wie schnell Kontext sonst verloren geht) sowie
Governance-Fragen wie Auditierung und signierte Skills. Mark spinnt
das Gedankenspiel humorvoll weiter zu einem "deutschen
Behörden-Harness", der Bürokratie automatisiert und dadurch zum
heimlichen Exportschlager werden könnte. Zum Abschluss grenzen die
beiden Harness noch begrifflich von "Agentic OS" ab. Das Fazit der
Folge: Es geht nicht darum, mit möglichst vielen Tokens zu
beeindrucken, sondern ein klares Ziel zu definieren und der
Maschine geduldig den Weg dorthin zu überlassen.

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