Beschreibung
vor 1 Woche
Wenn eine Organisation in die Legitimationskrise gerät, ändert
sie selten ihre Struktur. Sie ändert ihre Erzählung. ESG-Bericht,
Purpose-Strategie, Green-Transition-Roadmap. Der unbequeme
Verdacht dahinter: Vielleicht wird ein Problem so nicht
bearbeitet, sondern nur neu gerahmt.In diesem gefilmten Gespräch
trifft Robin den Soziologen Philipp Staab, Professor an der
Humboldt-Universität zu Berlin und einer der präzisesten
Beobachter des digitalen und grünen Kapitalismus. In seinem
aktuellen Buch „Systemkrise" untersucht er genau diese
Legitimationsprobleme, in „Digitaler Kapitalismus" und
„Anpassung" die Frage, wie Plattformlogiken und das Ende des
Wachstumsversprechens Arbeit und Gesellschaft verschieben.Zwei
Stränge tragen das Gespräch. Der erste ist die Neurahmung.
Organisationsentwicklung wird auffällig oft gebeten, genau solche
Umdeutungen zu organisieren. Bearbeitet sie damit ein
Legitimationsproblem, oder verwaltet sie es nur, und lässt sich
beides überhaupt unterscheiden?Der zweite Strang führt nach
innen. Plattformlogiken verändern nicht nur Märkte, sondern auch,
wie in Organisationen gemessen, bewertet und gesteuert wird. Wo
digitale Transformation als Sachzwang inszeniert wird,
verschwindet die Gestaltungsfrage aus dem Raum, und in
„Anpassung" wird die Resignation zum Leitmotiv. Bleibt die Frage,
welche Rolle Organisationen in dieser Lage überhaupt noch spielen
können.Ein Gespräch über Legitimation, Macht und die schmale
Grenze zwischen Gestalten und Verwalten.Schreib mir:
mail@robin-taylor.deMehr Infos: http://www.robin-taylor.de
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