Was bleibt von Organisationen, wenn man die Wachstumslogik herausnimmt?
In dieser Folge ist Niko Paech bei mir zu Gast, einer der bekanntesten Vertreter der Postwachstumsökonomie im deutschsprachigen Raum.
Ich fange mit einer unbequemen Selbstbeschreibung an. Organisationsentwicklung ist eine Wachstumsindustrie, die Wachstumsinstitutionen dabei hilft, effizienter zu wachsen. So wird es selten formuliert, aber so ist es. Ich arbeite seit fünfzehn Jahren in diesem Feld, in Konzernen, NGOs, Verwaltungen und Bildungseinrichtungen.
Genau deshalb hat mich Befreiung vom Überfluss getroffen. Organisationen sind nicht nur Orte, an denen Überfluss produziert wird. Sie sind selbst nach einer Überflusslogik gebaut. Mehr Prozesse, mehr Stellen, mehr Projekte, mehr Reporting.
Daran hängen die beiden Fragen dieses Gesprächs. Erstens, was von Organisationen übrig bleibt, wenn man die Wachstumslogik ernsthaft herausnimmt. Zweitens, welche Organisationsformen zu einer Postwachstumsökonomie überhaupt passen. Postwachstum denkt Produktion und Konsum neu, aber welche Struktur trägt das? Mich interessiert, ob es Modelle gibt, die nicht nur grüner, sondern tatsächlich kleiner denken.Ich arbeite in Strukturen, die auf Expansion ausgelegt sind, und erlebe, wie schwer selbst kleine Schritte in Richtung Reduktion sind.
Zu Gast: Niko Paech
Quellen:
Niko Paech, Befreiung vom Überfluss (oekom Verlag)
Robin Taylor, Hinter der Schauseite (oekom Verlag)
Schreib mir: robin@oe3000.de
Mehr Infos: www.oe3000.de
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