Podcaster
Episoden
22.05.2026
15 Minuten
Am 5. Mai 2026 veröffentlicht das Recherchezentrum CORRECTIV gemeinsam mit dem griechischen Magazin Solomon und der britischen Computer Weekly eine Geschichte über Europol, die Polizeibehörde der Europäischen Union. Also über eine Organisation, deren Auftrag darin besteht, andere zu überwachen.
Der Befund: Europol betrieb über Jahre geheime Analyseplattformen außerhalb der gesetzlich vorgeschriebenen Datenschutzregeln. Auf einer dieser Plattformen ließen sich Telefonverbindungen, Ausweisdokumente, Finanz- und Standortdaten abrufen, auch von Personen ohne jeden Tatverdacht. Zugriffe und Löschungen wurden vielfach nicht protokolliert. Laut einem internen Bericht aus dem Jahr 2019 lagen rund 99 Prozent der operativen Daten in solchen undokumentierten Systemen. Eines trug intern den Namen Pressure Cooker; eine Mail vom Oktober 2022 warnte, der Datenschutzbeauftragte könne von der unregelmäßigen Lage erfahren.
Europol überwacht die Bürger Europas. Der Europäische Datenschutzbeauftragte soll Europol überwachen. Bemerkt hat die Schatten-IT keiner der formal Zuständigen, sondern ein Recherchenetzwerk. Das ist die alte Frage nach der Kontrolle der Kontrolleure, und sie ist alles andere als akademisch.
Auf dem Papier ist jede Organisation lückenlos überwacht: Unternehmen durch Aufsichtsräte und Wirtschaftsprüfer, Vereine durch Kassenprüfer, Behörden durch Datenschutzbeauftragte und Parlamente. Und doch versagen diese Vorkehrungen mit System. Formale Aufsicht blickt nach hinten, sie prüft Vergangenes, während sich das Geschehen in der Gegenwart vollzieht. Und sie wächst linear, während die Komplexität der Organisationen exponentiell zunimmt.
Dazu kommt ein grundsätzlicheres Problem. Aufsicht setzt voraus, dass sich etwas zeigt. Die mächtigsten Vorgänge einer Organisation aber entziehen sich der formalen Erfassung: Vertrauen, Loyalität, informelle Absprachen. Was sich messen lässt, ist selten das Entscheidende. Im Europol-Fall wird das zur Karikatur: 99 Prozent dessen, worauf es ankam, lagen außerhalb des Blickfelds des Aufsehers. Eine Schatten-IT ist nichts anderes als die Hinterbühne einer Organisation, übersetzt in Datenbanken.
Aufgedeckt hat das nicht eine Behörde, sondern der investigative Journalismus. Erst nach der Veröffentlichung kündigte der Europäische Datenschutzbeauftragte Wojciech Wiewiórowski eine Untersuchung an; erst danach forderten Abgeordnete im Europaparlament mehr Transparenz, bevor das Mandat von Europol erweitert wird. Der Anstoß kam von außen.
Doch sofort stellt sich die Frage eine Etage höher: Wer kontrolliert die, die kontrollieren? Auch CORRECTIV ist eine Organisation mit Macht und eigener Agenda. Die vielbeachtete Recherche über das Treffen rechter Akteure in Potsdam hat mehrere Gerichtsverfahren ausgelöst. Das Landgericht Hamburg wies Ende 2025 Klagen gegen die Berichterstattung ab, das Landgericht Berlin erklärte im März 2026 eine bestimmte Formulierung für unzulässig. Beide Urteile sind nicht rechtskräftig. Die Presse kontrolliert die Mächtigen und wird selbst kontrolliert, durch Gerichte und öffentliche Kritik. Die Kette der Kontrolle endet nie.
Genau das ist kein Mangel, sondern das gesündeste Merkmal eines Systems ohne letzte, unangreifbare Instanz. Die wirksamste Steuerung entsteht ohnehin von innen: organisationale Selbstreflexion, demokratische Mitbestimmung, eine wache Öffentlichkeit. Gute Kontrolle ist eine Leitplanke, keine Zwangsjacke. Stark genug, um Schaden abzuwenden, beweglich genug, um Entwicklung zuzulassen.
Erwähnte Personen: Wojciech Wiewiórowski
Schreib mir: mail@robin-taylor.de
Mehr Infos: www.robin-taylor.de
Der Befund: Europol betrieb über Jahre geheime Analyseplattformen außerhalb der gesetzlich vorgeschriebenen Datenschutzregeln. Auf einer dieser Plattformen ließen sich Telefonverbindungen, Ausweisdokumente, Finanz- und Standortdaten abrufen, auch von Personen ohne jeden Tatverdacht. Zugriffe und Löschungen wurden vielfach nicht protokolliert. Laut einem internen Bericht aus dem Jahr 2019 lagen rund 99 Prozent der operativen Daten in solchen undokumentierten Systemen. Eines trug intern den Namen Pressure Cooker; eine Mail vom Oktober 2022 warnte, der Datenschutzbeauftragte könne von der unregelmäßigen Lage erfahren.
Europol überwacht die Bürger Europas. Der Europäische Datenschutzbeauftragte soll Europol überwachen. Bemerkt hat die Schatten-IT keiner der formal Zuständigen, sondern ein Recherchenetzwerk. Das ist die alte Frage nach der Kontrolle der Kontrolleure, und sie ist alles andere als akademisch.
Auf dem Papier ist jede Organisation lückenlos überwacht: Unternehmen durch Aufsichtsräte und Wirtschaftsprüfer, Vereine durch Kassenprüfer, Behörden durch Datenschutzbeauftragte und Parlamente. Und doch versagen diese Vorkehrungen mit System. Formale Aufsicht blickt nach hinten, sie prüft Vergangenes, während sich das Geschehen in der Gegenwart vollzieht. Und sie wächst linear, während die Komplexität der Organisationen exponentiell zunimmt.
Dazu kommt ein grundsätzlicheres Problem. Aufsicht setzt voraus, dass sich etwas zeigt. Die mächtigsten Vorgänge einer Organisation aber entziehen sich der formalen Erfassung: Vertrauen, Loyalität, informelle Absprachen. Was sich messen lässt, ist selten das Entscheidende. Im Europol-Fall wird das zur Karikatur: 99 Prozent dessen, worauf es ankam, lagen außerhalb des Blickfelds des Aufsehers. Eine Schatten-IT ist nichts anderes als die Hinterbühne einer Organisation, übersetzt in Datenbanken.
Aufgedeckt hat das nicht eine Behörde, sondern der investigative Journalismus. Erst nach der Veröffentlichung kündigte der Europäische Datenschutzbeauftragte Wojciech Wiewiórowski eine Untersuchung an; erst danach forderten Abgeordnete im Europaparlament mehr Transparenz, bevor das Mandat von Europol erweitert wird. Der Anstoß kam von außen.
Doch sofort stellt sich die Frage eine Etage höher: Wer kontrolliert die, die kontrollieren? Auch CORRECTIV ist eine Organisation mit Macht und eigener Agenda. Die vielbeachtete Recherche über das Treffen rechter Akteure in Potsdam hat mehrere Gerichtsverfahren ausgelöst. Das Landgericht Hamburg wies Ende 2025 Klagen gegen die Berichterstattung ab, das Landgericht Berlin erklärte im März 2026 eine bestimmte Formulierung für unzulässig. Beide Urteile sind nicht rechtskräftig. Die Presse kontrolliert die Mächtigen und wird selbst kontrolliert, durch Gerichte und öffentliche Kritik. Die Kette der Kontrolle endet nie.
Genau das ist kein Mangel, sondern das gesündeste Merkmal eines Systems ohne letzte, unangreifbare Instanz. Die wirksamste Steuerung entsteht ohnehin von innen: organisationale Selbstreflexion, demokratische Mitbestimmung, eine wache Öffentlichkeit. Gute Kontrolle ist eine Leitplanke, keine Zwangsjacke. Stark genug, um Schaden abzuwenden, beweglich genug, um Entwicklung zuzulassen.
Erwähnte Personen: Wojciech Wiewiórowski
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15.05.2026
16 Minuten
Am 6. Mai 2026 stellt das Wissenschaftliche Institut der AOK in Berlin seinen Krankenhaus-Report 2026 vor. Schwerpunktthema: Reformperspektiven. Die zentrale Zahl ist ernüchternd.
Von 15,2 Millionen stationären Krankenhausfällen im Jahr 2024 wären 8,6 Millionen ambulant zu behandeln gewesen oder ganz vermeidbar. Das entspricht 56 Prozent aller Fälle, 42 Prozent der Krankenhaustage und 39 Prozent der Klinikausgaben. In allen sechzehn Bundesländern liegt das Ambulantisierungspotenzial zwischen 53 und 58 Prozent. Carola Reimann, Verbandsvorsitzende der AOK, hält fest: Die laufende Klinikreform greife zu kurz.
Diese Zahl steht quer zu dem, was die deutsche Krankenhausreform eigentlich angestoßen hat. Unter Karl Lauterbach hatte das Krankenhausversorgungsverbesserungsgesetz im Jahr 2024 Bündelung, Spezialisierung und neue Qualitätskriterien festgeschrieben. Am 6. März 2026 hat der Bundestag eine Anpassung beschlossen, das KHAG. Seitdem dürfen die Länder Leistungsgruppen für drei, in Sonderfällen sechs Jahre auch an Kliniken zuweisen, die die ursprünglich vorgesehenen Qualitätskriterien nicht erfüllen. Begründung: Versorgungssicherheit, vor allem im ländlichen Raum.
Drei Bewegungen, drei Zielrichtungen, drei verschiedene Vorstellungen davon, was eigentlich Fortschritt ist.
Die Philosophin Rahel Jaeggi argumentiert in ihrem Buch „Fortschritt und Regression" gegen das Bild eines linearen Voranschreitens, das ohne Verluste auskommt. Veränderungen gehen fast immer mit Einbußen einher. Es gibt keinen objektiven Standpunkt, von dem aus sich entscheiden ließe, was im Ganzen Gewinn oder Verlust ist. Was den einen als Modernisierung gilt, ist für die anderen Abbau.
Der amerikanische Denker Stewart Brand hat dafür ein zweites nützliches Bild geprägt: das Pace Layering. Sechs Schichten sozialer Wirklichkeit, die sich mit unterschiedlicher Geschwindigkeit verändern. Oben Mode, darunter Handel, dann Infrastruktur, Staatsform, Kultur und ganz unten Natur. Strategiepapiere wechseln in Wochen. Klinikinfrastrukturen brauchen Jahrzehnte. Kulturelle Erwartungen verschieben sich erst über Generationen. Wer auf der schnellsten Schicht ein neues Modell verkündet, bewegt damit noch nicht die darunterliegenden Strata.
In den vergangenen Wochen lässt sich gut beobachten, wie diese Asynchronität diskursiv verarbeitet wird. Wer zögert, abbremst oder Nachbesserungen verlangt, bekommt das Bremser-Etikett. Vom Bayerischen Ministerpräsidenten über einzelne Landesregierungen bis zur SPD — alle wurden so markiert. Jaeggi nennt diese Mechanik eine perverse Logik. Wer aus fachlicher Sorge Einwände erhebt, wird pathologisiert. Wer das Tempo verkündet, gilt als Innovationstreiber, auch wenn die Substanz mager bleibt. Die Markierung produziert dabei oft genau das Verhalten, das sie zu beschreiben behauptet.
Die Soziologin Renate Mayntz hat schon 1963 darauf hingewiesen, dass Reformen meist von kleinen Gruppen gewollt und durchgesetzt werden. Die Begründung, warum sie sinnvoll waren, entsteht häufig erst im Nachhinein. Ein Urteil post factum, später sauber verpackt in PowerPoint-Folien mit Begriffen wie strategischer Neuausrichtung oder neuem Versorgungsauftrag.
Wandel, der nur die schnellste Schicht erreicht, sieht spektakulär aus, hat aber wenig nachhaltige Wirkung. Wer das nicht erkennt, hält die Trägheit der tieferen Strata für Widerstand und legt damit den Grundstein für eine Lähmung, die sich erst spät zeigt.
Erwähnte Personen: Carola Reimann, Karl Lauterbach, Rahel Jaeggi, Stewart Brand, Renate Mayntz
Schreib mir: mail@robin-taylor.de
Mehr Infos: www.robin-taylor.de
Von 15,2 Millionen stationären Krankenhausfällen im Jahr 2024 wären 8,6 Millionen ambulant zu behandeln gewesen oder ganz vermeidbar. Das entspricht 56 Prozent aller Fälle, 42 Prozent der Krankenhaustage und 39 Prozent der Klinikausgaben. In allen sechzehn Bundesländern liegt das Ambulantisierungspotenzial zwischen 53 und 58 Prozent. Carola Reimann, Verbandsvorsitzende der AOK, hält fest: Die laufende Klinikreform greife zu kurz.
Diese Zahl steht quer zu dem, was die deutsche Krankenhausreform eigentlich angestoßen hat. Unter Karl Lauterbach hatte das Krankenhausversorgungsverbesserungsgesetz im Jahr 2024 Bündelung, Spezialisierung und neue Qualitätskriterien festgeschrieben. Am 6. März 2026 hat der Bundestag eine Anpassung beschlossen, das KHAG. Seitdem dürfen die Länder Leistungsgruppen für drei, in Sonderfällen sechs Jahre auch an Kliniken zuweisen, die die ursprünglich vorgesehenen Qualitätskriterien nicht erfüllen. Begründung: Versorgungssicherheit, vor allem im ländlichen Raum.
Drei Bewegungen, drei Zielrichtungen, drei verschiedene Vorstellungen davon, was eigentlich Fortschritt ist.
Die Philosophin Rahel Jaeggi argumentiert in ihrem Buch „Fortschritt und Regression" gegen das Bild eines linearen Voranschreitens, das ohne Verluste auskommt. Veränderungen gehen fast immer mit Einbußen einher. Es gibt keinen objektiven Standpunkt, von dem aus sich entscheiden ließe, was im Ganzen Gewinn oder Verlust ist. Was den einen als Modernisierung gilt, ist für die anderen Abbau.
Der amerikanische Denker Stewart Brand hat dafür ein zweites nützliches Bild geprägt: das Pace Layering. Sechs Schichten sozialer Wirklichkeit, die sich mit unterschiedlicher Geschwindigkeit verändern. Oben Mode, darunter Handel, dann Infrastruktur, Staatsform, Kultur und ganz unten Natur. Strategiepapiere wechseln in Wochen. Klinikinfrastrukturen brauchen Jahrzehnte. Kulturelle Erwartungen verschieben sich erst über Generationen. Wer auf der schnellsten Schicht ein neues Modell verkündet, bewegt damit noch nicht die darunterliegenden Strata.
In den vergangenen Wochen lässt sich gut beobachten, wie diese Asynchronität diskursiv verarbeitet wird. Wer zögert, abbremst oder Nachbesserungen verlangt, bekommt das Bremser-Etikett. Vom Bayerischen Ministerpräsidenten über einzelne Landesregierungen bis zur SPD — alle wurden so markiert. Jaeggi nennt diese Mechanik eine perverse Logik. Wer aus fachlicher Sorge Einwände erhebt, wird pathologisiert. Wer das Tempo verkündet, gilt als Innovationstreiber, auch wenn die Substanz mager bleibt. Die Markierung produziert dabei oft genau das Verhalten, das sie zu beschreiben behauptet.
Die Soziologin Renate Mayntz hat schon 1963 darauf hingewiesen, dass Reformen meist von kleinen Gruppen gewollt und durchgesetzt werden. Die Begründung, warum sie sinnvoll waren, entsteht häufig erst im Nachhinein. Ein Urteil post factum, später sauber verpackt in PowerPoint-Folien mit Begriffen wie strategischer Neuausrichtung oder neuem Versorgungsauftrag.
Wandel, der nur die schnellste Schicht erreicht, sieht spektakulär aus, hat aber wenig nachhaltige Wirkung. Wer das nicht erkennt, hält die Trägheit der tieferen Strata für Widerstand und legt damit den Grundstein für eine Lähmung, die sich erst spät zeigt.
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08.05.2026
19 Minuten
Diese Woche, vom 5. bis 7. Mai 2026, läuft in Karlsruhe die New Work Evolution. Eine große Branchenkonferenz zu modernen Arbeitswelten, Office-Design, KI im Alltag. Parallel passiert in Berlin etwas vergleichsweise Stilles. Der Sovereign Tech Fund der Bundesregierung hat in diesem Jahr über 50 Millionen Euro für Open-Source-Infrastruktur freigegeben. Das Zentrum Digitale Souveränität, kurz ZenDiS, betreibt mit openCode eine Plattform, auf der über 10.800 Menschen an mehr als 5.500 digitalen Projekten der öffentlichen Verwaltung mitarbeiten. Behördenübergreifend, in offenem Code. Ein Kriterienkatalog für digitale Souveränität wird gerade in offener Konsultation erarbeitet.
Das klingt nach Verwaltungstechnik. Tatsächlich ist es eine Antwort auf eine grundsätzliche Frage: Wem gehören die Werkzeuge, mit denen Organisationen arbeiten? Und wem dienen sie?
Konvivialität. Geprägt 1973 vom Kulturkritiker Ivan Illich in seinem Buch „Tools for Conviviality". Konvivial ist ein Werkzeug, das Menschen dient, statt sie zu beherrschen. Eine Schreibmaschine ist konvivial. Eine Buchhaltungssoftware, die Reihenfolge, Felder und Takt vorgibt, ist es nicht — sie zwingt ihre Anwender in ihre Logik. Illichs radikaler Sprung: Werkzeuge sind nicht nur Geräte. Auch Hierarchien, Regeln, Organisationen sind Werkzeuge im selben Sinn.
2022, im Zuge der Aufarbeitung der Ahrtal-Flutkatastrophe, geriet die damalige Bundesfamilienministerin Anne Spiegel öffentlich unter Druck. Sie hatte kurz nach der Katastrophe einen vierwöchigen Familienurlaub angetreten. Was zunächst nicht öffentlich war: Ihr Mann hatte 2019 einen Schlaganfall erlitten und befand sich in Rehabilitation. Ihre vier Kinder waren durch die Pandemie erheblich belastet. Spiegel trat zurück.
Es geht nicht um Spiegel, ihre Politik oder ihre Partei. Es geht um das Werkzeug, das diese Rolle eigentlich zur Verfügung stellen sollte. Die Konvivialitätsfrage hat hier eine Geschlechterdimension. Hohe politische Ämter, hohe Managementpositionen sind historisch von Männern für Männer entworfen, deren Sorgearbeit zu Hause von einer anderen Person erledigt wurde. Das Werkzeug funktioniert reibungslos, solange jemand im Hintergrund die Kinder versorgt, das kranke Familienmitglied pflegt, das Mittagessen kocht. Eine Frau, deren Mann selbst pflegebedürftig ist, sprengt diese Annahme. Nicht weil das Amt gegen Frauen gerichtet wäre, sondern weil seine Bauweise eine Konstellation voraussetzt, die es so nur noch selten gibt.
Dasselbe Muster wirkt überall, nur leiser. In Pflege-Dokumentationssoftware, die Pflichtfelder fordert, die niemand jemals liest. In Bürogebäuden, in denen die Gestaltungsfreiheit mit der Topfpflanze auf dem Schreibtisch endet. In Hierarchien, die Telearbeit verbieten, weil sie sich selbst beweisen müssen. Werkzeuge, die ursprünglich Hilfe sein sollten, beginnen ab einer bestimmten Größe Anforderungen zu produzieren.
Die andere Seite zeigt sich auf openCode. Wenn in einer Behörde eine Funktion fehlt, verschiebt sich die Antwort weg vom Warten auf das nächste Update eines Anbieters, hin zur gemeinsamen Lösung im offenen Code. Das ist im Detail unspektakulär. Im Prinzip aber verschiebt es den Ton einer Organisation, weil die Beschäftigten nicht mehr nur Anwender eines fertigen Werkzeugs sind, sondern dessen Mitgestalter.
Konvivialität ist keine Eigenschaft, die eine Organisation einmal erlangt. Sie ist eine Frage, die ihre Mitglieder regelmäßig stellen müssen. Dient dieses Werkzeug den Menschen, die mit ihm arbeiten? Oder müssen sie sich an das Werkzeug anpassen? Wer aufhört, sie zu stellen, baut eine Organisation, die sich selbst dient.
Erwähnte Personen: Ivan Illich, Anne Spiegel
Schreib mir: mail@robin-taylor.de
Mehr Infos: http://www.robin-taylor.de
Das klingt nach Verwaltungstechnik. Tatsächlich ist es eine Antwort auf eine grundsätzliche Frage: Wem gehören die Werkzeuge, mit denen Organisationen arbeiten? Und wem dienen sie?
Konvivialität. Geprägt 1973 vom Kulturkritiker Ivan Illich in seinem Buch „Tools for Conviviality". Konvivial ist ein Werkzeug, das Menschen dient, statt sie zu beherrschen. Eine Schreibmaschine ist konvivial. Eine Buchhaltungssoftware, die Reihenfolge, Felder und Takt vorgibt, ist es nicht — sie zwingt ihre Anwender in ihre Logik. Illichs radikaler Sprung: Werkzeuge sind nicht nur Geräte. Auch Hierarchien, Regeln, Organisationen sind Werkzeuge im selben Sinn.
2022, im Zuge der Aufarbeitung der Ahrtal-Flutkatastrophe, geriet die damalige Bundesfamilienministerin Anne Spiegel öffentlich unter Druck. Sie hatte kurz nach der Katastrophe einen vierwöchigen Familienurlaub angetreten. Was zunächst nicht öffentlich war: Ihr Mann hatte 2019 einen Schlaganfall erlitten und befand sich in Rehabilitation. Ihre vier Kinder waren durch die Pandemie erheblich belastet. Spiegel trat zurück.
Es geht nicht um Spiegel, ihre Politik oder ihre Partei. Es geht um das Werkzeug, das diese Rolle eigentlich zur Verfügung stellen sollte. Die Konvivialitätsfrage hat hier eine Geschlechterdimension. Hohe politische Ämter, hohe Managementpositionen sind historisch von Männern für Männer entworfen, deren Sorgearbeit zu Hause von einer anderen Person erledigt wurde. Das Werkzeug funktioniert reibungslos, solange jemand im Hintergrund die Kinder versorgt, das kranke Familienmitglied pflegt, das Mittagessen kocht. Eine Frau, deren Mann selbst pflegebedürftig ist, sprengt diese Annahme. Nicht weil das Amt gegen Frauen gerichtet wäre, sondern weil seine Bauweise eine Konstellation voraussetzt, die es so nur noch selten gibt.
Dasselbe Muster wirkt überall, nur leiser. In Pflege-Dokumentationssoftware, die Pflichtfelder fordert, die niemand jemals liest. In Bürogebäuden, in denen die Gestaltungsfreiheit mit der Topfpflanze auf dem Schreibtisch endet. In Hierarchien, die Telearbeit verbieten, weil sie sich selbst beweisen müssen. Werkzeuge, die ursprünglich Hilfe sein sollten, beginnen ab einer bestimmten Größe Anforderungen zu produzieren.
Die andere Seite zeigt sich auf openCode. Wenn in einer Behörde eine Funktion fehlt, verschiebt sich die Antwort weg vom Warten auf das nächste Update eines Anbieters, hin zur gemeinsamen Lösung im offenen Code. Das ist im Detail unspektakulär. Im Prinzip aber verschiebt es den Ton einer Organisation, weil die Beschäftigten nicht mehr nur Anwender eines fertigen Werkzeugs sind, sondern dessen Mitgestalter.
Konvivialität ist keine Eigenschaft, die eine Organisation einmal erlangt. Sie ist eine Frage, die ihre Mitglieder regelmäßig stellen müssen. Dient dieses Werkzeug den Menschen, die mit ihm arbeiten? Oder müssen sie sich an das Werkzeug anpassen? Wer aufhört, sie zu stellen, baut eine Organisation, die sich selbst dient.
Erwähnte Personen: Ivan Illich, Anne Spiegel
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01.05.2026
15 Minuten
20. April 2026: Telepolis veröffentlicht einen Artikel. Überschrift: "Patriot statt Porsche". Die deutsche verarbeitende Industrie steckt in der längsten Krise seit dem Zweiten Weltkrieg. Jeden Monat gehen 15.000 Arbeitsplätze verloren. Mercedes-Benz meldete für 2025 einen Gewinnrückgang von 49 Prozent, Volkswagen von 44 Prozent, Porsche sogar von 98 Prozent. VW hat den Abbau von 50.000 Stellen bis 2030 angekündigt.
Die Antwort der Bundesregierung? Rüstung.
Quer durch den deutschen Industriegürtel wandeln sich Fertigungslinien zu Produktionsstätten für Rüstungsgüter. Das Bundesverteidigungsministerium finanziert eine Matchmaking-Plattform, die Rüstungslieferketten mit Unternehmen aus anderen Sektoren vernetzt.
Beispiel Deutz. Gegründet 1864, 162 Jahre alt. Bislang Motoren für Landwirtschaft, Baumaschinen, Industrieanlagen. Seit 2026: eigene Defense-Sparte. Bauteile für Patriot-Luftabwehrsysteme, Antriebe für unbemannte Systeme, gepanzerte Fahrzeuge. Die Defense-Sparte soll bis 2030 einen Umsatz von 300 Millionen Euro erreichen, eine Verzehnfachung. Deutz verzeichnete im vergangenen Jahr 13 Prozent Umsatzwachstum, keine Massenentlassungen, weil die Beschäftigten auf Rüstungsproduktion umgestellt wurden.
Organisationssoziologisch faszinierend. Ein Unternehmen, das 162 Jahre lang Motoren für Traktoren und Bagger gebaut hat, baut jetzt Antriebe für Kampfdrohnen. Die Maschinen sind ähnlich, die Kompetenzen übertragbar. Aber die Identität verändert sich fundamental.
Hier bündeln sich alle Themen der letzten sechs Episoden. Ethik: Beschäftigte, die jahrzehntelang Motoren für die Landwirtschaft gebaut haben, produzieren jetzt Komponenten für Waffensysteme. Sie sind nicht dort eingetreten, um Waffen zu bauen. Die moralische Landkarte hat sich unter ihren Füßen verschoben. Kollaboration und Protest: Der Übergang lief geräuschlos. Aber Geräuschlosigkeit bedeutet nicht Einverständnis. 46 Prozent der Beschäftigten scheuen sich, Probleme anzusprechen. Pfadabhängigkeiten: Der alte Automobil-Pfad bricht weg. Was hier passiert, ist ein Pfadwechsel ganzer Sektoren. Resilienz: Ist es Anpassungsfähigkeit oder opportunistische Flucht in den nächsten Boom? Schauseiten: Deutz-Vorstandschef Klaus Rosenfeld sagt, man trage bei, "die Fähigkeit zur Selbstverteidigung zurückzugewinnen". Die Rüstungsproduktion wird als patriotischer Beitrag gerahmt, nicht als ökonomische Notwendigkeit. Profilizität: Deutz hat seit Anfang 2026 fünf eigenständige Divisionen, darunter "Deutz Defense" mit eigenem CEO. Die Börse honoriert den Wandel.
Eine Fertigungslinie lässt sich umstellen. Die Identität der Menschen, die daran arbeiten, nicht per Vorstandsbeschluss. Ein Motorenexperte, der seit dreißig Jahren Antriebe für Traktoren entwickelt, hat verkörpertes Wissen, gewachsen über Jahre, gebunden an den konkreten Kontext. Die technischen Kompetenzen mögen übertragbar sein. Die tiefere Verbundenheit mit dem Zweck der Arbeit ist es nicht unbedingt.
Organisationen haben nicht eine Identität und nicht eine Realität. Sie haben mehrere, und die stehen oft in Spannung zueinander. Was eine Organisation offiziell ist, was sie tatsächlich tut, was sie nach außen zeigt und was sie digital kuratiert – das sind unterschiedliche Schichten, die sich manchmal decken und häufig nicht.
Erwähnte Personen: Klaus Rosenfeld
Schreib mir: mail@robin-taylor.de
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Die Antwort der Bundesregierung? Rüstung.
Quer durch den deutschen Industriegürtel wandeln sich Fertigungslinien zu Produktionsstätten für Rüstungsgüter. Das Bundesverteidigungsministerium finanziert eine Matchmaking-Plattform, die Rüstungslieferketten mit Unternehmen aus anderen Sektoren vernetzt.
Beispiel Deutz. Gegründet 1864, 162 Jahre alt. Bislang Motoren für Landwirtschaft, Baumaschinen, Industrieanlagen. Seit 2026: eigene Defense-Sparte. Bauteile für Patriot-Luftabwehrsysteme, Antriebe für unbemannte Systeme, gepanzerte Fahrzeuge. Die Defense-Sparte soll bis 2030 einen Umsatz von 300 Millionen Euro erreichen, eine Verzehnfachung. Deutz verzeichnete im vergangenen Jahr 13 Prozent Umsatzwachstum, keine Massenentlassungen, weil die Beschäftigten auf Rüstungsproduktion umgestellt wurden.
Organisationssoziologisch faszinierend. Ein Unternehmen, das 162 Jahre lang Motoren für Traktoren und Bagger gebaut hat, baut jetzt Antriebe für Kampfdrohnen. Die Maschinen sind ähnlich, die Kompetenzen übertragbar. Aber die Identität verändert sich fundamental.
Hier bündeln sich alle Themen der letzten sechs Episoden. Ethik: Beschäftigte, die jahrzehntelang Motoren für die Landwirtschaft gebaut haben, produzieren jetzt Komponenten für Waffensysteme. Sie sind nicht dort eingetreten, um Waffen zu bauen. Die moralische Landkarte hat sich unter ihren Füßen verschoben. Kollaboration und Protest: Der Übergang lief geräuschlos. Aber Geräuschlosigkeit bedeutet nicht Einverständnis. 46 Prozent der Beschäftigten scheuen sich, Probleme anzusprechen. Pfadabhängigkeiten: Der alte Automobil-Pfad bricht weg. Was hier passiert, ist ein Pfadwechsel ganzer Sektoren. Resilienz: Ist es Anpassungsfähigkeit oder opportunistische Flucht in den nächsten Boom? Schauseiten: Deutz-Vorstandschef Klaus Rosenfeld sagt, man trage bei, "die Fähigkeit zur Selbstverteidigung zurückzugewinnen". Die Rüstungsproduktion wird als patriotischer Beitrag gerahmt, nicht als ökonomische Notwendigkeit. Profilizität: Deutz hat seit Anfang 2026 fünf eigenständige Divisionen, darunter "Deutz Defense" mit eigenem CEO. Die Börse honoriert den Wandel.
Eine Fertigungslinie lässt sich umstellen. Die Identität der Menschen, die daran arbeiten, nicht per Vorstandsbeschluss. Ein Motorenexperte, der seit dreißig Jahren Antriebe für Traktoren entwickelt, hat verkörpertes Wissen, gewachsen über Jahre, gebunden an den konkreten Kontext. Die technischen Kompetenzen mögen übertragbar sein. Die tiefere Verbundenheit mit dem Zweck der Arbeit ist es nicht unbedingt.
Organisationen haben nicht eine Identität und nicht eine Realität. Sie haben mehrere, und die stehen oft in Spannung zueinander. Was eine Organisation offiziell ist, was sie tatsächlich tut, was sie nach außen zeigt und was sie digital kuratiert – das sind unterschiedliche Schichten, die sich manchmal decken und häufig nicht.
Erwähnte Personen: Klaus Rosenfeld
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24.04.2026
15 Minuten
Anfang April 2026: In Berlin findet der Corporate Influencer Day statt. Eine ganztägige Konferenz mit Vorträgen, Workshops und Networking. Ein einziges Thema: wie Unternehmen ihre eigenen Beschäftigten zu Markenbotschaftern auf Social Media machen. Wenige Wochen zuvor wurde in Köln der Corporate Influencer Award verliehen. Es gibt mittlerweile Ausbildungsprogramme, eigene KPIs und Abteilungen.
Eine ganze Industrie spezialisiert sich darauf, die private Online-Präsenz von Beschäftigten in ein strategisches Instrument der Unternehmenskommunikation zu verwandeln. Posts von Mitarbeitenden generieren laut Branchenangaben bis zu achtmal mehr Engagement als offizielle Unternehmensbeiträge. Die Logik ist klar: Menschen vertrauen Menschen mehr als Marken. Also sollen die Beschäftigten die Marke verkörpern.
Das Konzept dahinter heißt Profilizität. Die Philosophen Hans-Georg Möller und Paul D'Ambrosio beschreiben damit eine Verschiebung: In einer Welt, in der unsere Profile auf LinkedIn oder Instagram oft sichtbarer sind als wir selbst, wird die bewusste Gestaltung dieser Profile zu einer eigenen Form der Identitätsarbeit.
Was als freiwilliges Engagement der Beschäftigten dargestellt wird, ist in Wahrheit ein durchstrukturiertes Programm. Leitfäden, Schulungen, Hashtag-Vorgaben, definierte KPIs. Die Organisation nutzt die persönliche Glaubwürdigkeit ihrer Beschäftigten als Kommunikationsressource. Die Posts wirken authentisch, weil sie von echten Menschen kommen. Aber genau diese Authentizität wird strategisch geplant. Eine professionell hergestellte Echtheit.
Das Dilemma: Mitarbeitende werden zu unbezahlten Content-Produzenten. Die Grenzen zwischen beruflicher und privater Sphäre verschwimmen. Wem gehört der LinkedIn-Post einer Beschäftigten, die über ihren Arbeitsalltag schreibt? Dem Unternehmen, das das Thema vorgegeben hat? Oder der Beschäftigten, die ihre persönliche Reichweite einbringt?
Und dann der merkwürdige Effekt: Je strategischer Organisationen ihre Authentizität planen, desto weniger authentisch wirken sie. Die Spontaneität ist inszeniert. Die Nahbarkeit ist kalkuliert. Bei der Profilizität zählt nicht mehr die Wahrheit hinter der Darstellung, sondern die Qualität der Oberfläche.
Erwähnte Personen: Hans-Georg Möller, Paul D'Ambrosio
Schreib mir: mail@robin-taylor.de
Mehr Infos: www.robin-taylor.de
Eine ganze Industrie spezialisiert sich darauf, die private Online-Präsenz von Beschäftigten in ein strategisches Instrument der Unternehmenskommunikation zu verwandeln. Posts von Mitarbeitenden generieren laut Branchenangaben bis zu achtmal mehr Engagement als offizielle Unternehmensbeiträge. Die Logik ist klar: Menschen vertrauen Menschen mehr als Marken. Also sollen die Beschäftigten die Marke verkörpern.
Das Konzept dahinter heißt Profilizität. Die Philosophen Hans-Georg Möller und Paul D'Ambrosio beschreiben damit eine Verschiebung: In einer Welt, in der unsere Profile auf LinkedIn oder Instagram oft sichtbarer sind als wir selbst, wird die bewusste Gestaltung dieser Profile zu einer eigenen Form der Identitätsarbeit.
Was als freiwilliges Engagement der Beschäftigten dargestellt wird, ist in Wahrheit ein durchstrukturiertes Programm. Leitfäden, Schulungen, Hashtag-Vorgaben, definierte KPIs. Die Organisation nutzt die persönliche Glaubwürdigkeit ihrer Beschäftigten als Kommunikationsressource. Die Posts wirken authentisch, weil sie von echten Menschen kommen. Aber genau diese Authentizität wird strategisch geplant. Eine professionell hergestellte Echtheit.
Das Dilemma: Mitarbeitende werden zu unbezahlten Content-Produzenten. Die Grenzen zwischen beruflicher und privater Sphäre verschwimmen. Wem gehört der LinkedIn-Post einer Beschäftigten, die über ihren Arbeitsalltag schreibt? Dem Unternehmen, das das Thema vorgegeben hat? Oder der Beschäftigten, die ihre persönliche Reichweite einbringt?
Und dann der merkwürdige Effekt: Je strategischer Organisationen ihre Authentizität planen, desto weniger authentisch wirken sie. Die Spontaneität ist inszeniert. Die Nahbarkeit ist kalkuliert. Bei der Profilizität zählt nicht mehr die Wahrheit hinter der Darstellung, sondern die Qualität der Oberfläche.
Erwähnte Personen: Hans-Georg Möller, Paul D'Ambrosio
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Über diesen Podcast
Für wen funktionieren Organisationen? Wie könnten sie morgen
aussehen? Ich bin Robin, Autor eines Sachbuchs über unsere
Organisationen und Organisationsentwickler mit 15 Jahren Erfahrung.
In diesem Podcast untersuche ich Organisationen als komplexe
soziale Gebilde, in denen Macht ausgeübt wird, Konflikte
ausgetragen werden und Veränderung möglich ist. Kein
Management-Blabla, sondern kritische Analyse. Meine These:
Organisationen sind veränderbar – wie wir sie gestalten,
entscheidet über unsere Zukunft. Schreib mir: mail@robin-taylor.de
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