Live-Podcast: Macht KI unser Leben wirklich besser?

Live-Podcast: Macht KI unser Leben wirklich besser?

vor 2 Tagen
Aya Jaff, Christian Steiger, Julia Bösch, Dominic von Proeck und Timo Mayer diskutieren im Historischen Kaufhaus in Freiburg
53 Minuten
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Beschreibung

vor 2 Tagen
Christian Steiger, Aya Jaff, Julia Bösch, Dominic von Proeck und
Timo Mayer diskutieren im Historischen Kaufhaus in Freiburg über
Künstliche Intelligenz: Mehr als 2 Billionen Euro – eine Zahl mit
12 Nullen. So viel Geld wird wohl allein dieses Jahr in die
Entwicklung von Künstlicher Intelligenz gesteckt. KI verändert
gerade alles: die Dimensionen unseres Wirtschaftssystems, die
Arbeit in jedem Unternehmen, den Alltag von uns Menschen. Aber wozu
das Ganze? Was soll die KI bewirken – und was bewirkt sie
tatsächlich? Macht sie unser Leben wirklich besser? Um diese Fragen
ging es im Live-Podcast am vergangenen Dienstag bei der dritten
Ausgabe der „Evolve“, einer Fachkonferenz für KI und Marketing.
Organisiert wird die Veranstaltung von Macs, der Marketing
Community Freiburg/Südbaden, die Badische Zeitung ist
Medienpartnerin. Moderiert wurde der Live-Podcast von
BZ-Redakteurin Dora Schöls. Bei der KI-Revolution stehen wir noch
ganz am Anfang – darüber waren sich die fünf Gäste einig. Und: Wir
sprechen zwar über Technologie, letztlich soll es aber um den
Menschen gehen. Nur: Was genau ist der Mehrwert von KI? Da gingen
die Meinungen auseinander. Sie soll „das Leben einfacher und besser
machen“, sagte Timo Mayer, Vorstand der Freiburger Digitalagentur
Virtual Identity. „KI ist ein Werkzeug. Ein Hammer macht das Leben
auch nicht besser, sondern das, was wir daraus machen.“ So sah das
auch Julia Bösch, Gründerin des Online-Styling-Services Outfittery.
Ihr Produkt verbessere das Leben der Kunden – weil diese sich mit
der neuen Kleidung „wohl fühlen und anders auftreten“. Dabei
ersetze die KI keine Menschen, sondern gebe mehr Zeit etwa für
menschliche Kundenbeziehungen. Entschieden widersprach Autorin Aya
Jaff: KI gebe es nur auf Basis von menschlichem Wissen. Die Arbeit
etwa von kreativen Menschen werde zum KI-Training verwendet – ohne
dass diese Menschen um Erlaubnis gefragt würden. Wie verändert es
das menschliche Miteinander, wenn ein Unternehmen KI-Agenten als
eigenständige Mitarbeitende mit Personalakte und Feedbackgesprächen
einsetzt, so wie das Schulungs-Startup Leaders of AI? „Wir
versuchen, den menschlichen Austausch mehr wertzuschätzen“, betonte
Gründer Dominic von Proeck. Regelmäßig treffe sich das Team auf
Mallorca – ohne die KI-Kollegen. Allerdings: Wenn die KI immer mehr
Aufgaben übernehmen kann, müsse man schon aufpassen, dass man
selbst kritisch bleibt, ergänzte Lexware-Chef Christian Steiger:
„Wir sind alle Convenience-Schweine, wir lieben es, nicht
nachzudenken.“ Dabei brauche es genau das im Umgang mit der KI. Was
bedeutet es, wenn Menschen die KI nicht mehr kontrollieren können?
Welche menschlichen Fähigkeiten werden jetzt wieder wichtig? Und
lösen wir mit der KI überhaupt die richtigen Probleme? Um diese und
weitere Fragen geht es in dieser Live-Folge von BZ am Ohr.
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