Episoden

„Ich habe mich gefühlt wie ein Alien“ – Südbadener über seine Drogensucht und Drug Checking
28.05.2026
25 Minuten
Redaktion: Sina Schuler Produktion: Gina Kutkat Kristian Weiser war 13, als er das erste Mal einen Joint rauchte. Doch dabei blieb es nicht, später kamen chemische Drogen wie MDMA oder Amphetamine dazu – bis er fast an einem Drogen-Cocktail gestorben wäre. Der heute 29-Jährige wusste meist nicht, was genau er da konsumiert und in welcher Dosierung. Darüber sind sich auch heute noch die wenigsten Konsumierenden klar, die in Baden-Württemberg leben. Denn das Land hätte längst grünes Licht, Drug-Checking umzusetzen – doch es hinkt der Einrichtung solcher Angebote hinterher, bei denen Substanzen auf ihre Inhaltsstoffe und Dosierung überprüft werden. Im Podcast spricht Kristian Weiser, der heute in Hartheim lebt, über seinen Konsum und den Weg aus der Sucht. Und wie schockiert er darüber ist, dass er so unbedarft verschiedene Substanzen konsumiert hat. Hätte ihm Drug-Checking geholfen? Das Know-how, Substanzen zu analysieren, hat die Forensische Toxikologie an der Uniklinik Freiburg. Volker Auwärter, der das Institut leitet, setzt sich seit Jahren für Drug-Checking ein. Auch der Experte kommt in dieser Folge von „BZ am Ohr“ zu Wort. Könnte es Drug-Checking bald in Städten wie Freiburg geben und wie genau könnte es ablaufen?
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Malle-Marco fliegt siebenmal im Jahr zum Ballermann: „Das ist wie Heimkommen“
21.05.2026
47 Minuten
Er liebt den Ballermann so sehr, dass alle Urlaubstage dafür draufgehen: Marco Flohe aus Denzlingen, besser bekannt als „Malle-Marco“ auf Social Media, ist Bierkönig-Ultra. Auf Instagram und Tiktok hat er Tausende Follower, er teilt dort Videos und Memes von seinem Malle-Lifestyle. Was treibt ihn an? Und hat er keine Sorgen, dass ihm sein Lebensstil in Sachen Job oder Beziehung irgendwann vor die Füße fällt? Das erzählt Malle-Marco in dieser Podcastfolge von "BZ am Ohr".
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Gewalt bei der Geburt erleben bis zu 30 Prozent der Frauen - wie ändern wir das?
14.05.2026
1 Stunde 8 Minuten
Sie werden angeschrien, unter Druck gesetzt – oder erleben gar Eingriffe, die sie gar nicht wollen. 10 bis 30 Prozent der Frauen erleben bei der Geburt ihres Kindes Gewalt. Woher kommt diese Gewalt? Die Freiburger Historikerin Helena Barop sagt: Aus dem Patriarchat. Darüber hat sie ein Buch geschrieben: „Mythen, Macht und Muttermund - eine feministische Geschichte der Geburt" ist gerade im Siedler-Verlag erschienen. Helena Barop zeigt darin, wie patriarchale Strukturen bis heute die Geburtshilfe prägen. Sie zeichnet nach, wie die die Geburtshilfe von einer reinen Frauensache zu einer männlich dominierten Medizin wurde – mit Folgen, die bis in die heutigen Kreißsäle reichen. Im Podcast „BZ am Ohr" spricht Helena Barop über die erschreckende Geschichte der Gebärhäuser ab 1750, in denen mittellose Frauen als Übungsobjekte für Medizinstudenten missbraucht wurden. Sie erklärt, warum Frauen überhaupt auf dem Rücken gebären – eine Erfindung der Aufklärung, die nichts mit medizinischer Notwendigkeit zu tun hat. Und sie beschreibt, wie die mechanische Vorstellung von Geburt, die damals entstand, noch immer zu unnötigen Eingriffen führt. Warum liegt die Kaiserschnittrate in Deutschland bei über einem Drittel? Wie hängen Zeitdruck im Kreißsaal und Gewalt unter der Geburt zusammen? Und was bedeutet es, wenn 10 bis 30 Prozent der Gebärenden traumatisierende Erfahrungen machen? Helena Barop macht aber auch Mut: Noch nie waren Geburten so sicher wie heute, noch nie hatten Frauen und Kinder so viele Rechte. Die Geschichte der gewaltfreien Geburtshilfe ist noch nicht zu Ende erzählt – aber sie muss aktiv weitergeschrieben werden. Was sich im System ändern muss, welche Rolle Hebammen spielen sollten und warum die Ärzteschaft historische Verantwortung übernehmen muss, erklärt die Historikerin in dieser Folge von „BZ am Ohr".
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Der SC Freiburg stürmt sensationell ins Europa-League-Finale: "Die Krönung der Entwicklung"
08.05.2026
27 Minuten
Mit einem 3:1-Sieg im Halbfinal-Rückspiel gegen Sporting Braga bucht der SC Freiburg das Ticket für das Europa-League-Finale. Es ist der größte Erfolg der Vereinsgeschichte des Sportclubs. Wie konnte dieser Finaleinzug gelingen? BZ-Sportchef René Kübler sagt, es sei die Krönung einer Entwicklung, die schon über viele Jahre anhält. Man habe das nicht erwarten können, aber es komme auch nicht völlig überraschend. In dieser Sonderfolge von "BZ am Ohr" sprechen Christoph Giese und René Kübler über das starke 3:1 gegen Braga, über Lukas Kübler und Nicolas Höfler, die sich nahtlos in die Mannschaft einfügten - und über die starke Entwicklung des Vereins in den vergangenen Jahren.
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Digitale Gewalt: Wie Frauen sich vor Deepfakes schützen können
07.05.2026
41 Minuten
Digitale sexualisierte Gewalt, Deepfakes und KI – diese Themen betreffen längst nicht mehr nur Prominente. Mit nur einem Foto lassen sich täuschend echt aussehende Porno-Aufnahmen von echten Menschen erstellen. Digitale Gewalt ist ein riesiges Problem - das zeigen auch die aktuellen Vorwürfe der Schauspielerin Collien Fernandes oder der Spanner-Skandal an der Uni Freiburg. In dieser Folge von „BZ am Ohr" spricht Podcast-Redakteurin Dora Schöls mit Rechtsanwältin und Podcasterin Stephanie Beyrich über die Frage: Wie können wir uns vor digitaler Gewalt schützen - ohne komplett aus dem Netz zu verschwinden? Welche gesellschaftlichen Veränderungen braucht es, damit digitale Gewalt nicht weiter verharmlost wird? Und warum sind vor allem Frauen betroffen? Stephanie Beyrich erklärt, warum wir wie nackt im Dunkeln stehen, wenn wir Daten online hinterlassen, und gibt konkrete Tipps für Betroffene: Wie dokumentiere ich Beweise rechtssicher? Wann sollte ich Strafanzeige erstatten? Und wie kriegen wir große Internet-Plattformen dazu, schneller auf Meldungen zu reagieren? Denn die aktuelle Gesetzeslage schützt die Opfer nicht ausreichend. Beyrich sagt im Podcast, was sie von dem aktuellen Gesetzesentwurf von Justizministerin Stefanie Hubig hält, und erklärt, warum ihr geplante EU-Regelungen Hoffnung machen.
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Über diesen Podcast

Eine Woche, ein Thema, das Südbaden bewegt – das ist "BZ am Ohr". In diesem Podcast sprechen BZ-Redakteure und Redakteurinnen mit Menschen aus der Region – immer über ein Thema, über das man in Südbaden gerade spricht. Das kann Aktuelles sein, ein Kriminalfall oder spannende Hintergründe einer BZ-Geschichte. Auch andere Redakteurinnen und Redakteure der Badischen Zeitung kommen als Gesprächspartner ans Mikrofon: Sie berichten von ihren Recherchen oder teilen ihre Expertise. Neue Folgen gibt's immer donnerstags - hören Sie rein!
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