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vor 4 Tagen
Sogar Rheinmetall-Chef warnt vor KI-Waffen
Ein Kommentar von Paul Clemente.
Wenn Politiker sich taub stellen! Vor über drei Jahren verlangte
das Future of Life Institute von den Machthabern dieser Erde:
Beschließt ein halbjähriges Moratorium für sämtliche
KI-Forschung. Unterzeichnet wurde der Appell von Promis wie Yuval
Noah Harari, Steve Wozniak und KI-Hersteller Elon Musk. Aber
deren Message lautete nicht nur: Stoppt die Entwicklung der KI.
Sondern: Beschließt das jetzt! Sofort! Ohne Aufschub. Und nutzt
die Pause für eine Debatte über Grenzen und
Sicherheitsfunktionen.
Sonst drohe der Menschheit eine tiefgreifende Gefahr. Denn
maschinelle Lernsysteme würden sich irgendwann dem menschlichen
Verständnis und damit auch der Kontrolle entziehen.
Bekanntlich hat diese Pause nie stattgefunden. Nicht, dass ihre
Durchsetzung gescheitert wäre. Nein, sie wurde – soweit bekannt
ist – gar nicht erst versucht. Und weshalb nicht? Zu schwer? Wohl
kaum. Schließlich hatte die Fake-Pandemie zuvor bewiesen, wie
schnell Machthaber zahlreiche Freiheitsrechte entsorgen konnten.
Nur, wenn es um wirklichen Schutz der Bürger geht – dann
funktioniert das leider nicht.
Jetzt, drei Jahre nach dem Manifest, warnt eine weitere Stimme
vor unbegrenzter Nutzung der KI. Besonders vor ihrer Nutzung in
einem äußerst gefährlichen Bereich: Dem Militär. Vorige Woche
präsentierte die Waffenindustrie ihre tödliche Pracht auf der
Pariser Rüstungsmesse Eurosatory: Dort ließen Konzerne vor
staunenden Journalisten ihre stählernen Muckis spielen.
Ganze 78 Länder waren vertreten. Neben den Nato-Mitgliedern auch
die Ukraine und arabische Staaten. Mancher Hersteller konnte sein
Glück kaum fassen. Wer bislang Fahrzeuge mit Drohnen- und
Roboterlenkung an Landwirte verkaufte, hat inzwischen die Armee
als zusätzlichen Großkunden gewonnen.
Auch Rheinmetall zählt zu den glücklichen Gewinnern. Der
Hersteller von Drohnen, Militärfahrzeugen und Schiffen freute
sich über rapides Ansteigen seiner Aktien. In den vergangenen
Jahren schossen die über 1.200 Prozent in die Höhe. Und das wird
vorerst so bleiben. Konzernchef Armin Papperger rechnet erst um
2035 oder 2040 mit einem Abflauen des Umsatzes. Und doch scheint
der Glückspilz nicht wirklich froh: Zu sehr treibt ihn die Sorge
vor unkontrollierbaren Kriegen. Von Kämpfen, die aus dem Ruder
gehen und am Ende die eigene Sicherheit bedrohen. Denn der
Kriegsgewinnler weiß natürlich, dass die KI nicht allein Befehle
ausführen, sondern auch Entscheidungen treffen kann.
Beispielsweise darüber, wann es zur Gewaltanwendung kommen soll
und wann besser nicht.
Natürlich stellt Rheinmetall solche autonomen Waffen nicht her.
Papperger versichert: Seine Waffenschmiede liefere Technik so
aus, dass der Mensch die finale Entscheidung treffe. Das sei
Rheinmetalls „ethischer Ansatz als Firma“. Und das Allerschönste:
Auch seine Nato-Kundschaft lehne KI-Waffen ab. - Na, dann ist
doch alles in Butter. Oder doch nicht?
Tatsächlich sorgt sich Rheinmetall-Chef Papperger: Was wäre, wenn
feindliche Regierungen ihrer KI die Entscheidungsgewalt
überließen? Um das zu verhindern, so Papperger, müssten globale
Regeln aufgestellt werden. So wie bei der Atombombe.
:::https://apolut.net/papst-und-rheinmetall-warnen-vor-ki-waffen-von-paul-clemente/
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