Anmeldung Registrierung
Auto Hell Dunkel
Erweiterte Suche
  1. Startseite
  2. Podcasts
  3. apolut: Tagesdosis Podcast
  4. Ukraine: EU-Bürger an die Front? | Von Claudia Töpper
Neue Soldaten für den Ukraine-Krieg?

Ein Kommentar von Claudia Töpper.

Am Montag, den 22. Juni 2026 berichtete Tagesschau.de über eine
Militärreform in der Ukraine. Der ukrainische
Verteidigungsminister, Mychajlo Fedorow, der seit Anfang 2026 im
Amt ist, erklärte in einem Fernsehinterview mit dem ukrainischen
Sender 1+1, dass langgediente Soldaten einen neuen Vertrag
bekommen sollen, in dem eine Pause von der Front festgelegt
werden soll. Kritiker fordern jedoch die verdiente Entlassung aus
dem Dienst. (1)

Inhalt des Vertrages

Die Informationen zu dem neuartigen Vertrag sind widersprüchlich.
Zum einen ist zu lesen, dass die Soldaten den neuartigen Vertrag
mit der Armee unterschreiben können, der garantiert, dass sie
nach einer bestimmten Zeit entlassen werden. Die Soldaten, die
jedoch an der Front zum Einsatz kommen, müssen noch mindestens
zehn Monate kämpfen, je nach Dienstjahr. Soldaten, die an
Positionen mit weniger Risiko kämpfen, sind noch mindestens zwei
Jahre im Einsatz.

Dies suggeriert dem Leser zunächst, dass die Soldaten durchaus
aus dem Dienst entlassen werden, nur eben zeitversetzt, je nach
Dienstjahr und Einsatzort.

Genau das scheint jedoch nicht Teil des Vertrages zu sein. Denn
die Soldaten werden zwar entlassen, aber nur für eine bestimmte
Zeit. Nach ihrer Pause können sie jedoch wieder eingezogen
werden, auch wenn denjenigen Soldaten, die schon lange in der
Armee sind, eine längere Pause als 6 Monate zugestanden werden
soll.

Begründung

Fedorow begründet sein Vorhaben wie folgt:

„Natürlich wäre es gerecht, diejenigen sofort zu entlassen, die
seit 2014 oder auch seit 2023 dienen. Aber was passiert dann auf
dem Schlachtfeld? Diese Soldaten sind das Rückgrat unserer Armee,
sie halten die Front. Sie haben Erfahrung und lernen neu
Rekrutierte an.“

Demnach sollen die neuen Soldaten die alten nach und nach
ersetzen.

Akquise

Doch wie möchte die Ukraine neue Soldaten anwerben? Die Antwort
des ukrainischen Verteidigungsministers ist simpel: „Geld“ lautet
sie.

Die Militärreform von Fedorow sieht vor, Infanteristen, also
Soldaten, die hauptsächlich zu Fuß kämpfen und Gelände
unmittelbar besetzen oder einnehmen umgerechnet 5.800 Euro im
Monat zu bezahlen und bei gefährlicheren Einsätzen sieht er vor,
noch mehr zu zahlen, sozusagen eine Gefahrenzulage. (2) Dieser
Geldanreiz soll laut Fedorow aber nicht nur heimische Soldaten
anlocken, sondern

„ausländische Staatsbürger dazu bringen, sich
der ukrainischen Armee anzuschließen“.

Dieser letzte Satz macht hellhörig. Seit wann können Menschen für
ein Land im Krieg kämpfen, für das sie keine Staatsangehörigkeit
besitzen?

EU-Beitritt der Ukraine

Auf den ersten Blick macht dieser Satz keinen Sinn, aber nur auf
den ersten Blick. Denn bereits vor gut einer Woche stimmten am
Freitag, den 12. Juni 2026 alle 27 EU-Mitgliedsstaaten in
Luxemburg für die erste Phase der offiziellen
Beitrittsverhandlungen der Ukraine zur EU zu. (3) Diese begannen
bereits am Montag, den 15. Juni 2026 für die Ukraine und
Moldawien in Luxemburg. (4) Durch den kürzlich erfolgten
Machtwechsel in Ungarn haben nun die sogenannten
„Fundamentals“-Cluster begonnen.

Bei den Beitrittsclustern handelt es sich um eine Vereinfachung
des EU-Beitritts, welche 2020 eingeführt wurde. Insgesamt gibt es
6 Cluster. In diesen sind 35 Kapitel zusammengefasst. Die Cluster
nennen sich 1. Grundlagen, 2. Binnenmarkt, 3.
Wettbewerbsfähigkeit und inklusives Wachstum, 4. Grüne Agenda und
nachhaltige Konnektivität, 5. Ressourcen, Landwirtschaft und
Kohäsion und schließlich 6. Außenbeziehungen.

:::https://apolut.net/ukraine-eu-burger-an-die-front-von-claudia-topper/

Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
Episode melden

„Ukraine: EU-Bürger an die Front? | Von Claudia Töpper“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

Teilen

Mein Archiv

Deine Privatkopie der Folgen, die du nicht verlieren willst.

Podcast-Folgen verschwinden. Feeds werden auf die letzten Episoden gekürzt, Hoster räumen alte Dateien ab, Formate wechseln den Anbieter und lassen ihr Archiv zurück. Mit „Mein Archiv“ sichert podcast.de die Folgen deiner Podcasts für dich — angefangen bei den ältesten, denn die sind zuerst weg.

  • Deine gesicherten Folgen bleiben hörbar, auch wenn das Original offline geht.
  • Auch Folgen, die im heutigen Feed gar nicht mehr stehen — podcast.de kennt sie noch.
  • Herunterladen bleibt möglich, solange die Folge beim Podcaster liegt. Der zählt seine Abrufe wie bisher.
Startet bald

Sei beim Start von Mein Archiv dabei

Mein Archiv ist fast fertig. Trag dich ein, dann bekommst du eine E-Mail, sobald es losgeht – und bist von Anfang an dabei. Wir schreiben dir nur zum Start, keine Werbung, keine Weitergabe deiner Daten.

Du bekommst zuerst eine Bestätigungsmail. Abmelden geht jederzeit. Datenschutz