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vor 2 Tagen
In der Folge 165 von Schlaflos dank Seattle sprechen wir über
Metas neues Datenschutz- und Mitarbeiterproblem: Nach dem
internen Tracking-Programm, mit dem Meta Mausbewegungen, Klicks,
Tastatureingaben, Screenshots und Arbeitsabläufe von
Mitarbeitenden erfassen wollte, sind offenbar große Mengen dieser
Daten intern viel zu breit zugänglich gewesen. Rund 45.000
strukturierte Datentabellen sollen betroffen gewesen sein –
inklusive Prompts, Transkripten, Bildschirm-Inhalten,
Performance-Daten und Klickverhalten. Wir diskutieren, warum
solche Daten für KI-Agenten strategisch extrem wertvoll sind,
aber gleichzeitig ein massives Vertrauens- und Datenschutzproblem
darstellen.
Außerdem geht es um die angespannte Stimmung bei Meta. Die
Mitarbeitermoral soll laut CTO Andrew Bosworth nahe einem
Tiefpunkt der letzten 20 Jahre liegen. Gründe sind unter anderem
massive Entlassungen, der harte Sparkurs, der radikale Umbau
Richtung KI und eine gefühlte strategische Ziellosigkeit. Wir
sprechen darüber, warum Meta zwar enorme Summen in KI und
Infrastruktur investiert, aber nach außen bisher kaum sichtbar
macht, wohin die Reise eigentlich gehen soll.
Danach schauen wir auf OpenAI und die Frage, wie ChatGPT künftig
stärker monetarisiert werden soll. OpenAI wirbt inzwischen aktiv
bei großen Werbekunden und Agenturen für Werbung in ChatGPT –
unter anderem auf den Cannes Lions. Diskutiert wird, ob ChatGPT
mit hunderten Millionen wöchentlichen Nutzern zu einer neuen
Werbeplattform werden kann, welche Rolle transaktionale
Suchanfragen spielen und warum Werbung in einem KI-Chatbot
zugleich naheliegend und gefährlich ist.
Ein weiteres Thema ist der neue Getty-Images-Deal mit OpenAI.
Künftig sollen lizenzierte Getty-Bilder in ChatGPT angezeigt
werden, ohne dass sie für das Modelltraining genutzt werden. Wir
sprechen darüber, warum die Getty-Aktie daraufhin stark gestiegen
ist, warum dieser Effekt trotzdem relativiert werden muss und was
der Deal über die zukünftige, visuellere Darstellung von
Antworten in ChatGPT verraten könnte.
Zum Schluss geht es um Vibe Coding in der Due Diligence. Bain
& Company nutzt offenbar KI-gestütztes Nachbauen von
Software, um bei Firmenübernahmen den Wert digitaler Produkte zu
testen. Die Frage: Wenn sich eine Software mit gutem Prompt in
kurzer Zeit nachbauen lässt, ist sie dann wirklich noch ein
wertvolles Asset? Wir diskutieren, warum dieser Ansatz als
Stresstest interessant sein kann, aber oft zu kurz greift – denn
der eigentliche Wert liegt häufig nicht nur im Code, sondern in
Integration, Prozessen, Daten, Kunden, Vertrauen,
Betriebssicherheit und Marktposition.
Zum Abschluss geben wir einen Ausblick auf das kommende Summer
Special: Dort geht es um AI Compliance, Datenschutz, EU AI Act
und die Frage, wie Unternehmen KI-Anwendungen sicher,
regelkonform und praxistauglich aufbauen können.
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