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  4. Tech-News #163: Alexa+ KI-Werbung, KI Output-Flut, Googles neue Suche und chinesische Open-Source-Modelle
In Folge 163 von Schlaflos dank Seattle sprechen wir über Alexa+,
KI-Werbung, die steigende Output-Flut durch künstliche
Intelligenz, Googles neue agentische Suche und den geopolitischen
Streit um chinesische Open-Source-KI.

Zum Start geht es um Alexa+ und die Frage, ob Amazon ausgerechnet
bei Werbung in KI-Assistenten einen Vorteil haben könnte. Während
Werbung bei ChatGPT, Gemini oder Claude schnell wie ein Angriff
auf die Neutralität wirkt, ist Amazon bereits Händler,
Marktplatz, Empfehlungsmaschine und Werbeplattform. Deshalb
könnte Werbung bei Alexa+ für viele Nutzer weniger störend wirken
– eher wie eine Produktempfehlung oder Shopping-Hilfe.
Gleichzeitig bleibt die Frage, wo Assistenz endet und
kommerzielle Beeinflussung beginnt.

Anschließend greifen wir ein Thema wieder auf, das durch einen
Artikel der New York Times neue Relevanz bekommen hat: KI macht
Schreiben billig, aber Lesen teuer. US-Gerichte erleben
zunehmend, dass Menschen ohne Anwalt mithilfe von ChatGPT oder
Claude umfangreiche, professionell wirkende Schriftsätze
einreichen. Für die Kläger sinkt die Hürde, für Gerichte steigt
der Prüf-, Lese- und Verwaltungsaufwand. Das gleiche Muster
könnte künftig auch Unternehmen treffen – bei Bewerbungen,
Beschwerden, Supportanfragen, Ausschreibungen oder
Einsprüchen.

Danach sprechen wir über die wachsende Verbreitung von KI im
Alltag. KI ist längst nicht mehr nur ein einzelnes Tool, das man
aktiv öffnet, sondern wandert immer stärker in den Maschinenraum
bestehender Produkte: Suche, Mail, Kalender, Office-Software,
CRM, Support und Betriebssysteme. Die Nutzung wird
selbstverständlich. So wie heute niemand mehr sagt, er nutze
Cloud Computing, wenn er Netflix öffnet, wird man künftig
vielleicht auch nicht mehr bewusst sagen, dass man KI nutzt – sie
läuft einfach mit.

Passend dazu diskutieren wir Googles Ankündigungen auf der I/O
2026. Google möchte die Suche stärker in Richtung eines
agentischen Informationssystems entwickeln. Statt nur einzelne
Fragen zu beantworten, sollen KI-Agenten künftig Themen dauerhaft
beobachten, Entwicklungen einordnen und Nutzer proaktiv
informieren. Das könnte Suche grundlegend verändern – weg von
einzelnen Suchanfragen, hin zu laufender Informationsarbeit.
Gleichzeitig bleibt die kritische Frage, wer entscheidet, welche
Informationen relevant sind und ob wirklich jede Suche einen
Agenten braucht.

Zum Schluss geht es um Airbnb und chinesische Open-Source-KI.
Airbnb nutzt offenbar Modelle wie Qwen im Kundenservice, was in
den USA politische und sicherheitspolitische Fragen auslöst. Der
technische Punkt: Wenn ein Open-Source-Modell in einer
kontrollierten Umgebung betrieben wird, fließen Daten nicht
automatisch nach China. Der politische Punkt: Chinesische Modelle
werden immer leistungsfähiger, günstiger und damit für
Unternehmen attraktiv. Daraus entsteht eine neue Debatte über
KI-Lieferketten, digitale Souveränität und die Frage, aus welchem
Land die Infrastruktur stammt, auf der künftig zentrale
Unternehmensprozesse laufen.

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Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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